Sophokles, Antigonae
Edition Mnemosyne (Verlag)
978-3-934012-21-9 (ISBN)
Dazu so exzellente Sprecher wie Hermann Schomberg (als Kreon), Horst Bollmann (als Wächter), Will Quadflieg (als Chor der Thebanischen Alten). Dem Hörbuch ist der Film von Helmar Harald Fischer über Joana Maria Gorvin auf DVD beigefügt. In ihm kommen prominente Kollegen der Gorvin zu Wort: wie z.B. Rolf Boysen, Helmut Griem, Jutta Lampe, Helmuth Lohner, Will Quadflieg und Walter Schmidinger; dazu die Regisseure Luc Bondy, Oswald Döpcke, Hans Neuenfels, Claus Peymann, Peter Stein und Istvan Szabo.
Joana Maria Gorvin gehört zu den Ausnahmegestalten des deutschen Theaters der Nachkriegszeit. Bei Gustaf Gründgens ausgebildet, von Jürgen Fehling entdeckt und gefördert, arbeitete sie mit den bedeutendsten Regisseuren ihrer Generation wie Karl Heinz Stroux, Leopold Lindtberg, Gustav Rudolf Sellner und Fritz Kortner zusammen. Ihre großen Erfolge (als Dona Proeza, als Rhodope, als Fräulein Julie, als Don Gil usw.) unter Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg ab 1960 bildeten einen Höhepunkt schauspielerischer und sprachlicher Kunstentfaltung an dieser Bühne. Unvergleichlich ihre expressiv-tänzerische Anmut und zugleich spröde Mädchenhaftigkeit; unvergleichlich ihr sirrend hoher Ton, der mit einer "Guarneri" oder "einem Cello mit geborstener Saite" verglichen wurde. Mit der Aufnahme der 'Antigonae' (WDR/RIAS 1962) legen wir ein erstes Zeugnis der außerordentlichen künstlerischen Gestaltungskraft der Gorvin vor, der wir weitere Aufnahmen folgen lassen möchten.
Dazu der Film "Joana Maria Gorvin - Ich bin Musik aufgewachsen"
von Helmar Harald Fischer auf DVD
Sophokles wurde 496 v. Chr. im attischen Demos Kolonos als Sohn eines wohlhabenden Unternehmers geboren. Er genoss eine sehr gute Erziehung und Ausbildung, verkehrte in Intellektuellenkreisen, übernahm bald verschiedene politische Ämter und wirkte im kulturellen und politischen Leben Athens mit. Bereits als 25-jähriger gewann Sophokles die Dionysien, ein Wettstreit zwischen Dichtern im Dionysostheater, mit seiner Tetralogie Triptolemos . Auch seine weiteren Stücke wie Antigone , Philoktet und Ödipus wurden zu großen Erfolgen. Von seinem äußerst umfangreichen Werk sind leider nur sieben Tragödien überliefert. Sophokles gilt als Neuerfinder der attischen Tragödie: er führte den dritten Schauspieler ein, die Schauspieler für seine Stücke wurden passend zur Rolle ausgewählt, er erhöhte die Zahl der Chorsänger von 12 auf 15 und integrierte den Chor in das Stück, und außerdem wurde zum ersten Mal die Handlung durch Bühnenbilder verdeutlicht. Durch diese Neurungen wurde das Schauspiel lebendiger, spannender und dramatischer. Erstmals bei Sophokles wird der Mensch als Individuum mit all seinen Fehlern und die Götter nicht mehr nur verehrend dargestellt. Er gilt als Meister der tragischen Ironie, der gedanklichen Tiefe und sprachlichen Ausdruckskraft. Im Alter von etwa neunzig Jahren ist Sophokles 406 oder 405 v. Chr. gestorben. Kurz nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue im Dionysostheater aufgestellt.
Johann Christian Friedrich Hölderlin wurde am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters und des Stiefvaters besuchte er in seiner Jugend eine Klosterschule, ab 1778 begann er am Tübinger Stift ein Theologiestudium. Dort lernte er Hegel, Schelling und Isaac von Sinclair kennen, mit denen ihn bald schon eine enge Freundschaft verband. Einige Jahre später traf er auch auf Goethe und Schiller, wobei er besonders in Schiller einen Gönner und Berater für seine dichterische Tätigkeit fand. Ab 1791 veröffentlichte er erste Gedichte und arbeitete als Hofmeister in Walterhausen, Frankfurt und Hauptwil. Von dort musste er allerdings nach der Entdeckung seiner Liebesaffäre mit der Hausherrin Susette Gotard nach Bordeaux reisen. Er kehrte aber bald schon wegen einer Nervenerkrankung ins Haus seiner Mutter nach Nürtingen, später zu Isaac von Sinclair zurück. Nach der Nachricht vom Tod seiner Geliebten Susette verschlimmerte sich sein Leiden, so dass Hölderlin in eine Klinik eingewiesen wurde. Nach seiner Entlassung galt er als unheilbar wahnsinnig und wurde für den Rest seines Lebens in die Obhut der Tischlerfamilie Zimmer in Tübingen gegeben, die ihm eine zur Pflege hergerichtete Turmstube bereitstellte. Er starb dort am 7. Juni 1843.
| Reihe/Serie | HörBühne ; 3008 |
|---|---|
| Mitarbeit |
Regisseur: Ludwig Cremer, Helmar H Fischer Herausgeber (Serie): Wolfgang M Schwiedrzik |
| Übersetzer | Friedrich Hölderlin |
| Zusatzinfo | Booklet: 52 S., zahlr. Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 145 x 130 mm |
| Gewicht | 158 g |
| Einbandart | kartoniert in Kassette |
| Themenwelt | Literatur |
| Schlagworte | AUDIO/Belletristik/Erzählende Literatur • Audio-CD • DVD • Gorvin, Joana M. • Gorvin, Joana M.; DVD • Gorvin, Joana M.; DVD-Videos • Griechische Klassiker • Hörbuch des Monats, Uni Tübingen (Hörbuchpreis) • Hörbücher; Hörspiele (Audio-CDs) • Hörbücher; Klassiker (Audio-CDs) • Hörbuch; Hörspiel • Hörbuch; Hörspiele (Audio-CDs) • Hörbuch; Klassiker • Hörbuch; Klassiker (Audio-CDs) • Hörspiele (Audio-CDs) • Klassiker (Audio-CDs) • Tragödie |
| ISBN-10 | 3-934012-21-3 / 3934012213 |
| ISBN-13 | 978-3-934012-21-9 / 9783934012219 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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