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Zwischen Himmel und Erde (eBook)

Das Ende der Welt vor ihren Augen
eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
124 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7597-2641-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Zwischen Himmel und Erde -  Marita Störmer
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Die Zeitreise der Freunde: Zwischen Flucht, Glaubenskampf und einer neuen Erde Susanne, David und ihre Freunde durchleben eine dramatische Zeitreise durch das von Hitler regierte Deutschland. Flucht und Verfolgung prägen ihre Odyssee. Plötzlich stehen sie vor dem epischen Kampf zwischen Gut und Böse - zwischen Gott und Satan. Wer wird diesen Kampf bestreiten und wer von den Freunden die neue Erde erleben? Eine Welt ohne Leid, Schmerz und Armut - ein Ort des Friedens und des Glücks. Eine fesselnde Geschichte, die historische Ereignisse mit religiösen Elementen verknüpft, zum Nachdenken über Zeit, Glauben und Hoff nung anregt - und vielleicht sogar die eigene Sicht auf die Welt verändert.

Marita Störmer, Jahrgang 1954, lebt mit ihrem Mann in Bad Blankenburg, Thüringen, und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und hat sieben Enkelkindern. Sie arbeitete viele Jahre im Ev.-Luth. Pfarramt ihrer Heimatstadt. Mit Beginn ihres Rentnerdaseins, vor vier Jahren, hat sie mit dem Schreiben begonnen.

KAPITEL 2


DIE FAHRT WURDE IMMER SCHNELLER


Der Zug wurde plötzlich immer schneller und David nahm Susanne an den Schultern und sagte leise in ihr Ohr: »Schau dich mal bitte genauer um, hier ist etwas passiert!«

»Ja, wir sind nicht mehr in diesem wackeligen, alten, überfüllten Zug und die Menschen, die uns gegenübersitzen, sehen anders aus.«

»Aber langsam und schaukelnd ist dieser Zug doch noch, allerdings auch recht schmutzig und ungepflegt.«

»Die Leute sind anders als die zu unserer Zeit. Sie sind sich behilflich und auch höflicher.«

»Hast du gehört, was die ältere Dame zu ihrer gegenübersitzenden jungen Frau sagte? ›Wissen Sie, morgen bekommen wir im Konsum am Markt Bananen und Apfelsinen geliefert.‹ Das sagte sie.«

»Das ist ja witzig! Was wird nur ein Konsum sein?«

»Ich vermute, eine Verkaufsstelle für Lebensmittel, denn sie erwähnte Obst, das sie geliefert bekommen.«

»Aber wieso erzählt sie ihr das?«

»Ich vermute, dieses Obst gibt es nicht immer, und sie machte die junge Frau darauf aufmerksam.«

»Das ist ja sehr liebenswert und sehr gut gemeint. So wie die Frau mit ihrer Bekannten umging und ihr sagte, wo sie etwas bekommen kann, das gab es zu unserer Zeit nie.

Bei uns waren die Menschen auf sich und ihre eigenen Vorteile bedacht. Niemals hätte irgendeiner dem anderen etwas zu dessen Vorteil preisgegeben. Wir sind wieder in einer anderen Zeit angekommen.«

Susanne wurde es in ihrem dicken Mantel, den sie immer noch anhatte, zu warm und sie machte auch die Freunde darauf aufmerksam: »Wir haben immer noch unsere warme Winterbekleidung an und hier ist es, wie mir scheint, Frühling.«

Sie betrachteten sich gegenseitig und Miriam begann zu lachen und die anderen stimmten ein. Schnell legten sie die dicken Sachen in ihre Rucksäcke.

Lotta kam zu David und Susanne und sagte:

»Ich glaube, ich weiß, in welcher Zeit wir jetzt sind. Diese Kleidung, welche die Menschen jetzt tragen, sagt mir, dass wir in etwa in den Jahren um 1970 oder 1980 sind.«

»Woher weißt du denn so etwas?«, fragte Susanne das junge Mädchen.

»Du hast doch da noch gar nicht gelebt!«

»Ich habe mich als Kind für die Geschichte und die Menschen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg interessiert. Dann sah ich auch Fotos meiner Großeltern und Eltern aus dieser Zeit. Auch wie sie lebten und sich kleideten, interessierte mich. Vor allem vor und nach der Teilung von Deutschland und Europa. Eine sehr spannende Zeit.«

»Dann bist du für unser jetziges Unternehmen ja sehr hilfreich«, sagte David zu Lotta.

»Du sagtest, wir könnten im Jahr 1970 oder 1980 sein, dann wundere ich mich sehr, dass es in den Städten, durch die wir gefahren sind, noch vereinzelt zerstörte Häuser gibt, die wahrscheinlich noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammen«, sagte Max zweifelnd.

»Max, ich glaube, wir sind im nicht so reichen Teil Deutschlands gelandet. Denn ein Teil wurde durch die Amerikaner, Engländer und Franzosen besetzt und der Teil, in dem wir sind, von den Russen. So weiß ich es aus meinen alten Geschichtsbüchern.

Wir haben es auch noch über die Medien gelernt. Wo wir jetzt sind, das ist der von den Russen besetzte Teil und er ist arm im Vergleich zu der anderen Seite Deutschlands.«

»Jetzt verstehe ich auch, wieso diese Frauen so erpicht auf die Früchte sind. Die wird es sehr selten geben«, meinte Susanne dazu.

»Kommt, wir steigen hier aus!«, sagte in diesem Augenblick David und erhob sich auch schon.

Der Bahnhof, bei dem sie ankamen, war recht groß. Viele Menschen eilten zu anderen Bahnsteigen oder verließen das Bahnhofsgelände, gingen zu den Bussen oder auch zu den Straßenbahnen, die vor dem Bahnhofsgebäude auf Fahrgäste warteten.

»Wir sind in einer Großstadt gelandet!«

»Es riecht aber nicht sehr gut hier!«, meinte Miriam und Lotta nickte nur dazu.

»Wir haben Frühling und seht doch mal auf die Hausdächer, da kommt aus den langen, schmal gemauerten Schornsteinen dicker, schwarzer Rauch und der stinkt«, ergänzte Lotta. »Solche Schornsteine gab es zu meiner Zeit auch vereinzelt in den Städten, denn die Menschen hatten in ihren Häusern Kamine, die sie mit Holz heizten, um eine warme Wohnung zu haben. So ähnlich wie im alten Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg.

»Und von jedem Hausdach dieser Schmutz. Kein Wunder!«, meinte Susanne.

»Aber es ist alles sehr friedlich, bis auf die vielen Menschen, die rastlos durch die Straßen der Stadt laufen«, sagte Miriam.

»Die Häuserfronten sind alle alt und zwischendrin steht ab und zu einmal ein neu gebautes«, meinte Adam, der diese Zeit noch nicht miterlebt hatte.

»Sag doch, Adam, wie alt wärst du im Jahr 1970 oder 1980 eigentlich?«, fragte David den Freund.

»Ich müsste jetzt, wenn es das Jahr 1970 ist, 45 Jahre alt sein oder 1980 wäre ich 55 Jahre alt. Aber ich fühle mich wie 19-jährig, so alt, wie ich war, als wir uns auf dem Segelschiff kennengelernt haben. Es ist für mich alles sehr verwirrend.«

»Das Gebäude dort drüben, das kenne ich doch!«, rief David und zeigte mit seiner Hand auf die vor ihnen liegende Häuserfront und das aus roten Ziegelsteinen erbaute Gebäude vor ihnen.

»Du hast recht, dieses Gebäude gab es auch zu unserer Zeit, und in ihm habe ich Lebensmittelmarken an die Menschen ausgegeben. Die ›Weltgemeinschaft‹ mit ihren Mächtigen hat es als Verwaltungsgebäude genutzt.«

»Es sieht alles ganz anders aus. Viele der Häuser, die hier noch stehen, gab es zu unserer Zeit nicht mehr und selbst die danach erbauten waren nicht mehr vorhanden. Aber es ist schön hier. Dort drüben sieht man kleine Geschäfte, so wie es sie vor langer Zeit einmal bei uns in unserer Straße gab.«

»Schaut mal dort, da kommen junge Leute mit weißen Hemden und blauen Halstüchern und dahinter laufen andere mit blauen Hemden. Was mag das nur bedeuten? Irgendein sehr eigenartiges Lied singen sie und sie laufen im Gleichschritt, so wie zu der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg«, sagte Adam und sah dabei sehr ernst aus.

»Adam, du musst keine Angst haben, zu dieser Zeit gab es keinen Krieg und keine sichtbare Verfolgung von Juden«, meinte Lotta dazu.

Dann sagte sie noch: »Die Menschen durften ihren Glauben leben, hatten aber mit ihrem Bekennen Schwierigkeiten in vielen Lebenslagen. So auch wenn sie studieren wollten, aber ihren Glauben zu Gott bekannten, wurde ihnen ein Studium meistens verwehrt. Gläubige und auch Andersdenkende standen unter ständiger Beobachtung.«

Fast schon so schlimm wie zu unserer Zeit!«, meinte Max dazu.

»Hier möchte ich dann doch nicht leben wollen!«, sagte Susanne und Miriam nickte ihr zu.

»Die Menschen hatten wenig Freiheiten, so wie ich es gelesen habe, waren sie durch eine Grenze rund um das geteilte Deutschland getrennt, zum Teil von ihrer Familie und auch Freunden. Die Menschen aus diesem Teil, in dem wir jetzt sind, wurden mit hohen Strafen belegt, manche auch mit dem Tod, wenn sie in den anderen Teil von Deutschland flüchten wollten.«

»Aber warum hat Gott, unser Vater, uns hierher in das Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg geschickt?«, fragte Adam in die Runde.

»Ich kann mir vorstellen, dass wir hier noch irgendwie gebraucht werden«, sagte David dazu.

»Wo werden wir die kommende Zeit verbringen? Suchen wir uns ein Hotel oder irgendwo eine Wohnung?«, fragte Max, der sich umsah, da David und Susanne hinter ihm liefen.

Nach etlichen Kilometern durch die Stadt erblickten sie das Brandenburger Tor.

»Das kennen wir doch! Das wurde kurz vor unserer Flucht dem Erdboden gleichgemacht«, erzählte David und blieb stehen, um es sich anzusehen.

»Ja, das Brandenburger Tor!«, sagte Adam.

Dann sagte Adam noch: »Dort auf der linken Seite gab es ein sehr berühmtes Hotel. Ich glaube, es hieß Hotel Adlon. Dort gaben sich alle Reichen und Schönen die Klinke in die Hand.«

»Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in dieser eigenartigen Zeit auch noch so ist«, meinte Susanne dazu.

»Kommt, wir schauen nach!« David ging ihnen mit großen Schritten voran.

Als sie am Hotel ankamen, blieb Adam kopfschüttelnd stehen und sagte: »Es steht nur noch ein Seitenflügel des ehemaligen ersten Hauses am Platz. Es sieht nicht sehr einladend aus.«

»Aber es ist noch ein Hotel! Kommt!« David betrat als Erster das etwas heruntergekommene Haus.

»Es ist nicht schön und der Geruch, so eigenartig!« Susanne rümpfte dabei ihre Nase. »Wollen wir wirklich hier in diesem Haus bleiben?«

»Ich glaube, das ist der Stil dieser Zeit, so einfach eingerichtet zu sein«, sagte Lotta dazu.

»Aber seht doch, die Möbel, sie sind nicht...

Erscheint lt. Verlag 29.5.2024
Reihe/Serie Das Ende der Welt vor ihren Augen
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Antichrist • Apokalypse • bibilische Motive • Christenverfolgung • für Fans von "Die letzten Tage der Erde" • in die Geschichte eintauchen • Krieg • leben im untergrund • Naturkatastrophen • Nervenkitzel • Plagen • Spannung • Tod und Verderben • Weltende • Weltuntergang • Weltuntergangsszenarien • Widerstandskämpfer • Zukunftsroman
ISBN-10 3-7597-2641-0 / 3759726410
ISBN-13 978-3-7597-2641-4 / 9783759726414
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