The Greatest Salesman in the World Teil II (eBook)
144 Seiten
FinanzBuch Verlag
978-3-98609-407-2 (ISBN)
Og Mandino ist der meistgelesene Inspirations- und Selbsthilfeautor der Welt. Als ehemaliger Präsident der Zeitschrift Success Unlimited war Mandino der erste Empfänger der Napoleon Hill Gold Medal für literarische Leistungen. Og Mandino war Mitglied der International Speakers Hall of Fame und wurde von der National Speakers Association mit dem Masters of Influence ausgezeichnet. Og Mandino starb 1996, aber seine Bücher inspirieren weiterhin unzählige Menschen auf der ganzen Welt.
Og Mandino ist der meistgelesene Inspirations- und Selbsthilfeautor der Welt. Als ehemaliger Präsident der Zeitschrift Success Unlimited war Mandino der erste Empfänger der Napoleon Hill Gold Medal für literarische Leistungen. Og Mandino war Mitglied der International Speakers Hall of Fame und wurde von der National Speakers Association mit dem Masters of Influence ausgezeichnet. Og Mandino starb 1996, aber seine Bücher inspirieren weiterhin unzählige Menschen auf der ganzen Welt.
Kapitel 1
In den Außenbezirken von Damaskus lebte in einem stattlichen Palast aus poliertem Marmor ein ganz besonderer Mann mit Namen Hafid. Er hatte sich zur Ruhe gesetzt. Sein ausgedehntes Imperium hatte einmal keine Grenzen gekannt und sich über viele Länder von Parthien bis Rom und weiter nach Britannien erstreckt, sodass er überall der größte Verkäufer der Welt genannt worden war.
Zu der Zeit, als er sich aus der Welt des Handels zurückgezogen hatte, nach einem sechsundzwanzig Jahre währenden unerreichten Wachstum und Profit, hatte sich die inspirierende Geschichte von Hafids Aufstieg vom kleinen Kameljungen zu seiner Position der Macht und des Wohlstands durch die gesamte zivilisierte Welt verbreitet.
In jenen Zeiten der großen Unruhen und des großen Aufruhrs, während sich fast die gesamte zivilisierte Welt demütig dem römischen Kaiser und dessen Armeen beugte, hatten Hafids Ruhm und Ruf ihn fast in den Status einer lebenden Legende erhoben. Insbesondere unter den Armen und Unterdrückten Palästinas, einer Region an der östlichen Grenze des Imperiums, wurde Hafid von Damaskus in Lied und Dichtung als leuchtendes Beispiel dafür verehrt, was alles im Leben erreicht werden konnte, trotz Hindernissen und Benachteiligungen.
Und dennoch: Für einen Mann, der ein solch riesiges Vermächtnis erschaffen und ein Vermögen von mehreren Millionen Goldtalenten angehäuft hatte, war der größte Verkäufer der Welt weit davon entfernt, glücklich mit seinem Rückzug zu sein.
Wie an so vielen anderen Tagen, die sich weit zurück durch die Jahre erstreckten, trat Hafid eines Morgens zur Dämmerung aus dem Hintereingang seines Herrenhauses und durchquerte mit vorsichtigen, aber resoluten Schritten über die taufeuchten Fliesen aus poliertem Basalt den riesigen und schattigen Innenhof. In weiter Ferne krähte ein einzelner Hahn, als die ersten silbernen und goldenen Strahlen der Sonne von Osten über die Wüste fielen.
Neben dem achteckigen Brunnen mit seiner Fontäne in der Mitte des weiten Innenhofs hielt Hafid inne, inhalierte tief und nickte anerkennend der dicken Schicht aus blassgelben Jasminblüten zu, die sich an die hohen Steinmauern klammerten, welche seinen Besitz umgaben. Er zog den Ledergürtel um seine Taille enger, zupfte an seiner weichen Leinentunika und schritt langsamer weiter, bis er unter einer natürlichen Arkade aus Zypressenzweigen hindurchgekommen war und vor einem erhöhten Grabmal stand, das frei von jeglicher Verzierung war.
»Guten Morgen, meine geliebte Lisha«, sagte er in halbem Flüsterton, streckte die Hand aus und strich damit über eine weiße Rosenknospe, die aus einem einzelnen hohen Busch hervorragte, der die schwere Bronzetür des Gewölbes bewachte. Dann ging er zu seiner Bank aus geschnitztem Mahagoni zurück, ließ sich nieder und betrachtete die Krypta, welche die Überreste der geliebten Frau barg, die sein Leben geteilt hatte, seine Kämpfe und seine Triumphe.
Hafid spürte den Druck einer Hand auf seiner Schulter und vernahm die vertraute und heisere Stimme seines langjährigen Buchhalters und getreuen Gefährten Erasmus, noch bevor er die Augen öffnete.
»Vergebt mir, Herr …«
»Guten Morgen, alter Freund.«
Erasmus lächelte und zeigte hinauf zur Sonne, die inzwischen direkt über ihren Köpfen stand. »Der Morgen ist bereits gegangen, Herr. Guten Tag.«
Seufzend schüttelte Hafid den Kopf. »Eine weitere Gefahr des Alters. Man schläft niemals des Nachts, steht immer vor der Morgendämmerung auf und schlummert dann wie ein Kätzchen während des ganzen Tages. Darin liegt keine Logik. Keine.«
Erasmus nickte, verschränkte die Arme und erwartete eine weitere Lektion über die Beschwernisse des Altwerdens. Aber dies war nicht wie jeder andere Morgen, denn Hafid war jäh auf die Füße gesprungen und eilte mit langen Schritten zur Grabstätte, bis seine Hand auf dem Stein lag. Dann wandte er sich um und rief mit starker Stimme aus: »Ich bin zu einer erbärmlichen Ausrede für einen Menschen geworden! Sag mir, Erasmus, wie lange ist es jetzt her, seitdem ich mit diesem selbstsüchtigen und isolierten Leben angefangen habe, das lediglich dem Selbstmitleid gewidmet ist?«
Erasmus sah ihn mit großen Augen an und erwiderte dann: »Die große Veränderung in Euch begann mit dem Dahinscheiden Lishas und Eurem jähen Entschluss, Euch von all Euren Handelszentren und Karawanen zu trennen und Euch wie sie zu begraben. Vierzehn Jahre sind seit Eurem Entschluss verflossen, der Welt den Rücken zuzukehren.«
Hafids Augen waren feucht geworden. »Kostbarer Verbündeter und Bruder, wie hast du es fertiggebracht, mein erbärmliches Verhalten so lange zu ertragen?«
Der alte Buchhalter sah auf seine Hände hinab. »Wir sind seit nahezu vierzig Jahren zusammen, und meine Liebe zu Euch ist bedingungslos. Ich habe Euch während Eurer größten Augenblicke des Erfolgs und Glücks gedient, und ich diene Euch jetzt ebenso willig, obwohl ich voller Qual zugesehen habe, wie Ihr Euch freiwillig zu einem lebenden Toten gemacht hat. Ihr könnt Lisha nicht ins Leben zurückholen, und daher habt Ihr versucht, zu ihr in dieses Grab zu gehen. Erinnert Ihr Euch, dass Ihr mich vor Jahren angewiesen habt, einen roten Rosenstrauch zu besorgen und ihn neben diesen weißen zu pflanzen, nachdem Ihr gestorben seid und dort zur Ruhe gebettet wurdet?«
»Ja«, erwiderte Hafid, »und lass uns nicht meine beständigen Erinnerungen vergessen, dass dieser Palast und dieses Lager nach meinem Tod dein sein sollen. Eine kleine Wiedergutmachung für deine zahllosen Jahre der Loyalität und Freundschaft und all das, was du von meiner Seite erduldet hast, seitdem wir Lisha verloren haben.«
Hafid streckte die Hand aus, brach den Stängel der einzelnen weißen Rosenknospe und trug sie zurück zur Bank, wo er sie vorsichtig seinem alten Freund in den Schoß legte. »Selbstmitleid ist die schrecklichste aller Krankheiten, Erasmus, und ich bin viel, viel zu lang davon befallen gewesen. Ich war so töricht, mich wegen meiner großen Trauer von aller Menschlichkeit geschieden und mich zu einem Einsiedler in diesem Mausoleum gemacht zu haben, wo du und ich wohnen. Genug! Es ist an der Zeit für eine Veränderung!«
»Aber das waren keine vergeudeten Jahre, Herr. Eure großen Beiträge für die Unterprivilegierten von Damaskus …«
»Geld?«, unterbrach ihn Hafid. »Welches Opfer war das für mich? Alle wohlhabenden Menschen salben ihr Gewissen mit Goldgeschenken an die Armen. Die Reichen nähren sich von diesen Beiträgen ebenso wie die Hungrigen, und sie stellen sicher, dass die Welt sich ihrer gewaltigen Großzügigkeit bewusst ist, die für sie lediglich ein paar kleine Münzen bedeutet. Nein, mein lieber Freund, spende meiner Wohltätigkeit keinen Beifall. Habe stattdessen Mitleid mit meinem Unwillen, mehr von mir selbst zu teilen …«
»Und dennoch«, protestierte Erasmus, »hat Eure Abgeschiedenheit etwas Gutes bewirkt, Herr. Habt Ihr nicht Eure Bibliothek mit den Werken der größten Geister der Welt gefüllt und zahllose Stunden mit dem Studium ihrer Ideen und Prinzipien verbracht?«
Hafid nickte. »Ich habe jeden Versuch unternommen, die langen Stunden des Tages und der Nacht zu füllen, indem ich mich der Erziehung gewidmet habe, die mir als Junge nie zuteilwurde, und die Bemühung hat mir die Augen für eine Welt voller Wunder und vielversprechender Gelegenheiten geöffnet, für die ich in meiner Jagd nach Gold und Erfolg wenig Zeit erübrigen konnte, um sie schätzen zu lernen. Dennoch bin ich meiner Trauer viel zu lange nachgegangen. Diese Welt hat mich mit allem versorgt, was sich ein Mann wünschen konnte. Es ist an der Zeit, dass ich meine Schuld zurückzahle, indem ich alles tue, was ich tun kann, um dabei zu helfen, das Leben der gesamten Menschheit besser zu machen. Ich bin noch nicht bereit für meine letzte Ruhestätte, und die rote Rose, die ich dich angewiesen habe, sie hier nach meinem Tod zu pflanzen, gleich neben dieser weißen, die Lishas Lieblingsblume war, muss warten.«
Da strömten Tränen der Freude die runzligen Wangen von Erasmus hinab, als Hafid fortfuhr: »Livius hat seine Geschichte Roms verfasst, als er fünfundsiebzig war, und Tiberius hat das Imperium bis fast in sein achtzigstes Lebensjahr regiert. Verglichen mit ihnen bin ich bloß ein Kind … ein gesundes Kind von sechzig! Meine Lungen sind sauber, mein Fleisch ist fest, mein Sehvermögen ausgezeichnet, mein Herz ist stark und mein Geist ist so wach wie mit zwanzig. Ich glaube, ich bin auf ein zweites Leben vorbereitet …«
»Welch großes Wunder ist dies!«, rief Erasmus und blickte zum Himmel auf. »Nach Jahren stillen Leids und Kummers über Eure Verfassung sind meine Gebete endlich erhört worden. Sagt mir, Herr,...
| Erscheint lt. Verlag | 22.10.2023 |
|---|---|
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Schlagworte | Dale Carnegie • Disziplin • Erfolgreich sein • Gewohnheiten ändern • Inspiration • Mindset • Motivation Buch • Napoleon Hill • Selbsthilfebuch • Self development • the greatest salesman in the world • Verkäufer werden |
| ISBN-10 | 3-98609-407-5 / 3986094075 |
| ISBN-13 | 978-3-98609-407-2 / 9783986094072 |
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