Creepy Check In (eBook)
261 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-99951-0 (ISBN)
G.A. Rothhausen wurde 1967 in Mönchengladbach geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist beschäftigt als pädagogische Mitarbeiterin an einer Ganztags-Grundschule. In ihrer Freizeit reist sie gerne, liest viel, spielt gerne Escape-Games und schaut sich gerne Dokus über das alte Ägypten sowie über Schatzsucher und Abenteurer in aller Welt an. Sie hat eine Leidenschaft für Lostplaces, die auch immer wieder in ihren Thrillern vorkommen. Ihr Debut als Mystery Thriller Autorin gab sie 2023 mit WATCH ME SCREAM. Diesem folgte im gleichen Jahr ein Spin-Off dazu, CREEPY CHECK-IN. Im August 2024 erscheint der Nachfolger von WATCH ME SCREAM.
G.A. Rothhausen wurde 1967 in Mönchengladbach geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist beschäftigt als pädagogische Mitarbeiterin an einer Ganztags-Grundschule. In ihrer Freizeit reist sie gerne, liest viel, spielt gerne Escape-Games und schaut sich gerne Dokus über das alte Ägypten sowie über Schatzsucher und Abenteurer in aller Welt an. Sie hat eine Leidenschaft für Lostplaces, die auch immer wieder in ihren Thrillern vorkommen. Ihr Debut als Mystery Thriller Autorin gab sie 2023 mit WATCH ME SCREAM. Diesem folgte im gleichen Jahr ein Spin-Off dazu, CREEPY CHECK-IN. Im August 2024 erscheint der Nachfolger von WATCH ME SCREAM.
TAG 1 IM CAMP
Ich hatte eine Reisetasche mit Klamotten für die nächsten Tage gepackt, Waschzeug und ein Foto von Frank und Sophia eingesteckt. Um 8 Uhr sollte mich ein Fahrer abholen und zum Ausgangspunkt unserer Reise bringen. Ich schaute auf meine Armbanduhr … noch 15 Minuten … ich wollte schnell noch Jens anrufen, ich hatte es versprochen.
„Ja?“, meldete er sich verschlafen, seine Stimme klang heiser.
„Ich bin`s, Julia, ich will gar nicht lange stören. Du hörst dich an, als wärst du noch im Bett … In wenigen Minuten werde ich abgeholt, dann geht es los. Ich bin etwas nervös. Jeff habe ich inzwischen kennengelernt, auch seine Assistentin Morgan. Sie scheinen sehr nett zu sein. Die Anderen sehe ich heute zum ersten Mal …“
„Halt, halt, Julia“, lachte Jens am anderen Ende, „Jetzt lasse mich mal wachwerden und rede nicht ohne Punkt und Komma! Es geht also gleich los? Ich wünsche dir viel Spaß, ich glaube, das wird was sehr Aufregendes für dich und denke dran, jeder in den USA wird dich kennen, wenn das ausgestrahlt wird! Mach den Geistern die Hölle heiß! Wohin geht es eigentlich?“
Ich lächelte gedankenverloren. „Keine Ahnung, kriegen wir erst nachher gesagt … Ich vermisse dich, mit dir wäre es bestimmt lustiger.“
Jens seufzte hörbar. „Julia, wir haben uns zwischendurch auch schon mal gestritten, weißt du noch? Gehe mal in die Welt und lerne andere Menschen kennen, die können ebenso lustig sein … dieser Jeff und sein Team kommen im Fernsehen auf jeden Fall immer gutgelaunt rüber, du wirst ihn bestimmt mögen.“
Gerade wollte ich Jens davon erzählen, wie ungewöhnlich vertraut und bekannt mir Jeff vorkam, da klopfte es an der Zimmertüre.
„Oh, Jens, der Fahrer ist da … Bis bald, ich melde mich, wenn ich zurück bin!“
Die Fahrt dauerte ungefähr 20 Minuten und mein Fahrer war sehr wortkarg. Bisher waren alle Amerikaner, die ich getroffen hatte, sehr freundlich, aber der hier schien die Ausnahme zu sein. Ich sah, wie er immer wieder mürrisch in den Rückspiegel schaute und mich anstarrte.
Zu meiner Verwunderung ging es aus der Stadt hinaus und bald stoppte der Wagen auf einer Art Parkplatz im Grünen. Durch die Scheiben sah ich auch andere Wagen eintreffen. Weiter hinten standen zwei riesengroße Geländewagen in schwarz.
Ich stieg aus und sah Sandra und Matt zusammen mit Jeff und zwei Männern. Sie winkten mich lachend heran.
„Ah Julia, schön, dass du schon da bist.“, begrüßte mich Sandra fröhlich, dabei hüpfte der Zopf, den sie sich gebunden hatte heftig hin und her. „Darf ich dir Brandon und Jimmy vorstellen, unsere Kameramänner.“
Brandon reichte mir die Hand. Ich schätzte ihn so auf 40 bis 45 Jahre alt. Er strahlte Ruhe aus. Sein blonder 3-Tage-Bart schien gepflegt. Jimmy war ein junger Mann asiatischer Abstammung, er grinste mich frech an und nickte zur Begrüßung. Sein pechschwarzes Haar trug er zurück gekämmt.
In dem Moment kamen die restlichen Leute unseres Teams dazu. Morgan, Jeffs Assistentin, kannte ich ja schon. Sie war sehr lässig angezogen, trug eine braune Jeans und ein weißes Shirt. Uns wurde James vorgestellt, er sagte, er sei Geistheiler. Zumindest verstand ich das so, denn er hatte eine seltsame Aussprache, ich musste sehr genau hinhören. Er war ganz in schwarz gekleidet und wirkte unheimlich auf mich. Um seine Augen herum war er dunkel geschminkt.
Neben ihm stand Minnie, eine korpulente blonde Frau, die mich an Marga erinnerte. An ihren Fingern glitzerten große Ringe. Aber sie sah freundlich aus, auch wenn ihr Lächeln etwas einstudiert wirkte. Sie schien eine Frau in den 50ern zu sein.
Ich grinste die ganze Zeit und kam mir dabei etwas blöde vor. Aber im Moment war ich etwas überfordert, die vielen Fremden, die andere Sprache … am liebsten hätte ich jetzt schon kehrt gemacht. Ich fühlte mich wie ein Außenseiter.
„Wo ist Ebony? Ist sie nicht hier? Wir wollen los, die Fahrt ist lang und wir wollen doch die Abfahrt drehen … sollen wir ohne sie anfangen?“ Jimmy stand mit seiner Kamera bereit und schien ungeduldig zu sein.
Aber da drehten sich alle Köpfe um, Ebony war eingetroffen. Sie war eine wahre Erscheinung! Sehr groß und schlank, die Hautfarbe machte ihrem Namen alle Ehre. Die Haare trug sie im 70er Jahre Afro-Look, das Kleid, das sie trug war farbenfroh. Große Ohrringe baumelten in Gold an ihren kleinen Ohren. Sie lächelte uns alle an.
„Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich musste Patty noch schnell die Karten legen für ihre Tour, die morgen beginnt!“
Das schien Entschuldigung genug zu sein. Ich fragte mich, wer Patty sein sollte …
Dann gab Jeff Anweisungen, wie Jimmy nun die Kamera führen sollte. Wir stellten uns auf und Jeff ging auf die Kamera zu und begann mit seinem Text. Er hatte eine bestimmte Aura, man merkte gleich, dass er es gewohnt war den Ton anzugeben. Selbstsicher begann er seine Moderation.
„Hi, mein Name ist Jeff und ich werde heute wieder mit meinem Team im Auftrag von Sandra und Matt einen ungelösten mysteriösen Fall aufgreifen und ihn mit Hilfe unserer externen Ermittler hoffentlich auch lösen.“ Er drehte sich zu Sandra, die in die Kamera strahlte. „Sandra, wohin schickst du uns?“
„Die Zuschauer erinnern sich vielleicht an die „Namenlose Stadt“. Matt und ich haben dort damals geforscht, aber aus Zeitmangel kamen wir nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Du, Jeff, hast etwas mehr Zeit zur Verfügung und ein Team an deiner Seite, das mehr als motiviert ist!“
Morgan deutete uns an, dass wir klatschen sollten. Das machten wir, Brandon pfiff noch dazu.
Matt trat vor die Kamera. „Dieses wundervolle Team macht sich jetzt auf die Fahrt in die Wüste und hoffentlich kommen sie mit einer Menge Antworten zurück, die Sandra und ich damals unbeantwortet zurück lassen mussten. Leute, ich wünsche euch viel Glück!“
Alle jubelten und klatschten sich ab.
Hatte ich Wüste verstanden? Ungläubig stand ich etwas verloren zwischen diesen Fremden und war etwas entsetzt. Echt? Ich fuhr jetzt in die Wüste? Mir war hier schon unheimlich heiß.
Die Kamera war aus und es wurde hektisch. Die Gruppe sollte sich in die zwei schwarzen Geländewagen begeben, damit es losgehen konnte.
„Sind die riesig, die Wagen!“, entfuhr es mir beeindruckt.
Jeff, der neben mir herging, sah mich belustigt an. „Riesig? Wirklich, denkst du das? Ein ganz normales amerikanisches Auto, meiner Meinung nach … na los, steig ein!“
Damit nahm er meinen Arm und bugsierte mich in den nächststehenden Wagen und stieg selber auf den Fahrersitz. Vorne neben ihm nahm Brandon Platz, zu mir nach hinten setzte sich Ebony, die mich ruhig anlächelte.
Die Fahrt ging los. Brandon nahm seine Kamera und schwenkte einmal durch den Innenraum.
„Julia, alles gut? Du siehst besorgt aus!“ Jeff hatte mich angesprochen, während er mich im Rückspiegel neugierig beobachtete. Seine Augen machten mich nervös …
„Habe ich vorhin Wüste verstanden? Entschuldigt, mein Englisch ist leider nicht so sehr gut!“ versuchte ich zu erklären, warum ich eventuell beunruhigt aussah.
„Du sprichst unsere Sprache sehr gut! Ja, richtig, Wüste! Die Namenlose Stadt liegt weit außerhalb. In den 40er Jahren wurde dort Öl gefunden und bald darauf siedelten sich dort viele Menschen an. Eine Kleinstadt entstand in der Wüste. In dem nahen Gebirge fand man genug Wasser, das man dort hin leitete. Es war eigentlich sehr schön dort, den alten Fotos nach zu urteilen.“ Jeff sprach langsam und deutlich, so dass ich alles sehr gut verstehen konnte.
„So schön blieb es aber nicht, richtig Jeff? Sonst wären wir nicht auf dem Weg dorthin!“, bemerkte Ebony belustigt.
„Bingo!“, lachte Jeff.
Und jetzt fielen mir seine Lachfältchen an den Augen auf, seine Art, wie er die Augenbrauen immer hochzog, wenn er etwas Witziges sagte … das erinnerte mich schlagartig an Frank. Darum hatte ich dieses Gefühl von Sicherheit in seiner Nähe, dieses Gefühl von Vertrautheit … Ich wurde verlegen. Frank, mein verstorbener Mann … in den letzten Nächten war er mir oft erschienen. Es war, als ob er mir etwas sagen wollte. Aber immer dann, wenn ich ihn nach seiner Botschaft für mich fragte, wurde ich wach und alles war vorbei.
„Also, ich war ja schon mit Sandra und Matt in dieser Stadt“, erzählte Brandon. „Da passierten schon sehr ungewöhnliche Sachen. Insgesamt 36 Menschen sind dort verschwunden in 30 Jahren, einige wurden entsetzlich zugerichtet gefunden, tot. Es häuften sich Berichte über Geistererscheinungen und Wahnvorstellungen bei den Bewohnern der Stadt und Kinder, ja, echt … Kinder … versuchten reihenweise, sich umzubringen!“
„Klingt ja sehr gemütlich und...
| Erscheint lt. Verlag | 5.12.2023 |
|---|---|
| Mitarbeit |
Cover Design: Samantha Krämer |
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Doku-Show • Erscheinungen • esoterisch • Geister • Geisterjäger • Geisterstadt • Ghosthunter • Ghosttown • gruselig • Jenseitskontakt • Julia • LostPlace • Mystery • Mysterythriller • Nahtod-Erfahrung • Paranormal • Paranormale Ermittler • Paranormale Phänomene • Spin-Off • Tarot • Tarotkarten • Thriller • Übersinnlich • USA • wüste kalifornien |
| ISBN-10 | 3-347-99951-7 / 3347999517 |
| ISBN-13 | 978-3-347-99951-0 / 9783347999510 |
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