Die reiche Braut (eBook)
256 Seiten
Barbara Cartland eBooks Ltd (Verlag)
978-1-78867-792-9 (ISBN)
Seldon Burn findet sich einer prekären Lage wieder als er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters und seines älteren Bruders den Herzogstitel annehmen muss. Der vierte Herzog von Otterburn tritt ein schwieriges Erbe an, da sein Vater sehr verschwenderisch gelebt und ihm eine unermessliche Summe an Schulden sowie ein baufälliges Schloss hinterlassen hat. Seine Cousine Lady Edith Burn versucht ihn zu einer Geldheirat zu überzeugen, um das Familienerbe zu sanieren und um Pensionen und Leibrenten für Familienangehörige und Angestellte auszahlen zu können. Der Herzog hatte vor seiner Rückkehr eine Militärkarriere angestrebt und lange Zeit im Ausland verbracht. Eine Geldheirat widerspricht ihm sehr, da es seinen Grundregeln der Ehre widerspricht und er eine Frau finden will, die nicht nur seinen Adelstitel anstrebt. Lady Burn war lange Zeit in Amerika auf Reisen und hat dadurch einige Mütter kennengelernt, die ihre Töchter an einen englischen Adligen verheiratet sehen möchten. Mrs. Vandevilt, eine Multimillionärin, setzt sich in den Kopf, ihre Tochter Magnolia müsse einen Adelstitle tragen und deshalb den Herzog von Otterburn heiraten. Magnolia ist sehr jung, hübsch und zur Freude ihres Vaters, der sie darin sehr unterstützt, sehr belesen und intelligent; die Idee ihrer Mutter widerspricht ihr sehr und versetzt sie in Angst und Schrecken.
Wird der Herzog den Widerwillen vor einer Heirat mit einer bürgerlichen, aber wohlhabenden jungen Frau einzugehen, ablegen können? Wird Magnolia die Freiheit und Liebe finde, die sie sich so ersehnt und sich in den Armen des Mannes, den sie liebt beschützt fühlen?
Seldon Burn findet sich einer prekaren Lage wieder als er nach dem plotzlichen Tod seines Vaters und seines alteren Bruders den Herzogstitel annehmen muss. Der vierte Herzog von Otterburn tritt ein schwieriges Erbe an, da sein Vater sehr verschwenderisch gelebt und ihm eine unermessliche Summe an Schulden sowie ein baufalliges Schloss hinterlassen hat. Seine Cousine Lady Edith Burn versucht ihn zu einer Geldheirat zu uberzeugen, um das Familienerbe zu sanieren und um Pensionen und Leibrenten fur Familienangehorige und Angestellte auszahlen zu konnen. Der Herzog hatte vor seiner Ruckkehr eine Militarkarriere angestrebt und lange Zeit im Ausland verbracht. Eine Geldheirat widerspricht ihm sehr, da es seinen Grundregeln der Ehre widerspricht und er eine Frau finden will, die nicht nur seinen Adelstitel anstrebt. Lady Burn war lange Zeit in Amerika auf Reisen und hat dadurch einige Mutter kennengelernt, die ihre Tochter an einen englischen Adligen verheiratet sehen mochten. Mrs. Vandevilt, eine Multimillionarin, setzt sich in den Kopf, ihre Tochter Magnolia musse einen Adelstitle tragen und deshalb den Herzog von Otterburn heiraten. Magnolia ist sehr jung, hubsch und zur Freude ihres Vaters, der sie darin sehr unterstutzt, sehr belesen und intelligent; die Idee ihrer Mutter widerspricht ihr sehr und versetzt sie in Angst und Schrecken. Wird der Herzog den Widerwillen vor einer Heirat mit einer burgerlichen, aber wohlhabenden jungen Frau einzugehen, ablegen konnen? Wird Magnolia die Freiheit und Liebe finde, die sie sich so ersehnt und sich in den Armen des Mannes, den sie liebt beschutzt fuhlen?
1 ~ 1882
»Hier ist die Aufstellung, um die Sie mich gebeten haben, Euer Gnaden.«
Der Vermögensverwalter legte dem Herzog ein Bündel Papiere vor und bemerkte, wie dieser zusammenzuckte und fassungslos auf die Zahlen starrte.
Dann war es lange Zeit still im Zimmer, während der Herzog einige Seiten der Akte durchblätterte.
»Wie ist es nur möglich, Fossilwaithe«, fragte er schließlich entsetzt, »dass mein Vater sich derart in Schulden stürzen konnte, ohne dass Sie oder jemand anders ihn daran hindern konnten?«
»Sie können versichert sein, dass mein Partner und ich keine Gelegenheit ausließen, Seine Gnaden auf die missliche Lage hinzuweisen«, erwiderte der Anwalt in respektvollem Ton. »Wir stießen auf taube Ohren. Ich solle mich gefälligst um meinen eigenen Kram kümmern, musste ich mir einmal sagen lassen.«
Der Herzog seufzte tief auf, denn für ihn stand außer Zweifel, dass Fossilwaithe die Wahrheit sagte. Er hatte seinen Vater als ungeduldigen Menschen in Erinnerung, der sich auf keine Diskussion einließ und keinen Widerspruch duldete.
Sein Blick fiel wieder auf die Zahlenkolonnen, als hoffte er, irgendein Wunder könne sie verändert haben, dann gab er sich einen Ruck und fragte: »Nun, Fossilwaithe was sollen wir Ihrer Meinung nach unternehmen?«
Er hatte nicht bemerkt, dass der Anwalt ihn die ganze Zeit über mitleidig angesehen hatte. Jetzt hob er bedauernd die Schultern.
»Das Problem hat mich schon viele Nächte um den Schlaf gebracht, Euer Gnaden«, gestand er, »aber ich habe keine Lösung gefunden.«
Der Herzog lehnte sich in seinen Sessel zurück.
»Reden wir Klartext«, schlug er vor. »Was kann ich noch zu Geld machen?«
Wieder schien Mr. Fossilwaithe, der Seniorchef einer angesehenen Anwaltskanzlei und seit vielen Jahren Vermögensverwalter der Otterburn-Besitzungen, um eine positive Antwort verlegen.
Den Herzog hielt es nicht länger in seinem Sessel. Er stand auf und trat ans Fenster. Für die Park Lane und die Grünanlagen des Hyde Parks hatte er jedoch keinen Blick. Mit finsterem Gesicht starrte er ins Leere.
Seine Gedanken kreisten um den Besitz, für dessen Erhalt er sich verantwortlich fühlte.
Da war nicht nur das geräumige, imposante Stadthaus in London, das den Namen der Familie trug - Otterburn House. Die Sorge des vierten Herzogs von Otterburn galt vor allem dem Schloss und den riesigen Besitzungen in Buckinghamshire, die er unversehens geerbt hatte und die ihn gezwungen hatten, nach England zurückzukehren.
Er hatte nie damit gerechnet, jemals Herzog von Otterburn zu werden, war ihm doch sein Vater mit seinen fünfzig Jahren stets als ein sehr rüstiger Mann erschienen, der mindestens noch vierzig Jahre leben würde. Zudem war er nur der jüngere Sohn gewesen. Sein älterer Bruder würde eines Tages das Erbe des Herzogs antreten - daran hatte es für ihn nie einen Zweifel gegeben.
Doch dann erhielt Seldon innerhalb weniger Tage zwei Schreckensnachrichten: Sein Bruder hatte sich bei einem Sturz auf der Jagd das Genick gebrochen, und seinen Vater hatte einige Monate später eine Epidemie dahingerafft, die das Land im vergangenen Winter heimgesucht, und mehr Opfer gefordert hatte als manche kriegerische Auseinandersetzung, in die England ständig in irgendeinem Winkel der Welt verwickelt war.
Die Nachricht vom Tode seines Bruders hatte ihn mit so großer Verzögerung erreicht, da er in erbitterte Kämpfe gegen türkische Stämme an der Grenze Afghanistans verstrickt gewesen war und erst nach seiner Rückkehr nach Peschawar den Brief seines Vaters vorfand.
Er hatte gerade Sonderurlaub aus familiären Gründen beantragt, als ihn die zweite Hiobsbotschaft ereilte: Auch der Herzog war tot!
Auf der beschwerlichen Rückreise, die zum Teil quer durch die glühend heiße Wüste mit der Eisenbahn oder langsamer, aber angenehmer zu Pferd stattgefunden hatte, war Seldon sich der Tatsache bewusst geworden, dass seine Amtszeit zu Ende war.
Als jüngerer Sohn des Herzogs hatte er nur eine geringe Unterstützung von seinem Vater erhalten und musste sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen.
Später hatte er feststellen müssen, dass sein Vater seit dem Tode seines Großvaters auf großem Fuße lebte, der Besitz aber nicht genügend abwarf, um die ständig wachsenden Schulden zu begleichen.
Doch Seldon ging das nichts an. Er trat in die Armee ein, nahm an Scharmützeln im Sudan und in Indien teil und führte ein Leben, wie es ihm gefiel.
Als in jeder Beziehung vorbildlicher Soldat und geborene Führernatur bekam er den Befehl über eine Kompanie Soldaten, die mit Entschlossenheit und tollkühnem Mut allen Gefahren trotzten und den Krieg überlebten.
Auf Seldon Burn, den verwegenen, zuweilen auch unberechenbaren Offizier, konnte sich das Oberkommando der Armee in kritischen Situationen unbedingt verlassen.
An der Nordwestgrenze Indiens zum Beispiel, wo der Feind hinter jedem Felsen und jedem Busch lauern konnte, musste man ständig mit Übergriffen rechnen. Seldon und seinen Männern gelang es, den mit russischen Waffen ausgerüsteten und von russischer Propaganda aufgehetzten Gegner zu überlisten und mehr als einmal in die Flucht zu schlagen. Das allein begründete schon den legendären Ruf seiner Kompanie.
Während er mit dem Dampfschiff übers Rote Meer schipperte und in den Suez-Kanal einbog, ließ Seldon sein Leben in der Armee Revue passieren und versuchte, sich seelisch auf seine Zukunft vorzubereiten.
Die Aussicht, vierter Herzog von Otterburn zu werden, löste zwiespältige Gefühle in ihm aus. Er erinnerte sich, während seines letzten Heimaturlaubs mit seinem Bruder über die verantwortungsvolle Stellung des Titelträgers gesprochen zu haben.
Lionel würde sich seiner Position würdig erweisen, das stand für Seldon damals fest, und auf irgendeine Weise würde es ihm auch gelingen, den finanziellen Schaden, den ihr Vater angerichtet hatte, zu beheben.
»Dem alten Herrn rieselt das Geld wie Sand durch die Finger«, hatte Lionel einmal seinem jüngeren Bruder gegenüber geäußert.
»Woher hat er überhaupt das ganze Geld?« fragte Seldon verwundert.
»Weiss der Himmel! Du weißt so gut wie ich, dass er mit uns nie über finanzielle Dinge spricht.«
»Muss er denn einen solchen Pomp entfalten?« fragte Seldon. »Zwölf Lakaien haben wir allein in Buckinghamshire, dazu sechs in London, und die Ställe sind so mit Pferden vollgepfercht, dass kein Strohhalm mehr Platz findet!«
»Ich weiß«, stöhnte sein Bruder, »und Papa ist entschlossen, seinen Rennstall in Newmarket zu erweitern. Er hatte in diesem Jahr nicht einen Sieg zu verbuchen, und das macht ihn rasend.«
»Und abgesehen von den Pferden«, bemerkte Seldon, »gibt es noch die vielen schönen Damen, an denen ein Lebemann nicht achtlos vorübergehen kann!«
Die beiden Brüder lachten; sie wussten, dass ihr Vater eine Schwäche für hübsche Frauen hatte, die ihrerseits ihm gegenüber nicht mit ihren Reizen geizten.
»Du solltest mal seine jüngste Eroberung sehen«, kicherte Lionel. »Sie lässt keine Gelegenheit aus, mit den Diamanten zu prahlen, die er ihr geschenkt hat.«
»Wer ist sie?« »Eines dieser Revuegirls. Sie kann weder tanzen noch singen, sieht aber aus wie eine junge Göttin, und Papa sorgt dafür, dass ihr Füllhorn stets verschwenderisch ausgestattet ist.«
Wieder brachen sie in Gelächter aus, dann wurde Seldon unvermittelt ernst.
»Du wirst es schwerhaben, Lionel«, sagte er besorgt, »wenn du das Erbe antrittst.«
Lionel zuckte mit den Schultern.
»Es hat keinen Sinn, sich darüber jetzt schon Sorgen zu machen«, meinte er. »Zudem ist Papa kräftig und kerngesund und wird uns womöglich alle beide überleben.«
Sein Bruder hatte damals so unbekümmert dahergeredet, ohne ahnen zu können, dass sich diese Prophezeiung - in seinem Fall zumindest - bewahrheiten sollte.
Nun war Lionel, der unverheiratet gewesen war, kurz vor seinem Vater auf tragische Weise ums Leben gekommen, und Seldon sah sich einem Schuldenberg gegenüber, der seine schlimmsten Befürchtungen zu übersteigen schien.
Er wandte sich vom Fenster ab und sah den Anwalt beschwörend an.
»Wir müssen eine Lösung finden, Mr. Fossilwaithe!«
»Ich bin völlig Ihrer Meinung.«
»Vermutlich besteht keine Möglichkeit, dieses Haus hier zu verkaufen?«
»Es ist unveräußerlich, Euer Gnaden, sonst hätte Ihr Herr Vater es längst zu Geld gemacht.«
Der Herzog nahm wieder hinter seinem Schreibtisch Platz.
»Das gleiche gilt auch für das Mobiliar des Schlosses und besonders für die Gemälde, nehme ich an?«
»Als habe der erste Herzog, Ihr Urgroßvater, geahnt, dass so etwas passieren könnte, traf er Vorkehrungen, dass diese Schätze niemals veräußert werden dürfen. Natürlich wären da noch die fünfhundert Morgen Land im Nordwesten Ihres Besitztums, die ursprünglich Ihrer Großmutter gehörten.«
Die Miene des Herzogs hellte sich auf.
»Was würden sie auf dem freien Markt einbringen?«
»Nicht viel, Euer Gnaden. Zudem darf ich Sie daran erinnern, dass sich nicht nur die Armenhäuser auf diesem Land befinden, sondern auch eine große Anzahl Katen, die von Ihren Pensionären bewohnt werden.«
Die Miene des Herzogs verdüsterte sich, der Hoffnungsfunke in seinen Augen erlosch.
Wenn er das Land an irgendeinen Bodenspekulanten verkaufte, würde der die Pensionäre aus ihren Häuschen vertreiben und das gleiche mit den Bewohnern der Armenhäuser tun, um sie durch Mieter zu ersetzen, die eine angemessene Miete zahlen konnten.
Wieder blickte er auf die Listen vor sich, als habe er noch immer den leisen Verdacht, Mr....
| Erscheint lt. Verlag | 14.5.2024 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Die zeitlose Romansammlung von Barbara Cartland |
| Verlagsort | Hatfield |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Drama und Verantwortung in Aristokratie: • Historische Familiengeheimnisse und deren Folgen • Romantische Intrigen und Erbschaften • Rückkehr und Konfrontation mit der Vergangenheit • Schulden und Lösungsansätze im Adel |
| ISBN-10 | 1-78867-792-7 / 1788677927 |
| ISBN-13 | 978-1-78867-792-9 / 9781788677929 |
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