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Romeo und Julia (eBook)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
126 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-9186-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Romeo und Julia -  William Shakespeare
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Zu Beginn von Shakespeares Tragödie aus dem Jahr 1597 begegnen sich Romeo und Julia auf einem Kostümfest in Verona, veranstaltet von Julias Familie Capulet. Diese ist seit Generationen mit Romeos Sippe, der Familie Montague, verfeindet. Der kurze Moment, in dem sich die beiden sehen, genügt ihnen, und das wohl bekannteste Pärchen hat zueinander gefunden. Überstürzt heiraten die beiden kurz darauf in aller Heimlichkeit, die Trauung wird vom Bruder Lorenzo vollzogen, einem Mönch des Franziskanerordens. Der hofft, dass sich durch die Bindung von Romeo und Julia auch die beiden Familien aussöhnen mögen.

William Shakespeare war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur und sind die am häufigsten aufgeführten und verfilmten.

William Shakespeare war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur und sind die am häufigsten aufgeführten und verfilmten.

ERSTE SZENE


Ein öffentlicher Platz.
Simson und Gregorio, zwei Diener Capulets, treten bewaffnet mit Schwertern und Schilden auf.
SIMSON
Auf mein Wort, Gregorio, wir wollen nichts in die Tasche stecken.
GREGORIO
Freilich nicht, sonst wären wir Taschenspieler.
SIMSON
Ich meine, ich werde den Koller kriegen und vom Leder ziehn.
GREGORIO
Ne, Freund, deinen ledernen Koller mußt du bei Leibe nicht ausziehen.
SIMSON
Ich schlage geschwind zu, wenn ich aufgebracht bin.
GREGORIO
Aber du wirst nicht geschwind aufgebracht.
SIMSON
Ein Hund aus Montagues Hause bringt mich schon auf.
GREGORIO
Einen aufbringen heißt: ihn von der Stelle schaffen. Um tapfer zu sein, muß man standhalten. Wenn du dich also aufbringen läßt, so läufst du davon.
SIMSON
Ein Hund aus dem Hause bringt mich zum Standhalten. Mit jedem Bedienten und jedem Mädchen Montagues will ich es aufnehmen.
GREGORIO
Der Streit ist nur zwischen unseren Herrschaften und uns, ihren Bedienten. Es mit den Mädchen aufnehmen? Pfui doch! Du solltest dich lieber von ihnen aufnehmen lassen.
SIMSON
Einerlei! Ich will barbarisch zu Werke gehn. Hab ich’s mit den Bedienten erst ausgefochten, so will ich mir die Mädchen unterwerfen. Sie sollen die Spitze meines Degens fühlen, bis er stumpf wird.
GREGORIO
Zieh nur gleich vom Leder: Da kommen zwei aus dem Hause der Montagues.
Abraham und Balthasar erscheinen in einiger Entfernung.
SIMSON
Hier, meine Waffe ist blank. Fang nur Händel an, ich will den Rücken decken.
GREGORIO
Den Rücken? Willst du Reißaus nehmen?
SIMSON
Fürchte nichts von mir!
GREGORIO
Ne, wahrhaftig! Ich dich fürchten?
SIMSON
Laß uns das Recht auf unsrer Seite behalten, laß sie anfangen!
GREGORIO
Ich will ihnen im Vorbeigehn ein Gesicht ziehen, sie mögen’s nehmen, wie sie wollen.
SIMSON
Wie sie wagen, lieber. Ich will ihnen einen Esel bohren; wenn sie es einstecken, so haben sie den Schimpf.
Abraham und Balthasar treten auf.
ABRAHAM
Bohrt Ihr uns einen Esel, mein Herr?
SIMSON
Ich bohre einen Esel, mein Herr.
ABRAHAM
Bohrt Ihr uns einen Esel, mein Herr?
SIMSON
Ist das Recht auf unsrer Seite, wenn ich ja sage?
GREGORIO
Nein.
SIMSON
Nein, mein Herr! Ich bohre Euch keinen Esel, mein Herr. Aber ich bohre einen Esel, mein Herr.
GREGORIO
Sucht Ihr Händel, mein Herr?
ABRAHAM
Händel, Herr? Nein, mein Herr.
SIMSON
Wenn Ihr sonst Händel sucht, mein Herr: ich steh zu Diensten. Ich bediene einen ebenso guten Herrn wie Ihr.
ABRAHAM
Keinen bessern.
SIMSON
Sehr wohl, mein Herr!
Benvolio tritt auf.
GREGORIO
Sag: einen bessern; hier kommt ein Vetter meiner Herrschaft.
SIMSON
Ja doch, einen bessern, mein Herr.
ABRAHAM
Ihr lügt!
SIMSON
Zieht, falls ihr Kerls seid! Frisch, Gregorio! Denk mir an deinen Schwadronierhieb.
Sie fechten.
BENVOLIO
Ihr Narren, fort! Steckt eure Schwerter ein;
Ihr wißt nicht, was ihr tut.
Er schlägt ihre Schwerter nieder. Tybalt tritt auf.
TYBALT
Was? Ziehst du unter den verzagten Knechten? Hieher, Benvolio! Biet die Stirn dem Tode!
BENVOLIO
Ich stifte Frieden, steck dein Schwert nur ein! Wo nicht, so führ es, diese hier zu trennen!
TYBALT
Was? Ziehn und Friede rufen? Wie die Hölle Haß ich das Wort, wie alle Montagues
Und dich! Wehr dich, du Memme!
Sie fechten. Verschiedene Anhänger beider Häuser kommen und mischen sich in den Streit; dann Bürger mit Knütteln, ein Polizist.
BÜRGER
He! Spieß’ und Stangen her! – Schlagt auf sie los! Weg mit den Capulets! – Weg mit den Montagues!
Capulet im Schlafrock und Gräfn Capulet.
CAPULET
Was für ein Lärm? – Holla, mein langes Schwert!
GRÄFIN CAPULET
Nein, Krücken, Krücken! Wozu soll ein Schwert!
CAPULET
Mein Schwert, sag ich! Der alte Montague
Kommt dort und schwingt die Klinge mir zum Hohn. Montague und Gräfn Montague.
MONTAGUE
Du Schurke Capulet! – Laßt los, laßt mich gewähren!
GRÄFIN MONTAGUE
Du sollst dich keinen Schritt dem Feinde nähern. Der Prinz mit Gefolge.
PRINZ
Aufrührische Vasallen, Friedensfeinde,
Die ihr den Stahl mit Nachbarblut entweiht!
Wollt ihr nicht hören? Männer, wilde Tiere,
Die ihr die Flammen eurer schnöden Wut
Im Purpurquell aus euren Adern löscht!
Zu Boden werft, bei Buß’ an Leib und Leben,
Die mißgestählte Wehr aus blut’ger Hand! –
Hört eures ungehaltnen Fürsten Spruch!
Drei Bürgerzwiste haben dreimal nun,
Aus einem luft’gen Wort von euch erzeugt,
Du alter Capulet und Montague,
Den Frieden unsrer Straßen schon gebrochen.
Veronas graue Bürger mußten sich
Entladen ihres ehrenfesten Schmucks
Und alte Speer’ in alten Händen schwingen,
Woran der Rost des langen Friedens nagte,
Dem Hasse, der euch nagt, zu widerstehn.
Verstört ihr jemals wieder unsre Stadt,
So zahl’ eu’r Leben mir den Friedensbruch.
Für jetzt begebt euch, all ihr andern, weg!
Ihr aber, Capulet, sollt mich begleiten.
Ihr, Montague, kommt diesen Nachmittag
Zur alten Burg, dem Richtplatz unsers Banns,
Und hört, was hierin fürder mir beliebt.
Bei Todesstrafe sag ich: alle fort!
Der Prinz, sein Gefolge, Capulet, Gräfn Capulet, Tybalt, die Bürger und Diener gehen ab.
MONTAGUE
Wer bracht’ aufs neu den alten Zwist in Gang?
Sagt, Neffe, wart Ihr da, wie er begann?
BENVOLIO
Die Diener Eures Gegners fochten hier
Erhitzt mit Euren schon, eh’ ich mich nahte;
Ich zog, um sie zu trennen. Plötzlich kam
Der wilde Tybalt mit gezücktem Schwert
Und schwang, indem er schnaubend Kampf mir bot,
Es um sein Haupt und hieb damit die Winde,
Die, unverwundet, zischend ihn verhöhnten.
Derweil wir Hieb’ und Stöße wechseln, kamen
Stets mehr und mehr und fochten miteinander;
Dann kam der Fürst und schied sie voneinander.
GRÄFIN MONTAGUE
Ach, wo ist Romeo? Saht Ihr ihn heut?
Wie froh bin ich! Er war nicht bei dem Streit.
BENVOLIO
Schon eine Stunde, Gräfn, eh’ im Ost
Die heil’ge Sonn’ aus goldnem Fenster schaute,
Trieb mich ein irrer Sinn ins Feld hinaus.
Dort, in dem Schatten des Kastanienhains,
Der vor der Stadt gen Westen sich verbreitet,
Sah ich, so früh schon wandelnd, Euren Sohn.
Ich wollt’ ihm nahn, er aber nahm mich wahr
Und stahl sich tiefer in des Waldes Dickicht.
Ich maß sein Innres nach dem meinen ab,
Das in der Einsamkeit am regsten lebt,
Ging meiner Laune nach, ließ seine gehn,
Und gern vermied ich ihn, der gern mich foh.
MONTAGUE
Schon manchen Morgen ward er dort gesehn,
Wie er den frischen Tau durch Tränen mehrte
Und, tief erseufzend, Wolk’ an Wolke drängte.
Allein sobald im fernsten Ost die Sonne,
Die allerfreunde, von Auroras Bett
Den Schattenvorhang wegzuziehn beginnt,
Stiehlt vor dem Licht mein fnstrer Sohn sich heim
Und sperrt sich einsam in sein Kämmerlein,
Verschließt dem schönen Tageslicht die Fenster
Und schaffet künstlich Nacht um sich herum.
In schwarzes Mißgeschick wird er sich träumen,
Weiß guter Rat den Grund nicht wegzuräumen.
BENVOLIO
Mein edler Oheim, wisset Ihr den Grund?
MONTAGUE
Ich weiß ihn nicht und kann ihn nicht...

Erscheint lt. Verlag 1.3.2023
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Klassiker / Moderne Klassiker
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte drama-ebook • kindle-ebook-deutsch • kindle-ebook-kostenlos • Liebe-ebook • liebe-findet-uns-buch • Liebesroman • Romeo-und-Julia • shakespeare-gesammelte-werke • shakespeare-romeo-und-julia • was-ich-an-dir-liebe-buch
ISBN-10 3-7549-9186-8 / 3754991868
ISBN-13 978-3-7549-9186-2 / 9783754991862
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