Saints of Denver - Wheeler (eBook)
422 Seiten
beHEARTBEAT (Verlag)
978-3-7517-2552-1 (ISBN)
Poppy sehnt sich nach Sicherheit. Immer wieder wurde sie von Männern verletzt, die sie eigentlich hätten beschützen sollen. Seitdem hält sie jeden auf Abstand - bis sie auf Wheeler trifft. Der attraktive Automechaniker lässt ihr Herz schneller schlagen und bei ihm fühlt sie sich endlich geborgen.
Wheeler steht vor den Scherben seines Lebens als ihn seine Verlobte kurz vor der Hochzeit verlässt. Seine Nächte verschwimmen in einem Strudel aus Bars, Drinks und Frauen. Nur Poppy sticht mit ihren traurigen Augen aus der Masse heraus. Wheeler erkennt ihren Schmerz, und alles, woran er noch denken kann, ist, sich um sie zu kümmern und sie zum Lachen zu bringen, egal was dafür nötig ist.
Aber was, wenn beide zu zerbrochen sind, um einander wieder zu heilen?
Ein heißes Spin-Off der Romance-Bestsellerreihe 'Marked Men' von Erfolgsautorin Jay Crownover.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
<p>Jay Crownover lebt in Colorado, wo auch ihre Romane spielen. Sie liebt Tattoos und Körperschmuck, und so ist es kein Wunder, dass ihre Helden allesamt tätowierte und gepiercte Bad Boys sind. Ihre Leidenschaft galt schon immer dem Lesen und Schreiben, und mit dem Erfolg ihrer Serie <strong>Marked Men</strong> ist ein Traum für sie wahr geworden. <br><br></p>
Kapitel 2
Wheeler
»Das, was du suchst, findest du nicht zwischen den Beinen der Blondine, Speedy.«
Ich wandte meinen Blick von der blonden Frau ab, die mich ganz offensichtlich mit Blicken auszog, und richtete meine Aufmerksamkeit auf den Barkeeper, der diese unerwünschten Worte der Weisheit von sich gab. Wie immer waren sie getränkt mit einem tiefen Südstaatenakzent. Ich hob eine Augenbraue, woraufhin er gleich seine hob.
»Du hast es letzte Woche nicht zwischen den Beinen der Brünetten gefunden und die Woche davor nicht zwischen denen der Rothaarigen.« Er stellte mir einen weiteren Drink vor die Nase, obwohl ich schon mehr als genug getrunken hatte.
Ich sah zu, wie er sich mir gegenüber an den Tresen lehnte, sodass ich keine andere Wahl hatte, als zu ihm aufzublicken, während ich das Gemisch aus Southern Comfort und Ginger Ale näher an mich heranschob.
»Tatsache ist, dass man ein gebrochenes Herz nicht wegvögeln kann, egal, wie sehr man es versucht. Du wirst kein magisches Heilmittel gegen Liebeskummer finden, egal, ob du nun eine Stunde in einem hübschen Mädchen verbringst oder auf dem Boden einer Flasche danach suchst.«
Ich wusste, dass Asa recht hatte, aber ich hatte nicht die Absicht, ihm das zu sagen. Stattdessen nahm ich einen kräftigen Schluck von meinem Drink und schenkte der Blondine ein falsches, gezwungenes Lächeln. Als ich mich wieder dem Barkeeper zuwandte, schüttelte er den Kopf über mich.
Ich kannte Asa Cross nicht besonders gut, obwohl ich ihm vor einiger Zeit einen schicken Nova verkauft hatte, der etwas Arbeit nötig hatte. Wir hatten gemeinsame Freunde, und sein Chef in der Bar war ein stiller Teilhaber an meiner Werkstatt. Das versuchte ich mir in Erinnerung zu rufen, damit ich mich nicht lächerlich machte, während ich versuchte, mich zu betäuben.
Aus Gründen, die nur der übermäßig aufmerksame Südstaatler kannte, hatte er es auf sich genommen, jedes Mal, wenn ich die Bar betrat, meine Stimme der Vernunft zu sein. Zugegeben, ich war jedes Mal auf der Suche nach gefährlichen Ablenkungen. Ich hatte keine Lust, in ein leeres Haus zurückkehren, mit nichts als Bedauern und Angst als Gesellschaft.
Ich wusste es zu schätzen, dass er nicht wollte, dass ich meinem eigenen Ruin hinterherjagte, aber ich hatte mein Liebesleben so lange so sorgfältig gehandhabt, dass ich mehr als bereit war, es ein wenig in den Schmutz zu ziehen. Kluge Entscheidungen zu treffen und rücksichtsvoll zu sein brachte mir nichts, außer verlassen und betrogen zu werden. Es war an der Zeit, zu sehen, was ich bekam, wenn ich unvorsichtig und rücksichtslos war.
»Ich habe dir schon gesagt, dass ich, seit ich sechzehn war, immer nur mit ein und demselben Mädchen zusammen war. Es ist nichts falsch daran, auszuprobieren, was es sonst noch gibt, jetzt wo ich meine Fesseln los bin.«
Ich wollte so tun, als wäre ich begeisterter von der Aussicht, mich durch alle infrage kommenden Frauen in Denver zu schlafen, als ich es tatsächlich war. In Wirklichkeit mochten mich die Frauen, das hatten sie schon immer, aber ich hatte so lange nein gesagt, dass es sich komisch anfühlte, ja zu sagen. Unangebrachte Schuldgefühle nahmen mir den Spaß daran, ein Casanova zu sein. Nicht einmal nach dem dritten oder vierten Drink konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass ich einer war.
»Jeder, der hier ein bisschen probiert und da ein wenig kostet, wird am Ende des Tages hungrig sein, Speedy. Du bist ein Mann, der es gewohnt ist, einen vollen Teller zu haben, diese Snacks werden dir nichts bringen. Du wirst verhungern.«
Asa nickte und stieß sich vom Tresen ab, wobei er seine bedeutungsschwangeren Worte schwer in der Luft hängen ließ. Er ging zu einem Gast am anderen Ende des Tresens und verschaffte der Blondine damit die Gelegenheit, auf die sie gewartet hatte, um ihren Zug zu machen. Ich versuchte, nicht zusammenzuzucken, als sie auf den leeren Hocker neben mir rutschte. Ihr Parfüm war stark und unangenehm blumig. Als sie sich mit einem Arm auf die Theke stützte und ihren Körper meinem zuwandte, konnte ich dem Geruch nicht mehr entkommen.
Sie war hübsch, auf eine sehr zurechtgemachte Art und Weise. Ich hatte nicht wirklich einen Typ. Ich war so lange mit Kallie zusammen gewesen, dass ich vergessen hatte, was meine Vorlieben vor ihr waren. Als ich die stark geschminkten Lippen dieser Frau sah, die sich nach oben wölbten, und ihre erschreckend langen Wimpern, die mich kokett anflatterten, wurde mir klar, dass übertriebener Pflegeaufwand nicht zu den Dingen gehörte, die meinen Schwanz hart machten.
Unwillkürlich schoss mir das Bild von Poppy Cruz durch den Kopf, wie sie das süße Hündchen im Arm hielt und mich ansah, als würde sie jede Sekunde einfach weglaufen. Ihre einfache und unberührte Art von Schönheit ließ meinen Schwanz jetzt ohne jede Frage hart werden. Ich spürte sogar, wie er sich anspannte und gegen meinen Reißverschluss zuckte, allein bei dem Gedanken an sie.
Sie war die schönste Frau, die ich je gesehen hatte, und sie musste nichts tun, damit ich oder irgendjemand anders es bemerkte. Sie trug kein Make-up, nicht einen Hauch davon. Selbst ohne Make-up waren ihre Lippen rosig und ihre Wimpern lang und makellos tiefschwarz.
Sie schafften es ganz hervorragend, ihre atemberaubenden, aber traurigen bernsteinfarbenen Augen vor neugierigen Blicken zu verbergen. Ihre Haut hatte einen beneidenswerten goldenen Farbton, der nur durch Vererbung und gesegnete Genetik erreicht werden konnte. Ihr Haar trug eine ungewöhnliche Mischung aus Brauntönen, die von dunklen schokoladenfarbenen Strähnen bis hin zu kräftigen karamellfarbenen Highlights reichten, bei denen ich bezweifelte, dass sie aus einem Friseursalon stammten.
Das Mädchen tat nichts, um ihr umwerfendes Aussehen zu unterstreichen, und versteckte ihre schlanke Figur unter Kleidern, die ihr mehrere Nummern zu groß waren. Ich hatte sie immer nur in den langweiligsten, neutralen Farben gesehen, die alles taten, um sie ausgeblichen und gewöhnlich aussehen zu lassen, obwohl sie alles andere als das war.
Sie war dazu geboren, ein Hot Rod zu sein, aber aus unerklärlichen Gründen lebte sie ihr Leben, als wäre sie dafür bestimmt, ein Minivan zu sein. Selbst getarnt und verdeckt hatte Poppy Cruz’ Aussehen einen Effekt auf mich, den diese zurechtgemachte Blondine nicht hatte.
»Hi.« Die Frau hauchte das Wort und führte den Strohhalm, der aus ihrem Getränk ragte, an die Lippen. Eine Bewegung, die ihr offensichtlich schon oft das eingebracht hatte, was sie haben wollte.
Ich nahm einen weiteren Schluck von meinem Drink, drehte meinen Kopf und reckte mein Kinn zu einer Begrüßung, die weit weniger verführerisch war als ihre. »Hey.«
»Du sitzt schon den ganzen Abend ganz allein hier drüben. Ich dachte, ich komme mal vorbei und schaue, ob du etwas Gesellschaft brauchst. Es macht nie Spaß, allein zu trinken.«
Sie hatte recht. Allein zu trinken war ätzend, genauso wie allein zu schlafen und allein zu leben und so ziemlich alles allein zu machen, wenn man es gewohnt war, jemanden an seiner Seite zu haben.
»Ich bin Tessa.« Sie streckte eine Hand aus, und ich bemerkte, dass ihre Fingernägel zum Rubinrot ihrer Lippen passten. Das schien mir eine Menge Aufwand zu sein, nur um sich Gesellschaft für die Nacht zu suchen. Mein Aufwand hatte sich darin erschöpft, ein sauberes T-Shirt anzuziehen.
Ich nahm ihre Hand in meine und sah, wie ihr Blick über die dunklen Fett- und Ölflecken glitt, die inzwischen ein fester Bestandteil meiner Haut zu sein schienen. Es spielte keine Rolle, wie oft ich sie schrubbte, immer gab es Teile der Werkstatt, die mich als Mann zeichneten, der sich schmutzig machte und mit seinen Händen arbeitete. Sie verzog weder die Lippen, noch zog sie ihre Hand weg und wischte sie an ihrer sehr engen Jeans ab. Das betrachtete ich immer als einen Sieg. »Wheeler.«
Ihre Augenbrauen hoben sich, und ein spielerisches Lächeln zupfte an ihren Mundwinkeln. »Ist das dein richtiger Name?«
Ich grinste zurück, denn das war eine Frage, die ich oft gestellt bekam. Ich konnte hören, wie sie tief einatmete, als sie sah, wie ich lächelte. Meine schmutzigen Hände mochten manche Frauen abschrecken, aber ich hatte noch nie eine getroffen, die gegen mein Lächeln immun war.
Ich dankte Gott für meine Grübchen. Ich hatte nie verstanden, was daran so toll sein sollte, aber sie waren der Grund, warum Kallie mich bemerkt hatte, als sie im falschen Klassenraum auftauchte, als wir zusammen auf der Highschool waren. Also war ich immer froh, dass ich sie hatte. Sie erleichterten mir die Anstrengung, mit einer willigen Frau nach Hause zu gehen, erheblich.
Ich kippte den Rest meines Drinks hinunter und stellte das leere Glas vor mir auf den Tresen. »Das ist mein Nachname.«
Mein Lehrer in der Highschool, der uns gezeigt hatte, wie man Autos reparierte, hatte angefangen, mich bei meinem Nachnamen zu nennen, weil es noch einen anderen Hudson in der Klasse gab. Nach einer Weile hatte er mir gesagt, er habe noch nie einen Schüler gehabt, der sich so gut mit Autos auskannte wie ich, und so wurde der Name zu einer Art Auszeichnung. Man konnte nicht Wheeler heißen und sich dann nicht mit allen möglichen Dingen auskennen, die schnell fuhren und laut und fies klangen.
Noch nie hatte mir jemand genug Aufmerksamkeit geschenkt, um mir einen Spitznamen zu geben. Noch nie zuvor hatte sich jemand genug für mich interessiert, um mich zu loben oder mir Komplimente zu machen. Nach der Highschool blieb der Name haften, weil ich beschloss, dass Wheeler der Mann war, der ich sein wollte. Er war jemand, der etwas wert war.
»Das gefällt mir.«
Darauf würde ich wetten. Aber ich würde auch darauf...
| Erscheint lt. Verlag | 1.7.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Saints of Denver |
| Übersetzer | Nina Bellem |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Salvaged |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | gefühlvoll • gefühlvolle Liebesgeschichte • gefühlvoller Liebesroman • Liebesgeschichte eBook • liebesgeschichte kindle • liebesgeschichte tolino • liebesromane kindle deutsch • Romance • romantisch • romantische Liebesgeschichte |
| ISBN-10 | 3-7517-2552-0 / 3751725520 |
| ISBN-13 | 978-3-7517-2552-1 / 9783751725521 |
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