Die Mohnblume am Lilienstein (eBook)
404 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-384-11238-5 (ISBN)
Aufgewachsen bin ich im schönen Franken und habe nach meiner Ausbildung das Technikum in Erlangen besucht. Im Laufe der Zeit begann ich Gedichte und kurze Theaterstücke für Familien-Veranstaltungen zu schreiben. Trotz einiger Talfahrten bin ich ein zum Leben positiv eingestellter Mensch, der gern mit Freunden zusammen ist. 2014 erschien mein erstes Buch: Wein - einmal anders. Es geht darin um einen Mann mit eingefleischten Prinzipien, der seine Idealfrau sucht. Das Zweite: Dich - hat uns der Himmel geschickt, führt in die Welt des Klavierspielens, etwas, was ich liebe und gern erlernt hätte. Im dritten Buch, Du sprechen Deutsch, wird über den Putsch in der Türkei berichtet, und wie er sich auf eine junge Frau ausgewirkt hat. Im Buch, die Mohnblume am Lilienstein, erzählt die Folgen einer Studienreise, verbunden mit einer Sage, über den Schatz am Linienstein. Ich versuche in meinen Büchern Beobachtungen, Eindrücke sowie das Philosophieren mit Freunden, bildhaft in der Romantik darzustellen. Teilweise habe ich einiges persönlich erlebt, die zu Mosaiksteinchen meines Lebens geworden sind. Was wünsche ich mir? Der Leser soll in eine neue Welt, der Möglichkeiten, entführt werden. Mit Spannung zur Entspannung. Bitte besuchen Sie meine Homepage http://www.erwin-foerst.de, und sehen Sie sich das Video an
Aufgewachsen bin ich im schönen Franken und habe nach meiner Ausbildung das Technikum in Erlangen besucht. Im Laufe der Zeit begann ich Gedichte und kurze Theaterstücke für Familien-Veranstaltungen zu schreiben. Trotz einiger Talfahrten bin ich ein zum Leben positiv eingestellter Mensch, der gern mit Freunden zusammen ist. 2014 erschien mein erstes Buch: Wein – einmal anders. Es geht darin um einen Mann mit eingefleischten Prinzipien, der seine Idealfrau sucht. Das Zweite: Dich - hat uns der Himmel geschickt, führt in die Welt des Klavierspielens, etwas, was ich liebe und gern erlernt hätte. Im dritten Buch, Du sprechen Deutsch, wird über den Putsch in der Türkei berichtet, und wie er sich auf eine junge Frau ausgewirkt hat. Im Buch, die Mohnblume am Lilienstein, erzählt die Folgen einer Studienreise, verbunden mit einer Sage, über den Schatz am Linienstein. Ich versuche in meinen Büchern Beobachtungen, Eindrücke sowie das Philosophieren mit Freunden, bildhaft in der Romantik darzustellen. Teilweise habe ich einiges persönlich erlebt, die zu Mosaiksteinchen meines Lebens geworden sind. Was wünsche ich mir? Der Leser soll in eine neue Welt, der Möglichkeiten, entführt werden. Mit Spannung zur Entspannung. Bitte besuchen Sie meine Homepage http://www.erwin-foerst.de, und sehen Sie sich das Video an
Tramp-Urlaub in Indien vor vier Jahren
Jan Busch wuchs in einer Einelternfamilie auf. Seinen Vater hatte er nie kennengelernt. Seine Mutter Gudrun war eine Frau, die sich an Regeln, Geld und Fleiß klammerte. Gudrun hatte ihr Leben genauestens im Griff. Ihre Aufgabe sah sie darin, sich ausschließlich darum zu kümmern, dass es Jan einstmals besser ergehen sollte als ihr. Gudrun sorgte dafür, dass sein Leben hauptsächlich aus Studieren bestand, um sein gestecktes Ziel, in seinem Fall Lehrer zu werden, zu erreichen. Gudrun erzog Jan zu einem Realisten, weil ihr die Träume versagt geblieben waren oder genommen wurden. Sie meinte, dass ein realistischer Persönlichkeitstyp besser mit der physischen Welt umging. Dass ein Realist unabhängig, praxisbezogen, stark und konservativ war. Desgleichen in absoluten Zahlen dachte, anstatt sich durch Gefühle beeindrucken zu lassen. Das würde nach ihrer Meinung Bedeutsames bringen, statt sich Träumereien hinzugeben. »Träume sind wie Schäume«, sagte Gudrun. »Davon kann man sich nichts kaufen und wird nicht satt. Fantasien sind Hirngespinste, die keiner braucht.«
Jan lernte auf diese Weise nicht mit Gefühlen anderer umzugehen, und sah vieles nüchtern an. Mit allem, was mit Frauen zu tun hatte, machte seine Mutter im Vorfeld den Garaus. Mit ihrer Kernaussage. »Zuerst die Ausbildung abschließen, eine Sicherheit schaffen, erst danach sollte man sich nach einer Frau umsehen. Möglichst eine Wohlhabende, damit der Start besser verliefe«, erklärte sie ihre „Philosophie“. Seine Zukünftige musste eine gebildete, hochstehende Frau sein, die weiß, was sie will. Das war nach ihrer Meinung die Beste für Jan, gemäß seiner Ausbildung.
Ihre Meinung kam daher, weil sie sich um alles kümmern musste. Kein Stück geschenkt bekam und sich nichts gönnte. Gudrun betrachtete alles vom Verstand her und gab das an Jan weiter. Das bedeutete nicht, dass Jan keine Freundinnen hatte oder asketisch lebte. Nein! Er war wie alle jungen Männer, nur wog er bei Beziehungsfragen die Situation ab mit. »Was wäre, wenn?«. Danach entschied er sich nüchtern für seinen Weg, zuerst Lehrer zu werden. Einige seiner Mitstudenten hatten eine feste Beziehung, manche sogar mit Kindern. Das sah Jan als eine dreifache Belastung an und beobachtete, wie viele Probleme das beim Studieren mit sich brachte.
Jan war 1,75 Meter, braunem Kurzhaarschnitt, kurzen Bart an Kinn und Oberlippe sowie Brillenträger. Seine Augen waren hellblau glanzvoll, seine Lippen besaßen einen schönen Amorbogen. Er hatte als Lehrer eine sportliche Figur und liebte Nordic Walking. Jan hatte eine gedämpfte, tiefe Stimme und war mehr der gelassene Typ. Das musste er bei den Schülern sowieso sein, um sich nicht aus der Ruhe oder Reserve locken zulassen. Jan legte sein Abitur ab, schloss nach seinem Studium mit der Ersten Staatsprüfung ab und befand sich in der zweiten Phase. Das war das zweite Jahr des Vorbereitungsdienstes (Referendariat).
Der Vorbereitungsdienst für ein Lehramt in Sachsen dauert drei Unterrichtshalbjahre und schließt mit der zweiten Staatsprüfung ab. Jan wollte als Lehrer an einer höheren Schule arbeiten, und seine Schüler bis zum Abschluss der Sekundarstufe II hin unterrichten.
Der Verdienst eines Lehrers in Sachsen war nicht schlecht und lag nach Berufsjahren ab 3.000 Euro im Monat. Genau das war die Sicherheit, die er sich wünschte. Danach erst würde er weitere Schritte unternehmen. Jan war 26 Jahre alt, der Abschluss war in naher Reichweite und dauerte kein Jahr mehr. Um selbstständiger zu werden, hatte er sich eine eigene Drei-Zimmerwohnung eingerichtet. Weil es in seinem Alter nicht gut war, bei seiner Mutter zu wohnen. Sein Besucherzimmer diente als Studienraum für seine zahlreichen Studien- und Geschichtsunterlagen. Irgendwann beabsichtigte er in der weiteren Zukunft, sich ein Eigenheim zu kaufen. Das war seine feste realistische Planung, ohne dass was dazwischenkommen sollte.
Sein absolutes Lieblingsfach und Hobby war Geschichte. Deshalb plante er seit vielen Jahren, in den kommenden Sommerferien eine geschichtliche Rundreise durch Indien zu unternehmen. Er sehnte sich danach, dieses großartige Land zu erkunden und hatte viele Vorbereitungen, was seine Besichtigungspunkte betraf, getroffen.
Damit wollte er speziell die englische Periode in Indien kennenlernen. Jan wollte nicht von einem Reisepunkt zum nächsten Zielpunkt hetzen, sondern alles in Ruhe verarbeiten und dokumentieren. Dieses Land bot ihm zu diesem Zweck unerschöpfliche Möglichkeiten und hatte sich genauestens eingelesen. Was ihm fehlte, war, es persönlich zu sehen und mit seinen eigenen Augen zu erfassen.
Um dieses nicht im Touristen-Schnelldurchlauf zu tun, war er mit einem Trekking-Rucksack und speziellen Nordic Walking Stöcken auf der Reise. Dazu eine Fotoausrüstung, Handy mit den heruntergeladenen Landessprachen und Hut unterwegs. Hauptsächlich fuhr er mit der Eisenbahn, dem Bus und war zwischendurch zu Fuß auf Reisen. Zig Kilometerweite Distanzen lief er quer durch das Land, zum nächsten Bauwerk, Denkmal oder zur nachfolgenden Haltestelle. Jan hatte sich hierfür einen scharfen Lauf angewöhnt. Schob seinen schwarzen Hut in der Hitze in Position, um alles zu besichtigen und die Bevölkerung kennenzulernen. Jan merkte auf seinen Strecken, dass man mit Englisch überall durchkam und sich die wichtigsten Informationen damit einholen konnte. Er fand, dass es ein herrliches Leben war, unabhängig von den Reiseveranstaltern durch das Land zu tingeln. Allerdings war in den Dörfern, die er durchquerte, eine Verständigung mit der Sprache oft nicht gegeben. Dafür waren die Menschen gastfreundlich und neugieriger als andere.
Jan meinte, die beste Urlaubsentscheidung seit Jahren getroffen zu haben. Natürlich nahm er die schlimme Armut wahr. Wie Menschen in den einfachsten Verhältnissen zurechtkamen, oder fortbestehen mussten. Oft nie die Chance hatten, ihre Lebensqualität zu verbessern oder geschweige herauszukommen. Hauptsächlich die Frauen sah er als gebrandmarkt für das Leben, dort zu sein und zu sterben. Manchmal blieb er stehen und konnte nicht begreifen, wovon und wie die Menschen hier lebten. Das war in erster Linie von der Landwirtschaft, vermutete er. Alles auf den Dörfern war furchtbar primitiv und armselig. Gerade er als Lehrer erkannte die Defizite in der Bildung, zwischen Männern und Frauen. Wenn er die Erziehung und die Ziele dieser jungen Menschen im Vergleich zu seinen betrachtete, konnten die Unterschiede nicht größer sein.
Seine Mutter hatte es ihm vorgelebt und ihn dazu erzogen seine Ziele zu erreichen. Was für andere den Anschein erweckte, dass Jan ein Sonderling oder „Streber“ war. Trotzdem war er umgänglich und Werte wie Wort halten und konsequent sein, hatten bei ihm Priorität. Darauf pochte seine Mutter und sie zitierte jeweils das Sprichwort von Lucius Seneca:
»Den Charakter kann man auch aus den kleinsten Handlungen erkennen.«
Seine Schüler erzählten unter sich, dass sie glaubten, dass er mit Geschichtsbüchern ins Bett gehen würde. Er wusste alle Daten und Geschehnisse aus dem Gedächtnis und konnte die Zusammenhänge gut und lebhaft erklären. Für die Schüler war es jeweils ein lebendiger Stoff, als ob sie einen Film vor sich sehen würden, den er ihnen nahebrachte. Dafür hatte er keinerlei Bezug zudem, was in Richtung Kunst, Fantasie oder ins Abstrakte ging.
Jan war ein Realist. In seiner Persönlichkeit selbstsicher, wenn es darum ging, seinen Körper zu benutzen, um mit der physischen Welt zu interagieren. Er war athletisch, gut koordiniert, und seine mechanischen und sportlichen Fähigkeiten stark ausgeprägt. »Ich bin ein realistischer, unabhängiger Persönlichkeitstyp. Löse gerne konkrete, anstatt abstrakte Probleme und tue gern Körperliches«, waren seine Worte, wenn er befragt wurde.
Realistische Persönlichkeiten können gut mit der physischen Welt umgehen, was oft bedeutete, dass sie unabhängig, praktisch, stark, und manchmal konservativ waren. Leider war seine negative Seite, dass die Kommunikationsfähigkeit mit der Frauenwelt weniger gut war. Weil Realisten eher dazu neigen, in absoluten Zahlen zu denken.
Wie stand das dagegen, was die Ziele der jungen Menschen in Indien auf dem Land betraf. Hatten sie die Möglichkeiten ihre Qualitäten oder Vorlieben zu fördern? Wohl kaum. Am allerwenigsten die Frauen. Offensichtlich hatte sich bei ihnen seit Jahrhunderten nichts verändert und würde mit Ausnahmen so bleiben. Obwohl die Frauen, die meiste Arbeit verrichteten, lebten und starben sie unbeachtet. Die Bevölkerung auf dem Lande war auffallend freundlich und er konnte sich an den bunten Saris nicht sattsehen. Wie viele davon hatte er fotografiert. Besonders die dunkelbraunen Frauen hatten es ihm angetan. Weil sie geheimnisvoll aussahen und übten einen besonderen Reiz und Faszination auf ihn aus.
Jan liebte Tee zu trinken und genoss das in Indien in vollen Zügen, sowie vegetarische Speisen. Das zeigte sich daran, dass er kein...
| Erscheint lt. Verlag | 19.1.2024 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Bilder • Fantasie • Geschichte • Liebe • Lilienstein • Mitleid • Persönlichkeitsunterschiede • Tatsachen • Traditionen • Worthalten |
| ISBN-10 | 3-384-11238-5 / 3384112385 |
| ISBN-13 | 978-3-384-11238-5 / 9783384112385 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich