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E-Book 281-290 (eBook)

Butler Parker Staffel 29 – Kriminalroman

(Autor)

eBook Download: EPUB
2024
1000 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-98936-975-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

E-Book 281-290 - Günter Dönges
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Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv - spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht! E-Book 1: Parker begleicht die alte Rechnung E-Book 2: Parker kühlt die wilden Hunde E-Book 3: Parker färbt die 'Leinwand-Mafia' E-Book 4: Parker erlegt den 'Bären' E-Book 5: Parker entsorgt die Müllabfuhr E-Book 6: Parker pickt die 'Spinne' aus dem Netz E-Book 7: Parker zähmt das 'Murmeltier' E-Book 8: Parker löscht den heißen Abriss E-Book 9: Parker lässt die 'Blitzer' stolpern E-Book 10: Parker holt die Reiter aus dem Sattel

Günter Dönges hat mit den unsterblichen Kriminalromanen um Butler Parker eine Serie geschaffen, die ihresgleichen sucht. Feinsinnige, charmant geschilderte Fälle um den charismatischen Butler Parker, der mit Hilfe seines Schirmes die gefährlichsten Ganoven sprichwörtlich zu Fall bringt, zeigen den Schriftsteller auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Günter Dönges hat in vielen anderen Genres Proben seiner Meisterschaft geliefert.

Günter Dönges hat mit den unsterblichen Kriminalromanen um Butler Parker eine Serie geschaffen, die ihresgleichen sucht. Feinsinnige, charmant geschilderte Fälle um den charismatischen Butler Parker, der mit Hilfe seines Schirmes die gefährlichsten Ganoven sprichwörtlich zu Fall bringt, zeigen den Schriftsteller auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Günter Dönges hat in vielen anderen Genres Proben seiner Meisterschaft geliefert.

»Im Wirtschaften macht mir niemand etwas vor, Mister Parker«, sagte Lady Agatha in der ihr eigenen Bescheidenheit und beobachtete, wie Josuah Parker die Einkaufstüten und Päckchen im Kofferraum unterbrachte und dann abschloß.

»Auch und gerade in diesem Punkt sind Mylady ein leuchtendes Vorbild«, stimmte der Butler ihr höflich zu. Er richtete sich auf und schickte sich an, seiner Herrin die Fondtür zu öffnen, um anschließend nach Shepherd’s Market zurückzufahren. Dort bewohnten sie ein altehrwürdiges Fachwerkhaus, das in einer wahren Enklave der Ruhe und Beschaulichkeit mitten in der brodelnden Großstadt lag.

Parker verzog keine Miene, als sein Blick auf einen jungen Mann fiel, der an der Gehwegkante stand und herübersah. Er führte einen recht bedrohlich wirkenden Hund an der Leine und gehörte vom äußeren Erscheinungsbild her nicht unbedingt zu jenen Zeitgenossen, denen man nachts gern begegnete.

Der Mann verließ seinen Beobachtungsposten und schlenderte auf Parkers Wagen zu. Der Butler wußte sofort, daß es Ärger gab. Seine innere Alarmanlage signalisierte drohende Gefahr.

Lady Agatha ahnte nichts. Sie hatte den jungen Mann samt dem Hund noch nicht bemerkt. Sie wartete darauf, daß Parker sie einsteigen ließ.

Agatha Simpson dachte an die vielen Pfundnoten, die sie bei diesem Einkauf gespart hatte, und lächelte versonnen vor sich hin. Der Supermarkt, dem sie die Ehre ihres Besuches gegeben hatte, lag zwar ein beachtliches Stück von Shepherd’s Market entfernt, aber wenn es darum ging, Geld zu sparen, war Mylady kein Weg zu weit.

Josuah Parker bot gerade seiner Herrin hilfreich die Hand, als der junge Mann heran war und sich akustisch bemerkbar machte. Er räusperte sich hörbar und sprach die ältere Dame von hinten an.

»He, Oma, Moment mal«, bemerkte er mit heiserer Stimme und tippte ihr auf die Schulter.

Josuah Parker warf dem Jüngling einen mißbilligenden Blick zu und stellte andeutungsweise eine Augenbraue für den Bruchteil eines Millimeters nach oben.

»Ihre Manieren lassen zu wünschen übrig, Sir«, stellte er fest.

»Und wenn schon, Opa. Wen juckt das denn?« Der Bursche lachte mißtönend und schüttelte den Kopf. Sein Hund hatte sich neben ihm auf dem Straßenbelag niedergelassen und musterte die beiden älteren Leute aus leicht blutunterlaufenen Augen.

Lady Agatha drehte sich langsam um und schaute den Mann mit den schlechten Manieren von oben bis unten an.

»Meinen Sie etwa mich?« erkundigte sie sich.

»Wen denn sonst, Oma? Oder siehste etwa noch ’ne andere alte Schachtel hier in der Nähe?«

Der Hundefreund lachte erneut auf und entblößte dabei sein lückenreiches Gebiß.

»War das eine Beleidigung, Mister Parker?« In der Stimme der älteren Dame klang unüberhörbar ein Anflug von Vorfreude mit.

»Dem kann und möchte man auf keinen Fall widersprechen«, stimmte Josuah Parker ihr würdevoll zu. Der Butler nickte höflich und konzentrierte sich wieder auf den Hund, den er für gefährlich hielt.

Agatha Simpson hatte die Antwort vorausgesehen und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Sie nahm mit den Augen Maß und ließ ihren muskulösen Arm zurückschwingen, um einer Ohrfeige genügend Schwung zu verleihen, als der Hund knurrte und sich mit den Vorderpfoten vom Boden abdrückte.

Mylady ließ die Hand sinken und richtete den Blick auf den Verursacher des Geräusches.

»Was ist das für ein seltsamer Köter, Mister Parker?« Sie musterte den stämmigen Hund und schüttelte verwundert den Kopf. Irgend etwas irritierte sie. Selbstverständlich handelte es sich dabei nicht um die Statur des Tieres. Auch die Lefzen konnten sie keinesfalls beeindrucken. Es war etwas völlig anderes; was sie störte. Dann hatte sie es.

»Seltsam, Mister Parker, das Fell ist für das Tier ja viel zu groß«, wunderte sie sich. »Gab es denn kein passendes?« wandte sie sich an den Halter des Hundes und sah ihn erwartungsvoll an.

»Das darf ja wohl nicht wahr sein.« Der junge Mann stöhnte und tippte sich beziehungsreich an die Stirn. Dabei zeigte er einen Fingernagel mit schwarzem Trauerrand, was Josuah Parker mißbilligend zur Kenntnis nahm. Auch andere Körperteile präsentierten sich nicht in jenem Grad von Sauberkeit, den der Butler für unerläßlich hielt.

»Mylady sehen einen sogenannten Mastino vor sich«, informierte Parker seine Herrin über den Vierbeiner. »In der Bevölkerung gilt ein solches Geschöpf auch als römischer Kampfhund. Dieses Tier dürfte ebenso kraftvoll wie unberechenbar sein und sollte nach Möglichkeit gemieden werden.«

»Mann, du hat ja echt Ahnung«, staunte der Bursche in dem schwarzen Lederhabit mit den chromglänzenden Nieten.

»Meine Wenigkeit versucht stets und ständig auf dem laufenden zu sein, Sir«, beschied der Butler ihn und wandte sich wieder seiner Herrin zu. »Es wurde sogar schon hin und wieder die Forderung laut, die Haltung eines solchen Hundes vom Besitz einer besonderen Lizenz abhängig zu machen, Mylady. In der Vergangenheit hat es – mit Verlaub – immer wieder bedauerliche Zwischenfälle gegeben, in die solche Tiere verwickelt waren,«

»Das hätte ich nicht gedacht.« Lady Agatha musterte den Hund mit neu erwachtem Interesse und schüttelte ungläubig den Kopf. »Das kann ich gar nicht glauben, Mister Parker, das Tier sieht doch friedlich aus. Und so groß ist es nun auch wieder nicht. Die Presse wird schamlos übertrieben haben, wie so oft.«

»Da wäre ich an deiner Stelle nicht so sicher«, mischte sich der Mann im schwarzen Leder wieder ins Gespräch. »Was Tibor betrifft, ist er jedenfalls ’n scharfes Stück.« Er blickte anzüglich und grinste herausfordernd.

»Sie sollten Myladys Geduld nicht auf die vielzitierte Spitze treiben«, warnte Josuah Parker ihn.

»Ich hab ihr ja noch gar nicht gesagt, was ich von ihr will«, stellte der Hundehalter umgehend fest.

»Der Herr haben ein Anliegen?« Parker sah den jungen Mann prüfend an. Er ahnte durchaus, was kommen würde.

»Die Alte sieht nicht so aus, als wenn Sie am Hungertuch nagt«, teilte der Schwarzgekleidete Parker mit. »Mein armer Tibor und ich dagegen haben keinen müden Penny in der Tasche. Das ist ungerecht, behaupte ich.«

»Auch dies dürfte wie alles im Leben eine Frage des Standpunktes sein«, gab Parker gemessen zurück.

»Ich denke deshalb, man sollte mir ’n nettes Scheinchen rüberschieben, damit auch ich mal wieder Geld in der Tasche habe. Es braucht ja nicht gerade der kleinste zu sein, ’n größerer tut’s auch. Ich denke so an hundert Pfund.«

»Sie hätten möglicherweise eine Alternative zu diesem Vorschlag anzubieten, Sir?« vermutete der Butler.

»Klar doch, jeder soll schließlich die Wahl haben.« Der junge Mann zog an der Leine und blickte dabei auf den Hund mit dem faltigen Fell. Der sprang augenblicklich auf die Füße, stemmte sie gegen den Straßenbelag und zog die Lefzen von den Zähnen. Aus seiner Kehle drang ein knurrender Laut, und seine Augen zogen sich zusammen.

*

»Er wird mich doch nicht etwa beißen wollen, Mister Parker?« erkundigte sich die ältere Dame und beobachtete das Tier interessiert.

»Diese Absicht könnte durchaus vorliegen, Mylady«, stimmte der Butler ihr zu, ohne den Hund aus den Augen zu lassen. Er kannte die Gefährlichkeit dieser Spezies.

»Also, was ist denn nun?« Der Mann in Schwarz verlor die Geduld und streckte die Hand aus. »Krieg ich endlich ’n Scheinchen, oder muß ich erst Tibor loslassen.«

»Keineswegs und mitnichten, Sir«, teilte Parker ihm höflich mit und nickte kühl.

»Wie meinen?« Der junge Mann mit den zottigen Haaren sah den Butler verwirrt an.

»Weder bekommen der Herr ein Scheinchen, wie man es auszudrücken beliebt, noch müssen Sie das bedauernswerte Tier loslassen, um Mylady und meiner bescheidenen Wenigkeit den Ernst der Situation zu verdeutlichen«, übersetzte Parker gemessen. »Man ist sich durchaus des Umstandes bewußt, daß Sie es ernst meinen, Mister.«

»Und ihr wollt trotzdem nichts rausrücken? Ihr seid wohl lebensmüde?« staunte der aggressive Hundehalter und schüttelte verwundert den Kopf.

»Nicht einen müden Penny erhält der Lümmel«, mischte sich die ältere Dame ein und trat einen Schritt auf ihn zu. »Aber eine Ohrfeige können Sie haben, da bin ich großzügig.«

Der Mastino drückte sich ab und sprang auf die Detektivin zu. Er zeigte seine Zähne und gierte ganz offensichtlich danach, sie an Agatha Simpson auszuprobieren.

Josuah Parker hatte den Angriff vorausgesehen und reagierte prompt. Er schob seine Herrin diskret beiseite und trat dem Hund entgegen. Das Tier wähnte sich am Ziel, schnappte zu und preßte die Kiefer zusammen.

Einen Augenblick später jaulte es laut auf und zuckte zurück. Der Hund riß die Schnauze auf, ließ seine Beute fallen und zog sich leise wimmernd zurück. Er schlich hinter sein Herrchen, ließ sich an dessen Beinen nieder und fuhr sich mit der Pfote übers Maul.

Josuah Parker hob indes seine schwarze Melone auf, die der aggressive Hund vor einem Augenblick noch gespürt hatte. Er griff in eine der zahlreichen Innentasche seines Covercoats, brachte eine Bürste zum Vorschein und säuberte seine Kopfbedeckung, bevor er sie wieder aufsetzte und zurechtrückte.

»Verdammt, was ist mit meinem Hund geschehen?« Der Mann im schwarzen Leder sah verblüfft auf sein Tier, das einen scheuen Blick auf den Butler warf. Es war offensichtlich, daß es keine Lust mehr hatte, sich mit dem seltsamen Zweibeiner anzulegen. Gleich der erste Versuch hatte den Mastino davon überzeugt, daß er nur den kürzeren zog.

»Möglicherweise hat das Tier ein wenig unglücklich zugebissen«,...

Erscheint lt. Verlag 27.1.2024
Reihe/Serie Butler Parker
Butler Parker
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Al Capone • Amerika • Bundle • Detektiv • Detektivgeschichten • Gangste • Krimi • Krimireihe • Martin Kelter Verlag • Melone • Regenschirm • rGeisterkrimi • Spürnase • Verbrecher
ISBN-10 3-98936-975-X / 398936975X
ISBN-13 978-3-98936-975-7 / 9783989369757
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