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Die Himmelfahrtskapelle (eBook)

eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
172 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7597-0858-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Himmelfahrtskapelle -  Marita Störmer
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In Jerusalems Himmelfahrtskapelle treffen Susanne und David erneut aufeinander und begeben sich auf eine faszinierende Reise durch die Zeit. Beginnend am Ufer des See Genezareths zu Zeiten Jesu und seiner Jünger, durch Antike, Mittelalter sowie die Zeit des Ersten Weltkrieges führt sie ihr Abenteuer immer schneller durch die Jahrhunderte. Gemeinsam erleben sie Wunder und Tragödien. Doch werden sie die Wirren der Zeit unbeschadet überstehen?

Marita Störmer, Jahrgang 1954, lebt mit ihrem Mann in Bad Blankenburg, Thüringen, und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und hat sieben Enkelkindern. Sie arbeitete viele Jahre im Ev.-Luth. Pfarramt ihrer Heimatstadt. Mit Beginn ihres Rentnerdaseins, vor vier Jahren, hat sie mit dem Schreiben begonnen.

KAPITEL 3


JOHANNES LANDET BEI SAMARIA


»Wir haben Israel unter uns und werden bald landen können«, sagte Johannes.

»David, wir haben es fast geschafft!«, rief Max und sie umarmten sich.

»Wir bekommen die neuesten Nachrichten von unseren Freunden aus Jerusalem«, sagte Johannes, schaute sich um und sah dabei sehr ernst aus.

»Ich glaube, ihr bekommt sie jetzt auch.«

Sie hörten alle gebannt zu.

Der oberste Antichrist und die sogenannten Heilsbringer wurden angeblich von Juden ermordet. Wir wissen aber aus sicherer Quelle, dass es Menschen aus den eigenen Reihen waren.

Der von Christen und Juden erbaute Tempel in Jerusalem wurde durch das Vergießen von Blut, durch Hinrichtungen tausender von Christen und Juden im Tempel entweiht.

Das geschah vor drei Tagen.

Da erfuhren wir auch, dass der Antichrist von den Toten auferstanden ist und er sein Aussehen stark verändert hat.

Die schlimmste Verfolgung ist im Gange. Auf der ganzen Welt sind die Gegner der »Weltgemeinschaft« auf der Flucht.

Die Entscheidung, die größte Schlacht auf Erden zwischen Gut und Böse, rückt immer näher.

Die »Weltgemeinschaft« hat mit ihrem Herrscher begonnen, ihre vereinten Truppen in Israel zusammenzuziehen.

Viele Menschen, die glaubten, beginnen, an Gott und unserem Herrn angesichts der Übermacht des Bösen zu zweifeln.

»Werden wir sicher durch Samarien nach Jerusalem kommen? Nach diesen Nachrichten habe ich die schlimmsten Befürchtungen, dass wir es nicht so leicht schaffen werden«, meinte Miriam besorgt.

Max stellte seine Wasserflasche zurück in den Rucksack und schaute Miriam an: »Laut der Meldung, die man uns zukommen ließ, müssen wir nach Jerusalem und uns zum Ölberg begeben. Wir werden dort auch andere Christen und Juden treffen. Diese Nachricht habt ihr sicherlich auch alle über eure Ohrstecker bekommen.«

In Jerusalem ist der Antichrist mit seiner Armee und die Verfolgungsjagd auf alle Christen sehr intensiv. Weshalb müssen wir gerade dorthin, wo die Gefahr am größten ist?, fragte sich David, unsicher geworden, ob alles auch seine Richtigkeit hatte.

»Wie lange werden wir zu Fuß unterwegs sein?«, fragte Ariadne in die Gedanken von David hinein und schaute in die Runde.

Johannes sah auf sein Navi und sagte: »Ihr werdet, wenn ihr gut durchkommt, etwa 23 Stunden unterwegs sein.«

»Zuvor werden wir unsere Wasserrationen auffüllen müssen.« David fühlte sich recht müde und traurig. Seine Augen fielen ihm immer wieder zu und ein leiser Seufzer entrang sich seiner Brust.

»Was ist mit dir?«, fragte Johannes.

»Werden wir jemals unsere Familien wiedersehen oder unsere Heimat mit all den lieben Menschen, die wir einmal kannten? Die Freunde und Brüder, die wir durch die Katastrophen verloren haben und die uns ans Herz gewachsen sind. Werden wir jemals über diese Verluste hinwegkommen?« David sah Johannes traurig an.

Dieser sah in die traurigen Augen von David, zog diesen kurz an sich und umarmte ihn, da sie nebeneinander im Flieger saßen.

»Haltet euch fest, wir landen gleich.« Johannes überprüfte daraufhin noch einmal alle Computereinstellungen und den vor sich liegenden Landeplatz, bevor er zur Landung ansetzte. Sie sahen die Stadt Samaria, eine einzige Steinwüste, vor sich. Einen Flughafen gab es nicht mehr. Die Straßen und Wege waren voll von riesigen Steinhaufen und Dreck. Johannes fand eine Stelle zur Landung. Ohne Hindernisse konnte er das Flugzeug auf einer der staubigen Straßen sicher landen.

»Kommst du mit uns?«, fragte David noch einmal Johannes und schaute ihn bittend an. »Schließe dich uns doch bitte an. Du bist mir ein sehr guter Freund geworden und wir wollen dich nicht verlieren.«

»Leider kann ich nicht mit euch mitkommen, da ich auf weitere Anweisungen warten muss. Ich werde versuchen, so es mir möglich ist, euch in Jerusalem in der Himmelfahrtskapelle zu treffen, dort, wo ihr laut Mitteilung hinmüsst. Jetzt werde ich erst einmal den Anweisungen folgen und mich durch die feindlichen Linien schlagen. Ausgeben werde ich mich als der ›Weltgemeinschaft‹ zugehörig, um meine Aufgabe zu meistern und euch bald wiederzusehen. Ich hoffe nur, sie bemerken nicht gleich, dass ich keinen Chip mehr habe. Das Chaos in den Straßen wird mir, das denke ich, dabei helfen.«

»Unsere Informationen lauten: Treffpunkt in Jerusalem auf dem Ölberg in der Himmelfahrtskapelle «, sagte Max und Johannes nickte bestätigend.

Nachdem sie sich von Johannes verabschiedet hatten und dieser sein Flugzeug wieder startete, liefen sie los. Ein beschwerlicher Fußmarsch lag vor ihnen, aber keiner ließ sich entmutigen.

»Wir werden es schaffen. Der Herr geht ständig mit uns«, sagte Miriam und sie liefen in Richtung Jerusalem.

Staubige Straßen, ödes Land, zerstörte Städte mit menschenleeren Häusern, kaum ein Hund oder ein anderes Tier kreuzte ihren Weg. Aber die Beobachtungsdrohnen waren wieder da.

»Wir müssen vorsichtiger sein, denn die da oben haben uns im Visier«, meinte Max und schaute dabei zu den Drohnen, die sie ständig umkreisten.

»Dort vorne kommt eine kleine, verlassene Ansiedlung und dort werden wir uns aufteilen. Wir zwei, Ariadne und ich, werden hier warten, bis ihr im nächsten Ort seid. Der Ort heißt laut dem Navi Ramallah, dort sind noch Juden zu finden, gemäß der Meldung über unsere Ohrstecker. Wir verstecken uns so lange hier. Ihr sucht euch dort eine Bleibe, bis die Beobachter abgezogen sind. Wir werden dann zu euch stoßen und dann gehen wir gemeinsam weiter.«

»Meinst du, das wird funktionieren? Na gut, wir können es versuchen. Komm, Miriam, wir laufen weiter. Die nächstgrößere Stadt ist Jenni, die werden wir umgehen«, sagte Max noch, bevor sie sich trennten.

Max und Miriam liefen zur nächsten Ortschaft und begaben sich zu einem noch einigermaßen gut erhaltenen Haus, welches am Rand des Ortes stand. In dessen Türrahmen stand eine Frau, die ihnen einladend zuwinkte. Sie war eine ältere arabische Frau und trug ein buntes Kleid mit ähnlich gemustertem Tuch um ihren Kopf und ihre Schultern. Sie nahm die Wanderer freundlich bei sich auf. Miriam betete leise und dankbar: Bis hierher hast du, Herr, uns getragen. Danke.

Max und Miriam konnten sich ausruhen und stärken. Die Araberin entpuppte sich als Gegnerin der »Weltgemeinschaft« und Max spürte, wie eine große Ruhe von ihr ausging. Beide fühlten sich bei ihr geborgen und eine starke Müdigkeit übermannte sie, die sie vorher nicht bemerkt hatten.

David und Ariadne konnten sich in die Nähe einer verlassenen Beduinensiedlung begeben, um die kommende Nacht einigermaßen sicher zu überstehen. In den Nächten kühlte es nicht mehr ab. Es war so heiß wie am Tage. An Schlaf konnten beide nicht denken, obwohl sie sehr müde waren, da auch die Gefahr bestand, von den Feinden ergriffen zu werden. Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein älterer Mann vor Davids Schlafplatz, schaute ihn und Ariadne mit großen Augen und einem Lächeln an und sagte auf Hebräisch: »Seid gegrüßt im Namen unseres Vaters Jesus Christus!« Er reichte beiden seine schwielige Hand.

»Sie sind Christ?«, fragte David sich halb aufrichtend mit erstauntem Blick. »Und ich verstehe, was Sie mir sagen? Wie ist das möglich? Woher kommen Sie so plötzlich? Ich habe Sie nicht kommen gehört.«

»Ja, ich bin Christ«, und er lächelte. Dann sagte er noch: »Ich bin immer in großer Sorge um Menschen, die mit Gott sind.«

»Woher wissen Sie, dass wir Christen sind, und wie haben Sie uns gefunden?«, fragte David den alten Mann vorsichtig.

»In der vergangenen Nacht hatte ich einen merkwürdigen Traum. Ein gutaussehender Herr in weißer Kleidung und gütigen Augen stand vor meinem Bett und sagte zu mir: ›Gehe morgen zur verlassenen Siedlung, dort wirst du zwei junge Menschen finden, die Hilfe brauchen. Gib sie ihnen und führe sie dorthin, wohin ich es dir noch gebieten werde.‹ Als ich am Morgen aufwachte, wusste ich, dass ich helfen musste. Ich bin mir auch sicher, das war der Herr, unser Vater«, sagte der alte Mann und nickte wissend.

»Na siehst du, David, er lässt uns nicht im Stich, der Herr ist immer bei uns«, jubelte Ariadne.

»Aber Ariadne, warum habe ich alles verstanden, was er sagte? Er sprach doch Hebräisch.« Sie schauten sich dabei fragend an.

»Ich glaube gelesen zu haben, dass dann, wenn der Herr auf die Erde wiederkommt, alle Christen bei ihm vereint sind. Sie werden sich alle verstehen, es werden keine Krankheiten mehr sein und keine Traurigkeiten, irgendwo in der Bibel steht es.« Ariadne nahm ihre Bibel aus ihren Kleidern und suchte die Stelle, wo es geschrieben stand. Dann setzte sie sich auf den großen Stein, der vor ihr lag.

»Da steht es in der...

Erscheint lt. Verlag 6.5.2024
Reihe/Serie Das Ende der Welt vor ihren Augen
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Antichrist • Apokalypse • bibilische Motive • Christenverfolgung • für Fans von "Die letzten Tage der Erde" • in die Geschichte eintauchen • Krieg • leben im untergrund • Naturkatastrophen • Nervenkitzel • Plagen • Spannung • Tod und Verderben • Weltende • Weltuntergang • Weltuntergangsszenarien • Widerstandskämpfer • Zukunftsroman
ISBN-10 3-7597-0858-7 / 3759708587
ISBN-13 978-3-7597-0858-8 / 9783759708588
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