Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Todbringende Obsession (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
420 Seiten
NOVUM VERLAG
978-3-99146-982-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Todbringende Obsession -  P.R. Mosler
Systemvoraussetzungen
19,99 inkl. MwSt
(CHF 19,50)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Eigentlich sollten mit Ausnahme des Laacher Sees die Vulkane in der Eiffel erloschen sein. Woher kommt dann die Gaswolke aus Kohlendioxid, die sich in den unterirdischen Tunneln der Ofenkaulen bildet? Hängt das mit dem Erdbeben vor zwei Tagen zusammen oder gibt es einen anderen Grund dafür? Während Gerd Bach mit seinen Freunden nach der Ursache sucht, muss sich Emma ihrer Vergangenheit stellen, um ihre Berliner Kolleginnen vor Mordanschlägen zu bewahren, die eigentlich ihr gelten sollen. Können Gerd und sein Team die Bevölkerung in der Umgebung vor der extremen Bedrohung durch eine geplante Sabotage bewahren und den dafür Verantwortlichen ausfindig machen? Schafft es Emma, den wahnsinnigen Serienmörder aufzuhalten, bevor er erneut tötet?

2

„Sie haben Glück, meine Herrschaften, dass Sie es geschafft haben, an einem solchen Seminar teilnehmen zu dürfen. So eine Möglichkeit kriegen wir nur sehr selten. Das Tagungshotel im Siebengebirge ist ideal für mehrtägige Aufenthalte“, macht Professor Frank Klausthal den Studierenden die bevorstehende Reise schmackhaft. „Der Park und die grüne Umgebung sind ideal für konzentriertes Arbeiten.“ Er beginnt zu lächeln, als die vierundzwanzig Studierenden genervt die Augen verdrehen.

Mit seinen vierundsechzig Jahren, dem leichten Übergewicht und seinen grauen Haaren fühlt sich der 1,72 Meter große Universitätsprofessor am Institut für Geologie noch lange nicht zu alt zum Unterrichten. Nur sein beginnender Altersbluthochdruck bremst ihn in seinen Handlungen immer wieder aus. Auch kann er schon lange nicht mehr mit seinen sportlich aktiven Studierenden Schritt halten. Aber das ist auch nicht nötig. Er hat sich durch seine offene Art den Respekt seiner Schüler erobert. Das erkennt er auch daran, dass die jungen Leute alle aufmerksam zuhörend vor ihm sitzen, ohne seine Ausführungen zu unterbrechen.

„Insgesamt werden wir zehn Tage dort verbringen. Das Hotel ist regelmäßig ausgebucht und weist ein hohes Niveau auf. Ich möchte Sie bitten, sich entsprechend zu verhalten. Was wir im Einzelnen dort unternehmen, wird Ihnen Herr Staller erklären.“ Damit winkt er seinem Doktoranden auffordernd zu.

Andreas Staller griff sofort zu, als ihm der Professor vor drei Jahren eine Stelle im Institut für Applied Geophysics and Geothermal Energy (GGE) der Universität in Aachen angeboten hat. Seit dieser Zeit arbeitet er auch an seiner Doktorarbeit. Bis jetzt hat der gutaussehende Achtundzwanzigjährige, mit der Hüfte gegen den Schreibtisch gelehnt, still den Ausführungen seines Mentors zugehört. Mit einer Größe von 1,84 Meter, den schwarzen Haaren und den humorvoll blitzenden grauen Augen ist er für die Studentinnen dieses Jahrgangs durchaus eine Augenweide. Nun übernimmt er die weiteren Ausführungen der anstehenden Exkursion.

„Diese Geo-Exkursion ist etwas Besonderes“, beginnt er. „Wir haben mit Ihnen jede Menge vor. Es gibt insgesamt drei Vorträge zu dem Thema ‚Vulkanismus des Siebengebirges. Klar, hauptsächlich sind Sie hier, weil Sie neue Ressourcen entdecken möchten. Aber genauso wichtig ist es, unsere Vergangenheit zu kennen. Das Seminar beinhaltet drei Wandertouren, die wir gemeinsam angehen werden. Zum Einstieg gibt es dann noch ein geführtes GPS-Seminar, das wir zusammen absolvieren. Im Anschluss dürfen Sie dann in kleinen Gruppen allein losziehen. Ich bin gespannt, wie viele von Ihnen wir hinterher suchen dürfen“, ergänzt er herausfordernd.

Auch der Professor lächelt zu Andreas’ Anmerkung. „Das heißt dann für Sie, hundertprozentige Aufmerksamkeit während der Seminare.“ An den übermütig aufblitzenden Augen hat er schon längst erkannt, wie es um die jungen Leute bestellt ist. Sicher, das Seminar verhilft ihnen zu dem notwendigen Wissen für ihr Studium, doch sie alle sind gerade einmal zwischen zweiundzwanzig und fünfundzwanzig Jahre alt und noch lange nicht trocken hinter den Ohren. Ihm ist bewusst, dass Spaß und Schabernack zu so einer Reise einfach dazugehören.

„Montag nach Pfingsten geht es los. Bis dahin werden wir noch im Einzelnen klären, was für die Reise gebraucht wird, beziehungsweise was Sie noch zu erledigen haben“, verspricht Andreas den Studierenden.

Gerd Bach, Projektleiter eines Teams hervorragender Mitarbeiter der Firma Staller Industrie Werke GmbH, kehrt gerade aus der Chefetage in sein Büro zurück, als ihm Uwe Meyer, der Sicherheitsbeauftragte der Firma, über den Weg läuft.

„Gerd, warte bitte“, stoppt der Kollege ihn. Während er auf Gerd zugeht, betrachtet er seinen Boss. Peter Staller, der Konzernchef, holte Gerd mit einem einmaligen Angebot in die Firma. Mittlerweile ist der Achtundzwanzigjährige studierte Elektroingenieur dessen Stellvertreter, also der zweite Mann im Werk. Mit seiner humorvollen und kameradschaftlichen Art hat sich der Leiter für Sonderprojekte nicht nur den Respekt, sondern auch die Freundschaft der Teamkollegen errungen. Andreas Staller, der Sohn des Konzernchefs, und Gerd sind seit ihrem elften Lebensjahr befreundet. Seit dieser Zeit geht er auch bei der Familie Staller ein und aus. Sie ist zu seiner Familie geworden. Seine durchtrainierte, sportliche Figur, eine Größe von 1,86 Meter, die braunen Haare und Augen in der Farbe glänzenden Honigs lassen so manch ein Frauenherz höherschlagen. Uwe weiß, dass Gerd früher nicht abgeneigt war, sich der einen oder anderen Schwärmerei hinzugeben. Doch das änderte sich gänzlich, als er Emma kennenlernte. Mittlerweile ist er fest mit ihr liiert. Uwe ist überzeugt, dass es keine bessere Frau für seinen Freund geben kann als Hauptkommissarin Emma Wolf vom Landeskriminalamt. „Hast du vielleicht ein paar Minuten Zeit für mich?“, erkundigt er sich bei seinem Boss.

„Klar, komm mit in mein Büro“, fordert Gerd den Freund auf.

Der siebenunddreißigjährige Uwe Meyer ist der leitende Mann für Werks- und Personenschutz in und um die Firma Staller. In sein Aufgabengebiet fällt unter anderem die Sicherheit während der Außeneinsätze für das vierzehnköpfige Team rund um seinen Boss Gerd Bach. Als Pilot hält er ihnen möglichst den Rücken frei und sorgt für die Beschaffung notwendigen Equipments. Der 1,85 Meter große muskulöse Mann mit dem braunen Kurzhaarschnitt und den blaugrauen Augen absolvierte eine militärische Laufbahn, bevor er sich von dem Konzernchef Peter Staller anwerben ließ. Keiner seiner Freunde könnte sich den humorvollen Mann ohne seinen Dreitagebart vorstellen, auch wenn ihm das ein etwas ungehobeltes Aussehen verleiht.

In dem Zimmer, das vor Gerds Büro anberaumt ist, treffen sie auf Anna Zerlinski.

Die achtundzwanzigjährige Sekretärin hat ihre Arbeit in dieser Firma zusammen mit Gerd begonnen. Seit ihrer gemeinsamen Studienzeit sind Gerd und sein Freund Andreas Staller mit der hübschen 1,70 Meter großen Blondine mit den blauen Augen befreundet. Ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben zu nehmen, hat sie den beiden schon oft in gefährlichen Situationen zur Seite gestanden. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören die Koordination seiner Arbeitsschritte und die seines gesamten Teams. Die hervorragende Leistung, die sie dabei an den Tag legt, entlastet die gesamte Mannschaft. Zur gleichen Zeit, als Gerd Emma kennenlernte, verliebte sich Anna in Emmas Bruder Stefan Wolf. Auch hier hat sich eine dauerhafte Beziehung entwickelt, die von ihren Freunden nur gutgeheißen werden kann. Sie lächelt ihrem Boss entgegen. „Ich habe die Terminpläne für das zweite Quartal fertig überarbeitet. Die Pläne für den dritten Jahresabschnitt habe ich auch vorbereitet“, teilt sie ihm mit, nachdem sie auch Uwe begrüßt hat. „Wir können sie jederzeit zusammen durchgehen.“ Damit drückt sie Gerd einen Stapel Papiere in die Hand.

„Das machen wir gleich“, verspricht Gerd. „Sobald ich mit Uwe gesprochen habe.“

„Dauert bestimmt nicht lange“, versichert der Freund.

„Also, was hast du auf dem Herzen?“, wird Uwe von seinem Boss verhört, nachdem sie an Gerds Schreibtisch Platz genommen haben.

„Du weißt doch, dass Dominik und ich regelmäßig unsere Fluglizenzen erneuern lassen müssen. Nur, die vorgeschriebenen Flugstunden reichen bei uns nicht aus. Wir müssen die regelmäßigen Kontrollen der zuständigen Behörden durchlaufen, um die notwendigen Genehmigungen zu erhalten.“

„Klar, das ist mir bekannt.“

„Spätestens im Juli sind wir da wieder fällig.“

„Im Juli?“ Erschrocken starrt Gerd den Piloten an. „Anfang des Monats fangen wir mit dem neuen Großprojekt an. Genau da fallt ihr beide aus?“

„Theoretisch ja. Aber damit es nicht so weit kommt, hast du ja mich“, behauptet Uwe arrogant.

Gerd muss über das Eigenlob des Piloten lachen. „Da bin ich jetzt aber gespannt.“

Uwe drückt seinem Boss die Kopien in die Hand, die er die ganze Zeit bei sich hatte. „Circa zweimal im Jahr gibt es vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ein bundesweit einheitliches Seminar für die künftigen Hubschrauberärztinnen und -ärzte. Eine Einweisung für Ärzte auf Zivilschutz-Hubschraubern.“

„Was willst du denn mit einem solchen Seminar?“, erkundigt sich Gerd erstaunt. „Versuchst du dich jetzt in der Flugrettung?“

„Das nicht, aber der Kurs bietet viel mehr, als wir sonst machen. Und er wird vollständig anerkannt. Damit bekommen wir auch unsere Lizenzen genehmigt. Die haben dort geschulte Lehrkräfte, die über langjährige Erfahrung verfügen. Dabei geht es nicht nur um die medizinische Ausstattung und Versorgung, sondern es stehen auch Wetterkunde, Technik und Handhabung auf dem Unterrichtsplan. Aktive Piloten der Bundespolizei geben dabei ihre Erfahrungen weiter und fungieren als Lehrkräfte.“

„Das hört sich wirklich interessant an. Wie bist du auf diesen Kurs aufmerksam geworden?“

„Durch einen Freund. Tilman Wehr hat die Flugausbildung mit mir zusammen absolviert. Irgendwann ging er dann als Fluglehrer zur Hubschrauberstaffel der Bundespolizei. Wir haben uns vor kurzem in einer Kneipe in der Altstadt getroffen. An dem Abend haben wir darüber gesprochen. Jetzt hat er mir die Unterlagen zugeschickt. Es ist ein außer der Reihe stattfindender Sonderkurs, da sie reichlich Anfragen für eine...

Erscheint lt. Verlag 30.10.2024
Verlagsort Neckenmarkt
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Belletristik • Krimi • P.R. Mosler • Spannung
ISBN-10 3-99146-982-0 / 3991469820
ISBN-13 978-3-99146-982-7 / 9783991469827
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von Wolf Haas

eBook Download (2025)
Carl Hanser (Verlag)
CHF 18,55

von Takis Würger

eBook Download (2025)
Diogenes Verlag AG
CHF 22,45