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Unsere lieben Nachbarn (eBook)

Band III: >Die Kunst des harmonischen Dialogs<
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
492 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-384-00014-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Unsere lieben Nachbarn -  Klaus Björn Schmittdhausen
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In dem dritten Band der Reihe »Unsere lieben Nachbarn« wird wiederum über das teils schwierige Zusammenleben einer Hausgemeinschaft berichtet, in der Mathilda und besonders Karl-Gustav eine prägende Stellung einnehmen. Die Überwindung der alltäglichen Probleme werden süffisant sowie gewürzt mit einem ordentlichen Schuss Satire, dabei im Besonderen die in dieser Hausgemeinschaft vielfach geführten - wenn auch teilweise etwas merkwürdig anmutenden - Dialoge dargestellt. Letzteres macht sich gravierend bemerkbar, wenn Karl-Gustav in einem Gespräch involviert ist. Und das, obwohl jener der Meinung ist, dass er sich stets um einen sinnvollen sowie zielorientierten und obendrein harmonischen Informationsaustausch bemüht!

Der Autor, Akademiker im Ruhestand, besticht regelmäßig in seinen Werken mit einer ordentlichen Portion Humor. Letzteres nicht selten mit einer satirischen Würze geprägt, wobei sich dieses besonders in der Serie >Unsere lieben NachbarnLiebe und was noch ...?Begegnungen der etwas anderen Art< bis zum Thriller - vielleicht ist sogar für jeden Geschmack etwas dabei!

Der Autor, Akademiker im Ruhestand, besticht regelmäßig in seinen Werken mit einer ordentlichen Portion Humor. Letzteres nicht selten mit einer satirischen Würze geprägt, wobei sich dieses besonders in der Serie >Unsere lieben NachbarnLiebe und was noch ...?Begegnungen der etwas anderen Art< bis zum Thriller – vielleicht ist sogar für jeden Geschmack etwas dabei!

*

Mittlerweile dachte Karl-Gustav nicht mehr an den überstürzten Aufbruch seiner Frau und hatte unterdessen seine anspruchsvolle Schreibtätigkeit fortgesetzt.

Allerdings wurden ihm, was Letzteres anbelangt, keine fünf Minuten gegönnt, bis Mathilda wieder in sein Büro gestürzt kam. Nahezu im wahrsten Sinne des Wortes, zumindest war ihr Tempo dementsprechend!

Aber Karl-Gustav wäre nicht Karl-Gustav, wenn er es nicht hinbekommen hätte, blitzschnell umzuschalten und sie direkt zur Rede zu stellen.

»Schön Mathilda, dass du wieder da bist, immerhin habe ich dir noch etwas Bedeutendes mitzuteilen? Du, deine letzten Worte kann ich nicht so stehen lassen, auf gar keinen Fall! Ich ärgere hier nämlich niemanden, weder die Nachbarn noch dich, damit das einmal deutlich wird.

Was die Nachbarn betrifft, halte ich lediglich ein bisschen Obacht und passe auf, dass hier alles in den richtigen Bahnen verläuft. Und was dich betrifft, bin ich sogar ungemein fürsorglich.

Ach so, was meine angebliche Prahlerei betrifft, darüber möchte ich mich mit dir keineswegs auseinandersetzen, schon gar nicht im Augenblick. Ich denke, du wirst es entschuldigen können.

Immerhin haben wir darüber schon des Öfteren diskutiert, daher weißt du im Grunde genommen genau, also in deinem tiefsten Inneren, dass ich immer nur reine Tatsachen über meine außergewöhnlichen Fähigkeiten preisgebe.

Zum anderen bin ich nicht faul, denn außer dem wahrheitsgemäßen Tatbestand, dass ich in diesem Haus – daher nicht nur bezüglich uns beide, wobei ich natürlich besonders dich im Visier habe – für Ruhe und Ordnung sorge, was bekanntermaßen eine meiner Hauptbeschäftigungen ist, bin ich obendrein als genialer und besonders fleißiger Autor eingebunden.

Mathilda, nimm diese Erkenntnis doch endlich wahr!«

»Ach nee, ohne dass ich wieder auf die leidige Geschichte mit den Nachbarn eingehen möchte, ganz zu schweigen von deiner ewigen Lobhudelei, wie viele Seiten konntest du denn in der letzten halben Stunde schreiben?

Sag es schon, mein genialer Autor!«

»Das kann ich dir auf Anhieb mitteilen, meine Liebe. Ich habe in der Zeit weitere sensationelle anderthalb Zeilen verfasst, nahezu gleichbedeutend mit einem ganzen Satz.

Obwohl ich einschränkend festhalten muss, dass die dabei von mir eingesetzten Wörter nur drei Viertel meiner angedachten Ideen in den letzten achtundzwanzig Minuten entsprechen. Aber nichtsdestotrotz ist das für dich bestimmt überaus beeindruckend.

Oder etwa nicht, meine Liebe?«

»Nein, das ist ja der helle Wahnsinn! Mann, ich beeindrucke dich gleich einmal, du Scherzkeks, jedoch mit etwas ganz anderem. Ich kann es kaum glauben, was ich hier höre und sehe!

Du sitzt bereits seit den frühen Morgenstunden am Computer, bist aber bisher nicht in der Lage gewesen, insgesamt mehr als sechs Zeilen zu schreiben? Und das, obwohl es gleich zehn Uhr ist.«

»Beruhige dich, mein Täubchen, denn du hast eine gravierende Sache vergessen.

Stopp, ich muss mich unverzüglich korrigieren! Ja doch, denn eigentlich sind es sogar drei gravierende Ereignisse, die du momentan völlig unberücksichtigt lässt.

Also meine Liebe, erstens bin ich um sieben Uhr aufgestanden, wie fast jeden Morgen, zweitens habe ich schon gefrühstückt und drittens bereits meine erste Kontrolleinheit absolviert.

Übrigens, bis jetzt ist alles in Ordnung!«

»Ach nee, was du nicht sagst!«

»Gewiss doch, ich habe alles im Griff!«

»Ferner möchte ich hervorheben, entschuldige bitte, dass ich soeben einer wahrscheinlich überflüssigen Bemerkung deinerseits zuvorkomme, dass diese anspruchsvolle Tätigkeit – wohlgemerkt, in unserem Haus für Ruhe und Ordnung zu sorgen! – schon eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.

Ja natürlich, auch wenn du es wahrscheinlich nicht wahrhaben möchtest, meine liebe Frau!

Im Übrigen bin ich in der Zwangslage, verzeih mir bitte meine Direktheit, dass ich diese verantwortungsvolle Tätigkeit allein durchführen muss, das darf jetzt auch nicht verschwiegen werden.«

»Hör zu, wovon …«

»Entschuldige bitte, aber etwas ist zweifelsohne offensichtlich, ohne dass ich dir nun zu nahe kommen möchte. Und zwar, dass ich in der Sache auf dich keineswegs zählen kann, leider!

Mein Schatz, möchtest du wissen, warum es sich derart verhält?«

»Auf keinen Fall, lass das bloß! Du, ich verlange von dir augenblicklich …«

»Entschuldige bitte Mathilda, aber auf deine seltsame Unterlassungsforderung kann ich zurzeit leider nicht eingehen. Insbesondere deshalb, weil ich meine Erkenntnisse in Anbetracht deiner ausbleibenden Mithilfe bezüglich meiner Beobachtungs- und Kontrolltätigkeiten in unserem Haus noch nicht abschließend dargestellt habe.

Aber keine Angst, ich beabsichtige nun auf keinen Fall dieses Thema übermäßig auszubreiten. Nicht wirklich, daher gestalte ich es nahezu kurz.

Der Grund dafür, dass du deinem Mann, also meine Bedeutsamkeit, in der soeben geschilderten und zudem äußerst wichtigen Sache keine Hilfe bist, liegt zweifelsfrei darin begründet, weil du es dir, solltest du gelegentlich weder schlafen noch vor dem Fernseher sitzen, auch ansonsten den ganzen Tag ausschließlich bequem machst.

Letzteres im Gegensatz zu mir, um das mal klar und deutlich zu postulieren, damit da jetzt bloß kein Missverständnis aufkommt!

Daher musste ich mir heute Morgen mein Frühstück – eigentlich wie immer – selbst zubereiten, das sollte ich in dem Zusammenhang auch ruhig einmal erwähnen, bevor dieser wichtige Tatbestand hier in Vergessenheit gerät.

Im Grunde genommen ist normalerweise die von dir praktizierte grobe Nachlässigkeit bezüglich der Frühstückszubereitung für deinen stark beanspruchten Mann wahrlich kein Wunder, immerhin schläfst du ständig bis >in die Puppen<, wie man so sagt.

Abgesehen von heute Morgen, das sollte ich vielleicht zuvorkommend erwähnen, als du sensationell schon um neun aufgestanden bist, statt wie üblich um zwölf.

Alle Achtung mein Schatz!«

»Hör mal, was soll denn diese unverschämte Aussage? Nein, das kann ich keineswegs …«

»Entschuldige bitte, meine Liebe, aber ich muss dich augenblicklich unterbrechen, es geht leider nicht anders!

Nun ja, ich war mit meinen sinnvollen Erläuterungen keinesfalls am Ende angelangt, daher gedulde dich bitte noch wenige Sekunden.

Also mein Schatz, obwohl du heute ziemlich früh aufgestanden bist, natürlich nur relativ zeitig, daher ausschließlich im Verhältnis zu deiner diesbezüglich üblichen Gewohnheit, bleibt dir anscheinend trotzdem keine Zeit, mir bei meiner verantwortungsbewussten Tätigkeit in unserem Haus ein wenig unter die Arme zu greifen.

Daher ist es doch so wie immer, sag ich ja!

Geschweige denn warst du in der Lage, vielleicht auch nicht gewillt, deinem Ehegatten ein ihm zustehendes Frühstück zu servieren, aber auch das erwähnte ich bereits.«

»Hör mal, was soll denn …«

»Natürlich sollte sich dies, entschuldige bitte meinen zusätzlichen Einwand, in Anbetracht meiner Stellung in diesem Haus angemessen präsentieren, versteht sich! Aber nein, nicht einmal ein einfaches Frühstück bringt die Dame für ihren Ehemann auf die Reihe, schon irgendwie traurig!

Warum das nicht möglich ist, abgesehen davon, dass du dazu wahrscheinlich überhaupt kein Verlangen hast, wie bereits ansatzweise von mir erwähnt, dürfte dir bestimmt bewusst sein, gibst es allerdings nicht zu.

Hm, dies alles passt irgendwie zu der Faulenzerei beziehungsweise zu dem ständigen Aufenthalt vor dem Fernseher, was du dir nahezu den ganzen Tag erlaubst.«

»Wie bitte? Mann, gleich ist hier aber was los! Wer von uns beiden macht denn hier den Haushalt, ich oder du?

Da anscheinend leider nur ich dafür zuständig bin, ist allein deswegen deine letzte Aussage eine reine Unterstellung. Ach, was rede ich denn da, streng genommen war es eine absolute Frechheit.

Und was machst du in der Zeit, wenn ich mal fragen darf, indessen ich unseren umfangreichen Haushalt schmeiße?

Hm, soll ich es dir sagen?

Mensch, ein bisschen blöd in der Gegend herumgucken, nach den Nachbarn Ausschau halten und obendrein alle Hausbewohner den ganzen Tag nerven, freilich mich besonders.

Also wirklich, etwas anderes fällt dir doch wahrlich nicht ein. Mann, hör bloß auf!«

»Mathilda, ich bitte dich aber nun, genau das Gegenteil ist der Fall! Das heißt, in unserem Haus für Ordnung zu sorgen, lässt mir kaum Zeit zum Atmen.

Meine Liebe, es steht ja wohl eindeutig fest, dass du daran eine große Mitschuld trägst, insbesondere durch...

Erscheint lt. Verlag 10.8.2023
Reihe/Serie Unsere lieben Nachbarn
Unsere lieben Nachbarn
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Comic / Humor / Manga
Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Dialoge • Familie • Hausgemeinschaft • Humor • Satire
ISBN-10 3-384-00014-5 / 3384000145
ISBN-13 978-3-384-00014-9 / 9783384000149
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