Der Traum vom Hotel am Meer | Wholesome Feel Good Liebesroman (eBook)
409 Seiten
dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH (Verlag)
978-3-98778-597-9 (ISBN)
Willkommen im kleinen Hotel zum Verlieben!
Ein fesselnder Sommerroman vor der traumhaften Kulisse Südfrankreichs
Nilas Leben ist ein Scherbenhaufen. Nach der Trennung von ihrem Verlobten verliert sie auch noch den Job. Von Geldsorgen geplagt, kommt das Angebot der exzentrischen Renée Durand gerade recht. Sie soll die alte Dame zum Familienanwesen in die Provence begleiten, um dessen Verkauf abzuwickeln. Doch Nila verliebt sich auf Anhieb in das alte Gemäuer, das die perfekte Grundlage für ihren Jugendtraum wäre – ein kleines Hotel am Meer. Aber Nila spürt bald, dass ein Geheimnis diesen verwunschenen Ort umgibt. Als auch noch der charismatische Sohn des Hauses, Vincent, auftaucht, scheint das Chaos perfekt. Zwischen tragischen Familiengeheimnissen, Lavendelfeldern und Rotwein wächst Nilas Sehnsucht nach dem für sie richtigen Leben.
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Romans Lavendelblaue Sehnsucht.
Erste Leser:innenstimmen
„Traumhafter Liebesroman und die perfekte Urlaubslektüre!“
„So authentisch geschrieben, dass ich den Lavendel förmlich riechen konnte.“
„Mitreißend, emotional, wundervoll – sorgt garantiert für Sommergefühle!“
„Spannende Geheimnisse, tolle Protagonistin und atemberaubende Kulisse.“
Katie M. Bennett ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die mit ihrer Familie küstennah im Norden Deutschlands lebt. Sie liebt es, sich Geschichten auszudenken, am Meer zu sein und sich für in Not geratene Hunde einzusetzen.
6.
Nila fühlte sich noch immer ganz benommen, als sie langsam die Stufen zu ihrer Wohnung hinaufstieg.
In ihrem Leben war nun gar nichts mehr am gewohnten Platz. Selbst ihren sicher geglaubten Job gab es nicht mehr. Sie musste sich und ihr Leben neu sortieren. Daran führte kein Weg vorbei, aber sollte sie sich dieser Herausforderung ausgerechnet in der Provence stellen? Würden inmitten berauschender Lavendeldüfte und sommerlicher Leichtigkeit die Erinnerungen an wunderbare Zeiten in der Vergangenheit nicht eher dazu führen, dass sie noch tiefer in Wehmut versank? Oder war das genau der Schritt in die Zukunft, den es brauchte?
Seufzend steckte sie den Schlüssel in Türschloss. Sie hatte schlicht keine Ahnung. Allerdings war die Überlegung inzwischen auch müßig, denn sie hatte Madame Durand ja bereits zugesagt. Welcher Teufel sie bei der Entscheidung auch immer geritten haben mochte …
Als Nila in die Wohnung trat, wurde ihr wieder bewusst, wie leer und unpersönlich sie auf sie wirkte, seitdem Niklas gegangen war. Dabei hatte sich an der Einrichtung bisher kaum etwas geändert. Wie sollte das erst werden, wenn er alle Sachen abgeholt hätte? Eine Gänsehaut überzog ihre Arme. Plötzlich schien ihr Frankreich wie ein rettender Hafen. Sie nahm ihr Handy aus der Handtasche, ließ die Tasche zu Boden gleiten und ging in die Küche. Nachdenklich legte sie das Telefon auf den Küchentisch, nahm eine Mineralwasserflasche von der Arbeitsplatte, schraubte sie auf und trank einen großen Schluck. Sie hatte die Flasche gerade abgesetzt, als ein leises ,Pling‘ eine eingehende Whatsapp-Nachricht anzeigte.
Nila zuckte zusammen. Niklas? Sofort schalt sie sich eine dumme Kuh. Selbst wenn er sich melden sollte, änderte das nichts daran, dass sie jetzt aus guten Gründen getrennte Wege gingen. Vielleicht fehlte sie ihm auch, so wie er ihr. Trotzdem war ihr gemeinsamer Lebensweg beendet.
Sie sah aufs Display. Die Meldung war von Mona. Genauer gesagt hatte ihre Freundin ein Foto geschickt von dem kleinen italienischen Restaurant an der Ecke, der vorzügliche Pizzen zum Mitnehmen anbot. Der Text der Nachricht bestand nur aus einem Satz:
Passt es gerade?
Nila antwortete mit zwei Emojis und einem Daumen hoch. Ein spätes Mittagessen mit Mona kam ihr gerade recht. Zum einen verspürte sie tatsächlich etwas wie Hunger, zum anderen war die Aussicht wundervoll, Mona gleich von der geplanten Reise und dem Auftrag zu erzählen. Die Unsicherheit, ob sie im Begriff war, das Richtige zu tun oder eine vollkommene Dummheit zu begehen, fühlte sich mit einem Schlag viel kleiner an.
Es vergingen nur wenige Minuten, bis die Türklingel ertönte.
Nila eilte in den Flur, um ihre beste Freundin hereinzulassen.
Motorradhelm und Lederjacke baumelten über Monas linkem Arm und in der rechten Hand balancierte sie zwei Pizza-Schachteln, während sie lachend die Treppe hinauf stapfte. Nila lief ihr entgegen und nahm ihr die Schachteln ab. In der Wohnung begrüßte Nila die Freundin mit einer Umarmung und brachte dann das Essen in die Küche.
„Alkoholfreies Alster?“, rief sie über die Schulter in den Flur, wo Mona dabei war, ihre schweren Motorradstiefel auszuziehen.
„Sehr gerne!“ Mit geröteten Wangen erschien Mona schließlich im Türrahmen, während Nila noch die Pizzen auf Teller verteilte. Mona marschierte zum Kühlschrank und nahm zwei Flaschen Alsterwasser heraus, die sie zum Tisch trug.
„Mittagspause?“, fragte Nila und stellte die Teller zu den Bierflaschen.
Mona nickte. „Ich habe erst um sechzehn Uhr den nächsten Patienten.“ Sie fuhr sich durch ihre blonden, halblangen Locken und ließ sich auf einen der Küchenstühle fallen. Im Gegensatz zu Nila hatte Mona schon während ihrer gemeinsamen Schulzeit gewusst, was sie danach machen wollte: Physiotherapeutin werden und eine eigene Praxis gründen. Nach drei Jahren im Angestelltenverhältnis war es schließlich so weit gewesen, Mona hatte sich den Traum der Selbstständigkeit erfüllt und eine Praxis in Eimsbüttel eröffnet. Inzwischen hatte sie drei Angestellte und liebte ihren Beruf nach wie vor. Diesen ohne die Weisungen eines Chefs ausüben zu dürfen, war für einen Freigeist wie Mona das i-Tüpfelchen ihres beruflichen Glücks.
Nila setzte sich der Freundin gegenüber und zog den Teller zu sich heran. Ihre Pizza hatte den üblichen Lieblings-Belag mit Spinat und Schafskäse. Der Duft stieg ihr in die Nase und sie merkte einmal mehr, wie hungrig sie trotz der weiteren Hiobsbotschaft inzwischen war.
„Guten Appetit!“ Nila konnte nicht länger warten und biss herzhaft in ein portioniertes Stück.
„Gleichfalls.“ Mona trank zunächst einen großen Schluck aus ihrer Flasche, bevor auch sie zu essen anfing.
„Wie war dein Tag bis jetzt?“, fragte sie zwischen bei Bissen. Aus klaren, ungeschminkten Augen sah sie Nila prüfend an.
Nila schluckte den köstlichen Pizzarest in ihrem Mund herunter, zuckte die Achseln und sagte: „Nun bin ich auch noch arbeitslos. Winterfeldt hat mich gefeuert.“ Sie war selbst überrascht, wie ruhig sie klang. Oder stand sie einfach noch unter Schock?
„Was?“ Mona starrte sie an. Ihre Hand, die gerade ein weiteres Stück Pizza Funghi in den Mund befördern wollte, verharrte in der Luft.
„Der Hamburger Standort wird aufgelöst. Und – Überraschung – mir wurde nicht angeboten, nach München zu wechseln. Na ja, konnte ich wohl auch nicht erwarten, dass Winterfeldt mir das Angebot macht mitzugehen.“ Ein bitterer Zug verdunkelte ihre Augen und strafte das leichte Lächeln Lügen.
„Dieser Arsch!“, entfuhr es Mona. „Und was machst du jetzt?“ Ihr Blick schweifte durch die frisch renovierte Altbauküche. Sie wusste um Nilas finanziellen Engpass, den Niklas’ Auszug zweifellos bald hervorrufen würde. Die Finanzierung hatten beide abgeschlossen, sich aber nun darauf geeinigt, dass Nila in der Wohnung blieb und die Hypothekenzinsen alleine bediente. Eine Umschreibung auf ihren Namen sollte demnächst erfolgen.
Monas Stirn kräuselte sich sorgenvoll, während sie ihr Pizzastück zurück auf den Teller legte.
„Nun ja.“ Nila holte tief Luft. „Ich fahre übermorgen in die Provence.“
„Du machst was?“ Mona riss überrascht die Augen auf. Sie schien sprachlos, was bei ihr sehr selten vorkam.
Nila musste schmunzeln. „Ich habe direkt ein neues Jobangebot bekommen. Also um genau zu sein, einen einzelnen Auftrag, aber immerhin. Eine Französin, Renée Durand, der ich vor Jahren eine Wohnung an der Alster vermittelt habe, möchte ihr Anwesen in der Provence verkaufen. Und sie will, dass ich mich darum kümmere.“ Unsicher sah Nila zu ihrer Freundin. Deren Gesichtsausdruck zeigte flüchtig Verwirrung, bevor sich ein Strahlen auf ihrem Gesicht ausbreitete.
„Aber das ist ja wundervoll! Schließt sich eine Tür, öffnen sich drei neue. Wie du weißt, mein Lebensmotto. Aber so schnell … wow … toll! Wann geht es los?“
„Übermorgen.“ Monas begeisterte Reaktion schmälerte Nilas Zweifel prompt, ohne sie allerdings ganz auszuräumen. „Ich bin noch immer nicht sicher, ob das gerade das Richtige ist. Aber Madame Durand tritt sehr überzeugend auf, und ehe mich versehen hatte, hatte ich auch schon zugesagt.“
„Da gibt es doch nichts zu überlegen! Das Angebot ist ein Geschenk des Himmels!“ Mona griff erneut zu ihrer Pizza und kaute kurz darauf genussvoll.
„Na ja, streng genommen darf ich keinen Kunden aus der Agentur übernehmen, und ich muss mich noch darum kümmern, eine Selbstständigkeit anzumelden. Und zu guter Letzt ist die Provence für mich bislang untrennbar mit Niklas verbunden gewesen.“ Nila senkte den Blick. Der letzte Punkt war tatsächlich der wichtigste, wie ihr klar wurde.
Mona machte ein unwilliges Geräusch. „Du wirst dieses Mal ganz neue Eindrücke in der Provence sammeln, da bin ich sicher! Was die Linientreue zu Winterfeldt angeht … pffft … no risk, no fun. Wie soll er rausfinden, dass du in Frankreich für eine alte Kundin tätig wirst? Apropos Klage, zahlt er dir wenigstens freiwillig eine anständige Abfindung?“
„Tja, ich hatte nicht das Vergnügen, ihn vorhin im Büro anzutreffen. Ich wollte ihm eigentlich zum Abschluss wenigstens einmal gründlich die Meinung geigen, aber er wurde heute leider nicht in der Agentur erwartet. In der Kündigung ist keine Rede von Abfindung, und vermutlich hätte ich sogar vergessen, ihn darauf anzusprechen. Aber natürlich hast du recht, fünf Jahre treue Betriebszugehörigkeit werden ihn schon ein bisschen was kosten.“ Nila verzog das Gesicht. Die Vorstellung, sich dafür einzusetzen, bereitete ihr schon im Vorfeld Magenschmerzen. Nachdem sie ihrem Ärger vorhin keine Luft machen konnte, war sie inzwischen schon froh gewesen, mit Winterfeldt nie wieder Kontakt haben zu müssen. Ihn als unschöne Erfahrung schlicht abzuhaken, der Gedanke fühlte sich alles andere als schlecht an.
„Übergib die Sache doch Lena. Wozu haben wir eine Juristen-Freundin, die auf Arbeitsrecht spezialisiert ist?“
„Meinst du nicht, ich sollte es erstmal selbst versuchen?“ Nilas blaue Augen spiegelten Zweifel. Direkt eine Rechtsanwältin einzuschalten, ohne es vorher gütlich versucht zu haben, widerstrebte ihr. Selbst bei ihrem ehemaligen Chef …
„Warum? Um nett zu Winterfeldt zu sein?“ Mona machte eine wegwerfende Handbewegung und rollte mit den Augen. „Blödsinn, lass Lena sich mit dem Wicht rumärgern. Wir trinken stattdessen darauf, dass sich in deinem Leben ab jetzt ganz neue Wege auftun!“ Sie hob ihre Bierflasche und lächelte breit.
Nila zögerte nur kurz. Vermutlich hatte ihre Freundin recht. Und sie verspürte tatsächlich wenig Lust dazu, sich wegen...
| Erscheint lt. Verlag | 29.6.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Verliebt in der Provence |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | feelgood romance • Frankreich Provence • Hoteltraum • humorvoller Liebesroman • sommerlicher Liebesroman • Urlaubsliebesroman • Wohlfühliebesroman |
| ISBN-10 | 3-98778-597-7 / 3987785977 |
| ISBN-13 | 978-3-98778-597-9 / 9783987785979 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopierschutz. Eine Weitergabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persönlichen Nutzung erwerben.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich