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Vatter - es war filmreif (eBook)

Eine 'Schneegeschichte' in Andalusien
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
306 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-9658-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Vatter - es war filmreif -  Hans-Jürgen Kampe
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Spanienurlaub zwischen den Fronten Eine spannende Urlaubebekanntschaft - Kokainhandel und ein überraschender Thriller Schwunghafter Kokain 'Schnee' Schmuggel in Südspanien! Und die Kasseler Familie Thaler gerät unfreiwillig in die Zange von zwei verfeindeten Drogensyndikaten. Dabei wollte 'Vatter' Klaus Thaler mit seiner Familie nur als Komparse in einem Film mitspielen. Denn der verschlafene andalusische Urlaubsort der Familie ist diesmal Drehort eines Thrillers, in dem die verrückte Familie mit all ihren Freunden mitwirken darf. Eine turbulente 'filmreife' Geschichte, spannend und urkomisch, in dem der tollpatschige 'Vatter' bis zum Schluss kein Fettnäpfchen auslässt.

Geboren 1951 in Kassel. Abitur 1971. Von 1971-1976 VWL-Studium in Marburg. 1976 Abschluss als Diplom-Volkswirt. Heirat 1976. Ab 1976 Angestellter in einem Kasseler Immobilienmaklerbüro. 1977 Büroleiter. Ab 1978 selbständiger Immobiliemakler. Gutachter, Mitglied des Prüfungsausschuss der IHK Nordhessen, stellvertretender Vorsitzender im Gutachterausschuss für die Stadt Kassel, Beirat im CVJM. 3 erwachsene Töchter. 2006 Promotion. Ruhestand seit 2017. Seitdem freier Mitarbeiter und Gutachter.

Geboren 1951 in Kassel. Abitur 1971. Von 1971-1976 VWL-Studium in Marburg. 1976 Abschluss als Diplom-Volkswirt. Heirat 1976. Ab 1976 Angestellter in einem Kasseler Immobilienmaklerbüro. 1977 Büroleiter. Ab 1978 selbständiger Immobiliemakler. Gutachter, Mitglied des Prüfungsausschuss der IHK Nordhessen, stellvertretender Vorsitzender im Gutachterausschuss für die Stadt Kassel, Beirat im CVJM. 3 erwachsene Töchter. 2006 Promotion. Ruhestand seit 2017. Seitdem freier Mitarbeiter und Gutachter.

Das Syndikat




Vatter - es war filmreif

Eine „Schneegeschichte“ in Andalusien








Hans-Jürgen Kampe



Den Schnee, auf dem wir alle talwärts fahr´n,
kennt heute jedes Kind!

Falco: Der Kommissar















Impressum

Texte: © Copyright by Hans-Jürgen Kampe


Umschlag: © Copyright by Hans-Jürgen Kampe


Verlag: Hans-Jürgen Kampe

Schanzenstraße 95a

34130 Kassel



Druck: epubli, ein Service der
neopubli GmbH, Berlin


Printed in Germany


1


Zu der Videokonferenz hatte Raphael geladen.

Der Kopf des Syndikats musste tiefgreifende Probleme mit den Leitern der aufgeteilten Regionen besprechen. Das Syndikat bestand seit drei Jahrzehnten und hatte sich kontinuierlich über weite Teile der Erde ausgedehnt.

Mit geschickten, mehr oder weniger „freiwilligen“ Aufkäufen, Bestechung, Drohungen, Zusagen ohne Garantien, Verbrechen und offenen oder verdeckten Kämpfen hatte die Gruppe eine Spitzenstellung bei der Produktion von Kokain in Kolumbien, Peru und Bolivien erreicht.

Die Verteilungswege und die Methoden des Transports wurden im Laufe der Jahre stets verbessert und abgesichert.

Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Infiltration und Bestechung von Zollbeamten, Polizisten, Staatsanwälten und Richtern. Auch bei den Finanzbehörden und bei Politikern, bei Anwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Finanzberatern sowie bei Banken wurden ausgewählte Personen freiwillig oder unter Zwang zu willigen Helfern geformt, um die Wäsche des Drogengeldes und die dann notwendige Anlage des sauberen, versteuerten Geldes in legale Geschäfte ungestört zu ermöglichen.

Bis auf ein paar Probleme in der Vergangenheit, die mit Bestechung, Erpressung, Drohungen oder Gewalt gelöst wurden, konnte sich das Syndikat wie ein unterirdischer Pilz immer weiter ausbreiten.

Die Gruppe hatte sich in den einzelnen Ländern bereits wie ein Staat im Staate, eine unsichtbare Macht im Schatten, etabliert.

Heimlich, ohne Aufsehen, denn auch kritische Journalisten wurden rechtzeitig diskret ausgeschaltet.

Eine straffe Struktur in dem pyramidenähnlich organisierten Drogenkonzern garantierte absolute Kontrolle, Herrschaft, Bestrafung, Belohnung und ein ausgeklügeltes System der Verteilung der Milliardengewinne.

Der Vertrieb des Kokains wurde hauptsächlich in Städten vorgenommen. Hier gab es immer eine hohe Nachfrage an Hot Spots, wie Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen, zentralen Plätzen, Brücken oder Parks.

Gewaschen wurden die Milliardengewinne hingegen im ländlichen Bereich. In Kleinstädten, wo zu einflussreichen Entscheidungsträgern einfacher und schneller freundschaftliche Kontakte aufgebaut werden konnten, wurde das Schwarzgeld aus dem Drogengeschäft über Restaurants, Spielotheken, Tattoo Studios, Clubs, Bars, Fitnessstudios oder auch Baufirmen unauffällig zu offiziellen Gewinnen, die dann versteuert und danach regulär offiziell in legale Projekte investiert wurden.


Aber jetzt waren zwei hartnäckige Probleme aufgetaucht, welche die Führung des Konzerns besprechen und schnell lösen musste. Sehr wahrscheinlich mit Gewalt.

Alle waren geladen und erschienen innerhalb weniger Sekunden auf den großen Bildschirmen der Junta Mitglieder. Alle, bis auf einen, um dessen Verhalten und um dessen Kopf es gehen sollte.

Die Gesichter und die Körper der Teilnehmer waren durch spezielle Computeranimation unkenntlich gemacht. Die Stimmen wurden zerhackt und mit Hilfe eines eigens entwickelten Programms in einer künstlichen Sprache wieder zusammengesetzt.

Ein Erkennen der wahren Personen oder ihrer Stimmen wäre auch für den besten Polizeicomputer unmöglich gewesen. Ein Zurückverfolgen der Geladenen war ebenfalls nicht möglich. Die Konferenz wurde über eine Vielzahl von Servern umgeleitet, die in Südamerika, in der Karibik, in Asien und in Afrika via Satelliten verbunden waren.

Ein perfektes System der Kommunikation, bis auf einen kleinen Schönheitsfehler. Denn die blechern, monotonen Kunststimmen, die alle ins Englische übersetzt wurden, reagierten minimal zeitversetzt, sodass sich zuerst die Mimik änderte und dann erst der gesprochene Satz kam, was die Teilnehmer anfangs sehr irritierte. Aber auch dieses Problem würde Raphael lösen lassen, von dem einige vermuteten, dass er von Südamerika aus die „Firma“ mit harter Hand führen würde. Für einige der Teilnehmer war es später Abend, andere mussten sich zu unterschiedlichen Nachtstunden an ihren Computer setzten. Und drei der regionalen Leiter hatten das Glück, den Termin im Laufe des Nachmittags wahrnehmen zu können.


„Ich danke Euch, für Eure Teilnahme und Eure wertvolle Zeit. Wir wollen mit der gebotenen Eile, aber auch mit der nötigen Sorgfalt, über zwei Probleme sprechen, die in Spanien aufgetreten sind. Und dann werden wir heute noch entscheiden. Wenn Du, Nelson, bitte vortragen würdest.“

Das war keine Bitte, sondern ein Befehl an Nelson. Alle Namen der Junta waren Decknamen. Auch konnte niemand feststellen, ob sich hinter den Namen und den Köpfen ein Mann oder eine Frau verborgen hatte. Die ausdruckslosen, gleichförmigen Stimmen ließen erst recht keine Rückschlüsse zu.

„Wir haben seit vier Monaten festgestellt, dass unser weißes Gold aus Südamerika, dass wir zuerst nach Nordafrika verschiffen, ungerecht verteilt wird. Domingo, aus Spanien, zweigt sich immer größere Mengen der Lieferungen ab. Bisher konnte Domingo das ganz gut verschleiern, weil seine Helfer unser reines Kokain, das wir in Marokko lagern und dann verteilen, gegen gestrecktes Kokain ausgetauscht hatten. Unsere Labore haben festgestellt, dass der spanische Sektionschef mit Laktose, Glukose und Mannit den Reinheitsgehalt immer weiter verringert hat, sodass aus einem Päckchen reinem Kokain drei gestreckte wurden. Die hat er dann in Marokko austauschen lassen gegen hundert Prozent weißes Puder. Wie gesagt, die Quote für ihn war drei zu eins. Erst nach Beschwerden unserer Dealer und weiterer Untersuchungen durch unsere Chemiker haben wir den Betrug festgestellt. Bis jetzt ist der Schaden gewaltig“.


„Ich will noch etwas ergänzen“, fiel Francis mit leichtem Hall in der Stimme ein.

„Die ergaunerten Mengen von reinem Schnee hat Domingo für seinen Weiterverkauf dann ebenfalls gestreckt. Aber diesmal mit Levamisol, Phenacetin und sogar Lidocain“.

Jeder in der Gruppe wusste, dass das Schmerzmittel, das Entwurmungs- und das Betäubungsmittel in Kombination mit Kokain hochgefährlich war. Es machte den Konsumenten nicht nur sofort süchtig, was den Teilnehmern aber egal war. Vielmehr verursachte es schwere Nebenwirkungen, die bis zum Tode führen konnten. Keiner in der Gruppe konnte diese Folgen tolerieren, denn dann würden ungewollte, nicht mehr steuerbare Untersuchungen einsetzen, die Kunden würden erschreckt abwandern und sich in anderen Märkten bedienen.


„Domingo hält sich auch nicht an unsere regionale Aufteilung. Eigentlich hält er sich an nichts mehr. Sein Gebiet ist Südeuropa, endet an den Pyrenäen, am Südrand der Alpen und vor Ungarns Grenze. Aber sein gestreckter Schnee taucht jetzt auch in Frankreich, in der Schweiz und in Deutschland auf. Meine Kontaktleute haben mir sogar von Lieferungen nach Österreich und Holland berichtet. Wenn wir ihn jetzt nicht aufhalten, geht er über Osteuropa, nimmt mich in die Zange und baut sich ein Verteilsystem in ganz Europa auf. Und dann kann das Syndikat ihn nicht mehr bremsen, er ist dann zu mächtig“, warnte Viper aus dem nördlichen Europa.

„Eine Warnung hilft in dem jetzigen Stadium nicht mehr. Domingo würde sich an nichts mehr halten. Im Gegenteil, er würde eine Warnung nur als Schwäche auslegen und weiter lügen, betrügen und seine Einflusssphäre weiter vergrößern“.

Für Raphael war die Entscheidung klar. Mit Domingo war eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich.

„Ich bin von Vipers Einwand überzeugt. Die Verfehlungen sind zu lange und zu intensiv erfolgt. Domingo hat zu unseren Lasten hinter unserem Rücken neue Geschäftsfelder erschlossen. Er wird niemals klein beigeben. Und wir dürfen ein solches Verhalten keinesfalls dulden. Er würde sonst Nachahmer finden“.


Jeder in der Gruppe hatte die Warnung von Raphael verstanden. Alle lebten mit und durch die „Firma“ sehr gut. Ihre bürgerliche Existenz mit enormem Wohlstand, den Luxus, den sie ihren Partner*innen und ihren Geliebten bieten konnten, ihre Reputation in vielen wohltätigen Organisationen, ihre Villen, ihre Jachten, die wertvollen Luxusautos, die teure Ausbildung ihrer Kinder und den Schutz durch das Syndikat-keiner wollte all das durch einen Betrug an der Gemeinschaft aufgeben und sein eigenes Leben und das Leben seiner Familie riskieren.


„Ich schlage vor, wir lassen Orca und Torro das Problem lösen. Notwendige weitere Informationen bekommen wir von unseren Leuten vor Ort, auch durch die Polizei. Alle Strukturen von Domingo werden aufgelöst, seine Produktions- und Verteilstellen, sein Material und alles, was er besitzt wird zerstört. Und auch er selber wird vernichtet werden. Danach werden wir das Gebiet von Domingo...

Erscheint lt. Verlag 26.5.2023
Reihe/Serie Vater - es war ...
Vater - es war ...
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Comic / Humor / Manga Humor / Satire
Schlagworte Andalusien • Costa_del_Sol • Drogenhandel • Familie • Filmdreh • Humor • james_bond • Kinder • Spanien • Urlaub
ISBN-10 3-7549-9658-4 / 3754996584
ISBN-13 978-3-7549-9658-4 / 9783754996584
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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