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Diamanten-Wäsche -  James J. Frei

Diamanten-Wäsche (eBook)

eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
192 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7583-3603-4 (ISBN)
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6,99 inkl. MwSt
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Ein unscheinbarer Mord am Flughafen von Edinburgh. Drogen, Fake-Diamanten und Schwarzgeld, welches mit Kebab-Grills gewaschen wurde, führten Mr Smith für einmal aufs europäische Festland. Engagiert von seinem Amsterdamer-Freund Geerd und Bruder des Getöteten, brachten ihn seine Ermittlungen über Holland und Belgien bis in die Schweiz. Ein spannender Auftrag der den eingefleischten Schottland-Insulaner bis nach Zürich spülte.

50 Jahre lang Bildmaler, 1952 geboren Seit 30 Jahren nebenberuflich als Texter bekannt (Liedertexte, Aphorismen, Kürzestgeschichten). Seit 2019 als Autor tätig. Nach seiner Autobiographie 'James, die Offenbarung' folgte der völlig überdrehte, spannende, extrem anachronistische, um die ganze Welt führende Fantasy-Roman 'De Chaakübel-Mord / Der Kehrichteimer-Mord' in schweizerdeutsch und in hochdeutsch. Danach folgte die Passion für Kriminalromane. Als grossen Schottlandfreund und - Kenner ist sein Protagonist der Privatdetektiv Irvine Farquar Garric Jonathan Quincey MacDubh, besser bekannt als 'Smith P.I.', in Edinburgh ansässig. Der erste Krimi lief unter dem Titel 'Heidekraut auf dem Sarg' vom Band, der Zweite heisst 'Artefakte und Drogen', der Dritte: 'Blut für nichts? - Blut für nichts!', der Vierte l 'Produzenten des Todes' und der fünfte 'Abendglocken*' Band sechs 'Diamanten-Wäsche' liegt jetzt vor.

Ein neuer Tag


Der Verblichene wurde gleich nach dem Auffinden ins gerichtsmedizinische Institut in die Hauptstadt überführt. Der Pathologe Francis Brooks brachte dank akribischer Suche ganz unten in der Pochetten Tasche des Toten einen mikrobisch klein zusammengefalteten Zettel mit dem Namen 'Smith P.I.', einer Adresse und einer Telefonnummer zu Tage.

Klar, dass er als erstes seinen alten Freund Irvine telefonisch kontaktierte und erst danach das Scotland Police Headquarters an der St. Leonard's Street. Überrascht war ich von dieser Information nicht, denn mein Freund hatte mich am Telefon darüber in Kenntnis gesetzt, dass sein Bruder mich besuchen wollte.

Aber unsere Polizei tappte somit für einmal nicht von Anfang an im Dunkeln, denn dieser Name sagte dessen Chef und meinem Antipoden Police Chief Superintendent Bartley Taylor genug und der kontaktierte mich natürlich gleich am nächsten Tag. "Na, Sie Superdetektiv", bellte er mich polternd wie immer an. "was haben Sie zu dem Toten aus der Zeitung zu sagen? Ich bin mir sicher, Sie haben es gelesen. Der hatte einen Zettel mit Ihrem Namen in seiner Tasche, warum?! Kennen Sie den Toten?" Ich musste verneinen. Leider konnte ich Taylor nicht helfen, das heisst, ich wollte nicht! Warum sollte ich diesem ungehobelten Staatsbeamten mein Wissen preisgeben und ihm die Wahrheit sagen. So musste er unverrichteter Dinge wieder abziehen, nicht ohne den bissigen Kommentar: "Wenn ich dahinterkomme, ob Sie was mit diesem Fall zu tun haben, packe ich Sie im Genick, klar!" Dann verschwand er ohne Abschiedsgruss. Bei meinem letzten Fall hatte ich das Gefühl oder besser gesagt, die Hoffnung, dass er sich langsam an mich gewöhnt zu haben schien, war wohl ein Trugschluss.

Wie mir Geerd van Dijk am Telefon verraten hatte, war Cornelius das schwarze Schaf der Familie und deshalb immer wieder in krumme Dinger verwickelt. "Aber glaube mir, er war stets nur ein Kleinkrimineller. Diese Schottlandreise hat sich Cornelius als Kurier finanzieren lassen, er hatte einen marginalen Hinweis am Telefon fallenlassen."

Wie Interpol in Zusammenarbeit mit der belgischen und schottischen Polizei später bekanntgab, hatte er wie schon so oft einen Wildlederbeutel mit Diamanten zu schmuggeln. Dieser steckte in einem unscheinbaren, versiegelten 'Bubble-Wrap-Umschlag', nicht grösser als eine Postkarte. Er transportierte ihn in seinem Koffer, so bestand auch keine Gefahr, dass dieser am Kontroll-Check entdeckt hätte werden können. Der Beutel enthielt mehrere Dutzend echte geschliffene Diamanten gemischt mit genau so vielen synthetischen Fake-Diamanten, alle zusammen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Was für welche Diamanten er aber genau zu überbringen hatte, wusste der Kurier nie.

Er wusste einzig, dass was ihm bei der Übergabe eingeschärft wurde. "Wenn er als Kurier den Umschlag öffnen würde, wäre er auf der Stelle tot, denn im Innern sei eine mikrobisch kleine Reissbombe mit einem absolut tödlichen Pulver eingebaut. Nur der Empfänger kenne den Trick und den Zeitpunkt, wann der Umschlag gefahrlos zu öffnen sei." Wohin er als Kurier diesmal die Diamanten zu liefern hatte, wurde ihm nur sehr vage mitgeteilt. Es war nur gerade die mündliche Information, dass er sich am Flughafen Edinburgh auf den Parkplatz der Autovermietung 'Alamo' zu begeben habe und dann dort angesprochen werde.

Dieser Beutel wurde beim Toten logischerweise nicht gefunden.

Die umfassenden kriminaltechnischen Untersuchungen der Forensiker um Francis Brooks brachten zutage, dass der Ermordete nach der Einreise in Schottland an der Kofferausgabe seinen mittelgrossen Koffer gepackt und sich damit nach der Zollkontrolle in die Herrentoilette begeben haben muss. Dort muss er den Umschlag aus seinem Koffer genommen und ihn vermutlich zusammen mit seinem Reisepass in die rechte Innentasche seines Jacketts gesteckt haben. Hätte er den Beutel und den Pass in die linke Innentasche gesteckt, hätte ihm dies möglicherweise das Leben gerettet oder zumindest für einige Sekunden verlängert.

Noch am Telefon bat Geerd mich völlig spontan, nach Amsterdam zur Beerdigung zu kommen. Dazu flehte er mich an, den Fall zu übernehmen, den Tod seines Zwillingsbruders aufzuklären und die Hintermänner zu überführen. "Deine genialen Erfolge als Privatdetektiv kenne ich von meinen vielen Besuchen bei dir bestens und ich weiss, dass du Licht ins Dunkel bringen wirst. Das traue ich dir zu mein lieber, alter Freund!"

"In Europa!", fragte ich völlig geschockt, "Ich soll dort, bei euch ermitteln? Du spinnst wohl, ein Schotte in den Niederlanden! – Diesen Wunsch muss ich erst etwas setzenlassen mein Lieber, bitte gib mir noch eine kurze Bedenkzeit. Ich rufe dich zurück, noch heute, versprochen, okay?"

Kann man seinem besten Freund eine solche Bitte abschlagen? Ich hatte im Moment keinen Fall am Laufen und so sagte ich vorerst mal gedanklich zu. Aber das mit den Ermittlungen auf dem europäischen Festland war erst mal ein Schock und dieser war zu verdauen. Nach einem kleinen Lunch im 'Angel with Bagpipes" gleich oben an der Highstreet drückte ich noch einmal an diesem Tag die Repetitionstaste auf meinem Smartphone. Geerd nahm unverzüglich ab. "Ich musste erst etwas in meinen Magen packen, um die Sache wirklich zu verarbeiten, mein lieber Freund. – Ja, ich werde deinem Wunsch nachkommen!" Ich spürte durchs Telefon, dass er trotz seiner Trauer am anderen Ende beinahe einen Freudensprung absolvierte. "Das ist so lieb von dir, dass du das für einen Freund tust, lieber Irvine. Das werde ich dir nie vergessen! Selbstverständlich werde ich alle deine Auslagen übernehmen und auch deinen vollen Tarif bezahlen. Dafür habe ich genug Geld auf der hohen Kante, da mach dir mal keine Sorgen. Es ist mir wichtig, dass ein Freund des Hauses die Überführung der Leiche begleitet. Das Flugticket werde ich dir per E-Mail zustellen. Ich werde das ganze Prozedere aber schon von hier aus in die Wege leiten."

Trotz des 'Schocks' faszinierte mich die Herausforderung, mal ausserhalb meines geliebten Schottland einen Fall zu übernehmen.

Das mit dem Flug und dann drüben mit einem Leihwagen unterwegs zu sein, kam bei mir aber gar nicht gut an.

So versuchte ich meinem Freund meine Bedingung so schonend wie möglich beizubringen. "Weisst du lieber Geerd, ich mache das, aber ich wäre froh, wenn du mir in einem, für mich wichtigen Punkt entgegenkommst. Ich würde gerne mit meinem eigenen Wagen zu dir kommen. Ich habe keine Lust mit einem Mietwagen, bei dem auch noch das Steuer auf der verkehrten Seite montiert ist, auf der falschen Strassenseite durch 'Good Old Europe' zu kutschen. Auf meinen geliebten fahrbaren Untersatz verzichte ich wenn irgendwie möglich nie und ein ÖV-Benutzer bin ich noch nie gewesen und möchte es auch nicht werden. Ich hoffe du verstehst das." Er schluckte wohl kurz leer, meinte dann: "Aber selbstverständlich mein lieber Irvine, das ist für mich okay. Du musst dich ja dann mit den Strassenverkehrsregeln bei uns herumschlagen. Dann wirst du aber mit einer Fähre zu uns übersetzen, ja?" Dies bestätigte ich ihm. "Dann werde ich auch gleich das Flugticket wieder annullieren. Allerdings bist du dann bei der Überführung ja gar nicht dabei! Ich organisiere das anderswie, mach dir darüber mal keine Gedanken."

Dazu bestand ich allerdings darauf, dass ich keine Gage von einem Freund entgegennehmen werde! "Aber ich erlaube mir, dir meine Spesen aufzuerlegen und die werden wahrscheinlich nicht zu knapp ausfallen." Sein Okay kam postwendend und ohne jegliche Widerrede. "Ich besitze eine spezielle Kreditkarte, welche ich nur für Extra-Auslagen benütze, die möchte ich dir gerne für deine Reise zur Verfügung stellen. Sobald du bei mir bist, werde ich sie dir zusammen mit dem passenden Pin-Code überreichen."

Ein paar Brocken meiner Fremdsprachenkenntnisse in holländisch, deutsch und französisch, die ich mir in den 1970er Jahren während meiner Marine-Ausbildung als 'Commander at Sea' bei der 'Royal Navy' aneignen durfte, könnten mir in diesem Fall sicherlich dienlich sein. Ich war damals Teil an einem grossen gemeinsamen NATO-Manöver in und am Rande der Ostsee. Sergeant Major Geerd van Dijk von der 'Niederländischen Marine' und ich leiteten damals gemeinsam eine kleinere, aber schlagkräftige Kampfschwimmereinheit. Dort hatte ich mit Holländern, Franzosen und Deutschen täglich engen Kontakt, und schnappte dadurch immer wieder gerne Sprachfetzen meiner internationalen Kameraden auf. Diese Kenntnisse sind zwar vorhanden, allerdings nur noch sehr rudimentär. Diese Zeit war auch der Beginn der wunderbaren Freundschaft mit Geerd.

Einzig das Italienische ist mir gänzlich abhanden gekommen, aber die anderen Sprachkenntnisse dürften mir jetzt für diesen speziellen Einsatz auf dem Festland zugute kommen.

Bereits nach zwei Tagen wurde auf Grund von gezielten Forderungen und amtlichen Anweisungen von Geerd van Dijk die Leiche freigegeben. Da der Transport mit diplomatischen Verbindungen arrangiert worden war, brachte dies Chief Taylor aus dem Konzept. Er schäumte, als er erfuhr, dass ihm die Leiche 'entzogen' wurde.

Die Überführung des Toten nach Amsterdam...

Erscheint lt. Verlag 23.10.2024
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
ISBN-10 3-7583-3603-1 / 3758336031
ISBN-13 978-3-7583-3603-4 / 9783758336034
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