Memoiren einer preußischen Königstochter.
Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Übersetzung, Nachwort und Personenverzeichnis von Günter Berger.
Seiten
2023
|
4., korrigierte Auflage
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-18998-4 (ISBN)
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-18998-4 (ISBN)
Die in elegantem Französisch geschriebenen Memoiren konnten erst zur Zeit napoleonischer Herrschaft über Deutschland erscheinen. Denn sie entwerfen grell-abstoßende Porträts des brutalen Vaters und der egoistischen Mutter und sparen nicht mit Kritik an der Verschlagenheit ihres Bruders Friedrich II. Preußische Historiker denunzierten ihre einseitige Darstellung als Ausgeburt enttäuschter Heiratsambitionen und verkannten so die gattungsbedingte persönliche Perspektive eines Textes, der privilegierte Einblicke in höfisches Leben gewährt.
Die Memoiren Wilhelmines von Bayreuth erscheinen erst im Jahre 1810 - rund 50 Jahre nach ihrem Tod - nicht zufällig also zur Franzosenzeit, als Napoleon der preußischen Zensur den Arm abschneidet. Denn dieser in elegantem Französisch geschriebene Text der preußischen Prinzessin bietet ein grelles, abstoßendes Bild der Zeit Friedrich Wilhelms I., zeigt ihren Vater als prügelnden Wüterich, die Mutter Sophie Dorothea als ehrgeizige Intrigantin, entwirft vom 'Lieblingsbruder' Friedrich ein ambivalentes Porträt, das seine Verschlagenheit und Machtbesessenheit nicht ausspart. Darüber hinaus lässt die Erzählerin eine Galerie von Herrschaften auftreten, deren körperliche Defizite und charakterlichen Schwächen sie in ihrer unfreiwilligen Komik entlarvt. Kein Wunder, dass preußische Historiker des 19. Jahrhunderts die Einseitigkeit der Memoiren als Ausgeburt enttäuschter Heiratsambitionen denunzierten, ohne sich um das Spezifische der Gattung zu kümmern: dem Leser privilegierte Einblicke aus persönlicher hochadliger Perspektive in die Geheimnisse höfischen Lebens zu gewähren.
Die Memoiren Wilhelmines von Bayreuth erscheinen erst im Jahre 1810 - rund 50 Jahre nach ihrem Tod - nicht zufällig also zur Franzosenzeit, als Napoleon der preußischen Zensur den Arm abschneidet. Denn dieser in elegantem Französisch geschriebene Text der preußischen Prinzessin bietet ein grelles, abstoßendes Bild der Zeit Friedrich Wilhelms I., zeigt ihren Vater als prügelnden Wüterich, die Mutter Sophie Dorothea als ehrgeizige Intrigantin, entwirft vom 'Lieblingsbruder' Friedrich ein ambivalentes Porträt, das seine Verschlagenheit und Machtbesessenheit nicht ausspart. Darüber hinaus lässt die Erzählerin eine Galerie von Herrschaften auftreten, deren körperliche Defizite und charakterlichen Schwächen sie in ihrer unfreiwilligen Komik entlarvt. Kein Wunder, dass preußische Historiker des 19. Jahrhunderts die Einseitigkeit der Memoiren als Ausgeburt enttäuschter Heiratsambitionen denunzierten, ohne sich um das Spezifische der Gattung zu kümmern: dem Leser privilegierte Einblicke aus persönlicher hochadliger Perspektive in die Geheimnisse höfischen Lebens zu gewähren.
Untertitel und Personenverzeichnis wurden für diese 4. Auflage korrigiert und ergänzt.
Memoiren einer preußischen Königstochter. Wilhelmine von Bayreuth
Nachwort: Die höfische Welt aus der Sicht der Markgräfin
Stammtafel der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth
Bildnachweis
Personenverzeichnis
| Erscheinungsdatum | 18.08.2023 |
|---|---|
| Nachwort | Günter Berger |
| Übersetzer | Günter Berger |
| Zusatzinfo | 13 Abb. (darunter 11 farbige); VI, 419 S., 2 schw.-w. Abb., 11 farb. Abb. |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 157 x 233 mm |
| Gewicht | 630 g |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Schlagworte | Hofleben /18. Jahrhundert • Memoiren • Wilhelmine von Bayreuth |
| ISBN-10 | 3-428-18998-1 / 3428189981 |
| ISBN-13 | 978-3-428-18998-4 / 9783428189984 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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