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Leather & Lark - Hass und Liebe liegen nah beieinander (eBook)

Spiegel-Bestseller
Hass und Liebe liegen nah beieinander

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
346 Seiten
Heyne Verlag
978-3-641-32317-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Leather & Lark - Hass und Liebe liegen nah beieinander - Brynne Weaver
Systemvoraussetzungen
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Wenn Hass in Leidenschaft umschlägt ...
Auftragskiller Lachlan »Leather« Kane sehnt sich nach Ruhe. Er will die Vergangenheit vergessen, die ihn zu einer tödlichen Waffe gemacht hat. Der Unterwelt zu entkommen, scheint jedoch aussichtslos. Zumindest bis Lark Montague, die Tochter seines Geschäftspartners, ihm einen Deal anbietet: Wenn er sie heiratet, wird sie für seine Freiheit sorgen. Das Problem? Er kann sie nicht ausstehen. Lark ist der Sonnenschein, der durch jede dunkle Wolke bricht, hinter der sich Lachlan zu verstecken versucht. Doch ihre vermeintlich heile Welt steht vor dem Zusammenbruch - etwas, das Lachlan nur zu gut kennt. Inmitten von Intrigen und Mordanschlägen fällt es beiden zunehmend schwer, zwischen vorgespielten Gefühlen und echter Leidenschaft zu unterscheiden. Aber die Schatten der Vergangenheit sind lang. Jemand sinnt auf Rache. Und Blut wird fließen.

Brynne Weaver ist Nummer-1-NEW YORK TIMES-Bestsellerautorin. Ihre Romane wurden weltweit in über 15 Länder verkauft. Brynne ist bereits um die Welt gereist, hat mehr streunende Tiere aufgenommen, als ihrem Mann lieb ist, und ihre Liebe zu schwarzen Komödien, Horror und Romance durch Literatur und Film genährt. Bei all ihren Abenteuern hat sich das Schreiben wie ein roter Faden durch Brynnes Leben gezogen. Ihre Romane sind eine unwiderstehliche Mischung aus Dark RomCom, spicy Romance und fesselnder Spannung, die Brynne mit Geschichten verbindet, die Genres sprengen und Leser*innen begeistern.

Prolog

Feuerwerk

Lark

»Dies sind die Konsequenzen deiner Taten, Schätzchen«, sage ich und wickle die Lunte der Feuerwerkskörper ab, die zwischen Andrews Schenkeln stecken.

Seine schrillen Schreie werden vom Klebeband über seinem Mund gedämpft.

Wenn man mich ansieht, würde man es mir nie zutrauen, doch es stimmt: Ich genieße seine Entsetzensschreie.

Andrew versucht, sich brüllend aus dem Stuhl zu befreien. Mit breitem Grinsen weiche ich von der Wiese zurück in Richtung Waldsaum, sodass ich zwar die Panik in seinen Augen sehen kann, aber von dicken Baumstämmen geschützt bin, wenn ich ihn allein auf der Lichtung zurückgelassen habe. Gehetzt stößt er Atemwölkchen aus seinen Nasenlöchern, die in den sternübersäten Nachthimmel aufsteigen.

»Weißt du, wieso du da mit den Feuerwerkskörpern an deinem Schwanz sitzt und ich hier drüben mit der Lunte stehe?«, rufe ich ihm zu.

Erst schüttelt er den Kopf, dann nickt er, als könnte er nicht entscheiden, welche Antwort ihn erlöst. Dabei gibt es für ihn keine Erlösung.

»Wenn ich dir das Klebeband abreißen würde, kämst du mir wahrscheinlich mit Beteuerungen, es täte dir ja so so leid, dass du mit Savannah gevögelt hast, als ich nicht da war, in unserem Bett …«

Er nickt eifrig, aber sein üblicher Bullshit wird vom Klebeband aufgehalten. Es tut mir ja so leid, verdammt, ich tu’s nie wieder, ich schwöre, ich liebe dich … bla, bla, bla.

»Aber deswegen sind wir eigentlich nicht hier.«

Andrew starrt mich blinzelnd an, als versuchte er, dahinterzukommen, was ich meine. Doch als mein Grinsen richtig fies wird, gerät er vollends in Panik. Vielleicht liegt es an meinen Worten, vielleicht auch am hämischen Glitzern in meinen Augen. Vielleicht liegt es daran, wie ich ihn anstarre, ohne zu blinzeln. Oder daran, wie ich lache, als ich mit dem Daumen das Rädchen vom Feuerzeug in meiner Hand drehe. Vielleicht liegt es an all dem zusammen, dass er sich vor lauter Angst anpisst. Sein Urin rinnt ihm seine nackten, zitternden Beine hinunter und glänzt im Mondlicht.

»Ja, ja, Schätzchen. Ich kenne deine Geheimnisse. Und zwar alle

Ohne den Blick von Andrew zu lösen, nähere ich das brennende Feuerzeug der Lunte.

»Ach, fuck! Das hätte ich ja fast vergessen.« Ich lasse die Flamme ausgehen. Vor lauter Erleichterung und Hoffnung sackt Andrew in sich zusammen.

Hoffnung. Er ist wirklich rührend naiv.

Vermutlich darf ich nicht so hart über ihn urteilen. Schließlich hatte ich auch mal Hoffnung. Hoffnung, was uns betraf.

Aber es war auch naiv von mir, zu glauben, Andrew mit seinem Bad-Boy-Gehabe wäre der Richtige für mich. Ich fand seine beiden gut platzierten Tattoos scharf. Mit seinen ständig zerzausten Haaren sah er cool aus, als wäre ihm alles egal. Es störte mich nicht mal, dass er keinen Job behalten konnte, obwohl ich echt nicht weiß, warum. Irgendwie redete ich mir ein, er wäre eben ein echter Rebell.

Dann vögelte er mit unserer Freundin Savannah, als ich gerade nicht in der Stadt war, und mir wurde klar, dass er kein Rebell ist.

Sondern ein Loser.

Und nicht nur das. Als ich herausfand, dass er mich betrogen hatte, klaute ich sein Handy und entdeckte, wie sehr ich mich die ganze Zeit in meinem angeblichen Freund geirrt hatte. Ich fand Nachrichten an Mädchen, von denen einige viel zu jung waren, um zu wissen, dass man sich nicht in die Hände eines sexy Drummers begibt, nur weil er einen »schön« nennt und mit Aufmerksamkeit bedenkt. Er war nicht nur ein Bad Boy.

Er war ein verficktes Raubtier.

Ein Raubtier, das einfach meine Schutzmaßnahmen unterwandert hatte. Dabei hatte ich mir vor Jahren eins geschworen:

Nie wieder.

Als ich jetzt den Blick zum Himmel hebe, sehe ich etwas ganz anderes als die Sterne. Ich spüre nicht mal die Wut und den Widerwillen, die mich überkamen, als ich durch Andys Telefon scrollte. Stattdessen bestürmt mich die Erinnerung an die grauen Türme des elitären Ashbourne Collegiate Institutes, deren Kupferspitzen zu den Sternen zielten. Selbst jetzt noch, Jahre später, kann ich die Angst heraufbeschwören, die mich die ganze Zeit dort heimsuchte. Es war ein Palast voller düsterer Räume und widerwärtiger Geheimnisse. Eine Festung des Leidens.

Raubtiere wie Andrew bevölkern unsere wunderschöne Welt wie eine gottverdammte Heuschreckenplage. Manchmal scheint mir, als gäbe es nirgendwo einen Ort, der frei davon ist, nicht mal Festungen wie Ashborne, die doch sakrosankt sein sollten. Schön und erhaben. Abgeschieden. Sicher. Doch wie in der Natur sind die verlockendsten Dinge oft die giftigsten.

Und Mr. Laurent Verdon, der Leiter des Kunstbereichs von Ashbourne, machte ein paar sehr verlockende Versprechungen.

Bedauern erfüllt mich, Bedauern über den Tod von Mr. Verdon. Aber nicht so, wie man meinen könnte.

Ich hätte ihn selbst umbringen sollen.

Und jetzt muss meine beste Freundin Sloane für den Rest ihres Lebens diese Last und die Konsequenzen dafür tragen.

Als ich immer fester die Augen zusammenkneife, sehe ich glitzernde Lichtpunkte. Doch als ich sie wieder öffne, habe ich die Vergangenheit sicher verstaut. Damals war ich ohnmächtig. Jetzt bin ich es nicht mehr.

Raubtiere locken einen mit Versprechungen. Doch mein Versprechen ist ganz schlicht.

Nie.

Wieder.

Das wirkt vielleicht eher fad und langweilig, dafür ist die Umsetzung meines Versprechens verdammt spektakulär.

Ich atme tief ein und fülle mich mit der reinigenden Herbstluft. Dann grinse ich Andrew an und wühle in meiner Tasche, bis ich endlich den Lautsprecher finde und ihn mit meinem Handy kopple.

»Atmosphäre ist bei so was hier wirklich wichtig, findest du nicht auch?«, frage ich, als ich Firework von Katy Perry starte und auf volle Lautstärke drehe.

Vorhersehbar? Ja.

Perfekt? Auch ja.

Ich singe mit und gebe mir keine Mühe, mein Grinsen zu unterdrücken. Auch wenn Andrew keine Chance hat, wie Katy singt, wird er ganz sicher einen Funken in sich spüren.

»Tja, ich schätze, es ist Zeit, mit der Show zu beginnen. Und du weißt, was du getan hast. Genau wie ich. Wir wissen beide, dass ich dich damit nicht davonkommen lassen darf. Wie ich schon sagte, Baby«, rufe ich ihm über die Musik hinweg zu und zucke die Achseln, »Konsequenzen.«

Zum verzweifelten Gebrüll von Andrew zünde ich die Lunte.

»Ciao, Schätzchen. Es war … schon was«, rufe ich über die Schulter zurück und suche Schutz im Wald.

Andrews Schreie passen wunderbar zum Crescendo der Musik und dem Knall der Feuerwerkskörper, die in die Nacht explodieren. Sein Untergang wird umrahmt von einem großartigen Spektakel aus bunten Funkenflügen, gleißendem Licht und prächtigem Donnerhall. Ehrlich gesagt ist sein Abgang viel majestätischer, als er verdient. Nicht jeder hat so ein Glück.

Es ist einfach unfassbar grandios.

Ich weiß nicht genau, wann Andrews Geheul verstummt. Weil alles wirklich ohrenbetäubend laut wird, als die Triple-Whistler-Raketen losgehen.

Nach der letzten Explosion, als die Funken nur noch wie ein paar vereinzelte Sternschnuppen zu Boden fallen, nähere ich mich wieder der Lichtung. Der Geruch nach Salpeter, Schwefel und verbranntem Fleisch weht von der verkohlten, rauchenden Gestalt in der Mitte der Wiese zu mir.

Ganz vorsichtig gehe ich dorthin. Ich kann nicht sehen, ob er noch atmet, und werde ihm auch ganz gewiss nicht den Puls fühlen. Für ihn ist es ohnehin gleich. Trotzdem betrachte ich ihn eine ganze Weile, während die Musik noch immer aus dem Lautsprecher im hohen Grast dröhnt. Vielleicht suche ich nach einem Lebenszeichen. Vielleicht warte ich auch auf ein Lebenszeichen aus meinem eigenen Inneren. Ein normaler Mensch würde doch Schuld oder Reue empfinden, oder nicht? Schließlich habe ich Andrew zwei Jahre lang geliebt. Zumindest dachte ich das. Aber ich bereue im Grunde nur, dass ich nicht früher gesehen habe, wer er wirklich ist.

Doch selbst dieser Anflug von Reue wird überlagert vom Gefühl des Erfolgs. Von Erleichterung. Es liegt Macht darin, Geheimnisse herauszufinden und sie in einem gleißenden Funkenregen in die Luft zu jagen. Und ich habe mein Versprechen gehalten. Es kommen nur die zu Schaden, die es verdienen. Ich habe mich selbst darum gekümmert. Wenn eine Seele dafür gezeichnet wird, dass sie ein Leben genommen hat, dann ist es meine.

Nie wieder.

Ein leises Stöhnen dringt durch die Musik. Zuerst traue ich meinen Ohren nicht, aber dann ertönt es in einer Rauchwolke erneut.

»Heilige Scheiße, Baby«, sage ich und lache ungläubig. Mir hüpft das Herz. »Ich fasse es nicht, dass du noch lebst.«

Andrew antwortet nicht. Ich weiß nicht, ob er mich überhaupt hören kann. Seine Augen sind zugeklebt, die Haut ist verbrannt und rot, und Blut tropft ihm aus dem rohen Fleisch. Ohne den Blick von dem Rauch zu lösen, der ihm aus dem offenen Mund quillt, wühle ich in den Tiefen meiner Tasche, bis ich finde, wonach ich suche.

»Ich hoffe, du hast die Show genossen. Es war ein tolles Feuerwerk«, sage ich, entsichere die Schusswaffe und drücke sie ihm an die Stirn. Erneut steigt ein leises Stöhnen in die Nacht. »Allerdings habe ich nicht genug Raketen für eine Zugabe mitgebracht, also musst du deine Fantasie bemühen.«

Ich betätige den Abzug, und nach einer letzten...

Erscheint lt. Verlag 15.1.2025
Reihe/Serie Ruinous Love
Übersetzer Marie Rahn
Sprache deutsch
Original-Titel Leather & Lark: Ruinous Love 2
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Ana Huang • Auftragskiller • Booktok • dark romcom • Dexter • Dreamland Billionaires • eBooks • enemies to lovers • Erotik • Fifty Shades of Grey • forced proximity • Friends • Große Liebe • Grumpy x Sunshine • Hate to Love • Lauren Asher • Liebe • Liebesromane • marriage of convenience • New Adult • ravenhood • Romance • Romantic Suspense • serienkiller romance • sinnliche Romane • SPICE • spicy books • TikTok • TikTok-Hype • TikTok-Sensation • Touch her and die • touch him and die • Trilogie
ISBN-10 3-641-32317-7 / 3641323177
ISBN-13 978-3-641-32317-2 / 9783641323172
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