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Eine Begegnung voller Hoffnung (eBook)

Roman | Der Klassiker der Bestsellerautorin erstmals wieder auf Deutsch | Ein Roman voller Hoffnung und zweiter Chancen | Von der internationalen Bestsellerautorin

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
400 Seiten
HarperCollins eBook (Verlag)
978-3-7499-0775-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Eine Begegnung voller Hoffnung - Danielle Steel
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Zwei Menschen, die alles verloren haben, finden zueinander und zu neuem Glück

Vor fast einem Jahr sind Ophélie Mackenzies Mann und Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, einzig ihre elfjährige Tochter gibt ihr noch die Kraft zum Leben. Eines Tages lernt Ophélie bei einem ihrer einsamen Strandspaziergänge den charmanten Zeichenlehrer Matt Bowles kennen, einen verständnisvollen und sensiblen Mann, der selbst mit persönlichen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat. Die beiden freunden sich an, aus Freundschaft wird Liebe, und ein neues Familienglück scheint zum Greifen nahe. Doch die Schatten der Vergangenheit fordern ihren Tribut ...

Ein Roman der internationalen Bestsellerautorin voller Hoffnung und zweiter Chancen



<p>Danielle Steel ist mit einer Milliarde verkaufter Exemplare ihrer Romane eine der beliebtesten Autorinnen der Welt. Zu ihren jüngsten internationalen Bestsellern gehören »The Ball at Versailles«, »Das nächste Kapitel« und »Das Glück finden«. Ebenso schrieb sie »His Bright Light«, die Geschichte über das Leben und den Tod ihres Sohnes Nick Traina, und »A Gift of Hope«, eine Erinnerung an ihre Arbeit mit Obdachlosen. Danielle Steel teilt ihre Zeit zwischen Paris und ihrem Haus in Nordkalifornien auf.</p>

Die Hand Gottes


Stets mit einem Gefühl

tiefer Bestürzung,

Betroffenheit,

Angst

kommt der Tag,

an dem wir zu den verlorenen Seelen Gottes gehen.

Vergessen, frierend,

gebrochen, schmutzig

und gelegentlich, doch selten,

gebadet und sauber,

mit neuer Kleidung auf den Straßen,

mit noch immer ordentlichen Frisuren,

die Gesichter glatt rasiert.

Doch nur einen Monat später sehen wir,

wie die Tage ihnen zugesetzt haben.

Dieselben Gesichter wirken verändert,

die Kleider zerlumpt,

die Seelen zerfetzt wie ihre Hemden

und Schuhe, ihre Augen leer …

Ich gehe zur Messe,

und meine stillen Gebete

sind tief empfunden.

Dann brechen wir auf.

Wie Matadore,

die die Arena betreten,

nicht ahnend,

was die Nacht bereithält:

Wärme oder Verzweiflung,

Gefahr oder Tod –

für sie oder für uns.

Wir halten Ausschau nach den Augen,

die nach uns suchen.

Sie erwarten uns bereits.

Sobald wir aus dem Wagen springen,

rennen sie auf uns zu,

strecken ihre Arme nach uns aus.

Wir schleppen Kisten und Kartons heran,

um sie durch einen weiteren Tag zu bringen,

eine weitere Nacht im Regen,

eine weitere Stunde in der Kälte.

Ich habe für euch gebetet …

Wo wart ihr?

Ich wusste, ihr würdet kommen!

Durch den Regen kleben ihre Hemden

an ihren Körpern,

ihr Schmerz und ihre Freude

mischen sich mit unserer.

Wir sind ihre ganze Hoffnung,

jeden Tag aufs Neue,

das Ausmaß ihrer Verzweiflung

können wir nur erahnen.

Ihre Hände berühren unsere,

ihre Augen heften sich auf uns.

Gott schütze euch,

sagen die Stimmen sanft,

als sie sich dankbar entfernen.

Für einen kurzen Moment

teilen sie ihr Leben mit uns,

geben uns Einblick

in ihre Qualen und ihre Freude,

ihr Leben auf der Straße.

Während wir weiterfahren,

bleiben sie zurück,

für immer eingebrannt

in unsere Erinnerung.

Das Mädchen, dessen Gesicht

von Schorf bedeckt war;

der einbeinige Junge

im strömenden Regen,

dessen Mutter geweint hätte,

wüsste sie von seinem Leid,

der Mann, der zusammenbrach und weinte –

zu schwach,

um unsere Gaben entgegenzunehmen –

und dann die anderen,

die uns ängstigen,

uns auflauern,

uns beobachten

und offenbar überlegen,

ob sie sich auf uns stürzen

oder unsere Hilfe annehmen sollen,

ob sie auf uns einschlagen

oder uns danken sollen.

Ihre Hände berühren die meinen,

ihre Leben berühren die unseren,

unwiderruflich.

Unser einziger Schutzschild

dort draußen

ist unser Gottvertrauen,

das uns immer aufs Neue

hinausfahren lässt

und uns beschützt,

wenn wir ihnen wieder und wieder

gegenübertreten.

Die Nacht dauert an,

Gesichter ziehen vorbei.

Die Trostlosigkeit

wird für einen kurzen Augenblick unterbrochen,

in dem Hoffnung aufkeimt,

und eine Tasche, voller warmer Kleider

und Lebensmittel,

eine Taschenlampe, ein Schlafsack,

ein Kartenspiel und ein paar Pflaster

geben ihnen ein wenig ihrer Würde zurück.

Du erkennst: Sie sind Menschen wie wir.

Dann lässt ein Gesicht

mit verwüsteten und verwüstenden Augen

dein Herz stillstehen

und zerbricht die Zeit in kleine Splitter,

bis wir genauso

niedergeschmettert

sind wie sie

und es keinen Unterschied mehr

zwischen uns gibt.

Als seine Augen die meinen suchen,

sind wir eins.

Wird er mir erlauben,

ihm zu helfen,

oder wird er auf mich losstürmen

und mich angreifen,

weil er meine Zuversicht

nicht nachvollziehen kann?

Warum tust du das für uns?

Weil ich euch liebe,

möchte ich sagen,

doch selten finde ich die richtigen Worte.

Ich reiche ihm eine warme Jacke,

zusammen mit meinem Herzen.

Meine Hoffnung und mein Vertrauen

gelten allen dort.

Manche sind dem Tode so nahe,

dass sie nicht mehr sprechen können.

Das ergreifendste Antlitz von allen

wartet ganz am Ende,

nach einigen wenigen fröhlichen Gesichtern.

Dieses letzte Gesicht –

dasjenige, das ich in Gedanken mit nach Hause nehme –

ist seins.

Eine Dornenkrone auf dem Kopf,

das Gesicht umschattet.

Er ist der Schmutzigste

und Erschütterndste von allen.

Er steht da und starrt mich an,

lässt mich nicht vorbei.

Er durchbohrt mich mit

seinem Blick,

leer; unheilvoll,

gezeichnet von Verzweiflung.

Ich sehe ihn kommen,

er eilt direkt auf mich zu.

Ich will davonlaufen,

aber ich kann nicht,

wage es nicht.

Ich spüre Furcht in mir aufsteigen,

dann stehen wir uns Auge in Auge gegenüber;

wir schmecken die Angst des anderen

wie Tränen,

die sich auf den Lippen vereinen.

Ich frage mich:

Wenn dies meine letzte Chance wäre,

Gott nahe zu sein,

die Hände nach ihm auszustrecken

und auch von ihm berührt zu werden,

wenn dies meine einzige Chance wäre,

zu beweisen, was ich wert bin

und wie sehr ich ihn liebe,

würde ich wirklich davonlaufen?

Ich muss mich zusammennehmen

und mich erinnern,

dass sich Gott in vielerlei Formen zeigt,

in verschiedenen Gesichtern,

in wütenden Augen

und nicht nur in herrlichen Düften.

Ich reiche dem Mann die Gaben,

mein Mut verlässt mich,

ich vermag kaum zu atmen.

Dann erinnere ich mich,

warum ich in dieser dunklen Nacht

zu ihm – zu ihnen allen –

gekommen bin …

Wir stehen uns gleichberechtigt gegenüber;

der Tod schwebt zwischen uns.

Endlich nimmt er meine Geschenke entgegen,

segnet mich

und geht weiter.

Als wir heimfahren,

erkenne ich

still und des Sieges gewiss:

Wir wurden zum wiederholten Male

von der Hand Gottes...

Erscheint lt. Verlag 24.6.2025
Übersetzer Emmy Rave
Sprache deutsch
Original-Titel Safe Harbour
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Bestseller • Bestsellerautorin • Drama • Familie • Frauen • Liebe • Liebesdrama • Malen • Mutter • Neuanfang • Neue Liebe • Neuer Partner • neues Glück • New York Times • Nicolas Sparks • Nora Roberts • Roman • safe harbour • San Francisco • Schicksalsschlag • Selbstfindung • Tochter • Tod • Tod geliebter Menschen • Trauerbewältigung • Verlust • weibliche Autorin • Zweite Chance
ISBN-10 3-7499-0775-7 / 3749907757
ISBN-13 978-3-7499-0775-5 / 9783749907755
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