Vincent - Heilende Hände (eBook)
244 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7597-8252-6 (ISBN)
O. F. Schwarz, weitgereister Wiener, hat vom Elend bis zum Luxus alles gesehen. Und hat damit auch genügend Stoff für seine Roma-ne gesammelt. Spannend und fesselnd erzählt er in angenehmem Schreibfluss seine Geschichten über die verschiedensten Charaktere der Menschen, die die Leserschaft von der ersten bis zur letzten Seite in Atem halten!
Der Besuch der Außerirdischen
Der 14-jährige Daniel Laimgruber, aufgeweckter, aber einfach denkender Sohn des Laimgruber-Bauern, wurde auf dessen Landwirtschaft ausschließlich für mindere Arbeiten eingesetzt: er durfte beim Ausmisten der Ställe, beim Heu-Einfahren und in den Wintermonaten als Zureicher beim Maschinen-Service helfen. Dafür durfte er einmal im Monat mit in die Stadt fahren: dort setzte ihn sein Vater, während er zum Einkaufen in die diversen Versorgungsmärkte fuhr, in eine Eisdiele und Daniel bekam eine Riesenportion seines so sehr geliebten Fruchteises. Damit war er glücklich und schwor sich jedes Mal nach diesen Besuchen beim Nachhausefahren, später einmal eine Eisdiele eröffnen zu wollen!
Und natürlich fungierte Daniel auch als Viehhirte: wenn der Bauer keine andere Arbeit für seinen Sohn hatte, dann schickte er ihn in den Sommermonaten des Öfteren für einige Tage hinauf auf die Alm zu den Kühen. Für Daniel waren diese Tage immer etwas Besonderes: er lernte alle Kühe mit Namen anzusprechen, sie kannten ihn schon und liefen ihm zu, wenn er zu Fuß den steilen Weg auf die Alm heraufkam! Den ganzen Tag lang lag er auf der Wiese herum oder saß vor der einfachen Holzhütte auf der Bank. In dieser Hütte hatte er ein Schlaflager und dort durfte er in der wunderbaren Stille der Berglandschaft tief und traumlos schlafen!
Das eine oder andere Mal aber passierte es dann doch, dass er nach Mitternacht plötzlich aufwachte und nicht mehr einschlafen konnte! Anfangs wälzte er sich auf seinem Lager endlos lange hin und her, bis er dann doch wieder einschlafen konnte. In letzter Zeit allerdings hatte er entschieden, sich diese für ihn plagende Hinund Her-Wälzerei nicht mehr zu geben: er stand einfach auf und legte sich mit einer leichten Decke und seinem Polster im Mondlicht auf einer Strohmatte vor der Hütte ins Gras! Dort schlief er zumeist sofort ein und erwachte im erst wieder Morgengrauen.
Auch diese Nacht war Daniel gezwungen, sich draußen hinzulegen: er machte es sich wie üblich draußen zwischen Haustüre und Brunnentrog gemütlich. Aber er konnte es nicht klären: ein beunruhigendes Gefühl bemächtigte sich seiner und er schaffte es nicht, einzuschlafen! Also legte er sich auf den Rücken, verschränkte seine Hände hinter dem Kopf und besah sich diese ihn immer wieder faszinierende, unendliche Vielzahl der am klaren Nachthimmel stehenden Sterne! Eben hatte er den Großen Wagen ausgemacht, da passierte etwas vollkommen Unheimliches: etwas Dunkles, Riesiges schob sich, einer dräuenden Gewitterwolke gleich, plötzlich lautlos von Westen her über den Nachthimmel! Dieses unheimliche Ding hatte die Form eines Ovals und hatte an den beiden Enden und an den Seiten je einen schwach leuchtenden, blinkenden Punkt! Daniels Herz schlug plötzlich schneller: er hatte seine Hände hinter dem Kopf hervorgenommen und sich auf die Ellenbogen gestützt! So lag er da und beobachtete fasziniert diesen unheimlichen Ablauf! Nach einiger Zeit begann ihn sein Genick vom langen Hinaufstarren zu schmerzen und er nahm wieder seine ursprüngliche Stellung ein! So lag er und sah, wie dieses Ding plötzlich anhielt! Für Daniel lag es genau über seinem Dorf, aber er konnte nicht sagen, war es einhundert, tausend Meter oder zehn Kilometer lang? Aber etwas konnte er nun beobachten: aus diesem Riesending flackerten plötzlich, wie die Funken einer Christbaum-Wunderkerze, kleine Blitze - oder waren das Strahlen? - hinunter zur Erde! Daniels Augen wurden groß und größer, als er erkannte, dass diese Strahlen soeben ihn selbst erreichten! Erschreckt wollte er aufstehen, musste aber feststellen, dass er sich nicht bewegen konnte! Er wollte schreien, jedoch brachte er keinen Laut über die Lippen! Jetzt sah er, dass aus diesem dunklen Ding polarlicht-ähnliche Wesen herausschwebten! Es waren vier oder fünf solcher lichtgrüner, länglicher und in der Luft tanzender Wölkchen und die bewegten sich jetzt auf Daniel zu! Die Angst schnürte dem Burschen die Kehle zu, mit weit aufgerissenen Augen musste er zusehen, wie sich diese unheimlichen Wesen tanzend um ihn herum bewegten! Dies alles war einfach zu viel für den einfachen Jungen: er konnte noch seinen schmerzhaft rasenden Puls spüren, dann fiel er in eine erlösende Ohnmacht!
Als er wieder zu sich kam, lag er rücklings auf einer Liege, mittig in einem grell erleuchteten Raum. Dessen Wände und auch die Türen waren gänzlich mit metallenen Platten ausgekleidet! Und auch Daniels Liege bestand zum Großteil aus speziellem chrom-glänzendem Material! Der Junge konnte seine Augen nur einen schmalen Spalt öffnen, das Licht tat ihm weh und er wandte seinen Kopf, um keine direkte Strahlung in die Augen zu bekommen! Jetzt konnte er bemerken, dass sich einige dieser seltsamen, umhertanzenden polar-lichtähnlichen Wesen auf ihn zubewegten, anhielten und - wie ihn zu betrachten - an seiner Liege anhielten! Sie hatten weder Arme, noch Beine, aber ihre schleierhaften Gestalten verjüngten sich nach oben hin, so als hätten sie dort ihren Kopf oder ihre Denk-Zentrale!
Jetzt standen sie beisammen und bewegten sich so, als würden sie diskutieren: andauernd stießen sie einander an, dann wieder lagen sie waagrecht in der Luft, um sich gleich danach auf Daniels Brust zu setzen! Es hatte den Anschein, als würden sie spielen! Plötzlich aber dürfte es mit dem Spielen zu Ende sein: dem einen Wesen, welches gerade auf Daniels Brust saß, wuchsen kurze Arme und Hände aus seinem gasförmigen blaugrünen Körper! Diese Hände umfassten jetzt Daniels Kopf zärtlich und verhielten so einige Minuten, während die anderen Wesen unbeirrt um Daniels Liege weiter herumschwebten!
Und wieder verlor der Junge das Bewusstsein: offensichtlich von diesen Wesen so gesteuert, um ihn, ohne ihm mehr Informationen über dieses Riesen-Ding zu vermitteln, zurück auf seine Matte zu befördern! Dort erwachte Daniel und er stellte fest, dass im Osten bereits der Morgen graute! Er stand auf, räumte seine Schlafutensilien wieder zurück in die Hütte und setzte sich, trotz der morgendlichen Kühle in den Bergen, vollkommen verwirrt auf die Bank vor der Hütte! Aber wie er auch nachdachte, dieses unnatürliche Erlebnis hatte ihn vollkommen durcheinander gebracht: und schon begann er sich zu fragen ob alles einfach nicht nur ein Traum hätte gewesen sein können?
Daniel nahm sich vor, niemandem von seinem Abenteuer oder seinem Traum zu erzählen: wusste er doch, wie abwertend etliche Menschen im Dorf über ihn dachten und ganz sicher wollte er ihnen keine zusätzliche Nahrung für dumme Gerüchte liefern!
Am Zufahrtsweg zum Hof seines Vaters traf er Vincent Kopp, den Jungen aus der Stadt, dessen Familie jedes Jahr ihre Ferien in Daniels Heimat zubrachte: die beiden verstanden sich blendend, Vincent verhielt sich Daniel gegenüber immer vollkommen normal, da ihm Daniels einfache und manches Mal auch erheiternde Art, etwas auszudrücken, ausnehmend gefiel!
„Hey, Daniel!“ rief Vincent schon von Wietem „Schon wieder zurück von deinen Mädels?“ Daniel musste immer wieder lachen, wenn Vincent seine Kühe immer als Mädels bezeichnete! „Wie sieht´s denn aus heute mit dir? Holen wir uns vom Erdbeerschlag oben in der Hag einen schönen Topf Erdbeeren und verspeisen die abends dann bei uns zu Hause mit Schlagobers und Zucker?“
Daniels Augen leuchteten sofort auf:
„Na, super, Vincent!“ rief er zurück „Also, da kannst du zu einhundert Prozent auf mich zählen!“
Sie standen sich nun gegenüber, lachten sich an und Daniel streckte seine Hand zum Gruß aus! Vincent nahm sie sofort, aber in dem Moment, da er sie berührte, fuhr ein völlig unerwarteter Schmerz durch seinen Arm, der bis hinauf in seine Schulter, bis hinein in seine Brust und in seinen Kopf zuckte! Er verzog schmerzhaft sein Gesicht und Daniel fragte bestürzt:
„Hey, Vincent! Was ist denn los mit dir?“
Aber der Schmerz hatte sich schon gelöst und Vincent entgegnete beruhigend:
„Nichts, Daniel, gar nichts! Vielleicht hatte ich mir nur ein wenig einen Nerv eingeklemmt?“
Sie verabschiedeten sich, jeder ging seines Weges, aber Daniel war höchst beunruhigt: was war das denn eben gewesen? Er hatte weder zu stark zugegriffen, auch nicht kräftig geschüttelt, also: woher war Vincents Schmerz dann wohl gekommen? Daniel verhielt seinen Schritt, dachte nach und dann wusste er es: das war dieses komische Wesen von dem Riesen-Ding da oben, welches seinen Kopf gehalten und ihm damit wahrscheinlich irgend ein Gift, eine Kraft oder Ähnliches übertragen haben musste!
Nach dem Essen trafen sich die Jungens und stiegen auf zu ihrem immer gut bewachsenen Erdbeer-Schlag. Nach gut einer Stunde Sammelns hatten beide ihre Kannen wohl gefüllt und setzten sich für ein paar Minuten Pause auf einen auf dem Weg querliegenden, dicken Baumstamm. Daniel sprach nicht, er wollte sich befreien, wusste aber nicht, wie er beginnen sollte! Aber Vincent hatte sehr wohl bemerkt, dass mit seinem Freund etwas nicht stimmen konnte und so setzte er den...
| Erscheint lt. Verlag | 18.8.2024 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| Schlagworte | Aliens • Familie • Gier • Heilung • Wunder |
| ISBN-10 | 3-7597-8252-3 / 3759782523 |
| ISBN-13 | 978-3-7597-8252-6 / 9783759782526 |
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