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Raumschiff RUBIKON 2 Hinter dem Ereignishorizont -  Susan Schwartz

Raumschiff RUBIKON 2 Hinter dem Ereignishorizont (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
240 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-2428-2 (ISBN)
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Unkontrolliert rast die RUBIKON auf das Super Black Hole im Zentrum der Milchstraße zu. Als das Ende unausweichlich scheint, befiehlt Commander Cloud die Evakuierung. Doch was wartet wirklich hinter dem Ereignishorizont des Schwarzen Lochs? Wer ist Fontarayn, der die RUBIKON in seine Gewalt gebracht hat - und wer sind seine Jäger, die sein Schiff zerstörten? Welche Motive leiten ihn? Und - was wurde aus Jiim, dem geflügelten Freund der Menschen?

​Prolog




Meidet uns künftig. Meidet die Sonne, die ihr Sol nennt, und den Planeten, in dem ihr törichterweise immer noch eure Heimat seht. Kehrt nie mehr dorthin zurück. Von diesem Augenblick an seid ihr auf der Welt namens Erde nicht mehr willkommen – und werdet es nie mehr sein!


So hatten – sinngemäß – Darabims Abschiedworte gelautet, und so waren sie für immer und ewig gestrandet. Man schrieb das Jahr 2252, aber es war nicht ihr Jahr. Und sie waren aus jenem Sonnensystem verbannt, in dem sie geboren und aufgewachsen waren, für das sie gekämpft hatten – ihr Leben riskiert, und nicht nur einmal.

Das kann er nicht so einfach tun! , rebellierte eine Stimme in Cloud. Er ist ein Keelon, ein von den anorganischen Jay’nac gezüchtetes Geschöpf! Was maßt er sich an? Darabim ist nicht mehr der Master der Erde, auch wenn er das annehmen mag. Und Darnoks Bewusstsein ist in ihm, der unser Freund war, der sein Leben für uns gab. Zählt dies alles nichts? Begreift Darabim nicht, dass er nicht Herr, sondern höriger Diener ist?

Und was ist mit den Erinjij, die Geißel der Galaxis, wie man sagt? Sie waren einst Menschen, und viele von ihnen sind es immer noch! Aylea ist das beste Beispiel dafür! Behütet aufgewachsen in perfekter Idylle, hat sie den faulen Kern des Apfels entdeckt – und sofort versuchte man, sie loszuwerden. Ins Getto hat man sie gesteckt, zu all den anderen Unerwünschten, sie der schleichenden Strahlung und den Gefahren der Zeitanomalien ausgesetzt. Ein Ort, von dem nur die wissen, die ganz oben die Geschicke der Menschheit leiten.

Es gibt keine Gefängnisse mehr auf der Erde, keine Todesstrafen, man gibt sich hochmoralisch und sozial. Natürlich, wenn man heimlich einen Platz zum Abschieben hat! Da macht man sich nicht die Hände schmutzig, überlässt den Verurteilten einfach seinem Schicksal und sorgt dafür, dass er keinen Schaden mehr anrichten kann.

So muss es ja nicht kommen, heißt es. Jeder ist dafür verantwortlich, dass das soziale Gefüge nicht gefährdet wird, in diesem Paradies. Und dazu gehören vor allem unbequeme Fragen.

Brot und Spiele, panem et circenses.

Vermisste Cloud seine Heimat?

Natürlich. Aber jene Heimat, die er 2041 verlassen hatte, auf der Suche nach seinem Vater und den Hintergründen des Scheiterns der ersten Marsmission. Die Erinjij waren nicht mehr sein Volk, zumindest größtenteils nicht, wie er bitter einsehen musste.

Aber die Erde war noch da. Und damit auch diejenigen, die nicht teilhaben wollten an dem Eroberungsfeldzug der Erinjij in der Milchstraße.

Die Erde selbst ... war ein blühender Planet. Cloud gab es jedes Mal einen Stich im Herzen, wenn er hin und wieder eine Holoaufnahme betrachtete, wenn er einfach nicht anders konnte, als sich das anzutun und das zu sehen, was er für immer verloren hatte. Oder wenn Aylea von ihrem kurzen, damals noch glücklichen Leben berichtete.

Doch im Grunde hatte Darabim Recht. Was sollten Cloud und seine Freunde auf der Erde tun? Sie »befreien«? Selbst, wenn dieses Unmögliche gelungen wäre - wie hätte es danach weitergehen sollen? Die Folgen wären Anarchie und Chaos, der Zusammenbruch des pseudoparadiesischen Gefüges. Und dann? Von vorn anfangen, in Armut und Barbarei? Dafür würde ihnen wohl kaum jemand Dank entgegenbringen.

Dieser Aufgabe bist du ohnehin nicht gewachsen, Cloud , sagte eine andere, reifere Stimme in ihm. Nimm es hin. Akzeptiere es. Menschen haben schon Schlimmeres durchgemacht als Entwurzelung. Und ob ein paar Millionen Lichtjahre Entfernung oder nur ein Ozean, der auf demselben Planeten Menschen voneinander trennt – es spielt keine Rolle für das Gefühl der Einsamkeit und des Heimwehs. Du musst lernen, damit fertig zu werden. Du musst lernen, damit umzugehen. Sei ein Vorbild für deine Gefährten und die weiteren Gestrandeten, die man ebenfalls »hinausgeworfen« hat. Viele von ihnen sind nicht einmal vom Schicksal so begünstigt wie du: Denn du bist jung und gesund, du hast einen klaren Verstand – und eines der mächtigsten Raumschiffe, die je gebaut wurden. Die hochentwickelte KI – Sesha – akzeptiert dich als Kommandanten und gehorcht dir. Ihr metallischer Leib ist eine Welt für sich, es gibt schier unerschöpfliche Möglichkeiten, es hier für die Menschen erträglich zu machen. Du kannst weitere hydroponische Gärten anlegen, die Jelto pflegt, jeder kann sich seine Unterkunft so herrichten, wie er mag. Selbst Einsiedler haben hier eine gute Chance, den Rest ihres Lebens abgeschieden in einer Enklave zu verbringen, ohne dass sich jemand auch nur zufällig in die Nähe verirren muss.

Finde eine Aufgabe, Cloud, für dich und deine Leute. Gib ihnen ein Ziel, damit sie wissen, wofür sie weitermachen. Mit den gewaltigen Machtmitteln, die dir zur Verfügung stehen, kannst du eine Menge anstellen.

Es wird Zeit, erwachsen zu werden und über den Tellerrand zu blicken. Das Universum ist nun deine Heimat. Da gibt es eine Menge zu tun, hadere nicht länger mit dir selbst!


Cloud müsste über sich selbst lächeln. Ein Glück, dass niemand seine Gedanken las, wahrscheinlich hätte derjenige ihn für irre gehalten.

Algorian, der telepathisch begabte Aorii, hätte sich vielleicht in seinen Gedanken herumtreiben können. Aber erstens würde der Freund das nie tun, und zweitens hatte er derzeit andere Sorgen.

Scobee, Jarvis und Algorian waren nach ihrer Rückkehr von Saskana, jener Welt, die so gut versteckt lag, dass sie weder zu sehen noch mit Messgeräten erfassbar war, von Sesha in Quarantäne gesteckt worden.

Ihnen allen haftete ein auf Saskana allgegenwärtiger Staub an, der Algorians Psi-Kräfte und Jarvis’ Körper stark beeinträchtigt hatte – Letzteren sogar in einem Maße, dass ihn ein simpler Korallenbaum verletzen konnte. Was für sich genommen schon ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre – unter normalen Umständen. Denn Jarvis’ Bewusstsein bewohnte seit seinem Tod die ehemalige Rüstung eines Foronen, deren Nanostruktur sich von ihm beliebig formen ließ. Der ehemalige Klon brauchte nicht einmal mehr einen Stuhl, um sich darauf zu setzen, er musste die Myriaden Teilchen, aus denen er sich zusammensetzte, nur entsprechend seinen Vorstellungen anordnen ...

Im Allgemeinen modellierte Jarvis seine Hightech-Hülle so, dass sie entfernt an den ehemaligen GenTec erinnerte, der er einmal war. Er ahmte das Gesicht inzwischen recht gut nach und verstand sich auch auf Mimik. Wenn Jarvis sprach, bewegte sich sein Mund, und man hätte annehmen können, dass er über Stimmbänder und Lungen verfügte.

Wenn er jemals in der Lage wäre, den Nanokörper vollständig zu beherrschen, wäre er ein sehr mächtiges Wesen.

Aber nicht derzeit. Der Staub haftete an ihm und machte ihn »müde«, die beste Beschreibung für seinen Zustand. Jarvis bewegte sich nur noch sehr langsam, und die Wunde machte ihm zu schaffen. Obwohl er den Fremdkörper zusammen mit dem abgestorbenen Nanogewebe isoliert und abgestoßen hatte, schien noch immer etwas da zu sein, das die Zellumgebung angreifen wollte.

Die organischen Gefährten hatten zusätzlich zur Bestäubung ihrer Haut auch noch Staub in der Lunge, der allerdings außer Hustenreiz bisher nichts Schlimmeres bewirkt hatte.

Sesha war noch mit den Analysen beschäftigt – eine ungewöhnlich lange Dauer für eine so hochentwickelte KI.

Das konnte allerdings auch daran liegen, dass die RUBIKON gerade auf ein Super Black Hole zutrieb und selbst eine multifunktionelle Maschine damit überfordert war.


Ja , dachte Cloud. Dem Tode geweiht, das sind wir .

Ihr ursprüngliches Ziel war Saskana gewesen, Boreguirs Heimat. Cloud, Scobee und die anderen hatten es als selbstverständlich angesehen, dem gefallenen Krieger und Freund die letzte Ehre zu erweisen und seinen Leichnam nach Hause zu bringen.

Boreguir selbst hatte dies – bewusst oder zufällig – vorbereitet, denn er hatte ein Vermächtnis hinterlassen; eine Art Papyrus, auf dem der Sternenhimmel der Heimat des Saskanen abgebildet war. Zumindest hatte das der Satoga Artas vermutet, der den Papyrus auf der RUBIKON gefunden und Cloud zusammen mit den Koordinaten quasi als Abschiedsgeschenk übergeben hatte.

Doch erst einmal dort angekommen, war weder...

Erscheint lt. Verlag 1.2.2019
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
ISBN-10 3-7389-2428-0 / 3738924280
ISBN-13 978-3-7389-2428-2 / 9783738924282
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