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Die Millionen-Sünde (eBook)

Die Macht des Milliardärs
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
185 Seiten
tolino media (Verlag)
978-3-7579-0537-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Millionen-Sünde -  Nancy Salchow
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Sie will ihn mindestens genauso sehr wie er sie - wäre da nicht der demütigende Deal, den sie mit seinem Bruder abgeschlossen hat. Vincent: Als ältester Sohn eines milliardenschweren Verlegers ist Vincent das genaue Gegenteil seines Bruders Christopher. Während Vincent sich so viel Bodenständigkeit wie möglich bewahrt und eine eigene Autowerkstatt führt, genießt Christopher den Reichtum und seine Führungsposition im Verlag des Vaters. Als Vincent zufällig mitbekommt, dass Christopher einen Deal für sehr viel Geld mit der verzweifelten Darleen abgeschlossen hat, die jeden Abend halbnackt vor ihm tanzt, wird ihm schnell klar, dass sie keine professionelle Tänzerin, sondern eine verzweifelte Frau ist. Sofort setzt er alles daran, sie aus der entwürdigenden Vereinbarung zu befreien. Doch genau das will Darleen mit aller Kraft verhindern. Was hat die geheimnisvolle Schönheit zu verbergen, die ihn vom ersten Moment an in ihren Bann zieht? Und warum zum Teufel lässt sie sich nicht helfen? Darleen: Als sich Darleen auf einen heiklen Deal mit dem reichen Christopher einlässt, wirft sie alle Hemmungen über Bord, denn das Geld ist gewissermaßen überlebenswichtig für sie - bis sich ausgerechnet Christophers älterer Bruder Vincent einmischt, um sie aus der demütigenden Vereinbarung zu befreien. Und auch wenn der selbstlose Vincent so völlig anders als sein skrupelloser Bruder ist und ihr vom ersten Moment an den Atem raubt, kommt er mehr als ungelegen. Schließlich braucht Darleen den Deal mehr als alles andere - und dafür würde sie fast alles tun ... Eine Geschichte über Leidenschaft, Sehnsucht und den Kampf um das, was falsch und doch richtig ist. Dieses Buch enthält sehr eindeutige und leidenschaftliche Szenen. Einzelroman. In sich abgeschlossen.

Nancy Salchow, geboren 1981, hat seit 2011 unzählige Bücher sowohl im Verlag (Droemer Knaur, Heyne) als auch im Selfpublishing veröffentlicht. Egal, ob in ihren Liebesromanen, autobiografischen Schicksalsberichten oder Familienromanen, das große Gefühl ist der Autorin in jeder ihrer Geschichten besonders wichtig. Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katzen, Schafen, Hühnern und Enten in der Nähe der Mecklenburger Ostsee, was auch der Grund dafür ist, dass die meisten ihrer Bücher am Meer spielen.

Nancy Salchow, geboren 1981, hat seit 2011 unzählige Bücher sowohl im Verlag (Droemer Knaur, Heyne) als auch im Selfpublishing veröffentlicht. Egal, ob in ihren Liebesromanen, autobiografischen Schicksalsberichten oder Familienromanen, das große Gefühl ist der Autorin in jeder ihrer Geschichten besonders wichtig. Sie lebt mit ihrer Familie, Hunden, Katzen, Schafen, Hühnern und Enten in der Nähe der Mecklenburger Ostsee, was auch der Grund dafür ist, dass die meisten ihrer Bücher am Meer spielen.

Kapitel 2


Darleen

Das olivgrüne Tapetenmuster an der Wand hinter dem schwarzen Ledersofa hat sich in meinen Verstand gebrannt. Ich gebe mir die größte Mühe, es so aussehen zu lassen, als würde ich ihn anschauen, doch in Wahrheit studiere ich die orientalischen Ornamente an der Wand hinter ihm, um die Zeit schneller vergehen zu lassen.

Ich stelle mein Bein auf den Sessel neben mir und werfe mein Haar schwungvoll in den Nacken.

»Du machst das großartig, Kleine.« Er sitzt mit einer Bierflasche in der Hand auf dem Sofa, keine vier Meter von mir entfernt, und mustert mich mit schmierigem Grinsen.

Ich schließe die Augen, während ich mich auf den Sessel setze und mein Bein lasziv in der Luft anwinkele.

Scheiße Mann, auf Youtube hat das irgendwie einfacher ausgesehen.

»Und du bist dir sicher, dass du das vorher noch nicht gemacht hast?« Er jubelt. »Glaub mir, Süße, du bist ein Naturtalent.«

Mein Blick streift ihn flüchtig.

Neutral betrachtet könnte man ihn vermutlich als attraktiv bezeichnen. Die goldbraunen Wellen seines vollen Haars, das ihm lässig ins Gesicht fällt. Das lichtgraue Hemd, das seine athletischen Schultern bedeckt. Doch wer auch immer ihn als gutaussehend bezeichnen würde, bräuchte nur einen einzigen Blick auf das ekelhafte Grinsen zu werfen, mit dem er mir beim Tanzen zusieht, um seine Meinung zu ändern.

Ruhig bleiben! Vergiss den Idioten und denk einfach nur an deine Mission.

Routiniert lehne ich mich mit dem Rücken gegen die Sessellehne und lasse meinen rechten Arm hinter mir am Leder hinabgleiten. Eine laszive Geste, die sich anfühlt wie die einer Fremden. Doch je mehr ich mich bei diesem seltsamen Tanz von meiner eigenen Persönlichkeit entferne, desto glücklicher scheint es ihn zu machen.

»Yeah, Baby!« Er nippt an seinem Bier, ohne den Blick von mir abzuwenden.

Ich unterdrücke den Würgereiz und setze ein mechanisches Lächeln auf.

Nur noch eine halbe Stunde. Du schaffst das!

Doch so sehr ich mich auch bemühe, der Ekel gewinnt immer wieder die Oberhand.

Was, wenn ich einfach abhaue? Hier und jetzt?

Reiß dich zusammen, verdammt. Reiß dich zusammen!

Plötzlich öffnet sich die Tür über der Treppe und eine männliche Stimme dringt hinunter in den Partykeller.

»Chris? Bist du da unten?«

»Vince?« Er stellt die Flasche auf den Tisch vor dem Sofa und springt überrascht auf. »Du bist ja wirklich gekommen. Komm runter zu mir und genieß die Show.«

Der Mann, der die Stufen langsam herunterkommt, ist offensichtlich mit ihm verwandt. Dieselbe markante Mundpartie, dasselbe breite Kinn, dieselbe athletische Figur. Aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Sein Haar ist dunkler und weniger in Form. Fast scheint es, als wäre er eben gerade aufgestanden. Ein Wuschellook, der zusammen mit dem Dreitagebart erst richtig verwegen scheint. Statt eines Hemdes und einer Stoffhose wie mein unliebsamer Zuschauer trägt der Fremde ein lässiges Shirt und Jeans.

Mit jeder Stufe, der er sich dem Boden nähert, wird er langsamer. Als er mich entdeckt, starrt er mich geradezu fassungslos an. Für einen Moment halte ich instinktiv inne, als würde mich allein sein Blick davon abhalten, mich weiter zu bewegen.

»Was zum Teufel ist denn hier los?«, fragt er.

»Wir haben ein bisschen Spaß«, antwortet Christopher und geht auf ihn zu, um ihn zu umarmen, doch als der Fremde einen Schritt zurücktritt, um der Umarmung zu entgehen, frage ich mich, ob sie wirklich verwandt sind.

*

Vincent

Bis auf ein hauchdünnes Kleid mit Spaghettiträgern, das einem Negligé ähnelt und kurz über ihren Knien endet, trägt sie nichts. Ihr langes kastanienbraunes Haar fällt glatt auf ihre nackten Schultern.

Einen Moment lang haftet mein Blick auf ihr, als wäre sie nicht von diesem Planeten. Doch schon im nächsten Augenblick wird mir die seltsame Situation mehr als deutlich bewusst.

»Was ist hier los, Chris?« Ich schaue ihn ungläubig an. »Tanzt diese Frau etwa für dich? Vor einem Ledersessel?«

»Coole Sache, was? Eine Pole-Stange konnte ich auf die Schnelle nicht besorgen. Aber so geht es auch, finde ich.« Er lässt sich mit breitem Grinsen zurück aufs Sofa fallen und legt die Hand neben sich aufs Leder. »Komm schon, Bruderherz, setz dich neben mich und genieß den Anblick. Die Kleine ist ein absolutes Naturtalent, und das, obwohl sie so was noch nie zuvor gemacht hat. Behauptet sie zumindest, auch wenn es mir scherfällt, das zu glauben, so geschmeidig, wie sie sich bewegt.« Er lacht. »Und das Beste ist, dass wir diesen Anblick nicht mit nervigen Bargästen teilen müssen. Dieses sexy Baby ist nur für uns da.« Er hebt die Hand. »Komm schon, Alter, schlag ein!«

Mein Blick wandert erneut zu der Frau, die nun verunsichert hinter dem Sessel steht und nicht so recht weiß, was sie tun soll. In ihren Augen ist das Unbehagen mehr als deutlich zu sehen. Oder ist es sogar Angst? Keine Frage, sie hat wirklich keine Erfahrung in so etwas, sonst würde sie mein Auftauchen nicht derart aus dem Konzept bringen.

»Sag mal, spinnst du jetzt total?«, fahre ich ihn wütend an. »Du bist verlobt, zum Teufel. Und selbst wenn du es nicht wärst, ist das hier absolut unpassend. Dass diese Frau keinen Spaß an diesem Scheiß hat, sieht doch ein Blinder.«

»Glaubst du etwa, sie wäre hier, wenn sie es nicht wollte? Ich habe sie nicht überredet, falls du das denkst.« Er lacht ungläubig. »Mensch, Vince, du bist ja zu einer echten Spaßbremse mutiert. Wir sollten uns wirklich öfter sehen, damit du wieder ein bisschen lockerer wirst. Ich glaube, ich habe dir noch einiges beizubringen.« Er schaut zu der Frau hinter dem Sessel. »Komm schon, Baby, lass dich von meinem Bruder nicht ablenken. Er ist ein kleiner Spießer, aber davon lassen wir uns nicht den Spaß verderben, oder?«

Sie schaut zuerst ihn an, dann mich. Ein Blick, der schwer zu deuten ist. Die Situation ist ihr unangenehm, das ist offensichtlich. Aber warum ist sie wirklich hier?

Zögerlich beginnt sie, sich wieder zum Rhythmus der kaum hörbaren Musik zu bewegen und die schlanken Hüften zu kreisen.

»Verdammt noch mal, das muss aufhören!« Ich gehe einen Schritt auf sie zu. »Hör zu, ich kenne dich nicht, aber egal, was dir mein Bruder dafür zahlt, es ist offensichtlich, dass du nicht hier sein willst. Keine Frau sollte sich so vor einem Mann zur Schau stellen, es sei denn, sie findet selbst Gefallen daran.« Ich werfe Chris einen wütenden Seitenblick zu. »Und noch unpassender ist so ein Arrangement, wenn der Kunde ein verlobter Mann und das hier nicht sein Junggesellenabschied ist.«

Sie möchte etwas antworten, doch verstummt noch im selben Moment.

»Was soll das, Vince?« Chris springt wütend auf. »Darleen und ich haben einen Deal, und der geht nur uns beide etwas an, klar?«

»Ach ja?« Ich verschränke die Arme vor der Brust. »Und was ist mit Clarissa? Weiß sie auch von diesem sogenannten Deal

Sein Gesicht ist rot vor Zorn, sein Atem wird schneller. »Scheiße Mann, Vince, ich dachte, wir treffen uns, um über den Verlag zu reden, stattdessen machst du hier einen auf Moralapostel. Was soll das, verdammt?«

»Sag schon, Chris«, ich werde lauter, »weiß Clarissa davon? Steht eure Verlobung überhaupt noch?«

»Clarissa ist noch für drei Monate in Paris.« Meine Frage scheint ihn nervös zu machen. »Du weißt schon, der Job bei diesem Modemagazin.«

»Das war keine Antwort auf meine Frage.«

»Wer bist du überhaupt, dich hier so aufzuspielen? Du reagierst auf keine meiner Einladungen. Und wenn du dann doch mal auftauchst, mischst du dich in Dinge ein, die dich absolut nichts angehen. Was ist aus dir geworden, Vince?«

»Komisch, dasselbe wollte ich dich auch gerade fragen.« Ich trete einen Schritt näher. »Dass wir absolut nichts gemeinsam haben, war mir ja schon lange klar, aber eigentlich hätte ich gedacht, dass du mit Clarissa endlich sesshaft werden würdest. Ich kenne sie zwar nicht sehr gut, aber glaubst du wirklich, dass sie so einen Verrat verdient hat?« Ich werfe einen Blick auf die Frau, die sich inzwischen eine Strickjacke übergezogen und auf dem Sessel platzgenommen hat. »Mal davon abgesehen, dass das hier absolut entwürdigend ist. Keine Frau sollte so etwas tun müssen.«

»Das klingt ja fast so, als würde sich diese Frau prostituieren. Sie tanzt nur, klar? Was ist falsch daran, wenn ich in Clarissas Abwesenheit ein paar optische Vorzüge genieße? Ist ja nicht so, als würde hier mehr passieren. Ich hole mir lediglich ein wenig Appetit, bis Clarissa wieder hier ist. Nicht mehr und nicht weniger.«

Für einen Moment schäme ich mich für meine direkten Worte, doch als ich erneut zu der Frau im Sessel herüberschaue, weiß ich, dass mein Instinkt einfach stärker ist. Ohne Chris weitere Beachtung zu schenken, gehe ich auf sie zu.

»Hör zu. Das hier muss alles sehr verwirrend für dich sein, weil du mich nicht kennst. Aber wenn du willst, hole ich dich sofort hier raus und bringe dich nach Hause. Wo auch immer du wohnst. Du solltest nicht hier sein. Nicht unter solchen Bedingungen.«

Sie starrt mich mit offenem Mund an, doch ihr seltsames Schweigen hält an und irritiert mich nur noch mehr.

»Tut mir leid, Darleen.« Chris stellt sich zwischen uns. »Ich hatte gehofft, dass der Abend anders laufen würde, aber ich glaube, dass die Stimmung für heute dahin ist. Vielleicht sollten wir einfach morgen weitermachen, okay?«

Sie nickt wortlos, während sie nach ihrer Tasche greift.

»Und du ...«, er wendet sich mir zu, »... solltest vielleicht hierbleiben,...

Erscheint lt. Verlag 16.2.2023
Reihe/Serie Nancys Ostsee-Liebesromane
Nancys Ostsee-Liebesromane
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte billionaire • Deal • Fake • Liebe • Liebesroman • Milliardär • millionaire • Millionär
ISBN-10 3-7579-0537-7 / 3757905377
ISBN-13 978-3-7579-0537-8 / 9783757905378
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