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Verdad y amor (eBook)

Eine romantische Begegnung im Schatten der Stille
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
700 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7578-9677-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Verdad y amor -  Bianka Stapelfeldt
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Was, wenn das größte Abenteuer deines Lebens nur einen Kurztrip entfernt liegt? Ein einschneidendes Erlebnis zwingt Jan zur Flucht aus der Großstadt - doch was als kurzer Tapetenwechsel gedacht war, wird zu einem Wendepunkt seines Lebens. Mitten im spanischen Wald trifft er auf Kalli, eine eigenwillige Einsiedlerin mit tierischer Gesellschaft... und dunklen Geheimnissen. Zwei Menschen, beide gezeichnet von ihrer eigenen Vergangenheit, begegnen sich zwischen Rückzug und Nähe, Misstrauen und Vertrauen. Obwohl Kallis verschlossene Art Jan zunächst irritiert, wächst zwischen ihnen bald eine stille Verbindung - bis unausgesprochene Wahrheiten alles infrage stellen. Was, wenn Liebe dort wartet, wo du am wenigsten damit rechnest? Ein Roman über Rückzug, Neuanfang und die zarte Kraft echter Begegnung. Für alle, die Romantik abseits ausgetretener Pfade suchen.

Bianka Stapelfeldt lebt mit ihrem Mann, den beiden Töchtern, Border Collie, Vögeln und Islandpferd Brimir südlich von Hamburg. Kreativität in vielen Formen begleitet sie schon ihr gesamtes Leben, doch erst mit ihrem Erstlingswerk fand sie zum Schreiben. Entstanden ist dabei direkt ein mehrere Bände umfassender Roman, die nun nach und nach publiziert werden.

Gestrandet am Ende der Welt

Trotz des sofortigen Aufbruchs war es schon recht dunkel, als Willys Traktor Jans Auto erreichte.

Nach einer kurzen Inspektion des Motors und einem erneuten Anlassversuch klappte Willy die Motorhaube wieder herunter und brummelte nachdenklich vor sich hin.

„Und? Was sagt der Fachmann?“ witzelte Jan hoffnungsvoll. „Besteht noch Hoffnung für den Patienten?“

„Hoffnung ja“, schmunzelte Willy. „Aber das Wiederbeleben wird Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden auf das Ersatzteil warten müssen. Heute wird das sicher nichts mehr.“

„Okay“, murmelte Jan. „Ich denke, eine Pension oder ein Hotel wird es wohl nicht geben im Dorf?“

Willy lachte laut auf. „Das würde wohl dank fehlender Gäste sofort wieder schließen! Nein, da werden wir uns was anderes überlegen müssen. Aber irgendwo werden wir schon ein Bett für Dich auftreiben. Jetzt schleppen wir erst mal Dein Schätzchen ab, damit es hier nicht von den Füchsen in Beschlag genommen wird. Immer ein Problem nach dem nächsten lösen.“

Er sprang auf seinen Traktor, holte ein Tau hinter dem Sitz hervor und begann geschickt, das eine Ende an der Abschleppöse des Cabrios und das andere am Traktor zu befestigen. Dann stieg Jan ins Cabrio und Willy gab vorsichtig Gas, bis das Seil sich straffte und die Rückfahrt beginnen konnte.

Nach einer guten halben Stunde erreichten sie Willys Hof. Der Wagen wurde vom Seil gelöst und gemeinsam schoben sie ihn unter das Dach des Anbaus, damit er vor der Witterung geschützt stand.

„So, Problem Nummer eins wäre damit für heute erledigt. Ich werde morgen früh das Ersatzteil bestellen und dann kriegen wir Deinen Wagen schon wieder zum Laufen.“ Nachdenklich nahm er die Mütze ab und kratzte sich am Kopf. „Problem Nummer zwei macht mir mehr Kopfzerbrechen. Wir sind hier zwar ein hilfsbereiter Haufen. Aber mir fällt partout keiner im Dorf ein, bei dem Du heute Nacht schlafen könntest. Am besten, wir gehen zu Jenny. Vielleicht hat sie eine Idee.“

„Ist Jenny Deine Frau?“, fragte Jan.

„Ach nein!“, lachte Willy. „Jenny ist unsere Krämerin! Wenn irgendwer irgendwas weiß, dann sie!“

Er winkte Jan, ihm zu folgen und stiefelte los.

Weiter ging es die Straße hinab, bis sie nahezu das Ende des kleinen Dorfes erreicht hatten. Es war wirklich winzig, dachte Jan. Wie es wohl war, mit so wenigen Menschen so eng zusammen zu leben. Wie eine Großfamilie in mehreren Häusern ging es ihm durch den Kopf.

Willy blieb vor einem Haus stehen, dass hier nicht so recht her zu passen schien. Waren die anderen Häuser allesamt alte Fachwerkhäuser und Katen, so hatte dieses eher etwas von einem Wildwest Saloon.

Eine breite Veranda aus Holz führte einmal um das Holzhaus herum. Ein Zaun begrenzte die Veranda und bot Platz für zahlreiche Blumenkästen, aus denen eine wahre Fülle an Blüten quoll. Jan dachte neidisch an seine kümmerliche Yucca Palme, die zu Hause in seinem Wohnzimmer stand. Gärtner des Jahres würde er mit seinem grünen Daumen nicht mehr werden.

An den Sprossenfenstern hingen Fensterläden und oben überspannte ein Balkon die gesamte Breite des Hauses.

Eine knallblau gestrichene Tür zog die Aufmerksamkeit auf sich. Willy stiefelte über die leise knarrende Veranda und trat, ohne zu zögern, ein. Jan folgte ihm.

Es roch nach Brot und Lavendel, Seife und Äpfeln und tausend anderen Gerüchen, die Jans Nase so schnell nicht zuzuordnen vermochte, das war sein erster Eindruck von Jennys Krämerladen. Als seine Augen sich an das warme Licht gewöhnt hatten, verstärkte sich sein Eindruck eines Westernsaloons umso mehr.

Auf der linken Seite befand sich eine Theke, hinter der eine etwa 60-jährige Frau stand. Sie trug eine blaue Schürze über ihren verwaschenen Jeans und einem alten, grauen Pullover. Hinter ihr türmten sich hohe Regale bis unter die Decke. Darauf stapelten sich Konserven und Flaschen, Krüge, auf denen Mehl, Zucker und Salz stand, Seifenstücke und Creme Tiegel, ein Weidenkorb mit Eiern, Nudeln und unzähliges mehr. In großen Körben vor der Theke wartete Obst und Gemüse auf die hungrigen Kunden und an der Wand zu ihrer Linken standen Rechen, Schaufeln, Besen und andere Utensilien des täglichen Gebrauchs in Haus und Garten. In der Auslage der Theke sah Jan verschiedene Wurstwaren und Käse und zwei offensichtlich selbst gebackene Kuchen, die ihn wehmütig an die Apfelkuchen seiner Großmutter erinnerten.

Die Frau lächelte Willy und Jan freundlich an, als sie an die Theke traten. „Moin Willy!“

„Moin Jenny!“

Jan zuckte kurz zusammen. Dann fiel ihm ein, was Jeremy ihm mal grinsend über ihre norddeutsche Heimat gesagt hatte: Heimat ist da, wo man auch abends moin sagte. Und nur moin. Moin, Moin sei schon Gesabbel, woran man zweifelsfrei den bemühten Touristen erkennen könne.

„Moin!“, begrüßte Jenny nun auch ihren unbekannten Gast.

„Moin!“, lächelte Jan zurück.

„Was kann ich für Euch tun?“, fragte Jenny und schaute Willy an. Der nahm die Mütze ab und kratzte sich wieder mal nachdenklich am Kopf.

„Der Junge ist mit seinem Wagen liegengeblieben. Abgeschleppt haben wir ihn schon, aber heute wird das nichts mehr mit der Reparatur. Er braucht für die nächsten zwei, drei Tage einen Platz zum Schlafen. Ich habe keinen Platz und mir fällt auch einfach niemand ein, bei dem er unterkommen könnte. Hast Du eine Idee?“

Jennys Blick wanderte zu Jan. „Hmm, normalerweise hätte ich gesagt, er kann bei Elsa schlafen. Aber nach dem Sturz dauert es noch ein paar Wochen, bis sie wieder aus dem Krankenhaus zurück ist. So schnell heilen alte Beine nicht. Ich bin tatsächlich etwas ratlos.“ Sie zuckte bedauernd mit den Schultern. „Hey Jungs, fällt Euch ein Platz ein, an dem der Junge schlafen kann?“, rief sie plötzlich.

Als Jan ein Geräusch hinter sich hörte, drehte er sich um und bemerkte erst jetzt, dass der Vorhang aus schwerem Wollstoff auf der rechten Seite des Krämerladens eine Art Raumteiler darstellte. Durch einen schmalen Durchlass sah er einige Tische und Stühle, auf denen ein halbes Dutzend Männer und zwei junge Frauen saßen. Ein allgemeines Gemurmel setzte ein.

„Bei mir geht’s nur, wenn er sich mit Keks das Bett teilt!“ grinste ein grobschlächtiger Mann.

„Als ob Dein Köter Platz machen würde!“, warf ein anderer ein.

„Eher vernascht er ihn zum Nachtmahl!“ Alles lachte.

„Das Kinderbett dürfte zu lütt sein!“, meinte eine der beiden Frauen. Jan sah, dass sie hochschwanger war. Liebevoll streichelte der Mann neben ihr über die Kugel, die sich unter ihrem Kleid abzeichnete.

„Wenn alle Stricke reißen, musst Du sonst mit der Scheune vorliebnehmen. Eine Decke und ein Kissen treiben wir schon auf“, bot Willy ihm an.

„Das ist doch viel zu kalt!“, rief Jenny entrüstet aus. „Tagsüber mag es ja noch sommerlich warm sein. Aber nachts haben wir schon einstellige Temperaturen. Soll der Junge sich den Tod holen? Zumal Deine Scheune so winddicht ist wie die Socken von Paul!“

„Was?“, rief der Grobschlächtige gespielt entrüstet ins Gelächter der anderen. „Soll das heißen, ich hätte Löcher in den Socken?“

„Eher Krater!“, erwiderte die zweite junge Frau trocken, was das Gelächter von Neuem anheizte.

„Wenn es Dich nicht stört, kannst Du hier schlafen. Bequem wird das nicht“, sagte Jenny und deutete auf den Gastraum. „Aber wärmer ist es hier auf jeden Fall. Und Du bekommst nachts keinen Mäusebesuch.“

„Danke für das Angebot“, erwiderte Jan erleichtert. Die Aussicht auf die Übernachtung in der Scheune hatte ihm nicht behagt. Natürlich wäre es immer noch besser gewesen, im Stroh zu schlafen als unter dem freien Himmel. Aber Jenny hatte recht. Es war mittlerweile recht frisch nachts und mit Mäusen hatte er bislang auch keinen Kontakt gehabt. Das dürfte auch gerne noch ein Weilchen so bleiben, wenn es nach ihm ginge.

„Natürlich bezahle ich für die Unterkunft“, beeilte er sich zu sagen.

Doch Jenny winkte ab. „Ich werde doch niemanden zur Kasse bitten, der in Not geraten ist.“

„Hey Jenny“, rief Paul aus dem Gastraum. „Ich bin auch in Not! Mein Bier ist alle!“ Er wedelte mit dem leeren Glas.

„Dann steh auf und nutze Deine Beine zum vorgesehenen Zweck!“, gab Jenny schonungslos zurück.

„Was ist mit Euch? Hunger? Durst?“ fragte sie dann und sah Jan und Willy fragend an, während sie Pauls Glas erneut füllte.

In diesem Moment wurde Jan bewusst, dass er seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte. Sein Magen knurrte laut, sodass Jenny auflachte. Erschrocken presste er die Hände auf seinen Magen.

„Die Antwort war eindeutig! Was ist mit Dir,...

Erscheint lt. Verlag 24.3.2023
Reihe/Serie Verdad y amor - Wahrheit und Liebe
Verdad y amor - Wahrheit und Liebe
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Animal Companions Liebesgeschichte • Außenseiter • Bücher Urlaub • country mouse • Einsamkeit und Romantik • eintauchen • Emotionale Liebesromane mit Geheimnissen • emotionaler Liebesroman deutsch • Falling in love • Fish out of Water • forced proximity • Frauenroman mit psychologischer Note • Fremde zu liebenden • Freundschaft • Frühlingsgefühle Liebesgeschichte • Geheimnisse im Wald Liebesgeschichte • Geheimnisvolle Vergangenheit Liebesgeschichte • geschenk valentinstag frau • geschenk zum valentinstag für sie • Healing Romance • he falls first • Herzschmerz • hidden depths • lesesucht • Liebe mit Hindernissen • Liebesgeständnis Love Confession • Liebesroman • liebesromane kindle deutsch • Liebesromane knisternde Romance • Liebesromane spannend deutsch • Liebesroman Kurztrip Traumfrau • liebesroman mit Geheimnissen • Liebesroman mit Tiefe • Liebesroman Traumfrau Spanien • mitfiebern und mitleiden • Naturkulisse Liebesroman für Frauen • Romance mit Wendungen • Romance über Freundschaft • Romantische Reise Großstadtflucht • Romanze mit Abenteurer • Rückzug aus dem Alltag Liebesgeschichte • Slow Burn Liebesgeschichte Deutschland Spanien • Slow Burn Romance • Spanien • Spannender Unterhaltungsroman für Frauen • Spannung • Spannung und Romantik Roman deutsch • strangers to lovers fremde zu liebenden • stuck together • sweet romance • Traumfrau • Urlaubslektüre • Verlieben • Verlieben falling in love • Wald-Romance mit Mystery • Warmherziger Sommerroman mit Tiefe • Western- & „Frontier“-Romantik • Wohlfühlroman Feel-Good-Story
ISBN-10 3-7578-9677-7 / 3757896777
ISBN-13 978-3-7578-9677-5 / 9783757896775
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