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Code Kill – Ein tödliches Spiel (eBook)

Thriller | Nervenkitzel bis zur letzten Seite | Für Fans von Sebastian Fitzek, Jussi-Adler Olsen und Jan Beck | Eine Insel im Sturm und ein tödliches Spiel

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
400 Seiten
HarperCollins eBook (Verlag)
978-3-7499-0873-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Code Kill – Ein tödliches Spiel - Hendrik Klein
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Hendrik Kleins Thriller sorgt für Nervenkitzel bis zur letzten Seite

Maximilian Ryf ist Manager des neuen Hotels »Seewind Manor«, das auf der kleinen Insel Greifswalder Oie vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns liegt. Zur Eröffnungsfeier wurden fünf Gäste geladen. Schon bei der Ankunft auf der Insel tobt ein ungewöhnlich schwerer Sturm, der es den Gästen und Angestellten unmöglich macht, die sicheren Hotelmauern zu verlassen. Nach kurzer Zeit reihen sich merkwürdige Ereignisse aneinander. Max leidet mehr und mehr unter starken Kopfschmerzen, die Gäste haben das beklemmende Gefühl, beobachtet und manipuliert zu werden. Als eine Mitarbeiterin brutal ermordet in ihrer Angestelltenunterkunft aufgefunden wird, bricht endgültig Panik aus. Auf ihrer Tür wurde eine klare Botschaft hinterlassen: Nummer 1. Aufzeichnungen der Sicherheitskameras zeigen, dass sich eine Gestalt mit einer Harlekinmaske in dem Hotel aufhält. Wer schafft es zu fliehen und für wen heißt esGAME OVER?!



<p>Hendrik Klein, geboren im Jahr 1987 in Lingen (Ems), lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Lohne (Wietmarschen). Neben seinem Beruf gilt seine Leidenschaft dem Schreiben und Entwickeln spannender Geschichten. Auch durch seinen Vater, einen pensionierten Kriminalbeamten, wurden seine schriftstellerischen Fantasien geweckt. Tiefgründige Charaktere und fesselnde, elektrisierende Spannung stehen bei Hendrik Klein im Vordergrund.</p>

Kapitel 2


Regen.

Seit drei Tagen permanent Regen. Es war frustrierend und zugleich wirklich unpassend. Denn heute war endlich der Tag gekommen: Nach wochenlangen Verzögerungen und Nacharbeiten war das Hotel schließlich fertiggestellt worden. Sein Hotel.

Heute war der Tag, an dem das erste Mal Gäste in den nagelneuen Zimmern übernachten sollten. Und ausgerechnet heute hatte er verschlafen.

Max grüßte den Busfahrer, der sich daraufhin sein Hemd mit Kaffee vollkleckerte und das mit einem lautstarken »Scheiße« quittierte, und nahm im hinteren Drittel des Busses Platz. Seine Kopfschmerzen waren im Laufe des Morgens stärker geworden, und er warf sich eine kleine weiße Tablette in den Mund. Aus dem Netz im Sitz vor ihm zog er seine Flasche, auf deren Boden sich noch ein letzter Schluck Wasser befand, der durch das Geschaukel hin und her schwappte. Max drehte den Deckel ab und trank den Rest aus. Beiläufig nahm er sein Handy aus der Hosentasche und blickte zum wiederholten Male auf die Uhr.

Sieben Uhr siebzehn.

Es könnte auch mitten in der Nacht sein. Die tief hängende Wolkendecke verdunkelte die Welt so sehr, dass man sich schnell vertun konnte. Die Sonne war nicht ansatzweise auszumachen. Irgendwo im Osten musste sie sein.

Max glaubte zu fühlen, wie das Medikament half und sein Kopfschmerz wieder verschwand. Er entspannte sich etwas. Der Sitz war bequem und der Bus ziemlich neu. Es roch nach frischer Polsterung und Chemie. Nachdem er vor drei Monaten nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen war, hatte Max sein Auto verkauft und benutzte nur noch öffentliche Verkehrsmittel. Er brauchte keinen eigenen Wagen. Seine Wohnung war nur fünf Minuten von der Bushaltestelle entfernt, und in seiner Straße befand sich ein großer Supermarkt. Er konnte den Einkaufswagen bis vor seine Tür schieben. Und sollte er doch mal ein Stück weiter wegmüssen, konnte er sein gutes Fahrrad benutzen. Alles andere war wunderbar mit dem Bus zu erreichen. Das war sein bescheidener Beitrag, um den Klimawandel aufzuhalten.

Eine junge Frau beobachtete ihn und lächelte verlegen, als er dies bemerkte. Sie saß auf der rechten Seite, vier Reihen vor ihm. Max lächelte zurück und wurde etwas rot. Bis heute ließ es ihn nicht kalt, wenn jemand ihn anschaute, obwohl er mittlerweile daran gewöhnt war, dass das ab und an vorkam. Es waren seine Augen, die Menschen dazu brachten, ihn anzustarren. Sie waren giftgrün. Auf Fotos, besonders wenn sie mit Blitzlicht aufgenommen waren, stach sein Gesicht deswegen besonders hervor. Das helle Grün war so aufdringlich, dass es den Anschein erweckte, zu leuchten. Ansonsten war Max eher ein durchschnittlicher Typ. Einen Meter fünfundsiebzig groß, drahtiges, sportliches Aussehen, verwuscheltes dunkles Haar, das sich auch mit Gel kaum bändigen ließ und unnatürlich zu allen Seiten wuchs.

Max ertappte sich dabei, dass er wieder zu der Frau hinübersah. Erneut trafen sich ihre Blicke. Er stellte sich jetzt die Frage, wer eigentlich damit angefangen hatte, herüberzusehen. Plötzlich stand sie auf und ging den Gang hinunter auf ihn zu.

»Ist neben Ihnen noch frei?«, fragte sie freundlich.

Sie hatte glutrotes Haar, blaue Augen und Sommersprossen in ihrem Gesicht. Sie war ein gutes Stück kleiner als Max. Er blickte verwirrt auf den freien Platz neben sich und dann zurück zu der jungen Frau.

»Lassen Sie sich Zeit, darüber nachzudenken. Kein Problem. Ich warte hier solange und hoffe, dass wir jetzt keinen Unfall bauen und ich vorne durch die Scheibe fliege.« Sie schmunzelte und strich sich die Haare hinter die Ohren.

»Tut mir leid«, sagte Max und schüttelte verwirrt den Kopf. »Ich bin noch etwas müde. Natürlich ist hier frei. Setzen Sie sich.«

Sie nahm Platz und erstarrte kurz, während sie die Netztasche am Sitz vor ihren Knien musterte. Darin steckte eine offensichtlich leere Packung Penicillin-Tabletten. Die junge Frau wirkte richtig erschrocken, fing sich aber schnell wieder. »Sind Sie krank?«, fragte sie und deutete auf die Verpackung.

»Das sind nicht meine. Die lagen dort schon, bevor ich mich hingesetzt habe.«

»Gut, ich kann es aktuell wirklich nicht gebrauchen, krank zu werden«, sagte sie nervös lächelnd und strich sich abermals ihre Haare hinter die Ohren. »Sorry, dass ich Sie angestarrt habe«, begann sie dann. »Ich hoffe, es war Ihnen nicht unangenehm. Hier sind nicht viele in meinem Alter, und ich dachte, ein wenig Unterhaltung schadet nicht.«

Sie ließen den Blick durch den Bus streifen. Bis auf den beleibten Fahrer und sie waren noch sieben weitere Menschen an Bord. Vier auf der linken Seite des Busses, alles Frauen von mindestens achtzig Jahren, dann drei auf der rechten Seite, alles Männer um die fünfzig Jahre alt. Die Herren trugen Anzüge, saßen ganz vorne und würden an der nächsten Haltestelle aussteigen. Max hatte sie schon öfter mit dieser Linie fahren sehen. Sie arbeiteten bei einer Bank und kamen aus einem Ort, der ein paar Kilometer von Max’ Wohnung entfernt lag. Von den Damen hatte er auch zwei wiedererkannt. Vermutlich waren sie auf dem Weg zur Kirche oder zum Friedhof. Die rothaarige junge Frau, die nun neben ihm saß, hatte er allerdings noch nie gesehen. Dies ließ nur einen Schluss zu.

»Sie müssen sich nicht entschuldigen. Ich habe ebenso herübergesehen. Ich heiße Maximilian Ryf. Kurz Max.«

»Clair de Lous. Kurz Clair. Wir können uns gerne duzen«, sagte sie grinsend, und sie reichte ihm die Hand, was Max sofort erwiderte.

»Darf ich fragen, wo du hinfährst? Oder anders gefragt: Fährst du zum Seewind Manor?«, wollte er wissen.

Seewind Manor war das Hotel, das heute den ersten Tag einer langen Ära als Gästehaus erleben sollte. Das wünschte er sich für sein Hotel. Na ja, fast sein Hotel jedenfalls. Max hatte als Hotelleiter den Bau viele Monate lang begleitet. Tausende Entscheidungen hatte er treffen müssen, weil sich unvorhergesehene Probleme während der Bauphase aufgetan hatten. Und Max’ Arbeitgeber, das Unternehmen namens HotelDiamant, beauftragte ihn damit, diese Entscheidungen zu treffen. Das war ein enormer Vertrauensvorschuss, da Max zum ersten Mal ein Hotel leitete, nachdem er sein Studium im Hotelmanagement abgeschlossen hatte.

Er war direkt angeworben worden. HotelDiamant hatte seinen Sitz in Stuttgart und dachte nicht im Traum daran, für jedes Detail in dieser abgelegenen Gegend nach dem Rechten zu sehen. Also war Max es, der Tag (und Nacht) bei der Baustelle anrücken durfte, wenn wieder einmal der Architekt etwas völlig falsch geplant hatte, die falschen Materialien geliefert wurden oder der vorgegebene Kostenrahmen nicht eingehalten werden konnte.

Max tat das allerdings gerne. Er hatte seinen Traumjob gefunden: ein Hotel auf einer Insel in der südlichen Ostsee zu leiten. Die Insel gehörte noch zu Mecklenburg-Vorpommern und trug den wunderschönen Namen Greifswalder Oie. Max nannte sie einfach Turminsel, da der ausgediente Leuchtturm am Ende der Insel andächtig in den Himmel ragte und dem Gesamtbild das gewisse Etwas verlieh. Eigentlich hatte die Turminsel bis auf Tannen, Laubbäume, einen kleinen See und Spazierwege nicht viel zu bieten.

Und gleichzeitig war genau dies der Grund dafür, dass HotelDiamant die Insel gepachtet und ein Hotel darauf gesetzt hatte. Absolute Ruhe, seichtes Wasser, schöne Angelgründe, Bootstouren und frische Luft boten wohlhabenden gestressten Gästen den perfekten luxuriösen Raum für eine Auszeit.

Die Insel lag etwa neun Kilometer vor dem Örtchen Peenemünde im Meer. Sie war ausschließlich mit einer Fähre zu erreichen, die morgens und abends vom Festland aus die Turminsel ansteuerte. Mit nur zehn Zimmern und kleinen Räumlichkeiten für die vier Mitarbeitenden war Seewind Manor ein recht kleines Hotel. Dafür kostete eine Übernachtung in den normalen Zimmern – und erst recht in den zwei Suiten – ein kleines Vermögen.

Für die ersten Gäste, die sich über die Webseite beworben hatten, waren ab heute vier der acht normalen Zimmer reserviert – jedes dieser Zimmer war mit einem großen Bett ausgestattet, sodass man es als Einzel- oder auch Doppelzimmer mieten konnte. Max selbst hatte die Idee für das Gewinnspiel gehabt. Hunderte Stammgäste der HotelDiamant hatten an der Verlosung teilgenommen, und das mediale Interesse war enorm gewesen. Eine bessere Werbung konnte Max sich nicht wünschen.

»Genau. Seewind Manor. Ich bin eine der Glücklichen, die zwei Nächte kostenlos bleiben darf. Außerdem bin ich Reporterin bei Mecklenburg Aktuell und schreibe einen Artikel über das geheimnisvolle Hotel, das seinen exklusiven Gästen Ruhe und Anonymität schenkt. Unsere Zeitung hat die Ausschreibung gewonnen. Bist du auch auf dem Weg dorthin?«

Max schmunzelte und nickte. »Ja, und ich bin ebenfalls beruflich unterwegs. Ich bin der Hotelmanager.«

»Oh, das trifft sich ja gut!«, sagte sie begeistert. »Der Manager begleitet mich persönlich zu seinem Hotel, und ich kann gleich mein erstes Interview führen.«

»Na ja. Leider habe ich verschlafen. Ich weiß, ein absoluter Fehlstart, schon klar. Ich sollte im Hotel die Gäste empfangen und nicht parallel mit Bus und Fähre anreisen.«

»Ich finde es sympathisch. Das ist sicher kein schlechtes Omen.«

»Ich hoffe, du hast recht«, sagte er...

Erscheint lt. Verlag 15.4.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte 2025 • Buch • Code • Computerspiel • Game Over • Games • Gewinn • Greifswalder Oie • Harlequin • Hotel • hotelmanager • Insel • Luxushotel • maskiert • Mörder • Mysteriös • Nervenkitzel • Neuerscheinung • Ostseeküste • Preis • Psychothriller • Rätsel • spieleindustrie • Sturm • Thriller • Virtual Reality • Virtuelle Realität
ISBN-10 3-7499-0873-7 / 3749908737
ISBN-13 978-3-7499-0873-8 / 9783749908738
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