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Hopeless (eBook)

Spiegel-Bestseller
Eine spicy Fake-Dating-Romance von der Autorin von FLAWLESS

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
443 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-2429-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Hopeless - Elsie Silver
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Es sollte ein simpler Deal sein - und ist doch so viel mehr

Seit Beau Eaton verletzt von einer gefährlichen Mission zurückgekehrt ist, wird er von seiner Familie nur noch mit Samthandschuhen angefasst. Und das, obwohl er einfach nur in Ruhe die schlimmen Ereignisse verarbeiten will. Da kommt ihm ein Deal mit der schüchternen Barkeeperin Bailey Jansen gerade recht: Als seine Fake-Verlobte soll sie die besorgten Fragen von ihm fernhalten, im Gegenzug wird sein Name ihr dabei helfen, den schlechten Ruf, den ihre Familie in Chestnut Springs hat, hinter sich zu lassen. Es gibt nur eine Regel: Sobald einer von ihnen sich in jemand anderen verliebt, ist es vorbei. Aber was, wenn zum Verlieben gar niemand anderes nötig ist?

»Wow, ich liebe dieses Buch! Eine dramatische und emotionale Geschichte über zwei verlorene Seelen, die mein Herz vom ersten Moment an gestohlen hat!« The Escapist Book Blog

Band 5 der CHESTNUT-SPRINGS-Serie von TIKTOK-Sensation Elsie Silver



<p><strong>Elsie Silver</strong>ist eine kanadische Autorin, die mit ihrer Familie bei Vancouver lebt. Sie liebt Kochen, Reisen und Zeit mit ihren Jungs zu verbringen. Elsie schreibt moderne und spicy Smalltown-Liebesgeschichten und liebt einen guten Book-Boyfriend sowie starke Heldinnen, die sie in die Knie zwingen.</p>

1


Beau


Ich hatte geglaubt, ich würde etwas empfinden, wenn ich meinen Bruder so richtig auf die Palme bringe und dann einfach abhaue.

Aber das war ein Irrtum.

Selbst wenn ich mich wie ein Arschloch aufführe, obwohl ich eigentlich gerade einem Freund der Familie beim Einzug in sein neues Haus helfen soll, fühle ich mich … taub.

Während ich die Hauptstraße von Chestnut Springs entlanglaufe, krümme ich die Finger, grabe die Nägel in die Handflächen.

Auch das spüre ich nicht richtig.

Ich bin wahnsinnig müde, aber nicht müde genug, um zu schlafen.

Aus der Ferne ertönt das Signal eines vorbeifahrenden Zugs, und ich erstarre. Seit Jahren verberge ich nach Kräften, wie sehr mir laute Geräusche in Mark und Bein fahren, aber diesmal nicht.

Man würde erwarten, dass ich meinem Kampf-oder-Flucht-Impuls nachgebe und mich für eins von beidem entscheide, aber stattdessen stehe ich einfach nur da.

Reglos.

Warte darauf, dass sich irgendein Gefühl in mir regt. Angst, Sorge, Enttäuschung.

Aber ich fühle gar nichts.

Ich stehe an der Ecke Rosewood und Elm, drehe mich um und sehe zu, wie der Zug vorbeirauscht. Er fährt immer nur auf seinen Schienen hin und her. Von A nach B. Beladen. Entladen. Über Nacht warten. Wieder von vorn anfangen.

»Ich bin ein Zug«, murmle ich und starre die Räder an, die über die Schienen rollen.

Ich arbeite den ganzen Tag auf der Ranch, weil es von mir erwartet wird. Ich tue, was ich tun muss. Und ich hasse jede Sekunde.

Eine Frau schiebt einen Kinderwagen an mir vorbei und wirft mir einen verwirrten Blick zu. Dann erkennt sie mich, und Überraschung flackert in ihrem Gesicht auf. Vielleicht sind wir zusammen auf die Highschool gegangen … so wie alle in dieser Stadt, die nur ein paar Jahre auseinander sind.

»Oh, Beau! Tut mir leid, ich habe dich nicht gleich erkannt.«

Wahrscheinlich, weil ich mir seit Monaten nicht mehr die Haare habe schneiden lassen.

Ich erinnere mich nicht an ihren Namen, also setze ich ein nichtssagendes Lächeln auf. »Kein Ding. Ich blockiere den Weg, hm? Warte …« Ich drücke für sie auf den Knopf an der Ampel.

Die Frau, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere, schenkt mir ein dankbares Lächeln und rückt den Schulterriemen ihrer Tasche zurecht. Der Kinderwagen ist völlig überladen mit unnützem Zeug. »Danke! Schön, dich mal wieder draußen zu sehen. In den letzten Wochen hat sich ganz Chestnut Springs Sorgen um dich gemacht.«

Meine Wange zuckt vor Anstrengung, das Lächeln aufrechtzuerhalten. Ja, ich war bei der JTF2, Kanadas Elitetruppe für Spezialeinsätze. Ja, ich habe absichtlich unseren Rücktransport verpasst, um einen Kriegsgefangenen zu retten. Ja, ich galt wochenlang als vermisst und war in schlechter Verfassung, als man mich fand.

Ich bin immer noch in schlechter Verfassung.

Die Leute lieben es, darüber zu reden.

Du hast uns ganz schön erschreckt.

Sieh zu, dass du das nächste Mal nicht den Hubschrauber verpasst, ja?

Ich wette, du genießt die ganze Aufmerksamkeit.

Wenn sie denken, dass ich nicht zuhöre, sind die Kommentare allerdings weniger gutmütig.

Er sieht aus, als könnte er jeden Moment ausrasten.

Selbst der Therapeut konnte ihm nicht helfen.

Er nennt es vielleicht eine Heldentat, ich nenne es idiotisch.

Ich weiß, dass sie es auf ihre Weise nur gut meinen, aber dieses demonstrativ bekundete Interesse geht mir auf die Nerven. Als hätte mein Einsatz auf feindlichem Boden auch nur das Geringste mit ihnen zu tun. Als hätte ich irgendwen absichtlich in Angst versetzt. Als hätte ich einfach nur keine Lust gehabt, mich zu melden. Zivilisten können sich nicht vorstellen, was ich alles erlebt habe, welche Entscheidungen ich treffen musste.

Also lasse ich sie reden.

»Einfach toll, wie man sich in Kleinstädten noch gegenseitig unterstützt«, entgegne ich, weil ich nicht sagen kann, was ich wirklich denke. Wenn ich mein wahres Ich zeigen würde – mein neues Ich –, wüssten die Leute nicht, wie sie reagieren sollen.

»Ja, unser aller Unterstützung ist dir sicher.« Mit einem freundlichen Nicken dreht sie sich um und überquert die Straße.

Ich blinzle. In dieselbe Richtung gehen wie sie will ich nicht, weiß aber nicht, wohin dann. Vielleicht einfach in die entgegengesetzte Richtung.

Da fällt mein Blick auf The Railspur, die beste Bar in ganz Chestnut Springs.

Es spielt keine Rolle, dass es ein schöner Sommernachmittag ist, mit strahlend blauem Himmel. Es spielt keine Rolle, dass ich meinen Bruder Rhett verärgert habe. Es spielt keine Rolle, dass ein paar Blocks weiter ein Freund meine Hilfe beim Abladen von Möbeln bräuchte.

In diesem Moment kommt mir die Bar wie ein verdammt gutes Versteck vor.

Und ein Drink hört sich auch nicht übel an.

»Gary, wenn du nicht ein bisschen langsamer machst, nehme ich dir die Autoschlüssel ab.«

Gary ist ein älterer Typ mit gerötetem Gesicht und scheint sich über Baileys Warnung zu amüsieren. Ich setze mich ein gutes Stück von ihm entfernt an die Bar und stütze einen Ellbogen auf den Tresen, den Blick zur Tür. Das Railspur ist nur eine Kleinstadtbar, aber dank umfangreicher Modernisierung hat es eine angenehme Atmosphäre, die mir gefällt. Der Raum mit seinem Holzdielenboden ist im Western-Stil dekoriert, an der Decke hängen Lampen aus Wagenrädern, und lange Reihen von Mason-Vorratsgläsern sorgen für ein rustikales Ambiente.

»Seit wann bist du eigentlich so geschwätzig?«, brummt er und lässt sein Glas sinken. »Früher hast du kaum den Mund aufgemacht, und jetzt kommandierst du mich die ganze Zeit rum wie eine kleine Tyrannin.«

Das glänzende, fast schwarze Haar fällt Bailey Jansen über die gebräunten Schultern. Mit dem Rücken zu uns bückt sie sich und holt Gläser aus der kleinen Spülmaschine hinter der Bar. »Hab mich irgendwie dran gewöhnt, mehr zu reden. Und du kannst es gebrauchen, dass dich auch mal jemand rumkommandiert, alter Mann. Den ganzen Tag sitzt du in der Bar und schikanierst mich.«

»Mach ich doch gar nicht. Ich bin sehr nett zu dir. Einer der wenigen, die nett zu dir sind, will ich meinen.«

Sie dreht sich um, ein weißes Geschirrtuch in der Hand, und mustert ihren bisher einzigen Kunden in der ruhigen Bar. »Das stimmt. Und ich betrachte dich als Freund. Genau deshalb sage ich dir ja, dass du verdammt viel trinkst.«

Sie entdeckt mich, und ihre dunklen Augen weiten sich überrascht. Offenbar hat sie über der Country-Musik und dem Summen der Spülmaschine nicht gehört, wie ich hereingekommen bin.

»Wenn ich aufhöre zu trinken, hast du nix mehr zu tun. Und vielleicht auch gar keine Freunde mehr.« Gary redet weiter, als hätte er meine Anwesenheit nicht bemerkt.

Ohne den Blick von mir abzuwenden, antwortet sie ihm: »Damit kann ich leben, Gar.« Sie hält inne und leckt sich über die Lippen.

Üppige, schimmernde Lippen.

»Beau Eaton. Schön, dich zu sehen.«

Der Mann dreht sich um. »Ach du Scheiße, das ist ja wirklich Beau Eaton, was? Du bist ja echt ein Riesenkerl, was?« Garys Aussprache ist nicht mehr besonders deutlich, und Baileys freie Hand schießt nach vorne und schnappt sich seine Schlüssel von der Theke.

Gary schließt die Augen und stöhnt auf. »Jeden verdammten Tag dasselbe.«

»Ja. Jeden verdammten Tag.« Sie steckt die Schlüssel in ihre Hosentasche und wendet sich wieder der Spülmaschine zu. »Beau, was kann ich dir Gutes tun? Kommt noch jemand? Wahrscheinlich willst du auf deine Lieblingscouch, hm?«

Ich schlucke und betrachte das Sofa, auf dem meine Brüder, unsere Freunde und ich schon so manchen Abend verbracht haben. Es fühlt sich an, als hätte dort eine andere Version von mir gesessen. Der neue Beau sitzt hier an der Bar, mit dem jämmerlichen stadtbekannten Säufer, und betrachtet das schüchterne Nachbarsmädchen, das eine Levis mit Acid-Waschung trägt. Noch nie hat eine Hose jemandem so gut gestanden.

»Nein, heute bin ich allein hier. Ich nehme dasselbe wie Gary.«

»Ein Buddyz Best für den Helden der Stadt!« Gary schlägt krachend mit der flachen Hand auf die Theke, und ich zucke zusammen. Wegen dem Knall. Weil er »Held der Stadt« gesagt hat. Manchmal ist mir, als würde ich unter der Last der Blicke und Erwartungen zusammenbrechen. Sie sehen mich an, als würde ich auf eine Art Podest gehören. Alle beobachten mich ständig.

Ich starre seine wettergegerbte Hand an, die auf dem polierten Holz des Tresens liegt. Schließe für einen Moment die Augen und fahre mir mit der Zunge über die Zähne, um mich daran zu hindern, sie so fest zusammenzubeißen, dass es knirscht. Als ich mit gezwungener Lässigkeit aufsehe, schieben sich Baileys Augenbrauen zusammen, und der Blick ihrer dunklen Augen durchbohrt mich, als hätte sie mich durchschaut. Auch mein Lächeln scheint sie nicht zu täuschen. Bevor sie sich abwendet, um mir ein schäumendes Bier einzuschenken, schüttelt sie kaum merklich den Kopf, als wäre sie enttäuscht.

Mein Blick wandert über ihren Körper, und ich zermartere mir das Hirn in dem Versuch, mich an unsere letzte Begegnung zu erinnern. Die süße, schüchterne Bailey Jansen … die in die am wenigsten angesehene Familie der ganzen Stadt hineingeboren wurde. Ihr Vater und ihre Brüder haben allen möglichen Dreck am...

Erscheint lt. Verlag 25.4.2025
Reihe/Serie Chestnut Springs
Übersetzer Maike Hallmann
Sprache deutsch
Original-Titel Hopeless (Chestnut Spings 05)
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte age gap • Bailey Jansen • Beau Eaton • Bookstagram • Booktok • BookTok Community • BookTok Germany • Deal • dramatisch • Emotional • fake dating • fake fiancé • fake relationship • Fake-Verlobte • Fearless • Flawless • Große Gefühle • hopeless • Hype • Instagram • Leidenschaft • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • Nähe • powerless • Reckless • Rich Boy/Poor Girl • Romance • Romantik • romantisch • Small Town Romance • TikTok • TikTok books • TikTok Germany • tiktok made me buy it • Wild Eyes • Wild Love
ISBN-10 3-7363-2429-4 / 3736324294
ISBN-13 978-3-7363-2429-9 / 9783736324299
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