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Brennende Versuchung in Schottland (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-1884-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Brennende Versuchung in Schottland - Rachael Stewart
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Lebe deinen Traum: Dem Rat ihrer Pflegemutter ist Summer immer spontan gefolgt, ist frei und ungezwungen durch die Welt gereist! Doch nun ist Katherine verstorben - und hat ihrem Enkel, dem unnahbaren, vernunftgesteuerten Milliardär Edward Fitzroy, und Summer ihr Anwesen vermacht. Vorausgesetzt, sie leben dort ein Jahr lang gemeinsam. Dabei sind sie doch wie Feuer und Eis! Sie haben sich nichts zu sagen. Außer, wenn es Nacht wird in Schottland und sie der glühenden Anziehungskraft nachgeben, die zwischen ihnen seit ihrer Teenagerzeit herrscht ...


PROLOG


Edward

Ich weiß, dass ich nicht hinschauen sollte. Ich sollte einfach weitergehen und so tun, als hätte ich es nicht gesehen. Aber ich kann den Blick nicht abwenden.

Denn ich kann es nicht fassen.

Summer Evans, das neueste Pflegekind meiner Großmutter, schwimmt. Sicher, die aktuelle Hitzewelle ist ungewöhnlich drückend, aber … in diesem See schwimmen? Seit zwanzig Jahren verbringe ich jeden Sommer hier auf der Burg, und nicht ein einziges Mal habe ich auch nur darüber nachgedacht, meinen kleinen Zeh in das eisige Wasser zu halten, geschweige denn, kopfüber hineinzutauchen.

Wobei … Grans Pflegekinder sind immer für eine Überraschung gut. Doch das hier …

Sie kann nicht viel jünger sein als ich, aber ihr Benehmen scheint von einer anderen Welt. Und ich bin fasziniert. Meine Angst, dass ich hineinspringen und sie retten muss, verebbt, als sie anmutig das Wasser durchschneidet, ohne sich von ihrer nassen Kleidung stören zu lassen. Nicht, dass sie viel anhätte. Nur ein weißes T-Shirt und Jeansshorts. Ihre Turnschuhe liegen verlassen am Ende des alten Holzstegs.

Ich trete ans Ufer des Sees und beobachte, wie die Sonne auf den Wellen spielt, die Summer verursacht. Dabei überkommt mich der wilde Drang, mich zu ihr zu gesellen.

Aber wild zu sein liegt mir nicht …

Dann dreht sie sich um, und der Blick aus ihren strahlend blauen Augen kollidiert mit meinem. Mein Herzschlag beschleunigt sich, als sie mir ein breites Lächeln schenkt.

„Du musst Edward sein?“

Ihre Stimme hallt über den See, und ihr Akzent ist schwer einzuordnen. Nicht wirklich schottisch, nicht ganz englisch, eher eine Mischung aus beidem.

„Stimmt.“ Ich räuspere mich. „Meine Gran schickt mich, um dir zu sagen, dass das Abendessen in einer halben Stunde fertig ist.“

Sie legt den Kopf schief, während sie Wasser tritt. „Halbe Stunde. Verstanden.“

Ich verlagere das Gewicht von einem Fuß auf den anderen und fühle die Intensität ihres Blicks. Ich habe meine Pflicht getan, jetzt sollte ich mich zurückziehen. Doch stattdessen höre ich mich fragen: „Hast du irgendwo ein Handtuch, das ich dir bringen kann …?“ Denn sie kann nicht ernsthaft so, mit nassen Klamotten, ins Haus zurückgehen wollen. „Oder Kleidung zum Wechseln?“

Sie lacht. „Sehe ich so aus, als wäre ich gut vorbereitet hergekommen?“

„Nicht wirklich.“ Ihre Spontaneität ist so fesselnd, wie sie mir fremd ist. „Aber ich bin mir nicht sicher, dass du durch die Burg tapsen und überall Pfützen hinterlassen willst.“

Sie kommt näher herangeschwommen, und ich trete einen Schritt zurück.

„Keine Sorge … Die Sonne wird mich rechtzeitig trocknen.“

Sie greift nach der provisorischen Leiter am Ende des Stegs, und mir wird klar, dass sie gleich aus dem Wasser kommt … Und mit ihrem nassen T-Shirt könnte sie genauso gut nackt sein.

Also wirble ich auf dem Absatz herum und nehme den Pullover von meinen Schultern, entschlossen, ihr irgendetwas zu geben, damit ich nicht mehr sehe, als ich sollte. „Du kannst gern den hier haben.“

Ohne mich zu ihr umzudrehen halte ich ihr den Pullover hin. Mein Gehirn ist eifrig dabei, Bilder zu malen, die ich nicht sehen will – ihre Kleidung, die an ihrem Körper klebt; ihr strahlendes Lächeln, die funkelnden Augen …

Meine intensive Reaktion schiebe ich auf die derzeitigen Umstände. Ich habe mich so sehr in meiner Arbeit vergraben, dass ich vergessen habe, dass es ein Leben außerhalb meines Studentenzimmers gibt. Der Besuch hier ist als Pause gedacht, als Möglichkeit, ein wenig Dampf abzulassen – etwas, was diesen Sommer durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen scheint.

Summers helles Lachen reißt mich aus meinen Gedanken und drängt mich förmlich dazu, mich umzudrehen – was ich natürlich nicht tue, solange sie nicht ordentlich angezogen ist.

„Was für ein Gentleman“, sagt sie und nimmt mir den Pullover aus der Hand.

„Ich bemühe mich.“ Das Tropfen von Wasser auf den Steg dringt an mein Ohr, und ich stelle mir vor, wie sie ihre kurzen blonden Haare ausschüttelt und das nasse T-Shirt auswringt. Ein Tropfen fällt auf meinen Arm und löst eine Gänsehaut aus.

„Willst du da für immer stehen bleiben?“

„Hm?“ Jetzt drehe ich mich zu ihr um. Was zum …? Ich huste ungläubig. „Ich hatte nicht gemeint, dass du dich daraufsetzen sollst.“

„Oh …“ Sie sieht zu meinem Pullover, den sie unter sich ausgebreitet hat, die Handflächen und ihren in der nassen Jeansshorts steckenden Po in die weiche Kaschmirwolle gedrückt. „Sorry.“ Sie verzieht das Gesicht und schaut zu mir auf. „Willst du ihn zurückhaben?“

„Will ich …?“ Ich kann den Satz nicht beenden und schüttle den Kopf, während ein Lächeln an meinen Mundwinkeln zupft. Das erste echte Lächeln, das ich seit einer Ewigkeit fühle. „Nein. Nein, ich will ihn nicht zurück.“

„Gut.“ Sie grinst und lässt ihren Blick dann wieder zum Wasser schweifen. Die Sonne strahlt auf sie herab, Wassertropfen hinterlassen glitzernde Spuren auf ihrer nackten Haut, denen mein Blick nur zu gerne folgt.

Ich betrachte ihr Gesicht, die halbmondförmigen Schatten, die ihre Wimpern auf ihre hohen Wangenknochen werfen. Sie tut so, als hätte sie keine einzige Sorge, aber das kann nicht stimmen. Wie meine Mutter immer sagt: Grans Pflegekinder kommen mit ausreichend Gepäck, um ein Schiff sinken zu lassen. Man sollte sich von ihnen fernhalten. Sehr fern.

„Willst du dich zu mir setzen?“

Sie hat ihr Gesicht der Sonne zugewandt, die Augen geschlossen, und ich schaue zum Horizont und ermahne mich, dass ich gehen und dieses unvertraute Kribbeln in meinen Adern vergessen sollte.

Doch das will ich nicht. Sie hat so eine Leichtigkeit an sich, die zugleich wild und entfesselt ist, und ich will nur noch ein kleines bisschen länger in ihrem Orbit bleiben. Sie ist der Sommer durch und durch, und so setze ich mich neben sie auf den Steg, bevor mein gesunder Menschenverstand mir etwas anderes befehlen kann.

„War diese Entscheidung so schwer?“, murmelt sie neckend.

Und diese Neckerei bringt das Lächeln auf meine Lippen zurück, während ich verzweifelt nach einer schlagfertigen Antwort suche. Normalerweise bin ich nicht ganz ungeschickt, was den Umgang mit dem anderen Geschlecht angeht, aber ich muss zugeben, dass ich noch nie ein Mädchen wie sie kennengelernt habe.

Sie dreht sich herum, um etwas aus ihrem Schuh zu ziehen, und holt eine Zigarette heraus. „Willst du eine?“

Ich verziehe mein Gesicht. Die Magie des Moments schwindet ein wenig. „Nein, danke.“

„Die war nur für eine Minute oder zwei in meinem Schuh.“

„Es ist nicht der Schuh, der mich stört.“

„Ah.“ Sie legt den Kopf schief. „Also ist es das Rauchen. Nicht das, was man in deinen noblen Kreisen tut, hm?“

Ich weiß, dass sie mich aufzieht; ich sehe es in ihren Augen, als sie sich die Zigarette zwischen die Lippen steckt und ein Feuerzeug hervorholt. „Wie du meinst.“

Sie zündet die Zigarette an, und ich sehe zu – fasziniert, angeekelt, erstaunt …

„Du weißt, dass Gran das nicht gutheißt, oder?“

Ist das wirklich meine Stimme? So rau und tief? Und warum kann ich den Blick nicht von ihren Lippen losreißen? Die volle Unterlippe, auf der die Zigarette ruht, und der perfekte Amorbogen darüber … so sinnlich und rosa.

Sie zieht und befeuchtet sich dann die Lippen, wie um mich noch mehr zu quälen. „Nicht mein Problem.“

Ein trotziges Feuer flammt in ihren Augen auf, das im Kontrast zu ihrer entspannten Haltung steht. Ich runzle die Stirn. Da fällt mir auf, dass ich den schwarzen Umriss ihres BHs unter dem weißen T-Shirt sehen kann – wer trägt bitte Schwarz unter Weiß?

Jemand, der sich nicht anpasst … eine Rebellin … Und der Himmel weiß, dass Gran im Laufe der Jahre genügend davon beherbergt hat. Wie es aussieht, bildet Summer da keine Ausnahme.

„Du lebst unter ihrer Fürsorge, unter ihrem Dach, meinst du nicht, dass es das zu deinem Problem macht?“

Sie sieht mich eisig an, bevor sie ihren Blick über mich gleiten lässt, als würde sie mich zum ersten Mal richtig sehen. Dann zuckt es um ihre Lippen, und ihre Augen werden ganz warm. „Wirst du mich bestrafen?“

Ich unterdrücke einen Fluch und ersticke das aufregende Kribbeln in meinem Magen. Ja, sie ist definitiv eine Rebellin. Und sie bedeutet Probleme.

Spielt sie mit mir? Macht sie sich über mich lustig, den Privatschüler aus gutem Haus mit der ordentlichen Frisur, den Chinos und dem perfekt gebügelten hellblauen Polohemd? Oder flirtet sie tatsächlich mit mir, weil ihr gefällt, was sie sieht?

Die Antwort darauf kann ich mir nicht geben. Zumindest keine, die sich sicher und korrekt anfühlt. Und das ist das Wichtigste für mich.

Mein Schweigen lässt sie leise lachen. Sie wendet ihren provokativen Blick ab und schaut übers Wasser. „Wie lange bleibst du hier?“ Sie lehnt sich auf die Ellbogen zurück und streckt sich träge auf dem Steg aus. Hitze schießt durch meine Adern. Ich vergesse mich, vergesse, worüber wir gesprochen haben, und dann ertappt sie mich dabei, dorthin zu schauen, wo ich nicht hätte hinschauen sollen. Meine Wangen werden heiß, mein Puls rast …

Nicht, dass es ihr etwas ausmacht. Im Gegenteil, sie aalt sich darin und lacht leise auf.

Sag was,...

Erscheint lt. Verlag 2.10.2023
Reihe/Serie Julia
Julia
Übersetzer Ivonne Senn
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Autor • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • eBook • ebook liebesroman • Erbe • Erfolgsautor • erotische • erzwungene • Familie • Feinde • Frauenroman • Geschichte • Geschichten • Geschwister • grüblerischer • Held • Herrenhaus • Jugendfreunde • liebenden • Liebesgeschichte • Liebesroman • milliardär-romanze • millionär-romanze • Mitbewohner • Nähe • reicher • Reisen • Roman • Romantische Bücher • Romanze • Schottland • Top • Top-Titel • Waise • Zeitgenössische • zu • zweite-chance-romanze
ISBN-10 3-7515-1884-3 / 3751518843
ISBN-13 978-3-7515-1884-0 / 9783751518840
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