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Hunter B. Holmes: Studienfach Mord (eBook)

London Cosy Crime
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
220 Seiten
tolino media (Verlag)
978-3-7579-3486-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Hunter B. Holmes: Studienfach Mord -  Wolf September
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Willkommen in der aufregenden Welt von 'Hunter B. Holmes - Studienfach Mord', einem mitreißenden Cosycrime-Abenteuer, das die Tradition der besten Detektivgeschichten aufgreift und sie in einer modernen Londoner Kulisse neu interpretiert. Lassen Sie sich von der Magie dieses Krimis verzaubern und erleben Sie ein Lesevergnügen, das lange nachhallt. Klappentext: Max Gibson ist Professor an einer der renommiertesten Universitäten in London. Bei den Studenten beliebt und von Kollegen geschätzt, ist es umso schockierender, als er während einer Vorlesung tot zusammenbricht. Schnell stellt sich heraus, dass es sich dabei um Mord handelt. Hunter B. Holmes und sein neuer Partner David Cloverfield übernehmen den mysteriösen Fall, der sie in ein Netz aus Lügen, Liebe und Intrigen zieht, je tiefer sie in Max' Vergangenheit graben. Doch nicht nur dieser Fall beschäftigt sie, auch ihre Privatleben halten viele Wendungen und Überraschungen für David und Hunter bereit. Zeit für Muffins und Kaffeekränzchen bleibt ihnen kaum, denn der Täter schlägt erneut zu. Die Suche nach dem Mörder wird nicht nur für die beiden zu einem Spiel gegen die Zeit ... In 'Hunter B. Holmes - Studienfach Mord' wird die Suche nach der Wahrheit zu einem atemlosen Spiel gegen die Zeit, bei dem die Leser mitfiebern und mitlachen. Dieser fesselnde Cosycrime verspricht eine unterhaltsame Kombination aus Spannung, Humor und charmanten Ermittlern, die sich ihren Weg durch ein Netz aus Mord, Liebe und Intrigen bahnen. Ein absolutes Muss für Liebhaber mysteriöser Kriminalfälle und mitreißender Detektivgeschichten! Tauche ein in dieses aufregende Cosycrime-Abenteuer, das von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

Wolf September lebt im idyllischen Dreiländereck Hessen, Bayern, Thüringen und entdeckte seine Liebe zum Schreiben bereits als Kind an der Schreibmaschine seiner Oma. Als er 2020, frisch verheiratet, seine alten Kindheitsgeschichten auf dem Dachboden fand, entstand die Idee: Warum nicht die Romane schreiben, die er selbst immer lesen wollte? Heute sind seine Bücher ein Mix aus Spannung, Humor und Romantik - und jede seiner Geschichten ist wie ein Besuch bei guten Freunden.

Wolf September lebt im idyllischen Dreiländereck Hessen, Bayern, Thüringen und entdeckte seine Liebe zum Schreiben bereits als Kind an der Schreibmaschine seiner Oma. Als er 2020, frisch verheiratet, seine alten Kindheitsgeschichten auf dem Dachboden fand, entstand die Idee: Warum nicht die Romane schreiben, die er selbst immer lesen wollte? Heute sind seine Bücher ein Mix aus Spannung, Humor und Romantik – und jede seiner Geschichten ist wie ein Besuch bei guten Freunden.

 

Kapitel 3 – Der Neue


Hunter lief die Treppen der Westminster-Station nach oben, überquerte die Straße und erreichte das Hauptquartier von Scotland Yard. Er fuhr mit dem Lift in den dritten Stock und schlenderte zu seinem Büro. Als Hunter die Tür aufstieß, entdeckte er einen Mann, der mit dem Rücken zu ihm stand und Sachen aus einer Kiste auf den Schreibtisch gegenüber Hunters platzierte. Er schien ihn nicht bemerkt zu haben, denn er räumte fleißig weiter, während Hunter einen Schritt ins Büro trat und ihn weiter beobachtete. Neben dem Bildschirm stand ein Foto des neuen Kollegen mit einem älteren Paar, vermutlich dessen Eltern. Am unteren Eck war ein schwarzes Schleifenband über das Foto geschoben. Hunters Blick wanderte vom Foto zurück zu seinem neuen Kollegen. Er machte auf ihn den Anschein eines Musterschülers. Kurze braune Haare, eher schmächtig gebaut, aber doch auf gewisse Art sportlich und durchtrainiert. Ein gut gebügeltes Hemd, das akkurat in einer scheinbar neuen Jeans steckte. Dazu braune Business-Sneaker, die wohl ebenfalls erst vor kurzem gekauft worden waren. Er schien auf einen guten ersten Eindruck bedacht gewesen zu sein.

Hunter streckte sich, um ihn über die Schultern zu schauen. Sein neuer Kollege räumte Kugelschreiber in eins der Schubfächer und Hunter hätte schwören können, dass er sie sogar nach ihrer Größe sortierte. Er schmunzelte in sich hinein.

„Guten Morgen“, rief er in den Raum, ein wenig lauter als beabsichtigt.

Der Neue fuhr zusammen und schoss herum.

„Haben Sie mich erschreckt. Guten Morgen“, sagte er verdattert.

„Halte immer die Tür im Auge! Diesen Tipp gibt es zum Start hier kostenlos.“ Hunter grinste ihn an und checkte ihn dabei weiter ab. Feine Gesichtszüge, dichte Augenbrauen und glattrasiert. Wache Augen sahen ihn erwartungsvoll an. Doch Hunter war sich sicher, unter dieser scheinbar biederen Fassade, waren auch Humor und Ausgelassenheit zuhause.

Hunter hielt ihm die Hand entgegen.

„Ich bin Detectiv Inspector Holmes, nenn mich einfach Hunter.“ Er lächelte ihn an.

„David Cloverfield, freut mich. Für dich David“, stellte sich der Neue vor. „Holmes wie Sherlock?“, fragte er dann mit einem aufrichtigen Lächeln.

Hunter verzog seine Miene. „Nein – Holmes, wie Hunter B. Holmes.“

„Verstehe. Leidvolle Erfahrungen mit dem Namen?“, erwiderte David schmunzelnd.

„Eher nervtötende. Wenn man Holmes heißt und in der Verbrechensbekämpfung tätig ist, bringt es das wahrscheinlich mit sich. Aber es muss einem ja nicht gefallen.“

„Kenne ich. Ich meine, ich weiß, was du meinst. Also das mit dem Namen“, stammelte David.

Fragend zog Hunter eine Augenbraue hoch. „Woher? Du heißt ja nicht Holmes oder Barnaby oder etwas in der Art.“

„Das nicht, dafür werde ich des Öfteren um Zauberkunststücke gebeten.“ Während er das sagte, strich David eine unsichtbare Falte aus seinem Hemd und fixierte dann einen Punkt am Boden.

Hunter überlegte, auf was sein neuer Partner hinauswollte. In seinem Geiste wiederholte er Davids Namen, bis der Groschen fiel.

„Jetzt, wo du es sagst. Dann sind wir also der Detective und sein Zauberer.“ Hunter lachte auf, was von David mit einem gequälten Lächeln quittiert wurde.

 

Das Telefon klingelte und unterbrach die Vorstellung. Seufzend schlenderte Hunter zum Schreibtisch und nahm den Hörer ab.

„DI Holmes“, meldete er sich. „Wann? Wo? Wir sind gleich da!“

David sah ihn erwartungsvoll und ein wenig verängstigt, ob des ersten Einsatzes, an.

„So wie es aussieht, werden wir unser Gespräch im Wagen fortsetzen müssen. Wir haben einen ungeklärten Todesfall im Imperial College.“

„Einen Mord?“, hakte David nach und sprang auf.

„Nein David, einen ungeklärten Todesfall. Der Notarzt hat aber wohl etwas Ungewöhnliches an der Leiche festgestellt und uns angefordert. Ob es sich um Mord handelt, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Gehen wir.“

 

Kurze Zeit später saßen die beiden in einem der Dienstwagen, den Hunter aus der Tiefgarage lenkte.

„Was hat dich in die Arme der Polizei getrieben?“, fragte er, während er an einer Ampel hielt und das Fenster herunterließ.

„Polizeiarbeit hat mich schon immer fasziniert. Schon als kleiner Junge saß ich vor dem Fernseher und fieberte mit, wenn die Bösewichte dingfest gemacht wurden. Außerdem würde ich von mir behaupten, dass ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn besitze. Ich mag es nicht, wenn jemandem Unrecht getan wird“, erklärte David und knetete dabei seine Hände im Schoß.

„Das ist sehr löblich. Wobei unsere Arbeit nicht mit Krimiserien zu vergleichen ist. Sie besteht aus sehr viel Schreibtischarbeit, Unmengen an Kaffee und vielen Überstunden. Zumindest ist das bei uns auf dem Revier so. Ich hoffe, deine Frau kommt damit klar, dich nicht allzu oft zu Gesicht zu bekommen.“ Hunter schielte unauffällig zu David.

„Ich bin nicht verheiratet. Und auf meinem alten Revier war es nicht viel anders.“

„Nicht verheiratet? Dann verlobt?“

„Ich bin auch nicht verlobt und bevor du weiter fragst: Ich bin Single.“

„Muss es ja auch geben!“ Hunter lachte auf. „Wie alt bist du?“, lenkte er das Gespräch in eine andere Richtung. Innerlich schmunzelte er – seine Befragung nach dem Beziehungsstand war, auch wenn David ihn bei seiner Absicht erwischt hatte, erfolgreich gewesen. Neugier war nun einmal eine Berufskrankheit.

„Vierunddreißig, und du?“, fragte er.

„Stolze dreiundvierzig.“

David blies Luft durch seine Zähne. „Hätte ich nicht gedacht.“

„Danke.“ Hunter blickte vergnügt zu seinem Beifahrer. Ihm gefiel seine forsche und ehrliche Art. Er mochte Menschen, die kein Blatt vor den Mund nahmen. Wobei David dabei höflich und respektvoll blieb. Hunter wusste in diesem Augenblick, dass er mit seinem neuen Partner einen Volltreffer gelandet hatte - seine Menschenkenntnis ließ ihn weder im Beruf noch im Privaten in Stich.

„Gibt es bei dir jemanden? Eine Frau … oder einen Mann?“, erkundigte sich David und versuchte, es so beiläufig, wie möglich klingen zu lassen, aber die Absicht dahinter erkannte Hunter.

„Ich sehe schon, der Flurfunk funktioniert.“ Hunter sah zu David und grinste. „Nein, es gibt zurzeit keinen Mann in meinem Leben.“

Amüsiert stellte er fest, dass David verlegen auf die Straße starrte.

„Du hast doch kein Problem damit, dass dein Partner schwul ist?“

„Äh, nein.“

Äh nein?“, wiederholte Hunter fragend seine Aussage.

„Natürlich nicht. Ich hätte es nur nicht vermutet. Aber es ist cool.“

„Was hat der Flurfunk sonst noch berichtet?“, erkundigte sich Hunter lapidar und konnte sich schon gut vorstellen, wie Geoffrey mit einer Tasse Kaffee in seinem Büro gestanden hatte, um David alle wichtigen Eckdaten zu geben, die er wissen musste. Hunter hatte unter seinen Kollegen nie einen großen Hehl aus seiner Sexualität gemacht. Warum auch? Doch für einige von ihnen war es eben noch immer eins der spannenderen Details, wenn sie über ihn sprachen.

„Sonst nichts weiter. Ach, halt! Nur noch, dass dein Vater ein Earl ist und deine Familie wohl ziemlich reich sein muss.“

Hunter lachte auf, hatte er es doch gewusst.

„Gute alte Yellow Press. Dann weißt du so ziemlich alles, was es über mich zu wissen gibt.“

„Schwul, dreiundvierzig, adelig. Wenn das alles ist, was dich ausmacht, wäre das ziemlich traurig, nicht wahr? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch viele andere, spannende Dinge über dich herausfinden werde“, konterte David.

„So spannend bin ich nicht, und du hast den Polizisten vergessen! Zu dir komme ich bei Gelegenheit. Jetzt lass uns aber erst einmal über unser weiteres Vorgehen reden. Wir sind gleich da. Was schlägst du vor?“

„Ich?“ Das Wort purzelte vor Überraschung nur so aus David heraus.

„Ja, du. Wie würdest du vorgehen?“

David überlegte, er hatte wohl erwartet, Anweisungen zu bekommen.

„Entscheidest das nicht du?“, fragte er. Die Verunsicherung war ihm deutlich anzuhören.

„Ich mag zwar dein Vorgesetzter sein, aber nicht der Oberbefehlshaber. Von daher würde ich es begrüßen, wenn wir gemeinsam entscheiden, wie wir vorgehen. Partner – du verstehst?“

„Ich verstehe. Es ist nur ... ach egal.“ Davids Stimme war dünn geworden und im Augenwinkel erkannte Hunter, dass er verlegen einen losen Faden von seiner Hose fischte.

„Es scheint nicht egal zu sein. Also raus mit der Sprache.“

„Ich bin eine solche Arbeitsweise nicht gewohnt. In meinem alten Revier war ich der Bedienstete meines Chefs. Ich durfte weder alleine entscheiden und schon gar nicht, wäre ich nach meiner Meinung gefragt worden.“

„Ich würde sagen, dann sollten wir beide froh sein, dass du nicht mehr auf deinem alten Revier bist. Also? Wie gehen wir vor?“

David lächelte. In seinem Blick war so etwas wie Erleichterung zu erkennen.

„Also gut, wenn du mich fragst, würde ich zuerst die Zeugen befragen und dann mit dem Notarzt sprechen.“

„Hmm“, brummte Hunter.

„War das falsch?“ David suchte verunsichert Hunters Blick.

„Die Zeugen vor Ort zu befragen, halte ich für verfrüht. Vorschlag: Während du die Daten der möglichen Zeugen aufnimmst, befrage ich den Notarzt. Wir wissen schließlich noch nicht, ob es sich um ein Verbrechen handelt oder nicht. Was hältst du davon?“

„Klingt nach einem Plan.“

Von weitem konnte Hunter bereits den...

Erscheint lt. Verlag 1.6.2023
Reihe/Serie London Cosycrime
London Cosycrime
London Cosycrime - Kriminalroman - Cozy Krimi
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte adelig • Cosycrime • Cosy Crime • cosycrime deutsch • cozycrime • Ermittler • gay • Holmes • Krimi • Krimi humorvoll • LGBTQ • London • Mord • Schwul • Spannung • Studium • Thriller • Whodunit • Whodunnit
ISBN-10 3-7579-3486-5 / 3757934865
ISBN-13 978-3-7579-3486-6 / 9783757934866
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