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Pleas insert coin (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
476 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-9085-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Pleas insert coin -  Valuta Tomas
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Wie reagiert ein Mensch, dem bewusst wird, dass er manipuliert und beeinflusst wurde, die Beeinflussung Wirkung zeigt und plötzlich alles ganz anders erscheint? Verliert er den Boden unter den Füßen und das bisher so vertraute Leben? Oder werden ihm erst dadurch die Augen geöffnet und eine gänzlich neue Welt präsentiert? Nachdem Ava dem versuchten Mord durch Nora nur knapp entkommt, findet sie sich in einem Lernprozess wieder, der ihre bisherigen Wertvorstellungen infrage stellt. Sie lernt, sich auf den Kernpunkt von Begebenheiten zu konzentrieren, was den bitteren Beigeschmack mit sich bringt, dass sie dadurch einen Serienmörder quasi laufen lässt. Ebenso aber auch, dass ungewollt Gefühle für die Psychiaterin Doktor Nora Jercy in ihr aufkeimen. Weil Nora sogar bei Avas Eltern mit ihrer arroganten Art glänzt, glaubt sie ihr kleines Psychospielchen mit der jungen Frau bis zum Ende weitertreiben zu können. Sie vergisst dabei nur, dass ein Spiel immer zwei Mitspieler hat. Dadurch sieht sie sich das erste Mal in Konfrontation mit ihrer bisherigen Verhaltensweise der Journalistin gegenüber. Nora wäre aber nicht Nora, wenn sie selbst am Tag von Avas Abreise nicht dem nachgehen würde, was sie am besten kann: Verletzen. Wegen einer Pressekonferenz stehen sich die Frauen Monate später wieder gegenüber. Bis dahin hat jede von ihnen ihren ganz eigenen Wandel durchlebt - und keine von ihnen kann mit diesem Wandel alleine umgehen.

Valuta Tomas wurde 1980 in Flensburg geboren. Derzeit wohnt sie mit ihrer Ehefrau und einem gemeinsamen Kind im ostfriesischen Leer. Schon in jungen Jahren, war sie fasziniert von der Welt der Literatur und schrieb selbst hin und wieder kleine Geschichten. Anfang 2013 traute sie sich, mit Hilfe ihrer Frau, als Self-Publisher ihren ersten Roman mit dem Titel -Losing Game - Zwischen Liebe und Gesetz- zu veröffentlichen. In ihren Romanen verarbeitet sie die Eindrücke und Erfahrungen des Lebens.

Valuta Tomas wurde 1980 in Flensburg geboren. Derzeit wohnt sie mit ihrer Ehefrau und einem gemeinsamen Kind im ostfriesischen Leer. Schon in jungen Jahren, war sie fasziniert von der Welt der Literatur und schrieb selbst hin und wieder kleine Geschichten. Anfang 2013 traute sie sich, mit Hilfe ihrer Frau, als Self-Publisher ihren ersten Roman mit dem Titel ~Losing Game – Zwischen Liebe und Gesetz~ zu veröffentlichen. In ihren Romanen verarbeitet sie die Eindrücke und Erfahrungen des Lebens.

»Ava ist die Einzige, die zumindest versucht mich zu verstehen und so zu nehmen wie ich bin.«

»Finden Sie nicht, dass es ziemlich dürftig ist, alles auf die Gesellschaft zu schieben? Sind Sie nicht erwachsen genug, um sich davon zu befreien und dem die Stirn zu bieten was Ihnen nicht passt?« Nora dreht den Kopf zu Beatrice zurück. Ihre Augen verengen sich.

»Sie kennen mich nicht! Also maßen Sie sich nicht an, so über mich zu urteilen.«

»Ich urteile nicht über Sie! Ich sehe und das was ich sehe ist nicht gut für meine Tochter.«

»Keine Sorge, Misses Ramirez. Ihre Tochter sieht nicht mehr, als sie selbst schon weiß.«

 

***

 

Kaum, dass es aktiviert wird, weil die Besitzerin wach wird, beginnt Avas Gehirn das Gleichgewicht zu suchen. Schwankend versucht es Halt zu finden und auf die Signale zu reagieren, die Ava unverständlich sendet.

Das was die junge Frau zuerst wahrnimmt ist eine weiche Matratze unter ihrem Körper, der sich anfühlt als wenn sie die vergangenen Stunden Blei gesoffen hätte. Alles ist dreimal schwerer, als ihr bekannt ist. Dann nimmt sie ihre wankenden Sinne wahr. Und etwas Schweres um ihre Hüfte.

Schwerfällig greift sie danach und schiebt es von sich herunter. Egal was es war, es muss weg, denn Ava muss pinkeln. Und zwar dringend.

Benommen erhebt sich die junge Frau aus der liegenden Haltung und setzt sich auf.

»Mein Gott«, stöhnt sie angestrengt und hält sich den Kopf. Ihre Blase hält sie aber davon ab sich weiter mit ihrem dicken Schädel zu beschäftigen. Also macht sie sich auf den Weg zum Badezimmer.

Am Gestell festhaltend hievt sie sich aus dem Bett, umrundet dieses und steuert auf das Bad zu. Dann bleibt sie stehen. In ihrem Zimmer stimmt etwas nicht. Hier hat sich was verändert. Ava kennt ihre vier Wände besser, als ihre Hosentaschen. In diesem Raum ist definitiv etwas anders.

Angestrengt blickt Ava um sich. Suchend tastet sie das dunkle Zimmer ab und bleibt beim Bett hängen. Ihre bleiernen Augen weiten sich als sie Nora im Bett liegen sieht. Schlafend. Der Arm auf dem ihr Kopf platziert ist, liegt ausgestreckt an Avas Kopfkissen entlang. Die Doktorin liegt auf der Seite, so wie Ava bis eben noch lag. Ihr anderer Arm liegt etwas unkoordiniert auf ihrer Hüfte. Wenn dieser ein paar Stunden so liegen würde, wäre dies äußerst unbequem. Allerdings könnte es auch sein, dass Nora den Arm selbst so gar nicht platziert hat. Es wirkt eher als wenn er dort abgelegt worden wäre.

Angestrengt denkt Ava mit ihren beschwipsten Sinnen nach, bis es ihr einfällt. Als sie aufwachte, spürte sie etwas Schweres um ihre Hüfte. Sie schob es weg. Bei genauerem grübeln könnte also sie Noras Arm so platziert haben. Das bedeutet wiederrum, dass Nora zum Schlafen nicht nur neben ihr im Bett liegt, sondern dass sie die junge Frau offensichtlich im Arm hielt. Das ist aber etwas was absolut unmöglich ist. So etwas würde Nora niemals machen. Nicht nur wegen ihrer Soziopathie und somit der fehlenden sozialen Kontaktfähigkeit. Nein, Nora ist einfach zu arrogant und eingebildet als dass sie tatsächlich auf solch eine körperliche Nähe eingehen würde. Das würde nämlich bedeuten, dass sie doch nicht dieser eiskalte Kotzbrocken ist und Ava ihr doch etwas bedeutet. Dass Nora ihre Nähe sucht und bei ihr sein will.

»Schwachsinn!«, zischt Ava und trottet ins Bad. Bevor sie die Tür schließt blickt sie noch einmal zum Bett zurück.

Nora liegt dort noch immer und hat sich keinen Zentimeter bewegt.

»Niemals würde diese Schnepfe auch nur im Ansatz irgendwelche Gefühle zeigen«, flucht Ava murmelnd und schließt die Badtür ganz.

Als sie diese einige Zeit später wieder öffnet, bestätigt sich ihre Theorie, die sie während des Wasserlassens erstellt hat. Sie hat einfach zu viel getrunken und beim Thema Nora Wahnvorstellungen gehabt … oder Wunschvorstellungen. Denn das Bett ist leer. Von Nora ist nicht eine Spur zu sehen, nichts.

»Du hast einfach nur geträumt«, brummt Ava und krabbelt mit dickem Kopf in das Bett zurück. Kaum fällt dieser in das Kissen, zieht sie sich die Decke bis zum Hals hoch, dreht sich um und atmet einen Duft ein. Irritiert zieht Ava den Kopf zurück und blickt verstört auf das Kopfkissen. Langsam schiebt sie die Nase vor und riecht am Bezug. Nora. Das Kissen riecht definitiv nach der älteren Frau. Hat sich Ava das also doch nicht eingebildet? Hat Nora doch bei ihr geschlafen? Hatte sie Ava also doch im Arm geh… ?

»Hör mit diesem Schwachsinn auf«, tadelt sich Ava selbst, klopft das Kopfkissen zurecht und wirft sich dort hinein. Aber kaum, dass Noras Duft mit einem gewaltigen Schwall in ihre Nase steigt, ist ihr Körper der Übeltäter, der auf die ältere Frau reagiert. Avas Verstand ist zu betrunken, als dass er richtig agieren könnte. Von daher übernimmt auch der Körper jede weitere Handlung. Und diese sieht so aus, dass Avas Gefühle Party machen und alles in ihr zu kribbeln beginnt. Es turnt nur ein kleiner Gedanke an die Psychiaterin durch Avas Gehirnwindungen und ihr Körper reagiert unmissverständlich darauf.

Unkontrolliert kriegt Ava es grade noch so mit, wie die eine Hand nach dem Kopfkissen greift und an ihre Nase führt, während die andere unter die Bettdecke wandert. Langsam schleicht sie über Avas Brust, Bauch, Unterleib und verschwindet dann dort wo die letzten Monate nur eine Frau war.

Nora.

Der Gedanke an die ältere Frau treibt Ava an und verleitet sie zu etwas, was sie in hundert Jahren nicht für möglich gehalten hätte.

 

***

 

Mit einem Kopf der wie ein Bienenstock brummt, taumelt Ava am nächsten Morgen an den Frühstückstisch. Wie sie mit einem kurzen Blick in die Runde sehen kann, wird sie schon sehnsüchtig erwartet. Ihre ganze Familie sitzt am Tisch und schaut sie erwartungsvoll an. Selbst ihr Bruder sitzt schon an seinem Platz. Aber im Gegensatz zu ihr sieht er wie das blühende Leben aus, während sich Ava wie ausgekotzt fühlt.

»Guten Morgen, Sonnenschein«, grinst Brian.

»Ja ja, du mich auch. Mein Gott, was war das für ein Fusel den wir da getrunken haben? So hat es mich ja noch nie umgehauen.«

»Es war ein qualitativ hochwertiger Fusel, Miss Ramirez. Aber dadurch, dass ihr Körper nicht mehr so viele Giftstoffe zu verarbeiten hat, kann er mit Alkohol nicht mehr so gut umgehen. Deswegen geht es Ihnen heute auch so schlecht«, klärt Nora die junge Frau auf.

»Schlecht ist gar kein Ausdruck«, brummt Ava und stützt ihren Kopf auf einer Hand ab.

»Hier, essen Sie, das stärkt.« Nora schiebt Ava eine Schüssel mit Müsli und eine mit Obst vor die Nase. Als die Journalistin Noras Hand um die Schüssel ruhen sieht, fällt ihr schlagartig etwas ein.

»Haben Sie vergangene Nacht bei mir im Bett geschlafen?«, fragt sie unverblümt und bemerkt erst danach, dass sie diese Frage ohne nachzudenken gestellt hat.

Nora zieht eine Augenbraue hoch.

Nein hat sie nicht. Diese Reaktion sagt ja schon mehr als tausend Worte.

»Nennen Sie mir einen Grund, weshalb … .«

Ergeben schnauft Ava und blickt zu den Schüsseln hinunter.

»Weshalb Sie das hätten machen sollen, ja ja schon klar«, beendet Ava Noras begonnenen Satz und rührt mit einem Löffel in dem Müsli herum.

»Wir werden nach dem Frühstück abreisen.«

Du kommst auch von Hundekuchen auf Pferdescheiße.

»Sie können sich ja gerne auf den Weg machen, aber ich bleibe hier. Ich habe nicht mehr die Kraft und Nerven mich ständig Ihren Attacken auszusetzen.« Um keine Unterredung mit Nora beginnen zu müssen, schiebt sich Ava einen vollen Löffel Müsli unter die Nase. Es dauert aber nicht lange bis sie Noras Blick spüren kann. Er durchbohrt sie regelrecht.

»Wie Sie meinen.«

Was?

Blitzschnell hebt Ava den Kopf. Irritiert schaut sie Nora an. Deren Blick liegt mit einer ungewöhnlichen Ruhe auf ihr. Nora scheint nicht wütend zu sein, nicht aufgebracht, nicht enttäuscht. Sie hat Avas Entscheidung einfach so hingenommen und gibt noch nicht einmal einen winzigen Hinweis darauf mit ihr diskutieren zu wollen. Etwas was Ava überhaupt nicht versteht. Wieso nimmt Nora, seit sie hier in ihrem Elternhaus sind, einige Sachen kommentarlos so hin? Wieso macht sie einige Dinge die so untypisch für sie sind? Wieso verhält sie sich teilweise so ganz anders, als Ava es bisher bei ihr kennengelernt hat?

Was stimmt mit dieser Frau bloß nicht?

Nora schiebt ihre Müslischüssel ein klein wenig von sich.

»Wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich mich dann ganz gerne auf den Weg machen.« Ihren eigenen Worten begleitend und ohne auf eine angemessene Antwort zu warten, erhebt sich Nora vom Platz. Sie umrundet den Tisch und reicht Brian die Hand.

»Es hat mich gefreut Sie kennengelernt zu haben, Mister Ramirez.« Wie es ihm beigebracht worden ist, erhebt sich Brian von seinem Stuhl und nimmt Noras gereichte Hand an.

»Ich werde Sie und Ihre Vorträge weiterhin studieren und verfolgen.« Bestätigend und mit einem ehrlichen Lächeln ausgestattet, nickt Nora.

»Machen Sie das, denn ich sehe sehr viel Potential in Ihnen.«

Nora geht einen Stuhl weiter und reicht Beatrice die Hand. Auch Avas Mutter erhebt sich vom Stuhl, wird allerdings wortlos aber respektvoll von Nora aus der Verabschiedung entlassen.

Als die Doktorin den Tisch umrundet, steht Paul auf und reicht ihr die Hand. Kommentarlos schaut er die Doktorin an. Diese bleibt abrupt stehen. Schweigend betrachtet sie den Soldaten, schaut auf die Hand hinunter, zu Paul hoch und strafft die Schultern.

»Vielleicht ein anderes Mal, Mister Ramirez.« Ava glaubt sich zu verhören. Auch wenn...

Erscheint lt. Verlag 16.2.2023
Reihe/Serie Please insert coin
Please inster coin
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Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Frauen • Gesellschaftskritisch • Lesben • Lesbisch • LGBT • Manipulation • Psyche • Psychiaterin • Serienmörder
ISBN-10 3-7549-9085-3 / 3754990853
ISBN-13 978-3-7549-9085-8 / 9783754990858
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