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Geerbte Bestimmung (eBook)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
107 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7565-6410-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Geerbte Bestimmung -  Robert Zuschrott
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Ein Versprechen, welches Lord Angelo von Habrock seinem Freund Sirius von Medock gab und vom Mittelalter bis in die heutige Zeit hielt. Ein Hexenmeister, dem nichts heilig war und ein siebzehnjähriges, lernfähiges Mädchen, dem verschwiegen wurde, eine Hexe zu sein und ein schweres Erbe antreten muss

Mein Name ist Robert Zuschrott, bin 54 Jahre jung und ein in Hessen lebender Österreicher. Vom Hauptberuf bin ich Krankentransportfahrer. Zu meinen weiteren Hobbies neben der Schriftstellerei habe ich noch der Musik. Ich texte, komponiere und spiele ein paar Instrumente. Ach ja, ich singe auch. Dies ist mein erster Abstecher ins Hexenreich und würde mich riesig über Rezessionen freuen.

Mein Name ist Robert Zuschrott, bin 54 Jahre jung und ein in Hessen lebender Österreicher. Vom Hauptberuf bin ich Krankentransportfahrer. Zu meinen weiteren Hobbies neben der Schriftstellerei habe ich noch der Musik. Ich texte, komponiere und spiele ein paar Instrumente. Ach ja, ich singe auch. Dies ist mein erster Abstecher ins Hexenreich und würde mich riesig über Rezessionen freuen.

1


Kurz nachdem König Frederik beigesetzt wurde, bestieg sein Sohn Wilhelm den Thron. Er regierte das Volk weise und gerecht. Wie auch sein Vater hatte er für jeden ein offenes Ohr und half auch, wenn wirklich Not am Mann war. Ebenso, wie auch seinem Vater, stand ihm der Hexengroßmeister, Lord Shakar von Schrottos zur Seite. Lord Shakar war die Brücke zwischen den Hexen und den Menschen. Auch wenn dieser oft sehr grimmig aussah, war er immer ein treuer Diener.

„Majestät, Lord Shakar ist eingetroffen.“

„Sehr gut. Führt ihn herein“, antwortete König Wilhelm hoch erfreut. „Mein alter Freund, ich habe euch lange nicht mehr gesehen.“

„Majestät es ist mir eine Ehre, wieder hier sein zu dürfen. Ich möchte euch meine untertänigsten Glückwünsche zur Vermählung mit Königin Jolanda zum Ausdruck bringen“, sagte Shakar mit einer tiefen Verbeugung. Dabei sah er Königin Jolanda tief in die Augen, als wollte er sie hypnotisieren. Kurz blitzte es rot in Shakars Augen auf. Lord Shakar trat immer mit einer reglosen Mine auf. Man wusste nie, in welcher Verfassung er gerade war.

„Ich danke euch“, antwortete Wilhelm mit einem freundlichen Lächeln. „Und was gibt es Neues in den Provinzen?“, fragte Wilhelm neugierig.

„Wie ihr bereits schon wisst, hat sich ein Nomadenstamm im Wald von Schrottos angesiedelt.“

„Ja, davon habe ich gehört. Sollen angeblich Hexen sein.“

„Ich werde sie auf jeden Fall im Auge behalten. Schließlich sollten die angrenzenden Dörfer keinen Schaden erleiden.“

„Vorsicht ist immer geboten. Zumal wir das Volk nicht kennen“, sagte der König mit hochgezogener Augenbraue. Danach wandte er sich Königin Jolanda zu, während Shakar sich dem Kanzler widmete.

„Bitte sei mir nicht böse, aber irgendwie kommt Lord Shakar nicht richtig herüber. Ich habe immer das Gefühl, als würde er was im Schilde führen“, sagte Jolanda.

„Das denke ich nicht. Shakar ist seit Jahrzehnten in unseren Diensten und tut nicht mal einer Fliege was zuleide“, grinste Wilhelm.

„Mag schon sein, aber ich fühle mich in seiner Gegenwart absolut unwohl. Aber vielleicht bilde ich mir das nur ein“, sagte Jolanda und versank in Wilhelms Armen.

Als König Wilhelm, auf Jolandas Wunsch hin, Spione zum Wald entsandte, wurden diese von Lord Shakar angeführt. Raja, die Anführerin des Stammes, empfing die Männer sehr freundlich und lud sie gleich ein, beim Mahl teilzunehmen. Raja und Shakar kannten sich schon etliche Jahrzehnte und waren sehr gut befreundet. Einst war sie Shakars Schülerin und vertraute ihm fast blind. Auch die Hexen von Avalos, Rajas Volk, kannten die große Macht von Shakar und zollten ihm großem Respekt.

„Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, Mylord“, sagte Raja zu Shakar, als beide am Lagerfeuer saßen.

„Sehr gut“, antwortete Shakar mit einem sehr zufriedenen Gesicht. „Die Zeit rückt nahe.“

Als eine Getreidelieferung im Schloss eintraf, fiel Königin Jolanda ihrem Vater, Lord Edwino, um den Hals. Nachdem ihm Jolanda einen Kurier wegen dem Nomadenvolk im Wald geschickt hatte, hatte dieser die Wägen persönlich beaufsichtigt, um sie vor eventuellen Überfällen zu schützen.

„Und wie geht es dir im Schloss?“

„Ich bin mehr als glücklich. Wilhelm liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.“

„So soll es auch sein. Ich habe deiner Mutter, Gott habe sie selig, auch alles gegeben, um ihr ein guter Ehemann zu sein.“

„Du warst der beste Mann, den sie sich je hätte wünschen können. Zu schade, dass sie nicht mehr unter uns weilt.“

„Aber irgendetwas bedrückt dich.“

„Ja. Ich werde aus Lord Shakar nicht ganz schlau. Jedes Mal, wenn er im Schloss ist, überkommt mich ein ungutes Gefühl.“

„Du meinst den Hexengroßmeister?“

„Ja. Ich mag mich vielleicht irren, aber irgendetwas kommt auf uns zu.“ „Hast du mit deinem Mann schon darüber gesprochen?“

„Ja aber er vertraut ihm. Ich denke, fast zu sehr.“

„Kein Wunder. Er ist ja mit Shakar aufgewachsen. Möchtest du, dass ich mit ihm darüber rede?“

„Nein. Er wird auf dich genauso wenig hören, wie auf mich. Ich hoffe nur, dass ich mich da irre.“

„Shakar war auch Frederik immer treu ergeben. Ich glaube nicht, dass sich da etwas ändert.“

„Ich hoffe, du hast recht, Vater“, antwortete Jolanda mit gesenktem Kopf.

Im Wald war inzwischen ein großes Fest im Gange. Ausgelassen wurde getanzt und sich den Leidenschaften hingegeben. Die königlichen Spione wurden in Trance versetzt, von ein paar Damen verführt und abgelenkt. Shakar und Raja hoben inzwischen sich mit ihren Besen in die Lüfte. Während Raja sich nach Avalos begab, machte sich Shakar auf den Weg zum Schloss. Er beobachtete, wie ein Mann aus dem benachbarten Dorf zum Schloss eilte und schließlich mit einem Wachposten redete. Heimlich flog er durch das Fenster ins königliche Schlafgemach und platzierte ein altes Artefakt, in Form einer dekorativen Vase, auf einem Schränkchen. Durch das Fenster wieder ins Freie, flog Shakar zu einem dichten Gebüsch und ließ seinen Besen in ein Pferd verwandeln.

„Ich bitte mein Eindringen zu verzeihen, Majestät“, sagte der Wachmann, als dieser zum königlichen Gelage in den Speisesaal kam.

„Was gibt es?“ ,fragte Wilhelm.

„Majestät, das Dorf Miklos wurde in der Nacht von Hexen überfallen. Der Bauer, der mir die Nachricht überbrachte, konnte gerade noch fliehen“, antwortete der Wachmann aufgelöst.

„Seid ihr sicher, dass es Hexen waren?“

„Ja Majestät. Einige flogen auf Besen und verwandelten meine Geschwister in Schweine und Kühe. Dann zerstörten sie sehr viele Häuser von uns“, sagte der Bauer, der mit dem Wachmann mit in den Saal gekommen war und vor dem König auf den Knien saß.

„Nun gut, ich werde mich der Sache persönlich annehmen. Gebt dem Bauern zu essen und zu trinken“, befahl der König. Dann wandte er sich dem Wachmann zu. „Soldaten sollen sich bereit machen. Und lasst sofort mein Pferd satteln“, orderte Wilhelm an.

„Musst du da wirklich hin?“, fragte Jolanda mit sorgenvoller Mine.

„Ja, ich will mir das selbst ansehen. Du weißt doch.“

„Ja, du bist auch für das Volk verantwortlich, ich weiß. Aber bitte pass auf dich auf“, unterbrach Jolanda ihn.

„Das werde ich, meine Liebste“, sagte Wilhelm und nahm Jolanda in seine Arme. Dann ritt er mit einer Handvoll Männer los. Jolanda zog sich in ihr Gemach zurück und erschrak. Hinter der Tür stand plötzlich Lord Shakar. „Wie seid ihr hier hereingekommen? Ihr habt hier nichts zu suchen“, sagte Jolanda. Aber kaum sprach Shakar „paisean“, wurde Jolanda gefügig und lies Shakar mit sich alles machen, was er wollte.. Als der Übergriff beendet war, sprach er „dearmad“, worauf Jolanda sofort vergaß, was passiert war und einschlief. Ihr blondes, kurzes Haar glänzte noch im Kerzenschein. Dies hatte Lord Shakar schon sehr oft gemacht. Und immer dann, wenn König Wilhelm nicht auf dem Schloss war.

Nachdem König Wilhelm das völlig zerstörte Dorf gesehen hatte, machte er sich sofort auf den Weg in den Wald. Ungehindert, freundlich und unterwürfig ließen die Hexen den König und dessen Soldaten passieren. Mitten im Dorf war der König plötzlich von Hexen umzingelt. Lord Shakar trat hervor. „Warum habt ihr das Dorf angegriffen? Es hat euch keiner von denen etwas getan“, fragte Wilhelm.

„Ja, ich weiß, Majestät aber ihr müsst auch verstehen, dass wir nicht mehr nur im Hintergrund stehen wollen. Zu lange habe ich zugesehen, wie ihr und euer Vater das Volk verweichlicht. Das hat jetzt ein Ende“, sagte Shakar mit rot funkelnden Augen und strich sich mit der Hand über seinen kurzen, schwarzen Bart. Sein schwarzes und sehr fettiges Haar glänzte in der Sonne.

„Mein Vater hat immer alles getan, damit es dem Volk gut geht und dass gute Beziehungen zu anderen Völkern bestehen.“

„Statt mit denen unser Reich zu vergrößern.“

„Warum? Wir sind stark und mächtig genug.“

„Mächtig genug kann man nie sein“, grinste Shakar mit einem sehr finsteren Blick.

„Ich befehle euch, beim Wiederaufbau des Dorfes mit zu helfen.“

„Aber ganz im Gegenteil, Majestät. Es wird Zeit, dass sich die Menschen jetzt den Hexen beugen.“

„Was?“

„Mharu“, sprach Shakar, worauf König Wilhelm tot zusammenbrach und von seinem Pferd stürzte. Geschockt musste seine Garde dies mit ansehen. Kaum lag König Wilhelm am Boden, wurden sie auch schon von Shakar und seinen Hexen angegriffen. In einer kurzen Schlacht und ohne einen Hauch einer Chance, wurden die Soldaten und auch die Spione regelrecht hingerichtet. Danach flog Shakar, so schnell er konnte, zum Schloss. Im Thronsaal angekommen, ergriff er sofort das Wort. „König Wilhelm ist tot. Von Hexen ermordet. Damit so etwas nicht noch einmal vorkommt, werde ab sofort ich als euer neuer König das Land regieren.“ Große Bestürztheit traf die königlichen Berater. Wer sich von ihnen gegen Shakar stellen wollte, wurde von Raja und ihren Hexen sofort hingerichtet. Als Jolanda das aus einer für sie sicheren Umgebung beobachtete, ergriff sie sofort die Flucht. Sie kannte sich im Schloss bestens aus und ritt durch einen der Geheimgänge unbemerkt auf freies Land. So schnell sie konnte, eilte sie nach Habrock, wo sie Zuflucht in ihrem Elternhaus bekam. Weinend und sichtlich geschockt, berichtete ihrem Vater, Lord Edwino, von den Ereignissen.

„Großer Gott. Deine Vorahnung hat dich doch nicht getäuscht“, sagte er mit den Händen vor seinem...

Erscheint lt. Verlag 17.9.2023
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction
Literatur Romane / Erzählungen
ISBN-10 3-7565-6410-X / 375656410X
ISBN-13 978-3-7565-6410-1 / 9783756564101
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