Bom Dia, Morte! - Ein süßer Tod (eBook)
150 Seiten
beTHRILLED (Verlag)
978-3-7517-6063-8 (ISBN)
Bom dia und willkommen in Colares!
Laura ist schockiert: Ein Mord in der Vila Calma! Sofort nimmt sie die Ermittlungen auf. Schließlich steht mit dem Verbrechen nicht nur der Ruf der Vila Calma auf dem Spiel, sondern auch ihr eigener als Hoteldetektivin. Schnell findet Laura heraus, dass es sich bei der Toten um eine Bäckerin aus Lissabon handelt. Und was den Fall noch mysteriöser macht: Ihr geheimes und sehr berühmtes Pastéis-de-Nata-Familienrezept ist verschwunden! Steckt ein Konkurrent hinter dem Mord? Während Laura den potentiellen Mördern nach und nach auf den Zahn fühlt, futtert sich Polizist Almada hilfreicherweise durch das Gebäck ...
Über die Serie: Privatdetektivin Laura Holler sucht einfach nur Ruhe und Entspannung in dem kleinen idyllischen Fischerdorf Colares an Portugals Küste. Im Strandcamp The Shacks stehen für Laura Surftraining, Yoga und Entspannung auf der Tagesordnung. Mit der Urlaubsidylle ist es allerdings bald vorbei, als sie über die ein oder andere Leiche stolpert! Auf die Dorfpolizisten ist bei den Ermittlungen leider kein Verlass. Die futtern lieber Pastéis de Nata, als Spuren zu verfolgen. Also macht sich Laura unter portugiesischer Sonne selbst auf Mörderjagd - tatkräftig unterstützt von ihren neuen Freunden: der Yogalehrerin Mariella und dem attraktiven Campbesitzer Ben.
Eine humorvolle Urlaubskrimi-Serie in Portugal!
eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!
<p>Mina Giers ist das Krimi-Pseudonym von Katja Segin. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Schildkröten in der Altstadt von Paderborn. Gedanklich befindet sie sich allerdings ständig auf spannenden Abenteuern, ob in der kleinen Krimi-Tankstelle direkt um die Ecke oder im coolen Surfhotel in Portugal, wo überdurchschnittlich oft gemordet wird - jedenfalls, wenn man ihrer Fantasie glauben darf. Sie hat echt viele Hobbys ... Surfen gehört nicht dazu.</p>
Kapitel eins – Lust auf Pastéis de Nata?
Laura blickte von ihrem Laptop auf und runzelte die Stirn. Vielleicht war es ein Fehler gewesen, sich an den Pool zu setzen, um zu arbeiten, aber sie hatte gedacht, so gleichzeitig die Habseligkeiten der Gäste im Auge behalten zu können. Es sollte sich schließlich jeder sicher fühlen in der Vila Calma, in der sie als Hoteldetektivin arbeitete.
Natürlich war sie wie immer dankbar für jede Ablenkung von der undankbaren Aufgabe, die Dienste der Security-Mitarbeiter einzuteilen. Aber auf das Gezeter der beiden älteren Damen mit ihren toupierten Haaren und blinkenden Cocktailringen konnte sie gut verzichten. Andererseits konnte sie auch nicht anders, als zuzuhören.
Momo, der Wachpudel der Vila Calma, der zu ihren Füßen lag und darüber wachte, dass niemand ihm sein Futter klaute, bellte. Er war wohl der gleichen Meinung.
»… hätte ich meinen Urlaub verschoben!«, sagte die Größere der beiden, die feuerrot gefärbte Haare hatte.
»Sonst ist es um diese Zeit hier immer ganz friedlich. Noch keine ausländischen Touristen. Aber dieses Spektakel …« Die Blondierte schüttelte affektiert den Kopf. »Warum dieser Surfwettbewerb ausgerechnet hier ausgetragen werden muss, verstehe ich nicht!«
Zum Glück war ihr Portugiesisch so deutlich, dass Laura die Frau aber hervorragend verstehen konnte – jedenfalls akustisch.
»Ich auch nicht. Eigentlich kostet mein bevorzugtes Zimmer auch nur die Hälfte!« Die Feuerrote spielte mit ihrem dicksten Ring, der darauf hindeutete, dass die Preise der Vila Calma sie nicht in den Ruin treiben würden. »Hätte meine Tochter nicht Geburtstag, wäre ich niemals zu diesen Konditionen hier abgestiegen. Sie wohnt in Colares, müssen Sie wissen.«
Die andere nickte und öffnete den Mund. Doch bevor sie das Wort erheben konnte, trat eine weitere Person durch die Terrassentür.
Die beiden Frauen sahen sofort zu ihr hin, und auch Laura konnte nicht anders. So dringend war das mit dem Dienstplan ja dann auch wieder nicht.
Eine kleine ältere Dame tippelte langsam an den Pool. An dessen Rand blieb sie stehen und starrte auf das Wasser hinaus. Ihre bloße Präsenz schien die anderen zum Verstummen zu bringen. Sie tauschten nur vielsagende Blicke.
Dummerweise verstand Laura die Sprache nicht, in der diese Blicke irgendetwas sagten. Sie sah das Klischeebild einer lieben Oma vor sich, mit wadenlangem Rock, hochgeknöpfter Bluse und einem grauen Dutt. Die Frau wirkte, als würde sie sich gleich in die Küche stellen und Plätzchenteig ausrollen. Obwohl sie überhaupt keine Statussymbole zur Schau trug, strahlte sie etwas aus, das die anderen beiden Frauen nicht besaßen. Etwas, bei dem Laura sofort das Wort Würde in den Sinn kam.
Diese Ausstrahlung hätte sie auch gern irgendwann. Sie sollte sich vielleicht genau einprägen, wie man das machte.
Leider spazierte die würdevolle Frau mit geradem Rücken weiter, und die beiden weniger würdevollen Damen blickten ihr nach. Bestimmt kamen sie sich im Vergleich zu ihr schrecklich bunt und laut vor. Hoffte Laura jedenfalls.
»Was macht die denn hier?«, flüsterte die Rothaarige gerade laut genug.
»Keine Ahnung. Surfen wohl kaum«, sagte die andere lauter.
Beide lachten und standen dann auf, um sich einen neuen, knallbunten Cocktail zu holen. Ihre Gläser waren inzwischen leer bis auf die Ananasstückchen am Rand.
Laura notierte sich in ihrem geistigen Notizbuch, dass sie bei Gelegenheit in der Gästeliste nachschlug, wer die Frau war, über die die anderen beiden gelästert hatten, nur so aus Neugier. Dann widmete sie sich wieder ihrem Dienstplan.
Die Sonne ging schon beinahe unter, als sie ihren Laptop zuklappte. Vom benachbarten Surfcamp The Shacks schallten fröhliche Stimmen über die Mauer zu ihr herüber. Das Surftraining war wohl vorbei, und viele der Teilnehmenden am Surfwettbewerb hatten einen der zu Schlafzimmern umgebauten Pferdeställe gemietet. Das bot sich an, weil Ben, der Besitzer, ebenfalls ein begnadeter Surfer war.
»Das war ja klar«, erklang eine leise Stimme hinter ihr.
Laura fuhr herum. Rafael Monteiro, dem die Vila Calma gehörte, schlenderte aus der Gartenanlage heran. Wie fast immer trug er einen hellen Leinenanzug, der sehr elegant knitterte, und kein Lächeln im Gesicht, vermutlich damit dieses ebenfalls nicht knitterte.
»Was war klar, Rafael?«, fragte Laura, obwohl sie die Antwort bereits vorhersah.
»Dieser Surfwettbewerb bereitet mir und dem Betrieb der Vila Calma nur Ärger.« Sogar das zeigte sich eher verhalten auf seinem Gesicht. Zornesfalten waren ja auch viel weniger erstrebenswert als Lachfalten, und wenn er die schon nicht wollte …
»Ach ja?« Wenn er in dieser Stimmung war, sollte man ihm lieber nicht widersprechen, das wusste Laura. Auch wenn er ihr gegenüber immer enorm nachsichtig war, wollte sie ihn schon den Kollegen zuliebe nicht verärgern.
Der Anzug warf dafür recht hübsche Falten an den Schultern, als er die Hände in die Hüften stemmte. »Da hebe ich extra die Preise an, damit auch keine von diesen Personen mit ihren furchtbaren Brettern auf die Idee kommt, sich hier einzuquartieren, und dann höre ich sie trotzdem die ganze Nacht feiern.«
Jetzt war ein Biss auf die Unterlippe nötig, damit sie nicht antwortete. Nacht war es ja nun wirklich noch nicht, und die beiden Damen von vorhin machten abends an der Bar viel mehr Lärm als die ganze Gästeschar von The Shacks zusammen. Da klirrten die Gläser am laufenden Band, und ihr Lachen drang wirklich durch jede Fensterritze.
Sie überlegte noch, wie sie das anmerken konnte, als jenseits der Mauer zwischen den beiden Hotels plötzlich doch recht lauter Jubel aufbrandete.
»Hören Sie?« Monteiro deutete mit der Hand in Richtung der frohlockenden Meute.
Laura drehte sich gerade noch rechtzeitig um, damit sie mitbekam, wie das Vorderteil eines Surfbretts in hohem Bogen über die Mauer flog. Das weiße Ding aus Hartschaum wurde fahl von der Gartenbeleuchtung der Vila Calma angestrahlt und wirkte wie ein Objekt aus einer anderen Welt.
Instinktiv schlug sie die Hand vor den Mund. Das würde Monteiro gar nicht gefallen. Und als das Teil krachend in seinem Oleander landete, konnte sie das auch ein bisschen nachvollziehen.
Schnell hob sie die Hand in seine Richtung. »Warten Sie hier, Rafael. Ich kümmere mich darum. Schließlich bin ich hier Ihre Sicherheitschefin.« Natürlich war ihrem Boss klar, dass sie das nur sagte, um eine Eskalation zwischen ihm und Ben zu verhindern. Genauso wie es ihr klar war, dass sie das nicht schaffen würde.
Eifrig schlug sie sich in das Buschwerk der Vila Calma. Da Mariella auf einem Familienbesuch bei ihrer kranken Tante in Faro war und Ben sich mal wieder etwas abweisend verhielt, war sie seit Wochen nicht mehr durch das geheime Tor zwischen den Hotels gegangen, und die Pflanzen hatten den beginnenden Frühling dazu genutzt, die Lücken aufzufüllen. Schmerzhaft piksten ihr die Dornen irgendeines Strauches in die Arme.
Gleich morgen würde sie sich eine Machete schnappen und sich eine Schneise bahnen.
Hinter ihr knackte es im Geäst. Sie fuhr herum und sah Monteiro, der ihr ohne Rücksicht auf seinen Anzug folgte. Wenn es darum ging, sich mit Ben und dessen Gästen anzulegen, kannte er wirklich nichts.
Schon konnte sie das unerwünschte Flugobjekt durch die Dunkelheit leuchten sehen, als es auch vor ihr knackte.
Ben brach durch die Äste. Sein bis zur Brust geöffnetes Hawaiihemd trug heute Bilder von surfenden Äffchen, und seine langen blonden Haare klebten noch feucht an seinen Wangen.
Sofort riss sie die Arme hoch und machte eine scheuchende Bewegung.
Bens Miene verfinsterte sich. Er schüttelte den Kopf, bevor er ihn reckte und vermutlich nach Monteiro Ausschau hielt. »Es war ein Versehen!«, rief er in die Dunkelheit.
»Es war mir bewusst, dass Sie so etwas behaupten würden, Senhor Waldhoff«, antwortete die Dunkelheit mit Monteiros Stimme. »Aber das macht es nicht besser. Ihre Gäste haben nicht das Recht, meine Gartenanlage mit ihrem Müll zu verschandeln, ob Versehen oder nicht.«
»Müll?« Ben blieb stehen. Seine Augen funkelten in der Finsternis wie zwei Diamanten. »Das war kein Müll! Mit dem Board hat meine Favoritin Calista letztes Jahr die Meisterschaft gewonnen!«
»Na, besonders gut gehalten hat es ja nicht.« Jetzt war Monteiro hinter Laura angekommen. Nur sie hinderte die beiden Männer daran, aufeinander loszugehen.
»Quatsch!« Ben spuckte die Worte geradezu aus. »Das ist ein Aberglaube. Sie muss das Brett gehen lassen, damit die Kräfte in ihr neues übergehen.«
Laura räusperte sich. »Kräfte?« Diese kleine Nachfrage sendete ihr Gehirn quasi ganz von allein.
»Na ja …« Mit der Fußspitze scharrte Ben in der Erde und sah dabei zu Boden. Ein dünnes Zweiglein hing ihm aus den Haaren in die Augen. »Ich sage ja nicht, dass ich daran glaube. Aber sie hat gerade das Training ihres Lebens hingelegt, und wenn es ihr wichtig ist, ihr altes Board zu zerstören, um Platz für das neue zu schaffen, dann unterstütze ich das.«
»Viele Menschen, die beruflich einem Sport nachgehen oder Kunst betreiben, sind abergläubisch«, warf Laura ein. Diplomatie konnte ja nicht schaden. »Es gibt einen Fußballspieler, der immer nur eine bestimmte Unterhose anzieht, wenn er ein Spiel hat. Die ist schon ganz verschlissen...
| Erscheint lt. Verlag | 1.2.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Laura und die Portugal-Morde |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Krimi / Thriller |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Colares • Ermittlung • Krimi • Krimis • Mord • Portugal • Surfen • Tod • Urlaub • Wellness • Yoga • Yogacamp |
| ISBN-10 | 3-7517-6063-6 / 3751760636 |
| ISBN-13 | 978-3-7517-6063-8 / 9783751760638 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich