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Kechem na ma Parimká -  Ursula W Ziegler,  Jan-Christoph Ziegler

Kechem na ma Parimká (eBook)

Nichts ist für immer verloren
eBook Download: EPUB
2023 | 2. Auflage
344 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7578-3115-8 (ISBN)
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9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
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Planet Occula, unfreiwilliges Zuhause und Gefängnisplanet von Urd. Als "Souvenir" von Gadreel, dem höchsten Kriegsherren Occulas, mitgenommen, entführt. Rückkehr zur Erde? - Aussichtslos! Begünstigt durch die fehlende Frequenzsperre der Erde, entfalten sich bei der Telepathin weitere Fähigkeiten. Ihr Pech und Glück zugleich ist es, Gadreel's Geisel zu sein. Urd unternimmt alles, um wieder in die Nähe der Erde zu kommen. Wird ihre rebellische, unbeugsame Art hier wirklich behilflich sein können? Gaia, Planet Erde: Der Kampf der Energien, der Kampf gegen die fremden Occulaner, die sich unter allen Umständen die Erde untertan machen wollen, wird währenddessen immer intensiver. In dieser ausweglosen Situation eröffnen sich Urd und der Gruppe von Telepathen Einblicke in äonenalte Zusammenhänge der Menschheitsgeschichte. Schleier lichten sich, die tiefen Manipulationen der Dunkelmächte werden sichtbar. "Nichts ist für immer verloren" - in der Gruppe der Telepathen treten neue, uralte Fähigkeiten zutage, die den Menschen bereits in vergangenen Äonen zu eigen waren. Die Befreiung von den Besatzern beginnt! Erneut Spannung von der ersten bis zur letzten Seite: "Kechem na ma Parimká - Nichts ist für immer verloren", Buch 4 der Romanreihe "Sprechende Steine".

Ursula W Ziegler, Lebensberaterin, Heilerin, Autorin, Künstlerin: "Geschichtenerzählerin" ist Ursula W Ziegler schon seit Kindesbeinen an. Mit der Jahrtausendwende begann sie die Geschichten, die ihr das Leben zuspielte, aufzuschreiben sowie in Form von Bildern Ausdruck zu verleihen. In ihren Beratungen und Workshops bringt sie ihre Fähigkeiten und ein holistisches Bild des Lebens ein. Das Leben führte Ursula W Ziegler über mentale Techniken und den Tzolkin (Maya-Kalender) in die Bereiche der Energiearbeit, des Bewusstseins und zur allumfassenden Liebe. Ihre wesentliche Stärke ist, Menschen und Situationen mit dem Herzen aufzunehmen, mit dem Geist zu erfassen - in Klarheit und Achtung vor dem Leben. Sie führt dabei den Menschen zurück in die Harmonie, in seine Liebe. Ursula W & Jan-Christoph Ziegler: "Wir glauben an die Unfehlbarkeit der Liebe und an die Macht des Geistes und daran, dass der Mensch mit der Macht der Liebe seinen Geist so konditionieren kann, dass die Erde und das gesamte Weltall zu einem Paradies werden." "Unser Schwerpunkt war und ist die Liebe zu allem, was ist und unsere Lebens-Philosophie ist für uns gelebte Wirklichkeit. In diesem Sinne 'lebenlieben' wir unsere Arbeit."

Entscheidung


Der Blick Samaels sprach von Lüsternheit und Gier, kaum dass die drei unterschiedlichen Frauen den Raum betreten hatten. Mit sichtlichem Vergnügen schwang er seine Peitsche, die einmal dicht bei Urd und ein anderes Mal bei Ketura auf den Boden knallte. Sie sang das Lied von gefügig machen. Da Ketura Urds Fähigkeit der Telepathie kannte, wiederholte sie in Gedanken immer wieder den Satz: »Lass dir keine Angst anmerken.«

Samaels Blick ging von einer zur anderen. Bei Sarai verweilte er einige Augenblicke länger, um dann abschätzig das Gesicht zu verziehen.

„Adel“, stieß er gepresst hervor. „Pah! Was willst du hier?

„Wo ist mein Bruder? Was hast du mit ihm gemacht?“, fragte sie geradeheraus.

„Was interessiert mich dein Bruder“, bekam sie abfällig zur Antwort.

Sarai reagierte zornig. „Er unterstand deinem direkten Befehl und du interessierst dich nicht dafür, was mit deinen Leuten ist?“ Es fiel ihr schwer, ihre Beherrschung zu behalten, was für eine Occulanerin keine leichte Sache war. Auch sie wirkte recht männlich obwohl ihre weiblichen Attribute sehr üppig ausfielen und meist extrem betont.

„Weib!“, herrschte Samael sie an, „was erlaubst du dir!“ Schon wollte seine Peitsche auf sie niederfahren, als er mitten in der Bewegung stockte.

Mit einem beherzten, schnellen Schritt trat Urd vor Sarai. Ihr Herz klopfte wie wild, aber sie ließ sich nichts anmerken. Mit weit aufgerissenen Augen stierte Samael sie an. In all den Jahren als Soldat und General war ihm dergleichen noch nicht begegnet. Diesen Moment der Sprachlosigkeit nutze Urd sofort für sich aus.

„Bei uns“, sagte sie mit halbwegs fester Stimme, „geht man mit Menschen anders um und im Besonderen mit dem Adel."

Sie fühlte wie sich Keturas große Klauenhand in die ihre schob, was Samael noch mehr verwirrte, ihr jedoch mehr Sicherheit verlieh. „Warum musste ich herkommen?“, fragte sie daher keck.

Langsam ging der General näher auf Urd zu. „Dein Galan will dich in seiner Nähe haben“, kam es süffisant aus seinem Mund. „Doch noch bist du hier und hast zu tun, was ich sage.“ Seine Peitsche knallte so plötzlich über die drei Frauen, dass diese unwillkürlich ihre Köpfe einzogen und Samael schallend lachte.

Lüstern sah er Sarai von oben bis unten an. „Irgendwann gehörst du mir, Schätzchen aus feinem Haus. Dann werden dir deine Freundinnen nichts mehr nützen. Deinen Bruder habe ich nach Hulatul geschickt, um ihn aus den Füßen zu haben. Er wird wohl noch einige Zeit unterwegs sein.“

Sarai zuckte unwillkürlich zusammen. Hulatul verhieß nichts Gutes.

„Und du Weibchen“, dabei leckte er sich genüsslich über seine Lippen und sah Urd durchdringend an, „gehst jetzt zum Doktor. Es kommen zu viele Beschwerden über dich.“

Er sah Ketura an und gab ihr mit einigen Zischlauten zu verstehen, dass sie Urd wegbringen sollte. Doch diese hatte erst noch anderes im Sinn. Mit einer raschen Bewegung stellte sie wiederholt einen Fuß auf das Peitschenende, hob es blitzschnell auf und lief, es einrollend, auf den fassungslos dastehenden Samael zu. Vorsichtig berührte sie seine freie Hand, öffnete diese behutsam und legte das aufgerollte Stück hinein. Sie musste einen Schritt zurücktreten, um ihm in die Augen sehen zu können, doch seine Hand hielt sie dabei noch in der ihren.

Sie wusste um die Wirkung, die diese Berührung bei den Occulanern auslöste. Erst als sie spürte, dass ihn das Gefühl, das sie ihm schickte, bei ihm ankam, ließ sie seine Hand wieder los. Mit sanfter Stimme sprach sie zu ihm:

„Mit weniger Gewalt und viel mehr Achtung dem anderen Gegenüber, bekommt man manches ganz von allein, mit viel mehr tief erlebter Freude und Befriedigung.“ Total verwirrt starrte Samael auf das aufgerollte Ende seiner Peitsche.

Auf dem Weg zum Doktor wurde kein Wort gewechselt. Dennoch konnte Urd in den Überlegungen ihrer Begleiterinnen lesen, wie in einem Buch. Sarais Gedanken war voller Bewunderung für sie, hatte sie doch endlich die Erdenfrau in Aktion erlebt und nicht nur darüber gehört. Über den Aufenthaltsort ihres Bruders hingegen war sie sehr bestürzt. Hulatul, so erfuhr Urd auf diesem Wege, war ein Eisplanet und lag etwa 200 Lichtjahre entfernt in einer befreundeten Galaxie. Wobei befreundet übertrieben war. Man respektierte sich gegenseitig, da die Occulaner die Technik besaßen, um Mineralien und Erze im Inneren abzubauen. Querelen gab es dennoch oft und nicht selten kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die bald wieder beigelegt wurden. Es galt als große Strafe, nach Hulatul geschickt zu werden.

Ketura empfand eine enorme Genugtuung, so konnte Urd feststellen, den General in einer solchen Verfassung zurückgelassen zu haben. Sein starkes Geschlechtsteil, das sich sichtbar abzeichnete, bewunderte sie indessen und wäre nicht abgeneigt, auf friedliche und freiwillige Art mit ihm zu verkehren.

Dann waren sie auch schon angekommen. Während die drei Frauen warten mussten, wurden sie von den Helfern des Arztes neugierig beäugt. Zu gerne hätten sie die Erdenfrau angefasst, von der etwas Eigentümliches ausging, das sie nicht kannten. Sie trauten sich nicht, schlichen jedoch häufiger um die Drei herum, als nötig gewesen wäre.

Ketura half Urd auf einem der großen Stühle Platz zu nehmen. Diese fühlte sich zunehmend unbehaglich. Ihre Kräfte verließen sie vermehrt, wie so oft in der letzten Zeit und sie begann leicht zu zittern. Die Anspannungen bei Samael zeigten ihre Wirkung und die Atmosphäre beim Arzt war auch nicht gerade aufbauend.

Mit dem meisten, das sich in dem Wartezimmer befand, konnte Urd nichts anfangen. Zudem hatte sie sich abgewöhnt, sich allzu sehr auf etwas anders, als die Natur, einzulassen. Ein leises Zischen und ein unangenehmer Geruch kündigten das Erscheinen Achans an. Urd wurde sogleich in sein Arbeitszimmer beordert. Sarai und Ketura folgten unaufgefordert. Barsch wurden sie angewiesen den Raum wieder zu verlassen.

„Wi na ma chem, chem ra ha“, sagte Urd matt.

Verwundert, dass die Fremde die Sprache der Occulaner sprach, obwohl er es in ihren Unterlagen bereits gelesen hatte, antwortete Achan:

„Gut, dann sollen sie bleiben.“ Aus seinen Augen blitze dabei etwas Verschlagenes.

„Du hast Lavidaria hergestellt und verbreitet“, herrschte er Urd an. „Was befähigt dich dazu? Woher hast du das Rezept und warum gibst du es den Unwürdigen und Lakaien? Das ist nicht erwünscht. Auch Gadreel erlaubt das nicht“, ergänzte er süffisant.

Urd versuchte ihm in die Augen zu sehen und sein Gesicht zu erforschen, was sie jedoch gleich wieder unterließ. Mit zittriger Stimme antworte sie:

„So lange ich lebe wird mir auch ein Gadreel es nicht verbieten können. Das Rezept stammt von Patma Patir und dort“, sie bemühte sich ihre Stimme etwas Nachdruck zu verleihen, „ist es für alle.“

„Warum ist sie hier?“, schaltete sich Ketura ein, die Urds zunehmende Schwäche bemerkte.

Erbost zischte der Arzt etwas und Urd musste sich daraufhin in einen Kasten stellen, der sie komplett durchleuchtete.

„Organisch alles in Ordnung, nur ihre Vitalenergie ist ziemlich verbraucht“, hörte sie Achan sagen. „Bringt sie einige Zeit in die Plantagen. Erdlinge brauchen Bäume, sonst kommt sie eventuell als Leiche zu Gadreel, was dieser bestimmt nicht mag.“

Urd horchte auf. Achan wusste um die Wirkung von Bäumen. Da fiel ihr ein, dass im Wartezimmer ein Bild hing, das so gar nicht zu den anderen Dingen passte. Sie hatte es sich nicht so genau angesehen, wusste jedoch spontan, dass darauf eine große Eiche zu sehen war. „Warst du schon auf der Erde?“, fragte sie skeptisch.

„Nein“, sagte Achan lapidar, „nur Vorfahren von mir.“ Mit einem durchdringenden Blick fixierte er Urds Augen. „Was macht dich für Gadreel so interessant, dass er dich zu seiner Gespielin macht? Ausziehen, alles!“

Unter der Heftigkeit seiner Worte zuckte nicht nur Urd zusammen. Schon wollte sie ihre Bluse öffnen, als ein gefährliches Zischen erklang. Sowohl Sarai als auch Ketura stellten sich augenblicklich drohend vor den Arzt und redeten in ihre Zischsprache auf ihn ein. Verwundert beobachtete Urd, wie ihre Begleiterinnen den Mann vor ihr in die Enge trieben. Ihren Geist öffnete sie nicht, da sie sich viel zu schwach fühlte. Sie ließ unterdessen ihren Blick im Raum umherschweifen.

»Bei uns wäre das eher die Werkstatt eines guten Hobbyheimwerkers, als die eines Arztes«, sinnierte sie. Was sie erkennen konnte erinnerte sie an Messer in unterschiedlichen Längen und Breiten ebenso an größere und kleinere Feilen. Einige Teile konnte sie ausmachen, die Ähnlichkeit mit dem Hobel aus Rafaels Werkstatt aufwiesen. Einige Spritzen konnte sie indessen genau identifizieren. Die dazugehörigen Ampullen entdeckte sie in einem Glasschrank. »Alles etwas größer«, dachte sie bei sich, als sie die...

Erscheint lt. Verlag 15.2.2023
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
ISBN-10 3-7578-3115-2 / 3757831152
ISBN-13 978-3-7578-3115-8 / 9783757831158
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