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My Roommate is a Vampire - Ein Mitbewohner zum Anbeißen (eBook)

Roman - Die humorvolle RomCom mit Biss

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
500 Seiten
Blanvalet Taschenbuch Verlag
978-3-641-32268-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

My Roommate is a Vampire - Ein Mitbewohner zum Anbeißen - Jenna Levine
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Zwei Fremde, eine Wohnung - ist es Liebe auf den ersten ... Biss?
Die Künstlerin Cassie Greenberg hat Geldsorgen und braucht dringend eine neue Bleibe. Wie gerufen kommt das überraschend günstige WG-Zimmer im schönsten Viertel Chicagos, aber wo ist der Haken? Nach Einzug merkt sie schnell, ihr neuer Mitbewohner Frederick J. Fitzwilliam ist ganz anders als andere Männer: Er schläft den ganzen Tag, ist nachts oft unterwegs und redet wie aus der Zeit gefallen. Außerdem ist er ungewöhnlich aufmerksam und hinterlässt Cassie liebe Notizen und süße Geschenke. Entsprechend groß ist der Schock, als sie endlich sein Geheimnis lüften kann: Frederick ist ein Vampir! Grund genug, um schnell das Weite zu suchen, wäre sie nicht gerade dabei, sich in ihn zu verlieben ...

Roommates to Lovers mal anders: Diese humorvolle RomCom mit Biss erwärmt selbst das kälteste (Vampir-)Herz!

Jenna Levine ist hauptberuflich Juristin. Nach Feierabend schreibt sie - vorzugsweise nachts - Liebesromane, in denen ihre charmanten Figuren lustige und absurde Dinge erleben. Wenn sie nicht gerade als Anwältin, Professorin oder Autorin beschäftigt ist, verbringt sie ihre freie Zeit am liebsten mit ihrem Mann, ihrer Teenager-Tochter und ihren Katzen. 'My Roommate is a Vampire' ist ihr Debütroman.

Eins


Mitbewohner*in gesucht für 2er-WG in geräumiger Stadthauswohnung (Brownstone), 2. Stock, in Lincoln Park

Hallo. Ich suche eine*n Mitbewohner*in für meine Wohnung. Nach heutigen Maßstäben ist das Appartement recht geräumig und verfügt über zwei große Schlafzimmer, einen offenen Wohnbereich und eine Wohnküche mit semiprofessioneller Ausstattung. Durch die hohen Fenster an der Ostseite der Wohnung ergibt sich ein wunderschöner Ausblick auf den See. Das Appartement ist in einem klassischen, geschmackvollen Stil gehalten und vollständig ausgestattet. Ich bin häufig nach Sonnenuntergang außer Haus; sollten Sie zu gewöhnlichen Zeiten arbeiten, werden Sie die Wohnung also in der Regel für sich allein haben.

Miete: 200 $ pro Monat. Haustiere sind leider nicht gestattet. Ernsthaft interessierte Anfragen bitte an: fjfitzwilliam@gmail.com.

»Mit der Wohnung stimmt sicher irgendwas nicht.«

»Cassie, jetzt hör mir doch mal zu, das ist echt ein super Angebot …«

»Vergiss es, Sam.« Dieser letzte Satz kam heftiger aus mir heraus, als ich es beabsichtigt hatte – wobei: auch nicht viel. Denn obwohl ich Sams Hilfe brauchte, machte es mir meine Scham darüber, dass ich überhaupt in diese Lage geraten war, sehr schwer, diese Hilfe anzunehmen. Sam meinte es gut, aber dass er so hartnäckig darauf bestand, sich in jeden noch so kleinen Bereich meiner derzeitigen Situation einzumischen, ging mir extrem auf die Nerven.

Zu seiner Verteidigung muss man allerdings sagen, dass Sam – mein ältester Freund, der sich schon lange daran gewöhnt hatte, dass ich ziemlich pampig werden konnte, wenn ich gestresst war – in diesem Moment schwieg. Stattdessen verschränkte er einfach die Arme vor der Brust und wartete, bis ich bereit war weiterzureden.

Ich brauchte nur wenige Sekunden, um mich zusammenzureißen und anschließend schlecht zu fühlen, weil ich ihn so angeschnauzt hatte. »Sorry«, murmelte ich vor mich hin. »Ich weiß, du willst mir nur helfen.«

»Schon gut«, sagte er mitfühlend. »Du hast ja auch gerade ganz schön viel auf der Kette. Aber du darfst trotzdem daran glauben, dass es wieder besser wird.«

Ich hatte zwar keinen Grund, daran zu glauben, dass sich mein Leben irgendwann wieder zum Guten wenden würde, aber das hier war nicht der richtige Zeitpunkt, um sich damit auseinanderzusetzen. Deshalb seufzte ich nur und wandte mich erneut der Wohnungsanzeige auf meinem Laptop zu.

»Alles, was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es meistens auch.«

Sam blickte über meine Schulter auf den Bildschirm. »Nicht immer. Und du musst zugeben, dass diese Wohnung super klingt.«

Ja, sie klang super. Da hatte er durchaus recht. Aber …

»Die kostet nur zweihundert Dollar Miete im Monat, Sam.«

»Und? Das ist doch ein Megapreis.«

Ungläubig starrte ich ihn an. »Ja, wenn wir uns im Jahr 1978 befänden. Aber wenn jemand heute nur zweihundert pro Monat will, hat er wahrscheinlich irgendwelche Leichen im Keller. Buchstäblich.«

»Das weißt du doch gar nicht.« Sam fuhr sich mit der Hand durch sein wirres straßenköterblondes Haar – das offensichtlichste Zeichen dafür, dass er log. Diese Geste kannte ich schon mindestens seit der sechsten Klasse, als er versucht hatte, unsere Lehrerin davon zu überzeugen, dass nicht ich die Wände der Mädchentoilette mit knallpinken Blumen verziert hatte. Doch genauso, wie sich Mrs. Baker damals nicht von ihm hatte täuschen lassen – diese grelle Neonwiese hatte tatsächlich ich gemalt –, würde ich mich heute auch nicht von ihm blenden lassen.

Wie sollte er je als Anwalt erfolgreich sein, wenn er jetzt schon so schlecht bluffen konnte?

»Vielleicht ist der- oder diejenige nicht oft zu Hause und sucht nur jemanden, damit die Wohnung nicht leer steht, und nicht, um Miete zu sparen«, schlug Sam vor. »Vielleicht ist er oder sie aber auch einfach nur zu blöd und weiß nicht, was man verlangen könnte.«

Ich war immer noch skeptisch. Seit mein Vermieter mir vor zwei Wochen einen Räumungsbescheid wegen Mietrückständen an die Tür geklebt hatte, durchforstete ich Facebook und diverse Wohnungsportale. Aber bisher hatte ich nichts gefunden, das sich so nah beim Loop befand und weniger als tausend im Monat kostete. In Lincoln Park betrug die durchschnittliche Miete eher um die fünfzehnhundert.

Zweihundert lag also nicht nur ein bisschen unter dem Marktpreis – es lag nicht mal im selben Universum wie der Marktpreis.

»Außerdem gibt es in dieser Anzeige nicht mal Bilder«, stellte ich fest. »Noch ein Alarmsignal. Ich vergesse die Wohnung besser und gucke weiter.« Ja, ich wusste, dass mein Vermieter definitiv nächste Woche Klage gegen mich einreichen würde, falls ich nicht vorher auszog, und ja, ein so günstiges Apartment würde mir wirklich dabei helfen, mein Leben wieder auf die Reihe zu kriegen, und vielleicht sogar verhindern, dass ich mich in ein paar Monaten in genau der gleichen Lage befand. Aber ich lebte schon seit mehr als zehn Jahren in und um Chicago, und daher wusste ich: Ein so gutes Angebot in Lincoln Park hatte definitiv einen Haken.

»Cassie.« Sams Tonfall klang ruhig und geduldig – und mehr als bevormundend. Ich biss mir auf die Zunge und erinnerte mich erneut daran, dass er nur versuchte, mir zu helfen – auf seine typische Sam-Art eben. »Diese Wohnung hat eine Eins-a-Lage. Du kannst sie dir locker leisten. Die U-Bahn ist nicht weit, sodass du schnell auf der Arbeit bist. Und wenn die Wohnung tatsächlich so eine breite Fensterfront hat, wie es in der Anzeige steht, gibt es dort haufenweise natürliches Licht.«

Ich riss die Augen auf. An die Beleuchtung der Wohnung hatte ich gar nicht gedacht, als ich die Anzeige gelesen hatte. Aber wenn sie wirklich hohe Fenster hatte, die zum See hinausgingen, hatte Sam vermutlich recht.

»Vielleicht könnte ich dann wieder zu Hause an meiner Kunst arbeiten«, sagte ich nachdenklich. Ich hatte schon fast zwei Jahre lang keine Wohnung mehr gehabt, in der die Lichtverhältnisse gut genug waren, um meine Projekte fertigzustellen. Und das fehlte mir mehr, als ich zugeben wollte.

Lächelnd sah Sam mich an. Er wirkte erleichtert. »Genau.«

»Na schön«, gab ich nach. »Ich bin bereit, zumindest nachzufragen, ob ich mehr Infos bekommen kann.«

Sam streckte den Arm aus und legte mir die Hand auf die Schulter. Seine warme, feste Geste beruhigte mich, wie sie es immer tat, wenn ich es nötig hatte, und das schon seit Kindertagen. Der Knoten der Angst, der sich seit zwei Wochen in meinem Magen befand und sich dort für immer eingenistet zu haben schien, löste sich langsam.

Zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit hatte ich das Gefühl, wieder atmen zu können.

»Wir schauen uns die Wohnung natürlich genau an und lernen erst den Mitbewohner oder die Mitbewohnerin kennen«, sagte Sam schnell. »Wenn du willst, kann ich dir sogar helfen, einen Mietvertrag auf Probe auszuhandeln. So könntest du einfach gehen, wenn es total schlimm sein sollte, ohne dass du ein weiteres Mal Vertragsbruch begehst.«

Was bedeuten würde, dass ich mir keine Sorgen darum machen musste, von einem weiteren wütenden Vermieter vor Gericht gezerrt zu werden. Ehrlich gesagt wäre das sogar ein guter Kompromiss. Falls sich der Mitbewohner als Axtmörder, Anhänger der Libertarians oder irgendwas anderes Horrormäßiges herausstellen sollte, könnte ich bei einem Mietvertrag auf Probe schnell verschwinden, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

»Oh, würdest du das echt machen?«, fragte ich daher. Und nicht zum ersten Mal an diesem Tag hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so giftig zu ihm gewesen war.

»Was soll ich sonst mit meinem Abschluss in Jura machen?«

»Na ja, zuallererst einmal könntest du damit deiner Kanzlei einen Haufen Geld verschaffen, anstatt dich für notorische Versager wie mich einzusetzen.«

»Ich verschaffe meiner Kanzlei schon einen Haufen Geld«, entgegnete er grinsend. »Aber da du mir ja nicht erlaubst, dir was davon zu leihen …«

»Werde ich auch nicht«, bestätigte ich. Es war meine eigene Entscheidung gewesen, ein unnützes Studienfach zu wählen, ein Studiendarlehen aufzunehmen und nun in einem hoffnungslosen Berg von Schulden zu versinken, ohne die Aussicht zu haben, am Ende wenigstens mit einem guten Job für meine Mühen belohnt zu werden. Das war ganz allein mein Problem, und damit würde ich niemand anderen belasten.

Sam seufzte. »Wirst du nicht. Okay. Die Diskussion hatten wir ja schon. Mehrmals.« Er schüttelte den Kopf und fügte in einem wehmütigeren Tonfall hinzu: »Ich wünschte, du könntest einfach bei uns einziehen, Cassie. Oder bei Amelia. Damit wären alle deine Probleme gelöst.«

Ich biss mir auf die Unterlippe und tat so, als würde ich mir intensiv die Wohnungsannonce durchlesen, um ihn nicht ansehen zu müssen.

In Wirklichkeit war ich zu einem großen Teil erleichtert, dass Sam und sein frisch gebackener Mann Scott gerade eine winzige Wohnung am Seeufer gekauft hatten, die kaum Platz für sie und ihre zwei Katzen bot. Und auch wenn mir ein Einzug bei den vieren den Stress und Ärger ersparen würde, den ich gerade durchmachte: Sam und Scott hatten erst vor zwei Monaten geheiratet. Das hieß, ich würde sie nicht nur darin beschränken, überall und zu jeder Zeit Sex haben zu können, was bei Frischverheirateten häufiger der Fall war – wusste ich zumindest vom Hörensagen –, sondern es würde mich auch auf unangenehme Weise daran...

Erscheint lt. Verlag 22.1.2025
Übersetzer Sonja Fehling
Sprache deutsch
Original-Titel My Roommate is a Vampire
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Ali Hazelwood • Bride • Buchempfehlung • Buch für die beste Freundin • Buchgeschenk • christina lauren • eBooks • elena armas • emily henry • Frauenromane • humorvoll • Liebesromane • lustig • lustige • neuerscheinung 2024 • Paranormal Romance • Romane für Frauen • Romantische Komödie • romcom • roommates to lovers • Slow Burn • spicy books • The American Roommate Experiment • Vampir
ISBN-10 3-641-32268-5 / 3641322685
ISBN-13 978-3-641-32268-7 / 9783641322687
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