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Flausen im Dichterkopf - Gedichte voller Sinn, auch in Form von Un-, Hinter- und Tiefsinn (eBook)

Gedichte aus sechs Jahrzehnten Lebensschule - Ob Haiku, Blankvers, Sonett oder Ballade: formvollendete Verse aus allen Lebensbereichen, die - nicht nur - menschliche Verhaltensweisen aufs Korn nehmen.
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
308 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-87590-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Flausen im Dichterkopf - Gedichte voller Sinn, auch in Form von Un-, Hinter- und Tiefsinn -  Edgar Schwenke
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Das Buch enthält komische und ernsthafte, alberne und auch tiefsinnig berührende, dabei aber immer formvollendete Gedichte, mit denen der Autor sich und den Leserinnen und Lesern auf viele Lebensumstände einen Reim gemacht hat. Das Werk umfasst allerdings nicht nur gereimte Verse, sondern z.B. auch Haikus. Der Leser findet Oster- und Weihnachtsgedichte, Gedichte über menschliche Schwächen und zwischenmenschliche Beziehungweisen, die nicht immer nur weise sind. Eigene Kapitel gibt es zu Radproblemen, für Saunaliebhaber, mit Bezug auf die Schule und mit einer Fülle von heiteren und nachdenklichen Gedanken zum Ruhestand. Gelegentlich werden dabei bekannte Dichter parodiert und/oder als Vorbild verwendet. Lustige Fischgedichte, Schüttelreime und gereimte Witze zeigen - wie alle Gedichte - einen unbändigen Spaß an der sprachlichen Gestaltung, wobei Leser und Leserinnen gelegentlich Mühe haben dürften, der Assoziationsflut des Autors zu folgen. Ob Zweizeiler, Haiku, Blankvers, Sonett oder Ballade: Alle Gedichte sind immer taktvoll in gutem Versmaß gestaltet. Eine reine Lesefreude.

Edgar Schwenke wurde 1955 in Rendsburg geboren. Schon während seiner Schulzeit entwickelte er seine Freude am Schreiben und am Spiel mit der Sprache. Sein Schreibtalent und seinen Sprachwitz konnte er auch als Lehrer für Mathematik in Beiträgen zu Schuljahrbüchern und in Reden weiter üben. Noch mehr Gelegenheit dazu bekam er dann als Schulleiter eines Gymnasiums, zumal er begann, große Teile des normalen dienstlichen Schriftverkehrs in taktvoller Gedichtform zu führen. Im Corona-Zeitraum 2020/21 war dies eine sehr gute Methode, um den Kopf von Erlassen, Hygieneplänen und allen weiteren Problemen frei zu bekommen. In seiner Freizeit liebt er Rad- und Bahnreisen, die selbstverständlich auch in Versform verarbeitet werden.

Edgar Schwenke wurde 1955 in Rendsburg geboren. Schon während seiner Schulzeit entwickelte er seine Freude am Schreiben und am Spiel mit der Sprache. Sein Schreibtalent und seinen Sprachwitz konnte er auch als Lehrer für Mathematik in Beiträgen zu Schuljahrbüchern und in Reden weiter üben. Noch mehr Gelegenheit dazu bekam er dann als Schulleiter eines Gymnasiums, zumal er begann, große Teile des normalen dienstlichen Schriftverkehrs in taktvoller Gedichtform zu führen. Im Corona-Zeitraum 2020/21 war dies eine sehr gute Methode, um den Kopf von Erlassen, Hygieneplänen und allen weiteren Problemen frei zu bekommen. In seiner Freizeit liebt er Rad- und Bahnreisen, die selbstverständlich auch in Versform verarbeitet werden.

Fischgedichte

Frische, dichte,
frisch gefischte
Fischgedichte

 

Hai – Menü 1

Ein Haifisch, noch sehr jung an Jahren

und ökologisch unerfahren,

wird an den Sylter Strand verschlagen,

wo Surfer durch die Wogen jagen.

Der Hai, er reibt sich seine Flossen

und informiert die Haigenossen:

Auf Sylt gibt‘s Frühstück mit Serviette

und angerichtet auf dem Brette.

Doch Vater Hai spricht: »Tunichtgut,

ihr Jungen wollt nur noch Fast Food.

Mir ist nicht nur zu schnell der Bissen,

es geht auch gegen mein Gewissen:

Denn jeder Happen ist, du Dummi,

für sich nochmal verpackt in Gummi.

Um mit nur wenig Müll zu speisen,

lasst uns zum FKK-Strand reisen.

Dort gibt‘s die Leckerbissen nackt,

nicht auf dem Brett und nicht verpackt.«

Hai – Menü 2

Die Surfer jagen durch die Wellen,

ein Hai auf Suche nach dem schnellen

Biss taucht lautlos durch die Wogen,

doch sieht er sich alsbald betrogen:

Da Brett und Gummi ihm nicht munden,

sieht er sich fleischlos abgefunden,

schwimmt weiter, krault dabei verdrossen,

durchs Meer und auch noch seine Flossen.

Ein alter Hai, der hat verschwommen

das ganze Unglück mitbekommen

und nähert sich, um Trost zu spenden.

Er spricht: »Dein Jagdglück kannst du wenden.

Mein kleiner Hai, sei doch kein Dummi,

es gibt auch Essen ohne Gummi.

Am Strand auf Sylt ist Unverpacktes.

Komm mit, wir beißen in was Nacktes!«

Hai-Opis Rat an Heiopei-Hai

Gering im Meer die Hai-Rate,

weshalb ich nun dir, Hai, rate,

dass man sich bald verheirate.

Das ist auch hier in Haithabu

ganz gewiss kein Hai-Tabu,

es sei denn, zwischen Hai und Kuh.

Häng hier nicht länger heiser rum,

dagegen hilft doch heißer Rum,

der gilt bei uns als Hai-Serum.

Befeuchte damit die Hai-Zung‘,

das wirkt als gute Hai-Heizung,

heilt jeden Hai, gibt neuen Schwung.

Mit dem du dann durchs Hailand fliegst,

als Heiland Haike bald besiegst,

im heil’gen Bund dann als Hai liegst.

Nun sattle deinen Wallach, Hai,

such Haike in der Walachei,

ganz heiter, sei kein Heiopei.

Das Flunderwunder

»Die schmollende Scholle« oder »Das Makrelenquälen«

Es jammert die Makrele,

dass sie ein Leiden quäle,

worauf sogleich die Scholle

sagt, dass sie schwimmen solle

zur großen alten Flunder,

die wirke nämlich Wunder.

»Mich schickt die olle Scholle,

dass ich erzählen solle

von allem, was mir fehle«,

sprach also die Makrele,

als sie erreicht die Flunder:

»Man sagt, du wirkest Wunder!«

Da aber sprach die Flunder: »Ich

wirke höchstens wunderlich!

Die Scholle, die schon längst entschwunden,

hat dir ‘nen Seebär’n aufgebunden.

Ein Unrecht, wie ich nicht verhehle,

ich wünsch viel Glück dir noch, Makrele!«

Da war nun die Makrele platt

– so wie die Flunder lag im Watt –,

vergaß vor Wut ihr ganzes Leiden

und ließ der Fischwelt kurz bescheiden,

der Scholle Rache tun zu wollen.

Die Scholle aber blieb verschollen.

Im Watt sagt noch die Flunder sich:

»So was Verrücktes, Wunder! Ich!«

Und im Exil hört man der Scholle

ganz kläglich lautloses Geschmolle:

»Man kann doch nur auf eines zählen,

das ist die Dummheit der Makrelen.«

Heilbutt

Ein Dorsch sprach zu `nem Barsch:

»Ich glaub’, ich bin im Arsch!«

Da sprach der Barsch zum Dorsch:

»Mein Lieber, nicht so forsch!

Fühlst du dich mal kaputt,

schwimm einfach hin zum Butt,

denn der macht jeden Fisch

– als Heilbutt – wieder frisch.«

Egaal

Kreuzt man Egel mit dem Aal,

ist das Ergebnis mir egal.

Gedichtsauswal2

Misswalwahl

Die Miss Wal, bar noch jeder Kleidung,

traf für sich eine Walentscheidung:

der Tigerlook ihr Miss Wal Sieger.

Walspott kam auf: »Ach ge‘, Wal, Tiger!«

Manch‘ Damenwal konnt’s nicht begreifen,

sie fanden kleinkariert die Streifen

und niemals dieser Miss gebühre,

dass man sie so zur Miss Wal küre.

Doch waren alle Walwahlmänner

dann doch Waltigerlookbekenner.

Und auch das Walvolk war entschieden

mit dem Waltigerlook zufrieden.

Die Misswalwahl hat sie genossen,

im Wallokal mit Tran begossen.

Dann wurde uns‘re Miss Wal müde

der ganzen Tigerattitüde:

Ein Walakt war nicht zu vermeiden,

um sich als Tiger zu entkleiden.

Und man sah so bald Miss Wal ohne

die Streifen nackt mit ihrer Krone.

Das Walamt ist dann eingeschritten,

Walfreiheit wurde nicht gelitten,

man brachte sie mit ernster Miene

gleich fort in eine Walkabine.

Die Walpflicht habe sie vergessen,

die Walhandlung nicht angemessen.

Des Walrats Walspruch: Sie verletze

so insgesamt die Walgesetze.

Man könnte sicher nun verstehen,

würd’s Lachen der Miss Wal vergehen.

Doch lallte nur die Miss Wal: »Ach?

Ich trinke Rum, Wal, pur, gieß nach!«

Walweise wurde – abgerundet –,

vom Walking Urteil dann bekundet:

Der Walausgang bleibt ihr erhalten,

doch muss gestreift sie ihn gestalten.

Gefangen in der Walkabine

trug sie den Dress mit Trauermiene,

bis Walfreiheit sie neu bekommen

und froh ins weite Meer geschwommen.

Dort sah sie ihre Walgenossen

im Tigerlook bis zu den Flossen,

Denn er war für jeden Kenner

erste Wal, ein Moderenner.

Sinnloser Walkampf

Es schwammen im nördlichen Meer

um die Wette vergnügt Ter und Zer,

zwei männliche Wale, umher.

Sie trafen dann dort Miss Wal Traud.

Wal Ter hat ganz dämlich geschaut,

nur Wal Zer hat sich scheu rangetraut.

Er tänzelte um sie herum,

und Wal Ter war noch immer ganz stumm,

doch er nahm den Tanz Wal Zer krumm.

Sie standen ganz stark unter Dampf,

entflammt wohl vom Liebeskrampf.

Die Folge war so ein Walkampf.

Doch keinen hat dann die Walschlacht

zum Walsieger schließlich gemacht.

Es hat Miss Wal Traud nur gelacht.

Und sie sprach ganz erbarmungslos:

»Was seid ihr doch für Narren bloß,

da bleibe lieber ich wallos.«

Es schwammen im nördlichen Meer

um die Wette verstimmt Ter und Zer,

zwei männliche Wale, umher …

Walspruch:

Es spürt ein Wal Berechtigung

zum Walkampf zwar, wenn er noch jung,

doch ist Ergebnis oft: Waldung.

Walverwandtschaft

Wal Traud schwamm eines Tags nach Süden

und als sie abends am Ermüden,

da sprach sie höflich ohne Tadel

ein stolzer Wal an, der von Adel.

»Bin Wal de Moro, Sie gestatten.

Ich sehe, Sie sind am Ermatten.

Wie wär’s mit mir als Weggenosse?

Ich reiche Ihnen gern die Flosse.«

Es schwamm hinzu dann noch sein Vetter,

der Wal de Loire als zweiter Retter.

Und Wal Traud machte so Bekanntschaft

mit adeliger Walverwandtschaft.

Sie ließ die Retter sich entfalten,

denn ihr gefiel das Walverhalten.

Seitdem genießt in vollen Zügen

mit beiden sie das Walvergnügen.

Walstatt? 3

Es verschlug einen Wal nach Walhalla,

der dachte, die sind ballaballa:

So ‘ne Halle für‘n Wal,

nicht mal Wasser für’n Aal.

Das sieht aus wie ein Bau von Narrhalla. 4

 

Walfahrt nach Walhalla

Es schwamm ein Wal Kreis nur um Kreis

im Nordmeer, nah am Gletschereis.

Das tat der Wal Jahr schon um Jahr,

bis dessen der Wal müde war.

Es plante eine Walfahrt kühn,

der Wal, Freiheit war sein Bemüh’n.

So schrieb der Wal Brief nun um Brief,

bis ihn das Walamt zu sich rief.

»Walhall zu suchen, dein Begehr?

Das wird, mein lieber Wal, recht schwer.

Doch gibt dich dieser Walschein frei,

dir, Wal, Erfolg beschieden sei.«

Der Wal, er zögerte nicht lang

und nahm den Nordmeerwalausgang.

Er schwamm nach Süden ohne Schlaf,

bis er vor Wales Wal Lisa traf.

»Hey, sag,...

Erscheint lt. Verlag 19.2.2023
Illustrationen Edgar Schwenke, Edgar Schwenke
Mitarbeit Sonstige Mitarbeit: Barbara Haeseler
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Anthologien
Literatur Lyrik / Dramatik Lyrik / Gedichte
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bedichtete Bilder • Bildgedichte • Dienst • Ende • Fest • Feuerwehr • Fische • Freude • Gereimte Witze • Haiku • Hand • Heiterkeit • Jahre • Keksausstechen • Komische Gedichte • Kopf • Lernen • Leute • Liebe • Menschen • Ostern • Parodien • radfahren • Radunfälle • Reifeprüfung • Ruhestand • Sauna • Schule • Schüttelreim • Versierte Lebensbereiche • Weihnachten • Welt • Zeit • Ziel
ISBN-10 3-347-87590-7 / 3347875907
ISBN-13 978-3-347-87590-6 / 9783347875906
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