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Immortal Dark (eBook)

Roman - Die spicy Vampire-Romantasy und Nummer 1 NYT-Bestseller – Endlich auf Deutsch!

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
473 Seiten
Penguin Verlag
978-3-641-32836-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Immortal Dark - Tigest Girma
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Ihr größter Feind ist ihre größte Versuchung!

Kidan wuchs weit entfernt von der Uxlay Universität auf. Einer Eliteuniversität, in der Menschen und Vampire Seite an Seite leben und an der altehrwürdige Häuser um die Vorherrschaft kämpfen. Intrigen und Machthunger regieren den Alltag – und genau deshalb wollte Kidan nie dorthin. Doch als ihre Schwester von niemand geringerem als dem berühmt-berüchtigten Vampir Susenyos entführt wird, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihm genau an jene Universität zu folgen. Entschlossen ihre Schwester zu retten, kehrt Kidan zurück in die Welt, die sie für immer hinter sich lassen wollte. Sie wird Studentin an der Eliteuni und stellt sich Susyenos furchtlos entgegen. Trotz seiner Geheimnisse und der Gefahr, die von ihm ausgeht, ist es Kidan unmöglich, sich ihm zu entziehen. Ist er wirklich Schuld am Verschwinden ihrer Schwester? Und warum fühlt sie diese unbändige Versuchung, immer wenn sie in seiner Nähe ist? Je näher sie ihm kommt, desto näher tritt Kidan an den Abgrund … Doch wird Susenyos sie in die Tiefe stürzen lassen?

Die Vampir-Saga für alle Fans von The Cruel Prince und Das neunte Haus. Eine verloren geglaubte Erbin, die einen Geheimbund infiltrieren und mit einem geheimnisumwobenen Vampir zusammenleben muss.

Tigest Girma studierte Pädagogik, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Inzwischen teilt sie sich ihre Zeit zwischen dem Schreiben und Unterrichten auf. Mit dem ersten Band ihrer Immortal-Dark-Reihe schaffte sie es aus dem Stand heraus auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste. Sie beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit ostafrikanischen Mythen und verwebt in ihren Werken Schwarze Geschichten mit dem Fantastischen. In ihrer Freizeit schaut sie ihre Lieblingsserien, in denen der Bösewicht immer missverstanden wird und trotzdem das Mädchen für sich gewinnt. Ursprünglich aus Äthiopien, lebt sie nun in Melbourne, Australien.

7.


Bevor du euren Haus-Dranaic kennenlernst, musst du genau verstehen, wofür du kämpfst«, sagte Dekanin Faris und nippte an ihrem Tee.

Sie saßen im Haus Grand Faris, im Bauch eines Wals. Eine kühle Brise vom offenen Balkon ließ Kidan frösteln.

Der Tee war in ihren Händen kalt geworden. »Ich bin hier, um das Haus zu erben.«

»Ja, aber was genau ist ein Haus?«

Sie runzelte die Stirn. »Was meinen Sie damit?«

»Häuser sind Macht. Nicht im metaphorischen Sinne, sondern wortwörtlich.« Sie hielt einen Moment inne und ließ die Worte wirken. »Warum versuchst du zum Beispiel nicht, diese Teetasse fallen zu lassen?«

Kidan senkte den Blick und hob ihn dann wieder. Vielleicht hatte das Zusammenleben mit diesen Kreaturen die Dekanin in den Wahnsinn getrieben.

»Stell die Teetasse auf den Tisch«, wiederholte sie.

Kidan tat es. Doch als sie ihren Griff lockerte, blieb die Teetasse kleben. Sie versuchte es nochmal, mit so viel Kraft, dass es klirrte. Ihre Finger blieben um den Henkel geschlungen. Kidan sprang auf und schüttelte die Hand. Der Becher flog nicht gegen die Wand.

»Ist die an meiner Hand festgeklebt?«, fragte Kidan.

Dekanin Faris zog eine Augenbraue hoch. »Bitte, setz dich, ich erkläre es dir.«

Kidan setzte sich langsam, die Nerven zum Zerreißen gespannt.

Die Dekanin schob eine Tafel in die Mitte des Tisches, auf der etwas geschrieben stand.

In diesem Haus wird keine Teetasse abgestellt.

»Die Häuser befolgen nur ein Gesetz. Das Gesetz, das ihre Besitzer erlassen.« Die Stimme der Dekanin klang ruhig, einstudiert. »Dieses habe ich mir natürlich extra für dich ausgedacht.«

Kidan blinzelte. Und blinzelte noch einmal. Sie schob ihren Stuhl zurück und ging in die Küche. Zuerst versuchte sie, die Tasse von ihrer Haut zu lösen, indem sie die Kante der Arbeitsplatte als Hebel benutzte. Als das nicht klappte, fand sie einen Löffel und versuchte, ihn unter ihre Handfläche zu stemmen. Das brachte nur eine Reihe von Flüchen hervor, weil der Löffel ihr entglitt und gegen ihre Augenbraue prallte. Sie drehte den Wasserhahn auf und tauchte ihre Hand ins Wasser, aber davon wurde das Porzellan nur glitschig und ihr Pullover nass.

»Wenn du fertig bist, könnten wir weitermachen«, ertönte die Stimme der Dekanin von nebenan.

Kidan drehte den Wasserhahn zu und beugte sich schwer atmend über die Spüle. Unmöglich. Ausgeschlossen.

Kidan kehrte zurück, durchnässt und verängstigt. »Machen Sie das weg.«

»Natürlich«, Dekanin Faris stellte die eigene Teetasse ab. Sofort löste sich Kidans Tasse und fiel runter. Instinktiv fing Kidan sie auf. Mit offen stehendem Mund untersuchte sie die glatte Oberfläche. Nichts Ungewöhnliches daran, und doch hatte sich die Schwerkraft ihrer Welt verschoben.

»Wie?«

»Nach Jahren der Herrschaft werden die Häuser zu einer Erweiterung ihrer Besitzer. Sie sind sehr komplizierte Wesen.«

Die Macht der Häuser …

Kidan setzte sich wieder und betrachtete ihre Tasse, als könnte sie jeden Augenblick anfangen zu singen.

»Hast du dich beruhigt?«, fragte die Dekanin.

Kidan nickte.

»Schön. Dann hör gut zu, was ich dir jetzt erzähle. Hunderte von Jahren haben Vampire die Menschen gejagt und gequält. Wir waren völlig machtlos gegen sie. Die Einzigen, die es mit ihnen aufnehmen konnten, waren die sogenannten Weisen, und die wurden systematisch ausgerottet.« Dekan Faris runzelte kurz die Stirn. »Bevor der Letzte Weise starb, erschuf er jedoch die Drei Fesseln.«

Kidan wusste von diesen machtvollen Fesseln. Sie hatte sie oft rezitiert, wenn sie nach Albträumen Junes verschwitzten Körper an sich drückte. Die Dritte Fessel war ihre liebste. Sie sorgte dafür, dass die Vampire sich nicht vermehren konnten.

»Der Letzte Weise gab uns auch die Macht über unsere Häuser. Jeder Acti, also jedes Mitglied der achtzig Familien, hat das Potenzial, Hausbesitzer zu werden. Früher konnte jedes Haus seine eigenen Gesetze erlassen. Wie man sich vorstellen kann, hat das zu allerlei Konflikten zwischen den einzelnen Familien geführt.«

»Gesetze … wie Länder«, echote Kidan, die Gedanken immer noch vernebelt.

»Genau. Jedermann, jedes Haus für sich selbst. Als Frieden zwischen Vampiren und Menschen geschlossen wurde, luden wir die Vampire ein, mit uns zu leben, in unseren Häusern, als unsere Gefährten. Das hat alles verändert.«

Kidan verzog den Mund, als sie die Worte Frieden und Vampire in einem Satz hörte. Sie waren von Natur aus Gegensätze, und das eine konnte nicht existieren, während das andere lebte.

Dekanin Faris fuhr fort.

»Uxlay ist einzigartig, weil wir uns entschieden haben, als Gemeinschaft zu handeln. Zwölf Erben und Erbinnen haben sich zusammengeschlossen, um in jedem Haushalt ein und dasselbe universelle Gesetz zu befolgen. Ein Gesetz, das uns vor der Außenwelt schützt.«

Der Nebel löste sich auf und hinterließ einen roten Schleier. So viel Macht, um sich vor der Außenwelt zu schützen? Wozu, wenn das Problem innerhalb dieser Mauern lag?

»Komm mit.« Dekanin Faris schob ihren Stuhl zurück und trat auf den Balkon.

Kidan folgte ihr und stemmte sich gegen den starken Wind. Vor ihnen erstreckte sich ganz Uxlay. Herrschaftliche Villen umgaben den Campus wie ein Gürtel.

»Wie du vielleicht bemerkt hast, grenzt jedes Haus an das Nachbargrundstück. Das ist so gewollt, damit die Gültigkeit des universellen Gesetzes nicht unterbrochen wird.«

»Was genau ist das für ein Gesetz?«

»Kein Unbefugter kann Uxlay finden oder betreten, weder Mensch noch Vampir.«

Kidans Hände krampften sich ums Geländer. Jetzt begriff sie, warum sie die Universität nicht gefunden hatte. Die Tage und Monate, die sie in ihrer Wohnung verbracht und sich selbst fast in den Wahnsinn getrieben hatte, weil sie wusste, dass dieser Ort existierte, es aber nicht beweisen konnte … Es war grausam gewesen. Sie betrachtete die Gesichtszüge der Dekanin, die Falten in den braunen Augenwinkeln, die ihr Alter verrieten.

Kidan runzelte die Stirn. »Aber dieses Haus liegt nicht an der Grenze.«

Dekanin Faris nickte. »Als Gründer sind die Häuser Adane und Faris die einzigen, die eigene Gesetze erlassen können. Daher liegen Amt und Aufgaben des Dekans von Uxlay bei uns.«

Kidan schwankte fast. Ihre Vorfahren hatten Uxlay gegründet? Sie waren Dekane gewesen? Und was noch wichtiger war: Das Haus Adane konnte eigene Gesetze erlassen. Sie konnte sich nicht vorstellen, welche Macht das bedeutete. Der Schock über diese neue Entdeckung verwandelte sich in eine aufregende Möglichkeit.

Kidans Augen leuchteten. »Wollen Sie damit sagen, dass ich im Hause Adane jedes Gesetz erlassen kann? So wie Sie das mit der Teetasse?«

Dekanin Faris wählte ihre Worte mit Bedacht. »Hausgesetze zu erlassen und zu ändern, ist eine unglaublich schwierige Kunst. Eine, die du im nächsten Jahr lernen wirst, wenn du dann noch bei uns bist. Aber es wird einige Jahre dauern, bis du es beherrscht.«

Jahre …

Ihr Blick wanderte zu der Teetasse. Konnte es wirklich so schwer sein?

Die Dekanin deutete auf ein dunkles Gebäude, direkt gegenüber. »Haus Adane. Nur unsere Häuser liegen innerhalb der Grenze, Kidan. Es ist eine große Verantwortung, die uns da übertragen wurde, eine Macht, die wir nicht missbrauchen dürfen. Wenn Susenyos Sagad das Haus Adane erbt und diese Macht missbraucht, wird Uxlay auseinanderbrechen.«

Ein bitteres Lächeln umspielte Kidans Lippen. »Wenn Sie ihm nicht trauen, warum glauben Sie mir dann nicht, dass er meine Schwester entführt hat?«

Dekanin Faris sprach langsam. »Welche Beweise gibt es dafür, dass er deine Schwester entführt hat?«

Kidan öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Das Geständnis ihres Opfers klang ihr in den Ohren.

Susenyos Sagad! Er hat sie entführt!

Sie biss sich auf die Zunge. Kidans Beweis konnte nicht verwendet werden. Noch nicht.

»Hausgesetze können nur von ihren wahren Besitzern geändert werden. Du siehst also, wie groß die Verantwortung der Erben und Erbinnen in Uxlay ist. Ihr alle seid entscheidend für den Erhalt der Gemeinschaft von Uxlay und die Sicherheit unseres Volkes.«

Kidan begann zu verstehen. »Und die jeweiligen Gesetze gelten nur innerhalb eines Hauses, nicht außerhalb? Richtig?«

Dekanin Faris hob ein heruntergefallenes Blütenblatt vom Sims und ließ es vom Wind davontragen. »Ja. Mein Gesetz gilt nur auf dem Grund und Boden von Haus Faris.«

Kidan betrachtete den Grenzkreis jetzt mit anderen Augen. Jedes dieser Häuser grenzte an das nächste, sodass ihr gemeinsames Gesetz einen mächtigen Schutzschild bildete.

»Was passiert, wenn eines der Häuser an der Grenze beschließt, das universelle Gesetz zu brechen?«

Kidan stellte sich das Ganze wie einen Damm vor, eine einzige undichte Stelle und er stürzte ein. Gab ihre Existenz der Außenwelt preis.

Dekanin Faris sah sie neugierig an. »Uxlay wurde als sichere und verborgene Gemeinschaft gegründet. Jeder, der das infrage stellt, wird aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen. Wir werden Wege finden, diesen Verlust auszugleichen.«

Ihre Worte klangen eher wie die eines Generals, der zu seiner Armee sprach.

Kidans Stirn legte sich in Falten. »Aber was ist, wenn sich die Vampire hier gegen euch erheben? Wenn sie euch verskla … äh, gefangen...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2025
Sprache deutsch
Original-Titel Immortal Dark
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte badassfemalecharacter • Booktok • Campus • Carissa Broadbent • dark academia • Dark Fantasy • Dark Romance • Dark Romance Deutsch • Das neunte Haus • eBooks • ebooks deutsch • Eliteuniversität • Enemies-to-Lovers • Fantasy • Fantasy Liebesromane deutsch • Holly Black • Leigh Bardugo • Liebesromane • New York Times Bestseller • Romantasy • Romantasy deutsch • SPICE • The Cruel Prince • the stars are dying • TikTok • Vampirgeschichte • vampir liebesromane deutsch • vampir-romantasy
ISBN-10 3-641-32836-5 / 3641328365
ISBN-13 978-3-641-32836-8 / 9783641328368
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