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Die Welt der Hedwig Courths-Mahler 675 (eBook)

Eine bemerkenswerte Schönheit

(Autor)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Aufl. 2023
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-5420-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Welt der Hedwig Courths-Mahler 675 - Maria Treuberg
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Sobald die bildhübsche Linda einen Raum betritt, ist ihr die Aufmerksamkeit aller Anwesenden gewiss. Das Fotomodell besticht mit seiner umwerfenden Schönheit und seinem sprühenden Charme. Ständig ist sie umgeben von zahlreichen Verehren.
Einer von ihnen ist der junge, noch mittellose Anwalt Martin von Brunn. Er verliebt sich auf den ersten Blick in die bezaubernde Frau, und zu seiner Überraschung scheint sie auch ihm zugetan. Schnell entspinnt sich eine leidenschaftliche Romanze zwischen den beiden. Doch Martin von Brunn kann sein Glück nicht genießen, denn Linda verlangt, dass sie ihre Liebe geheim halten. Der alte Graf von Anderbach ist ihr finanzieller Gönner, und es ist seine Bedingung, dass sie mit keinem Mann ein Verhältnis beginnt. Andernfalls wird er ihr jede weitere Unterstützung versagen.
Schon bald tobt die Eifersucht in Martin von Brunn, denn er ahnt, dass Graf von Anderbach für Linda viel mehr ist als nur ein väterlicher Freund ...


Eine bemerkenswerte Schönheit

Der große Erfolgsroman um Liebe, Leidenschaft und Eifersucht

Sobald die bildhübsche Linda einen Raum betritt, ist ihr die Aufmerksamkeit aller Anwesenden gewiss. Das Fotomodell besticht mit seiner umwerfenden Schönheit und seinem sprühenden Charme. Ständig ist sie umgeben von zahlreichen Verehren.

Einer von ihnen ist der junge, noch mittellose Anwalt Martin von Brunn. Er verliebt sich auf den ersten Blick in die bezaubernde Frau, und zu seiner Überraschung scheint sie ihm ebenfalls zugetan. Schnell entspinnt sich eine leidenschaftliche Romanze zwischen den beiden. Doch Martin von Brunn kann sein Glück nicht genießen, denn Linda verlangt, dass sie ihre Liebe geheim halten. Der alte Graf von Anderbach ist ihr finanzieller Gönner, und es ist seine Bedingung, dass sie mit keinem Mann ein Verhältnis beginnt. Andernfalls wird er ihr umgehend jede weitere Unterstützung versagen.

Schon bald tobt die Eifersucht in Martin von Brunn, denn er ahnt, dass Graf von Anderbach für Linda viel mehr ist als nur ein väterlicher Freund ...

»Schau doch mal schnell aus dem Fenster, Cordula. Ich bitte dich!«

»Warum denn, Dorothee?«

»Ach, stell dich nicht dümmer, als du bist! Du weißt doch ganz genau, worauf ich warte.«

Die bildhübsche achtzehnjährige Dorothee Komtess von Reuth schloss gerade den letzten Knopf an dem eleganten Kleid aus weißer Shantungseide und griff nach der Bürste, um noch einmal über ihr langes blondes Haar zu streichen.

Ihre Cousine Cordula, die Tochter des Regierungsdirektors Konrad von Reuth, wandte der Komtess das von dunkelbraunem Haar umgebene Gesicht zu.

»Leider ist noch nichts zu sehen, Dorothee«, sagte sie lächelnd und schüttelte den Kopf.

»Ich bin ja froh darüber«, seufzte Komtess Dorothee, »denn ich bin noch nicht fertig.«

Sie neigte sich näher zu dem Spiegel, um das dezente Make-up noch ein wenig zu vervollständigen.

Die dunkelhaarige Cordula war ein Jahr älter als ihre Cousine und kam sich deshalb sehr überlegen und erfahren vor.

Außerdem gab es noch einen anderen Grund für Cordulas Überlegenheit. Dorothee von Reuth kam aus der tiefsten Provinz, aus dem Landkreis Deggendorf im Bayrischen Wald, und Cordulas Onkel hatte sein Töchterchen in diesem Frühjahr nach München geschickt, damit es einmal ein bisschen Großstadtluft schnupperte.

»Jetzt bist du aber wirklich schön genug!«, sagte Cordula und trat näher.

»Mach dich nicht lustig über mich«, bat Dorothee. »Wenn du zum ersten Mal mit einem netten jungen Mann ausfahren würdest, wärst du auch aufgeregt.«

»Du gibst also zu, dass du aufgeregt bist!«, stellte Cordula mit Genugtuung fest. »Als ich heute Vormittag sagte, du hättest dich in Martin von Brunn verknallt, da bist du mir beinahe ins Gesicht gesprungen.«

»Na ja, ich gebe zu, dass er mir gut gefällt«, gestand Komtess Dorothee jetzt und tupfte sich ein bisschen französisches Parfüm hinter die Ohrläppchen. Sie liebte dieses Parfüm.

Das Geständnis, an dem jungen Rechtsanwalt interessiert zu sein, hatte ein Rot der Verlegenheit über ihre Wangen gegossen. Cordula sah es, und es tat ihr fast schon leid, die Cousine geneckt zu haben.

»Du brauchst nicht so verlegen zu werden«, begütigte sie fast mütterlich. »Ich werde niemandem verraten, dass du so viel für Martin von Brunn übrig hast.«

»Woher willst du das wissen?«, fragte Dorothee und trat nun ebenfalls zum Fenster, um durch die Gardine zu spähen.

Die elegante Villa, die dem Regierungsdirektor gehörte, stand in einer stillen, baumbestandenen Straße in München-Bogenhausen. Der Großstadtverkehr flutete an dieser Straße vorüber.

»Woher ich weiß, dass du in Martin von Brunn verliebt bist?«, wiederholte Cordula die Frage ihrer Cousine. »Aber Dorothee, man sieht es dir doch an! Wenn Martin ins Zimmer tritt, geht auf deinem Gesicht die Sonne auf. Sag mal, er ist doch der Sohn eures Landrats, du musst ihn doch daheim schon gekannt haben?«

»Selbstverständlich«, antwortete Dorothee.

Sie wickelte eine ihrer langen blonden Haarsträhnen um den Zeigefinger.

»Martin von Brunn ist acht Jahre älter als ich«, erzählte sie. »Als er das Abitur am Gymnasium von Deggendorf gemacht hat, trat ich gerade in die Sexta ein. Damals hat er mich nie beachtet. Ich war für ihn überhaupt nicht vorhanden. Aber sein Vater ist mit meinem Vater befreundet, sie spielen oft Schach miteinander. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Martin ein lang aufgeschossener und schrecklich arroganter junger Mann war. Er hielt sich wohl damals für superklug und sah auf kleine Mädchen verächtlich herab.«

»Soso«, murmelte Cordula und nickte vor sich hin. »Und inzwischen hat er Jura studiert und sein Examen gemacht. Dann muss er ja sehr fleißig gewesen sein, und er muss etwas können, denn sonst hätte ihn Dr. Michael Herrlinger nicht in seine Praxis aufgenommen. Du musst wissen, dass Herrlinger & Sohn ein altes Anwaltsbüro ist, das es sich leisten kann, wählerisch zu sein.«

»Ich weiß, Cordula. Martins Vater ist auch sehr stolz darauf, dass sein Sohn dort einsteigen durfte.«

Die beiden Mädchen standen am Fenster und schauten erwartungsvoll hinaus, um zu sehen, ob das Auto mit dem jungen Rechtsanwalt immer noch nicht vorfuhr.

Ein tiefer Seufzer entrang sich der Brust der kleinen Komtess Dorothee.

»Nanu?«, wunderte sich Cordula. »Was hast du denn? Du siehst eigentlich gar nicht besonders froh und erwartungsvoll aus.«

»Weißt du, ich glaube, er macht sich nichts aus mir«, gestand Dorothee ihrer Cousine. »Wenn er in seinem Urlaub oder zu den Feiertagen einmal zu Hause war, hat er mich kaum beachtet. Es ist die reine Höflichkeit gegen meine Eltern, dass er mich zu dieser Ausfahrt eingeladen hat.«

»Du bist also unglücklich verliebt«, stellte Cordula fest. »Das ist ein Zustand, den du schnell ändern solltest. Unglückliche Liebe beschert dir nur Falten und Schatten unter den Augen.«

»Du machst dich schon wieder lustig über mich! Warst du denn noch nie verliebt?«, fragte Dorothee.

»Ach Gott, ich weiß nicht, wie oft!«, gab Cordula lachend zu. »Aber eine unglückliche Liebe habe ich mir noch nie erlaubt. Wenn die Sache problematisch wurde, habe ich sie beendet.«

Dorothee schaute in die Ferne, und ihr hübsches, zartes Gesicht sah traurig aus.

Cordula hat ein ganz anderes Naturell als ich, dachte sie. Sie wird mich nie verstehen.

In der Tat war Cordula heiter und leichtlebig, Dorothee dagegen schwermütig und sehr ernst. Stundenlang konnte Dorothee über etwas nachdenken, und ein unüberlegtes Wort konnte sie über alle Maßen glücklich oder traurig machen.

»Auf jeden Fall drücke ich dir für heute die Daumen«, sagte Cordula kameradschaftlich. »Es ist nämlich so weit: Dahinten kommt ein Auto. Ich glaube, ich kann auch schon erkennen, dass es ein roter Sportwagen ist. Nicht wahr, er fährt doch einen Alfa Romeo?«

Dorothee nickte und fühlte, dass ihr Herz bis zum Hals hinauf klopfte.

»Ein toller Wagen«, seufzte Cordula andächtig. »Ich wollte, ich hätte auch einmal einen Verehrer, der mich in einem Alfa Romeo abholt.«

Für Dorothee war das Fahrzeug, in dem der Mann ihrer Träume kam, vollkommen unwichtig. Darin war sie ein völlig unmodernes Mädchen. Für sie zählte nur der Mensch.

»Lass dir nicht anmerken, wie aufgeregt du bist«, ermahnte die Cousine sie. »Jetzt nutze die Gelegenheit aus und versuche herauszufinden, wie er über dich denkt. Du musst heute Abend Bescheid wissen, damit du nicht deine Zeit und deine Gefühle verschwendest.«

In diesem Moment hielt der rote Wagen vor der Villa, und ein junger Mann stieg aus.

Er sah blendend aus in dem hellgrauen Sommeranzug, dessen enge Hosen und taillierte Jacke seine gute Figur richtig zur Geltung brachten.

Während er auf die Pforte des Vorgartens zuging, warf er einen Blick auf die Villa.

Hastig fasste Cordula ihre Cousine beim Arm und zog sie mit einem Ruck vom Fenster weg.

»Komm, er darf uns hier nicht sehen. Sonst bildet er sich noch Schwachheiten ein! So weit kommt es noch, dass eine moderne junge Dame wie ein Burg-Fräulein im Mittelalter am Fenster steht und des Geliebten harrt!«

Martin von Brunn hatte die Haustür erreicht und klingelte. Melodisch klang das Ding-Dong des elektrischen Glockenspiels durch das Haus.

Das Stubenmädchen des Regierungsdirektors öffnete. Sie trug ein eng anliegendes dunkles Kleid und darüber ein winziges Spitzenschürzchen. Resi war ihr Name. Sie hatte ein paar lustige Sommersprossen auf der Nase und sah auch sonst recht ansehnlich aus.

Der elegante junge Herr an der Tür schenkte ihr einen anerkennenden Blick, und Resi betrachtete ihn begeistert. Sie hätte etwas darum gegeben, wenn sie auch einmal einen solchen Verehrer gehabt hätte. Jedenfalls beneidete sie heimlich das...

Erscheint lt. Verlag 2.9.2023
Reihe/Serie Die Welt der Hedwig Courths-Mahler
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2018 • 2019 • Adelsromanze • Bestseller • Cora • Deutsch • Doktor • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • E-Books • Familiensaga • feelgood • Fortsetzungsroman • Frauen • Frauenroman • für • Gefühle • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy End • Heimatroman • Heirat • Herzschmerz • Hochzeit • Kindle • Klassiker • leni-behrendt • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • Märchen • Märchen-Erwachsene • Mira • Modern • Romance • Roman-Heft • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • Schmonzette • Schön • Serie • spannend • Wohlfühl • wohlfühlen
ISBN-10 3-7517-5420-2 / 3751754202
ISBN-13 978-3-7517-5420-0 / 9783751754200
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