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Born of Blood and Ash – Eine Liebe im Schatten (eBook)

Spiegel-Bestseller
Roman
eBook Download: EPUB
2025
1104 Seiten
Heyne Verlag
978-3-641-32567-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Born of Blood and Ash – Eine Liebe im Schatten - Jennifer L. Armentrout
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Nachdem Sera sich in die Hände Kolis' begeben hat, musste sie zahlreiche Prüfungen über sich ergehen lassen. Die schwerste war jedoch, die Trennung von ihrem geliebten Nyktos zu ertragen. Nun sind Sera und Nyktos endlich wieder vereint, doch Kolis ist noch immer an der Macht. Wird es den beiden gelingen, das Reich der Sterblichen und das der Primare vor dem falschen König der Götter zu retten? Und wird ihre Liebe diese Zerreißprobe überstehen?

Jennifer L. Armentrout ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der USA. Immer wieder stürmt sie mit ihren Romanen - fantastische, realistische und romantische Geschichten für Erwachsene und Jugendliche - die Bestsellerlisten. Ihre Zeit verbringt sie mit Schreiben, Sport und Zombie-Filmen. In Deutschland hat sie sich mit ihrer 'Obsidian'-Reihe und der 'Wicked'- Saga eine riesige Fangemeinde erobert. Mit ihrer 'Blood and Ash'-Reihe ist sie regelmäßig auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste zu finden. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in West Virginia.

Der Ascher


NYKTOS, DER ASCHER, DER GESEGNETE, der Wächter der Seelen, der primare Gott des einfachen Mannes und des Abschlusses und der Primar des Todes, war im Moment vor allem eines: verdammt ungeduldig.

Er hatte schlichtweg keine Lust, im Flur vor seinen Gemächern herumzustehen.

Es war tatsächlich der allerletzte Ort, wo Ash sein wollte, während seine Königin – seine Herzverwandte, seine Ehefrau, seine ganze Welt – in ihrem gemeinsamen Bett auf ihn wartete.

Er hatte sie erst vor wenigen Minuten verlassen, doch sein Körper bebte bereits vor Verlangen, zu ihr zurückzukehren. Sie anzusehen. Sie zu berühren. Sich in Erinnerung zu rufen, dass sie in Sicherheit, gesund und vor allem am Leben war. Dass ihr Aufstieg und die Stunden danach nicht nur ein wunderschöner Traum gewesen waren.

Er hatte alles getan, um keine engen Bindungen zu anderen aufzubauen, und sich am Ende sogar seine Kardia entfernen lassen, doch sie hatten sich dennoch ineinander verliebt. Sie hatten die Schilde überwunden, mit denen sie ihre Herzen geschützt hatten, und die Mauern durchbrochen, die sie aufgebaut hatten, damit niemand in ihr Inneres vordringen konnte. Die Kraft seines Willens hatte dem Schicksal getrotzt. Sie hatten dem Schicksal getrotzt.

Da war etwas gewesen, das vollkommen unvorhersehbar gewesen war.

Etwas Unbekanntes, das nirgendwo geschrieben stand.

Die einzige Macht, die stärker war als die Schicksalsgeister …

Die wahre Liebe des Herzens und der Seele.

Herzverwandte.

Doch so verzweifelt Ash sich auch wünschte, zu ihr zurückzukehren und sich zu beweisen, dass es Wirklichkeit war, das Gespräch mit Nektas war zu wichtig, um es zu verschieben.

Also würde er sich in Geduld üben.

Oder die kurze Störung zumindest tolerieren.

»Es ist alles ruhig«, berichtete Nektas mit gesenkter Stimme.

»Fürs Erste.«

»Fürs Erste.« Der Draken nickte, und die langen schwarzen, mit roten Strähnen durchzogenen Haare glitten ihm über die Schultern. »Es gab bisher keine besonderen Vorkommnisse an der Grenze zwischen der Schattenwelt und Vathi, und auch am Himmel herrscht Frieden. Attes und Kyn sind von der Bildfläche verschwunden.«

Ash machte sich keine Sorgen wegen Attes – obwohl er dem Mistkerl am liebsten bei lebendigem Leib die Haut abgezogen hätte. Er ballte die Hand zur Faust. Nein. Es war vielmehr der Bruder des Primars des Krieges und der Übereinkunft, den er langsam und schmerzhaft ausweiden wollte, um sich für jedes Wort zu rächen, das er während Ashs Gefangenschaft an Ash gerichtet hatte. Egal, ob er nun die Wahrheit gesprochen hatte oder nicht.

»Seine Majestät war so freundlich, sie mir anzubieten, sobald er ihrer überdrüssig geworden ist.« Kyns Augen leuchteten vor sadistischer Freude, und er rückte bis auf wenige Zentimeter an Ash heran, der seiner Meinung nach derart geschwächt war, dass er keine Gefahr darstellte. »Das hat ihr gar nicht gefallen.« Er lachte. »Und das Gefühl, wenn ich ihr meinen Schwanz in den Arsch schiebe, gefällt ihr am Anfang sicher auch nicht. Aber sie wird sich daran gewöhnen, und irgendwann wird sie darum betteln …« Seine Worte gingen in einem blutigen Gurgeln und keuchenden Flüchen unter.

Ash hatte sich in die Ketten aus den Knochen der Urältesten gestemmt und es geschafft, den Arm auszustrecken und sich mit den Fingern im Hals des Wichsers zu verkrallen. Er hatte zwar einiges an Haut und ein Stück Knochen dabei verloren, aber das war ihm egal gewesen. Er hätte es immer wieder und wieder getan. So unglaublich stark war sein Zorn gewesen.

So unglaublich stark war sein Zorn noch immer.

Er hielt ihn bloß im Zaum.

Nektas’ leuchtende saphirblaue Augen blickten in seine. Ash hatte sich noch immer nicht an die neue Farbe gewöhnt, aber er sah den verständnisvollen Ausdruck in ihnen. Nektas wusste, wohin seine Gedanken abgeschweift waren. Dafür brauchte es kein besonderes Band zwischen ihnen. Der älteste aller lebenden Draken war wie ein Vater und wie ein Bruder für ihn.

Nektas’ Blick ging an Ash vorbei und fiel auf die Schlafzimmertür. »Kolis versteckt sich immer noch irgendwo.«

Schatten drängten sich unter Ashs Haut an die Oberfläche, und das Licht der Wandleuchten flackerte. Allein der Name seines Onkels entfachte eine so abgrundtiefe Wut in ihm, dass selbst seine Gefühle gegenüber Kyn im Vergleich dazu unbedeutend erschienen.

Denn Ash wusste es.

Auch Kolis hatte gern geplaudert, wenn er ihn besucht hatte. Im Gegensatz zu Kyn war er allerdings schlau genug gewesen, um einen Sicherheitsabstand zu Ash zu halten, wenn er über Sera gesprochen hatte, als gehörte sie ihm. Ash biss die Zähne zusammen, und die Lichter im Flur flammten auf.

»Ash«, warnte Nektas ihn leise und trat näher an den Primar heran. Das Blau seiner Augen leuchtete genauso hell wie die Lichter an den Wänden.

»Es geht schon«, meinte Ash langsam, holte tief Luft und zwang die grausame, dunkle Energie zurück.

Nektas hob eine Augenbraue. »Sicher?«

Es musste gehen. »Klar.« Er räusperte sich, und die Lichter kehrten wieder zu ihrer ursprünglichen Intensität zurück. »Wie lange wird das deiner Meinung nach noch so bleiben?«

»Schwer zu sagen. Ein paar Tage? Eine Woche?« Nektas sah erneut zur Schlafzimmertür. »Ich nehme an, dass Sera in Ordnung ist?«

Sie war mehr als in Ordnung. Sie war reinste Perfektion. Trotzdem nickte er. »Ja, das ist sie.«

»Das freut mich.« Nektas hielt inne. »Auch wenn du mir vorhin mit dem Tod gedroht hast, als ich an eure Tür geklopft habe.«

Ash spürte, wie die Hitze in seine Wangen stieg, denn er erinnerte sich nur zu gut daran, wie er Nektas angedroht hatte, ihn umzubringen, wenn er nicht verschwand. Allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt gerade seine Finger aus Seras süßer Höhle gezogen. »Jaaa.« Er räusperte sich erneut. »Tut mir leid.«

Nektas lachte leise. »Das muss es nicht. Ich weiß noch, wie das war …«

Ein Schatten legte sich über das Licht, das aus den Augen des Draken drang, und – verdammt – Ash spürte Nektas’ Schmerz in seiner eigenen Brust heftiger als je zuvor. Denn auch wenn er seine Eltern und viele andere verloren hatte, die ihm etwas bedeutet hatten, war es nichts im Vergleich dazu, die andere Hälfte seiner Seele zu verlieren. Das, was einem auf dieser Welt am allermeisten bedeutete.

Und Nektas hatte genau das erlebt.

Dafür hatte Kolis gesorgt.

Ash legte dem Draken eine Hand auf die Schulter. »Der Schwur, den ich dir geleistet habe, gilt nach wie vor. Kolis wird für das, was er dir und den deinen angetan hat, bezahlen.«

Als Nektas die Luft einzog, bebten seine Nasenflügel. »Ich weiß.«

»Gut.« Ash senkte den Arm, und das goldene Zeichen der Ehe schimmerte auf dem Handrücken. »Ich weiß, dass die anderen mehr als einen kurzen Zwischenbericht von mir erwarten und dass sie Sera sehen wollen.«

»Sie müssen sie sehen.« Nektas verschränkte die Arme vor der Brust. »Mit eigenen Augen.«

Das war verständlich. Die anderen brauchten einen Beweis, dass Sera noch immer diejenige war, die sie kannten, dass sie während des Aufstiegs nicht den Verstand verloren hatte und dass sie zu dem geworden war, was alle Götter und Primare gespürt hatten.

Zur wahren Primarin des Lebens.

Trotzdem mussten sie noch ein wenig warten.

»Ich hatte selbst noch keine Gelegenheit, mich richtig mit ihr zu unterhalten.«

»Was du nicht sagst«, erwiderte Nektas trocken.

Ash grinste kaum merklich, doch er wurde sofort wieder ernst. »Ich muss mit Sera reden, bevor ich zulassen kann, dass irgendjemand an sie herantritt«, erklärte er. »Ich muss sichergehen, dass es ihr gut geht.«

Nektas nickte. »Sie hat eine Menge durchgemacht.«

»Ja, das hat sie.« Das wusste er mit Sicherheit, auch wenn Sera kaum etwas über ihre Gefangenschaft erzählt hatte.

Ash wusste trotzdem Bescheid.

Selbst wenn Kolis und Kyn nicht damit angegeben hätten, würde er nie vergessen, wie verzweifelt sie sich nach einem Beweis gesehnt hatte, dass er sie immer noch auf dieselbe Art sah wie vorher. Und Ash wusste, warum sie es wollte, auch wenn sie behauptete, ihr wäre nichts widerfahren. Er wusste genau, was dazu führte, dass man solche Ängste entwickelte. Immerhin hatte er am eigenen Leib erfahren, wie krank es auf Kolis’ Hof zuging – sowohl als Zeuge als auch als unfreiwilliger Beteiligter.

Ein Kloß aus Trauer und Wut bildete sich in seinem Hals, doch er ließ nicht zu, dass er ihm die Luft zum Atmen nahm. Wenn er es tat, dann würde auch Sera daran ersticken. »Sie wird noch einige Zeit brauchen, um sich zu fangen«, erklärte er Nektas. »Sieh bitte zu, dass sie die auch bekommt.«

»Natürlich«, stimmte Nektas, ohne zu zögern, zu. »Ich sorge dafür, dass die anderen ihr heute Abend und die Nacht über Ruhe gönnen. Und ich werde weiter die Augen offen halten, falls irgendein Idiot beschließt, dass heute ein guter Tag ist, um zu sterben.«

Ein grausames Grinsen umspielte Ashs Lippen. Der letzte Teil gefiel ihm. »Vielleicht braucht sie mehr als eine Nacht.«

»Darum kümmern wir uns dann, wenn es so weit ist.«

»Du bist …« Ash verstummte, als ihm ein...

Erscheint lt. Verlag 12.3.2025
Reihe/Serie Eine Liebe im Schatten-Reihe
Übersetzer Sonja Rebernik-Heidegger
Sprache deutsch
Original-Titel Born of Blood and Ash
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Blood & Ash • chosen one • eBooks • enemies to lovers • Fantasy • Götter • Große Liebe • High Fantasy • Intrigen • Liebe & Erotik • Magie • not like other girls • nr.-1-new-york-times-bestsellerautorin • nr.-1-spiegel-bestseller-autorin • Romantasy • Serien • tiktok made me buy it
ISBN-10 3-641-32567-6 / 3641325676
ISBN-13 978-3-641-32567-1 / 9783641325671
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