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Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2 (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
576 Seiten
Ravensburger Buchverlag
978-3-473-51273-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2 -  Kristen Ciccarelli
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Bin ich dein Jäger oder deine Beute? Rune ist auf der Flucht: Seit ihre wahre Identität als Hexe ans Licht gekommen ist, ist ihr Leben in Gefahr. Am meisten schmerzt der Verrat durch den Hexenjäger, der ihr Herz in Flammen gesetzt hat. Doch trotz allem, was zwischen ihnen steht, müssen Rune und Gideon erneut zusammenarbeiten, denn nur so können sie verhindern, dass eine alte Feindin die Macht ergreift. Und obwohl sie sich mit aller Kraft dagegen wehren, wird es immer schwerer, ihre wahren Gefühle füreinander zu unterdrücken ... Ein knisterndes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Hexe und Hexenjäger. Band 2 der prickelnden, auf TikTok gefeierten New-Adult-Romantasy-Reihe von Bestsellerautorin Kristen Ciccarelli

Kristen Ciccarelli arbeitete als Bäckerin, Töpferin, Buchhändlerin und Mitarbeiterin einer NGO, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie hat schon mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben, die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden und auf der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Bei Ravensburger ist ihre packende Romantasy-Reihe 'Der rote Nachtfalter' erschienen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ontario, Kanada.

Kristen Ciccarelli arbeitete als Bäckerin, Töpferin, Buchhändlerin und Mitarbeiterin einer NGO, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie hat schon mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben, die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden und auf der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Bei Ravensburger ist ihre packende Romantasy-Reihe "Der rote Nachtfalter" erschienen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ontario, Kanada.

Kapitel 1


GIDEON

Gideon zerrte an seiner gestohlenen Uniformjacke. Der waldgrüne Stoff war so steif, als wäre er noch nie getragen worden.

Die bedauernswerte Wache, der er die Uniform abgenommen hatte, lag bewusstlos und gefesselt in einer Besenkammer im dritten Stock von Schloss Larkmont. Vier weitere Wachen hatten weniger Glück gehabt. Ihre Leichen trieben im eiskalten Fjordwasser.

Gideon hatte keine andere Wahl gehabt.

Er befand sich mitten im Feindesland. Falls er entdeckt wurde, blieb ihm nur, sich einen schnellen Tod zu wünschen.

Seine Gedanken bildeten einen düsteren Kontrast zu dem strahlend hell erleuchteten Ballsaal, in dem er sich befand. Das Orchester stimmte bereits die Instrumente, gleich würde Prinz Sørens Privatvorstellung beginnen. Kerzen in gewaltigen Lüstern flackerten über den Köpfen der glamourösen Gäste, zwischen denen sich Diener hindurchschlängelten, die die letzten Erfrischungen vor dem Konzert anboten.

Gideon stand am Rand des Saals, von wo aus er wie die anderen Wachen das Geschehen überblicken konnte. Doch seine Augen waren fest auf sein Ziel gerichtet: die schöne junge Frau im goldenen Kleid.

Rune Winters.

Prinz Søren stand mit der Hand in ihrem Kreuz neben ihr. Der ombrianische Prinz trug einen maßgeschneiderten Anzug mit lässig über die Schulter fallendem Umhang, in den sein silbernes Familienwappen eingestickt war. Er ließ seinen gierigen Blick so unverhohlen an Runes Kleid hinabwandern, als wollte er seine reichen Freunde dazu einladen, es ihm gleichzutun.

Das Verhalten des Prinzen brachte Gideons Blut zum Kochen.

Runes Kleid war zweifellos wunderschön. Es musste von irgendeinem berühmten Couturier stammen und hatte sicherlich ein kleines Vermögen gekostet. Aber es passte nicht zu ihr. Gold war nicht ihre Farbe, und der Schnitt war viel zu vulgär. Der V-Ausschnitt endete vorn erst eine Handbreit über ihrem Bauchnabel, und hinten ging er so tief, dass er bis zu ihrem Steiß reichte.

Die Botschaft war klar: Schaut sie nur an. Und sie gehört MIR.

Der Prinz wollte, dass seine Gäste die bildschöne Hexe an seinem Arm bewunderten. Søren betrachtete Rune als exotisches Geschöpf. Als lebendiges Artefakt, das er um jeden Preis seiner Sammlung hinzufügen wollte.

Falls Harrows Informationen korrekt waren, hatte der Prinz vor einer Woche um ihre Hand angehalten. Und Rune hatte Ja gesagt, allerdings unter einer Bedingung: Wenn Søren sie zur Frau wollte, musste er Cressida eine Armee beschaffen.

Was der Grund dafür war, dass Gideon sich freiwillig für diesen Einsatz gemeldet hatte.

Sobald Cressida über eine Armee verfügte, würde sie der Neuen Republik den Krieg erklären. Und falls sie diesen Krieg gewann, würde sie ein neues Zeitalter der Herrschaft der Hexen einläuten.

Noch mehr Menschen würden sterben.

Das musste Gideon um jeden Preis verhindern. Und da Rune das Bindeglied in dieser unseligen Allianz zwischen Cressida und Søren bildete, konnte er ihr Leben nicht verschonen.

Gideon hatte den Auftrag, sie zu töten – und er war bereit, ihn zu erfüllen.

Hier und heute.

Den ganzen Abend lang hatte er auf seine Chance gewartet. Hatte vom Rand des Ballsaals aus in seiner gestohlenen Uniform schweißgebadet dabei zusehen müssen, wie Rune mit ihrem Verlobten flirtete und wie Søren darauf reagierte. Wie er sie mit gierigen Fingern berührte, sie mit seinem hochmütigen Blick verschlang.

Es trieb Gideon an die Grenzen seiner Selbstbeherrschung.

Alex’ Leichnam war kaum kalt, und schon hatte sich Rune mit einem anderen verlobt. Und dann auch noch ausgerechnet mit einem Prinzen!

Ist es das, was sie die ganze Zeit wollte? Einen Prinzen?

Wie hatte er nur so dumm sein können, sich je Chancen bei ihr auszurechnen?

Gideon tastete nach der Pistole an seiner Hüfte. Er war bereit. Mehr als bereit. Jetzt musste er nur noch den richtigen Moment abwarten.

»Vermissen Sie Ihre Heimat denn gar nicht?«

Gideon ließ suchend den Blick über den Zirkel von Ballgästen schweifen, von dem Rune und Søren umringt waren. Die Stimme gehörte einer jungen Frau mit weizenblondem Haar, das zu einer Krone geflochten war.

Rune lachte auf. »Würden Sie einen Ort vermissen, an dem man Sie tot sehen will?«

Gideon beobachtete, wie sie ihre Champagnerflöte an die roten Lippen hob und sich den letzten Schluck in den Mund kippte.

Es war ihr drittes Glas heute Abend.

Nicht, dass er mitgezählt hätte.

»Wie war es dort vor der Revolution?«

»Wir Hexen haben früher so gelebt wie Sie heute«, antwortete Rune mit einer Geste, die den edlen Ballsaal mit seinen funkelnden Kronleuchtern, der bemalten Decke und den stattlichen Marmorsäulen umfasste. »Unser Alltag war erfüllt von Musik, Schönheit und Kunst …«

Richtig, dachte Gideon. Alles Luxus, den ihr euch mit unserem Elend erkauft habt.

Das Summen und Schrillen der Geigen wurde lauter. Gideon sah zur Bühne, vor der die Gäste nun nach und nach ihre Sitzplätze einnahmen.

»Aber dieses Leben wurde uns in jener Nacht geraubt, in der Gideon Sharpe eine Gruppe von Revolutionären in den Palast geführt hat.«

Als Rune seinen Namen in den Mund nahm, kehrte seine Aufmerksamkeit schlagartig zu ihr zurück.

»Er hat zwei Königinnen in ihren Betten ermordet, wir übrigen Hexen wurden von seinen Kameraden auf den Straßen niedergemetzelt. Auch mich hätte er ermorden lassen, wenn Cressida mich nicht gerettet hätte.«

Alles in Gideon sträubte sich, als er ihre Worte hörte.

Da hast du aber einige pikante Einzelheiten ausgelassen, meine Süße.

»Das muss Ihnen doch das Herz brechen«, sagte der Prinz, während er langsam seine Knöchel Runes Wirbelsäule hinabgleiten ließ. »So weit fort von Ihrer Heimat zu sein und zu wissen, was für grauenvolle Dinge sich dort abspielen … Ich bin so froh, dass Sie den Weg in die Freiheit gefunden haben.«

Er schob den Arm um ihre Taille. Die Geste mochte tröstlich gemeint sein, auf Gideon wirkte es aber eher so, als wollte der Prinz damit noch einmal daran erinnern, dass Rune ihm gehörte.

Gideon ließ unauffällig die Schultern kreisen und zwang sich, eine entspannte Haltung einzunehmen.

»Noch immer werden Hexen massakriert, nur weil sie das Verbrechen begangen haben, zu sein, was sie eben sind«, sagte Rune und starrte dabei in ihr leeres Glas, während Søren sie weiter im Arm hielt. »Ich werde mich niemals frei fühlen können, bis nicht die Letzte meiner Schwestern frei ist.«

Die Instrumente verstummten, und es wurde verkündet, dass das Konzert nun beginnen würde.

Einer nach dem anderen verließen die Umstehenden den Zirkel und eilten zu ihren Plätzen.

Søren verschränkte die Finger mit Runes und führte sie zu den Sitzreihen. Doch sie waren keine drei Schritt weit gekommen, da setzte das erste Stück ein, und Rune geriet aus dem Tritt und blieb ruckartig stehen.

»Ist alles in Ordnung?«, fragte der Prinz und wandte sich zu ihr um.

Die Musik schwoll an. Gideon sah zur Bühne. Er kannte dieses Lied. Er wusste nur nicht mehr, woher.

»Ich … Ich muss mir die Nase pudern.« Rune schien um Fassung zu ringen. »Ich bin gleich wieder da …«

»Nun seien Sie aber nicht albern«, sagte Søren. »Das Konzert hat begonnen.« Er senkte die Stimme. »Das alles hier ist nur für Sie, Rune. Zur Feier unserer Verlobung. Da können Sie doch nicht einfach gehen.«

Er umschloss ihre Hand so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten.

Gideon beobachtete die Szene scharf, sein Körper vibrierte förmlich vor Anspannung. Mit pochendem Herzen sah er zu, wie Søren Rune mit sich zog, immer der Musik entgegen. Zu dem Ort, dem sie offensichtlich unbedingt entfliehen wollte.

»Ich muss …« Rune versuchte, sich aus seinem Griff zu winden.

Als Søren sie nicht losließ, sondern stattdessen noch fester zupackte, trat Gideon unwillkürlich einen Schritt nach vorn. Die Wächter, die links und rechts von ihm in jeweils zehn Schritt Entfernung positioniert waren, sahen in seine Richtung, und auf einmal wurde ihm wieder bewusst, dass er von Feinden umgeben war.

Er durfte auf keinen Fall Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Ganz abgesehen davon, dass Rune nicht gerettet werden musste. Was sie nun auch deutlich machte, indem sie sich Søren in den Weg stellte und ihm den Weg zu den Stuhlreihen abschnitt.

»Ich bin gleich wieder da, versprochen.« Sie ging auf die Zehenspitzen hoch, schlang ihre blassen Arme um den Hals des Prinzen, streifte mit den Lippen seine Wange und verharrte dort. Als Søren die freie Hand bewundernd auf ihre sanft geschwungene Hüfte legte, fügte sie hinzu: »Später, wenn das Konzert vorbei ist und die Gäste gegangen sind, habe ich noch etwas Besonderes mit Euch vor.«

Ihre Worte versetzten Gideon einen Stich ins Herz. Und als er dann noch mitansehen musste, wie Søren die Hand an ihr Gesicht hob und ihr über die Wange strich, fühlte er sich wie versteinert.

»Etwas...

Erscheint lt. Verlag 1.11.2025
Reihe/Serie Der rote Nachtfalter
Übersetzer Sarah Heidelberger
Verlagsort Ravensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Kinder- / Jugendbuch Kinderbücher bis 11 Jahre
Schlagworte ab 16 Jahren • Bestseller Bücher 2025 • Booktok • Buch • Bücher • Crimson Moth • Enemies-to-Lovers • Geschenk • Geschenkidee • HE • Hexe • Hexenjäger • Jugendbuch • Jugendbücher • Lesen • Liebe • Literatur • New Adult • Romantasy • Romantic Fantasy • spiegel bestseller • TikTok-Bestseller
ISBN-10 3-473-51273-7 / 3473512737
ISBN-13 978-3-473-51273-7 / 9783473512737
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