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E-Book 101-110 (eBook)

Der exzellente Butler Parker Staffel 11 – Kriminalroman

(Autor)

eBook Download: EPUB
2024
1000 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-98986-726-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

E-Book 101-110 - Günter Dönges
Systemvoraussetzungen
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Exzellent - das ist er im wahrsten Sinne des Wortes: einzigartig, schlagfertig und natürlich auch unangenehm schlagfähig. Wer ihn unterschätzt, hat schon verloren. Sein Regenschirm ist nicht nur sein Markenzeichen, sondern auch die beste Waffe der Welt. Seinem Charisma, Witz und Charme kann keiner widerstehen. Der exzellente Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv - spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! E-Book 1: Aufgescheucht und abgeräumt.  E-Book 2: Ein großer Fang E-Book 3: Die Mondfähre E-Book 4: Die Mord AG  E-Book 5: Die Henker E-Book 6: Herrscher der Welt E-Book 7: Die unheimliche Yacht E-Book 8: Der Skorpion E-Book 9: Mörderische Verschwörung E-Book 10: Ein Flirt mit Schneewittchen

Günter Dönges hat mit den unsterblichen Kriminalromanen um Butler Parker eine Serie geschaffen, die ihresgleichen sucht. Feinsinnige, charmant geschilderte Fälle um den charismatischen Butler Parker, der mit Hilfe seines Schirmes die gefährlichsten Ganoven sprichwörtlich zu Fall bringt, zeigen den Schriftsteller auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Günter Dönges hat in vielen anderen Genres Proben seiner Meisterschaft geliefert.

Günter Dönges hat mit den unsterblichen Kriminalromanen um Butler Parker eine Serie geschaffen, die ihresgleichen sucht. Feinsinnige, charmant geschilderte Fälle um den charismatischen Butler Parker, der mit Hilfe seines Schirmes die gefährlichsten Ganoven sprichwörtlich zu Fall bringt, zeigen den Schriftsteller auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Günter Dönges hat in vielen anderen Genres Proben seiner Meisterschaft geliefert.

Butler Parker legte seinen behandschuhten Finger auf den Klingelknopf, läutete und trat abwartend zurück. Er war zwar eine knappe halbe Stunde vor der verabredeten Zeit gekommen, aber er hoffte, trotzdem empfangen zu werden.

Als habe man im Haus nur auf dieses Signal gewartet, so prompt waren Schritte zu hören, die sich der Tür näherten. Sekunden später wurde sie spaltbreit geöffnet. Ein schmales, nervös wirkendes Gesicht war zu erkennen.

Josuah Parker lüftete seine Melone.

»Mr. Bracer?« erkundigte er sich.

»Stimmt, und was wollen Sie?«

»Ich bin Parker, mit dem Sie sich verabredet haben.«

»Richtig, natürlich. Warten Sie, ich werde die Sperrkette aushaken.«

Die Tür wurde angedrückt, Jeff Bracer löste die Kette und zog die Tür weit auf.

»Treten Sie bitte näher«, sagte er. »Ich habe schon auf Sie gewartet!«

»Hoffentlich bin ich nicht zu früh gekommen«, sagte Josuah Parker. »Es wäre mir peinlich, falls ich Ihren Zeitplan gestört haben sollte.«

»Aber das spielt doch keine Rolle«, meinte Bracer lächelnd. »Moment, ich werde vorausgehen. Nehmen Sie hier im Wohnraum Platz, Mr. Parker.«

Der Butler folgte seinem Gastgeber, ließ sich in einen Sessel nötigen und stellte seinen schon sagenhaften Universal-Regenschirm zwischen die Knie.

»Warten Sie, ich werde uns ein paar Drinks besorgen«, sagte Bracer. »Ich bin gleich wieder zurück.«

»Machen Sie nur keine Umstände«, wehrte Parker sehr verhalten ab. Bracer ließ sich nicht stoppen, sondern verließ den Wohnraum.

Seine Schritte verhallten im Korridor, eine Tür wurde geöffnet und leise geschlossen.

Josuah Parker sah sich diskret im Wohnraum um. Die Einrichtung war schlechter Durchschnitt. Auf dem Boden lag ein abgewetzter Teppich, auf dem frische Schmutzspuren zu erkennen waren, die hinüber zur halb geöffneten Terrassentür führten. Rechts von dieser Tür befand sich eine Sitzecke aus ein paar billigen Sesseln und einem altertümlichen Ledersofa.

Neben dem imitierten Kamin, in dem eine Gasheizung untergebracht war, stand eine Stehlampe, die den Raum nur sehr sparsam erhellte. Mr. Bracer schien sehr viel geraucht zu haben. Warmer Tabakgeruch hing dicht und schwer unter der Zimmerdecke.

Obwohl Josuah Parker sich erst für zwanzig Uhr angesagt hatte, mußte Jeff Bracer bereits auf ihn gewartet haben. Parker war gespannt, was Bracer ihm wohl zu erzählen hatte. Am Telefon hatte er sich nur mit Andeutungen begnügt.

Irgendwo im Haus klappte eine Tür.

Parker wartete auf Bracer und auf die Drinks. Seiner Schätzung nach war Bracer völlig durcheinander und sehr nervös, sonst hätte er mit den Drinks viel schneller erscheinen müssen. Parker sah zur Tür. Aber sie öffnete sich nicht.

Die Minuten verrannen.

Parker, der seine Taschenuhr befragt hatte, verlor die Geduld. Er war nicht gewohnt, sich derart behandeln zu lassen. Seine Zeit war schließlich kostbar. Er wollte sich gerade erheben und nach Mr. Bracer forschen, als er ein seltsames Geräusch hörte. Es klang wie ein ersticktes, heiseres Röcheln, das Sekunden danach mit einem Gurgeln schloß. Dieses unheimliche Geräusch kam aus dem Zimmer, in dem sich Parker aufhielt.

Parker erhob sich, lauschte und hörte im gleichen Moment das Zufallen einer Tür.

Beruhigt ließ sich der Butler wieder nieder und wartete auf Mr. Bracer. Aber er sollte sich getäuscht haben. Mr. Bracer erschien nicht. Selbst Schritte waren nicht zu vernehmen.

Dafür klang das seltsame Geräusch wieder auf.

Josuah Parker, der den Dingen stets auf den Grund ging, stand nun endgültig auf und verließ seinen Platz. Er ging auf die Sesselgruppe zu, vor der ein niedriges, langes Bord lief. Es war mit geschmacklosen Schaustücken in Bleikristall, Porzellan und anderem Material gefüllt.

Parker kam um das Bord herum und blieb wie erstarrt stehen. Vor ihm auf dem Boden lag ein füllig aussehender Mann, der sich langsam und schwerfällig auf die Seite rollte. Das Gesicht dieses Mannes war jetzt zu erkennen. Es war unnatürlich bleich, die Nase war spitz, und die Lippen hatten sich schmerzvoll verzogen. Mit solch einer schrecklichen Überraschung hatte Parker gewiß nicht gerechnet.

Die Augen des Mannes waren weit geöffnet, dennoch reagierten sie nicht auf den Butler, der sich niederbeugte, um den Mann näher zu untersuchen.

Der Mann war offensichtlich angeschossen und schwer verwundet. Aus seinem Mundwinkel rann ein dünner Blutfaden. Sein Hemd stand am Hals offen und war verschmiert von Blut, das noch nicht geronnen war.

Parker ließ sich auf die Knie nieder. Wie sollte er sich in diesem Moment Gedanken über den Mann machen, der ihn ins Haus gelassen hatte? Helfen wollte er, das Blut stoppen und retten, was noch zu retten war.

Durch den Körper des schwer getroffenen Mannes ging ein krampfhaftes Zucken. Seine Beine bewegten sich und plötzlich erkannte er Parker. Der Ausdruck panischer Angst trat in seine Augen. Abwehrend versuchte er die Arme zu heben, aber dazu war er bereits zu kraftlos.

»Ich will Ihnen helfen...!« sagte Parker langsam und laut. »Bleiben Sie ruhig liegen!«

Die Lippen des Mannes bewegten sich, aber Worte oder auch nur Laute waren nicht mehr zu vernehmen. Parker sah, daß dieser Mann sterben mußte. Es konnte sich nur noch um wenige Minuten handeln.

»Wer hat geschossen?« fragte Parker laut. »Wer hat geschossen? Sie müssen antworten! Antworten Sie doch!«

Der Butler brachte sein Ohr dicht an die Lippen des Sterbenden. Der Mann schien ihn nämlich verstanden zu haben. Er nahm den Rest seiner Kräfte zusammen, versuchte sich verständlich zu machen.

»Jane... Jane soll vorsichtig sein«, hauchte der Sterbende.

»Hat Jane geschossen?« fragte Parker.

Der Sterbende schüttelte den Kopf, ganz schwach nur, aber Parker bemerkte es.

»Wer hat geschossen?« fragte der Butler noch einmal sehr eindringlich. »Der Mörder darf nicht entkommen. Sie müssen reden.«

»Hank Müsset... aufpassen. Er muß...!«

Das war alles.

Es hatte keinen Sinn, weitere Fragen zu stellen. Der Mann war tot. Die Augen brachen. Der Unterkiefer fiel herab.

Josuah Parker richtete sich auf und suchte nach dem Telefonapparat, den er auf dem Bord fand. Er wählte eine Nummer und wartete, bis Anwalt Mike Rander sich meldete.

»Sir, ich habe die traurige Pflicht, Sie vom überraschenden Ableben des Mr. Bracer zu verständigen«, sagte Parker in seiner etwas umständlichen Art. »Augenscheinlich ist er durch zwei Schüsse getötet worden.«

»Donnerwetter«, gab Mike Rander, bekannter Anwalt und Strafverteidiger, zurück. »Was ist passiert?«

Parker schilderte kurz, was geschehen war.

»Es ist mir äußerst peinlich, sagen zu müssen«, schloß er, »daß ich den Mörder, der mir die Tür öffnete, mit Mr. Bracer verwechselte. Er konnte ohne Schwierigkeiten entwischen.«

»Woher wissen Sie, daß der Mann an der Tür der Mörder war?« fragte Mike Rander zurück.

»Sir, das ist eine Annahme von mir«, berichtigte sich Parker sofort. »Eines möchte ich allerdings herausstellen, er verfügte über erstaunlich gute Nerven.«

»Das muß ich auch sagen, Parker. Aber lassen Sie sich deshalb keine grauen Haare wachsen. Sie hatten Bracer ja vorher noch nie gesehen. Übrigens eine Frage am Rande: Sind Sie sicher, daß der Tote auch wirklich Jeff Bracer ist?«

»Sir, ich bin ganz sicher«, erwiderte Josuah Parker. »Genau neben mir steht ein Foto, das den Toten zeigt. Es ist eine ältere Aufnahme, worauf der Tote zusammen mit einigen anderen Männern zu sehen ist. Die Widmung beweist, daß Bracer der Tote ist.«

»Schön, Parker, verständigen Sie jetzt die Mordkommission. Ich werde selbst so schnell wie möglich dort sein. Und noch etwas. Auf ein paar Minuten wird es gewiß nicht ankommen. Bevor Sie die Polizei verständigen, könnten Sie vielleicht eine erste Sichtung vornehmen, wie? Sie haben mich doch verstanden, ja?«

»Ich habe begriffen, Sir.«

»Ende«, sagte Mike Rander nur. Es knackte in der Leitung, und Parker ließ den Hörer zurück auf die Gabel gleiten.

Er sah sich den Toten noch einmal an und begann anschließend mit einer ersten Untersuchung. Nach fünf Minuten verständigte Parker die Mordkommission und ließ sich abwartend in einem Sessel nieder.

Er dachte an die Vorgänge, die diesen Besuch eingeleitet hatten. Ein Mr. Jeff Bracer hatte sich telefonisch an das Anwaltsbüro Mike Rander gewandt und um Hilfe gebeten. Bracer, ein entlassener Häftling, hatte von bösen Schwierigkeiten gesprochen.

Rander hatte Bracer vorgeschlagen, doch zu ihm in die Kanzlei zu kommen, aber Bracer hatte das fast ängstlich abgelehnt. Er hatte von Beschattung und Überwachung gesprochen und flehentlich darum gebeten, man möge ihm doch einen unauffällig wirkenden Mann ins Haus schicken, mit dem er seine Probleme besprechen könne.

Mike Rander hatte daraufhin seinen Butler losgeschickt. Josuah Parker, ein Kriminalist aus Leidenschaft, hatte aber leider so gut wie nichts mehr in Erfahrung bringen können. Was hatten die wenigen Worte zu besagen, die Jeff Bracer vor seinem Tod gehaucht hatte? Von einer Jane hatte er geflüstert, und der Name Hank Mussel war zu verstehen gewesen. Vielleicht waren das bereits Hinweise, die eine erkennbare Spur ergeben würden. Daher beschloß Parker, diese spärlichen Angaben vorerst nicht auszuposaunen. Wenn es sein mußte, konnte er als echter Butler ungemein schweigsam sein!

*

»Sie müssen Jeffs Mörder finden«, sagte Mrs. Bracer mit monotoner Stimme. »Sie müssen ihn finden, ich hätte sonst keine Ruhe mehr. Mein Gott, wie hatten Jeff und ich uns das alles ausgemalt! Es...

Erscheint lt. Verlag 23.9.2024
Reihe/Serie Der exzellente Butler Parker
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Al Capone • Amerika • Bundle • Detektiv • Detektivgeschichten • Gangste • Gangster • Geisterkrimi • Krimi • Krimireihe • Martin Kelter Verlag • Melone • Regenschirm • rGeisterkrimi • Spürnase • Verbrecher
ISBN-10 3-98986-726-1 / 3989867261
ISBN-13 978-3-98986-726-0 / 9783989867260
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