Kim Kaviar (eBook)
128 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-8987-6 (ISBN)
Cassandra Hayworth ist 1977 in Phillipsburg (Sint Maarten) geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie arbeitete in verschiedenen Berufen, bis sie schließlich 2013 für einen Autoverleiher tätig wurde. Privat ist sie mit einer Auswanderin aus Deutschland verheiratet und lebt mit ihr und in ihrer Geburtsstadt. Sie liebt Spaziergänge durch die Natur und pflegt ihren eigenen Gemüsegarten. Das Schreiben entdeckte sie durch ihre Leidenschaft Neues mit ihrer Partnerin auszuprobieren.
Cassandra Hayworth ist 1977 in Phillipsburg (Sint Maarten) geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie arbeitete in verschiedenen Berufen, bis sie schließlich 2013 für einen Autoverleiher tätig wurde. Privat ist sie mit einer Auswanderin aus Deutschland verheiratet und lebt mit ihr und in ihrer Geburtsstadt. Sie liebt Spaziergänge durch die Natur und pflegt ihren eigenen Gemüsegarten. Das Schreiben entdeckte sie durch ihre Leidenschaft Neues mit ihrer Partnerin auszuprobieren.
1. Kapitel
Es war ein ungemütlicher Novembermorgen im Westen von Hamburg, als die junge Floristin an ihrem Arbeitsplatz in der Gärtnerei ankam. Schon den ganzen Morgen über musste sie sich abhetzen. Wieder einmal war die 19-Jährige viel zu spät erst aus dem Bett gekommen und der Bus, der sie zu ihrem Arbeitsplatz brachte, kam nicht schnell genug durch die Straßen der Stadt. In der Nacht gab es das erste Mal Frost und durch den starken Regen der Tage vorher waren die Straßen ziemlich glatt und rutschig. Die Autofahrer mussten sich erst wieder an die veränderten Verhältnisse gewöhnen. Sie hoffte nicht schon wieder ihrem Chef über den Weg zu laufen. Kimberly war bekannt dafür meist immer erst verspätet zur Arbeit zu kommen und hatte deswegen schon oft genug Probleme mit dem Besitzer der Gärtnerei.
Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, das sie nur vier Minuten zu spät dran war. Ihr Chef stand gerade vorne im Laden und arbeitete die Aufträge ab. Das gab ihr noch ein paar Minuten Zeit durch die Hintertür zu schlüpfen und sich die Schürze überzuwerfen. Sie hatte gerade erst ihre Schere in die Hand genommen, als ihr Chef die Auftragszettel für den Arbeitstag verteilte, aber vor ihr stehen blieb, »Guten Morgen Kimberly, ich brauche dich heute vorne. Renate hat sich krank gemeldet und du übernimmst den Auftragseingang und kümmerst dich um die kleinen Sträuße.«
Sie nickte ihm zu, steckte ihre Schere in die Seitentasche ihrer Schürze und verschwand im Verkaufsraum. Eigentlich war sie diese Woche im hinteren Bereich für verschiedene Aufgaben zuständig. Im wöchentlichen Wechsel mit Renate pendelte sie immer zwischen den beiden Arbeitsplätzen. Vorne gefiel es ihr nicht wirklich besser. Kimberly fühlte sich nicht wohl, wenn sie so viel Kundenkontakt überstehen musste. Sie war sehr schüchtern und versteckte die Kurven ihrer tadellosen Figur unter weit geschnittener Kleidung. Außerdem machte ihre Hautfarbe schon ihr ganzes Leben immer wieder Probleme. Kimberly war die Tochter eines dunkelhäutigen Amerikaners, der in Hamburg stationiert war, und einer weißen Mutter, was ihr eine kaffeebraune Hautfarbe einbrachte. Allerdings lebten die beiden schon seit einigen Jahren nicht mehr. Als Kimberly gerade mal fünf Jahre alte war und mit der Tochter der Nachbarn als Babysitterin zu Hause im Bett lag, kamen die beiden bei einem Autounfall ums Leben. Ihr Wagen war in einem Stau stecken geblieben und der nachfolgende Lastwagenfahrer war so abgelenkt, dass er das Familienauto unter den Auflieger eines anderen schob. Schon während der Schulzeit hatte sie wegen ihrer Hautfarbe immer wieder Probleme mit ihren Mitschülern und durch ihre schüchterne Art fand sie nicht viele Freunde.
Schon in Alter von zwölf Jahren wollte sie aus Deutschland weg, aber durch die schlechten Verdienstmöglichkeiten als Floristin fehlte ihr jetzt als erwachsene junge Frau einfach das Geld für einen Umzug in einen anderen Teil der Welt. Der einzige Lichtblick an diesem Montag war die Kundin Ewert, die zweimal die Woche in der Gärtnerei vorbeikam und frische Blumen für ihre Büroräume mitnahm. Meist blieb dabei Zeit für einen längeren Plausch. Ewert unterhielt sich gerne mit der jungen Frau und das Thema Umzug hatte Kimberly schon oft genug erwähnt. Kurz nach zehn Uhr stand genau diese Kundin vor der Theke und begrüßte sie mit einem, »Hallo Kimberly, wie geht es dir meine liebe? Alles okay?«
»Hi Anissa«, lächelte sie die Kundin mit ihren strahlend Weißen Zähnen an. »So weit ganz gut. Was hättest du gerne für den Wochenanfang?«
»Kannst du mir vier November und zwei Wintersträuße machen?«, fragte die Kundin.
Natürlich konnte ihr Kimberly die Blumen fertigmachen. Während sie die bestellten Sträuße zusammenstellte, unterhielten sich die beiden Frauen. Im Laden war so gut wie nichts los an diesem Montag, was ihnen genug Zeit für eine fröhliche Unterhaltung gab. Kimberly mochte die kalte Jahreszeit nicht. Ihr war es lieber, wenn es warm war und die Sonne die Natur zum Blühen brachte. Durch das schlechte Wetter kamen sie wieder einmal auf das Thema Umzug. Plötzlich flüsterte Ewert, »Für den Umzug würdest du wohl auch einen Vertrag mit dem Teufel unterschreiben.«
Kimberly lächelte, »Wenn der mal als Kunde hier steht und mir die Chance bietet, denk ich da nicht mal darüber nach. Dem würde ich alles unterschreiben, wenn ich einige Stunden später in der Sonne liegen könnte. Auch mein Erstgeborenes oder ewiges Kohle schaufeln für seine Sauna.«
»Ich glaube, ich könnte dir ein bisschen dabei helfen«, gab Anissa Ewert leise zu verstehen. »Kannst du nach der Arbeit in meinem Büro vorbeikommen?«
Die Frage stellte sich für Kimberly erst gar nicht. Sie war sofort bereit, direkt nach Feierabend bei Anissa Ewert in ihrem Büro zu erscheinen. Kimberlys großer Traum könnte in Erfüllung gehen, und da gab es nichts mehr nachzudenken. Wenn man Chancen bekam, musste man sie ergreifen, ohne groß darüber nachzugrübeln. Seit sieben Jahren dachte sie pro Woche mindestens dreimal daran, was sie tun könnte nur um endlich aus Deutschland zu verschwinden. Für sich hatte Kimberly schon entschieden, dass sie ihren gesamten Besitz verkaufen würde, wenn es für einen neuen Start in einem anderen Land reichte. Für sie spielte es auch keine Rolle, welcher Arbeit sie nachgehen musste, um das zu finanzieren. Bereits mehrfach hatte sie sich auch überlegt, vielleicht ihren Körper zu verkaufen, um schnell an Geld zu kommen. Ein erster Versuch war fehlgeschlagen, weil die Damen des horizontalen Gewerbes keine Konkurrenz duldeten und sie schneller vertrieben als sie gekommen war.
Kimberly kam die Zeit bis zum Nachmittag ewig lange vor. Sie hatte das Gefühl, irgendjemand hätte den Sekundenzeiger der Uhr festgeklebt, weil sie sich fast überhaupt nicht mehr bewegen wollte. Die letzten paar Minuten bis zum Feierabend um 17 Uhr fühlten sich für die junge Frau an wie Stunden. Als es endlich so weit war, zog sich Kimberly die Schürze aus, warf sie im Vorbeilaufen auf ihren Haken und verließ die Gärtnerei über die Hintertür. Bis zum Firmengebäude der Anewe GmbH waren es nur einige Minuten zu Fuß. Das moderne Glasgebäude war der Hauptsitz der Firma, die ihr Geld, mit dem Im- und Export von Waren verdiente. Anissa Ewert war weit mehr als eine hohe Angestellte, was Kimberly vermutete. Sie war die Chefin, nachdem sie die Firma von ihrem Vater übernommen hatte.
Die junge Floristin stürmte durch die Eingangstür und fragte am Empfang nach Anissa Ewert. Es brauchte nur einen kurzen Anruf und sie wurde von einem Angestellten in das Büro ihrer Lieblingskundin gebracht. Anissa sah kurz auf und sagte, »Setz dich Kimberly. Ich brauche noch eine Minute.«
Die Floristin setzte sich auf dem weichen Sessel vor dem Schreibtisch der Firmenchefin und wartete, bis sie die Unterlagen vor sich zur Seite schob und Kimberly ein freundliches Lächeln schenkte. Sie berichtete von einer Kundin auf einer Karibikinsel, zu der sie Kontakt hatte, die dringend noch einige Angestellte suchte. Als Kimberly fragte, in welchem Bereich angestellt wich die Firmenchefin erst etwas aus, bevor sie dann zugab, das es sich dabei um die Anstellung in einem Hotel zur Kundenbetreuung handelte. Allerdings war sie dann für die Reisekosten für mindestens fünf Jahre an den Job gebunden. Kimberly begann zu lachen. Da gab es nichts mehr zu überlegen. Kundenbetreuung würde ihr nicht schwerfallen. Das war ein einfacher Job an einem Schreibtisch mit einigen Telefonaten und ein bisschen Organisation. Voraussetzung war nur die englische Sprache die sie schon als Kind, neben Deutsch lernte.
Anissa griff zum Telefon und rief die Kundin an, die sich am Telefon mit ihrem Namen Ninette Poulain vorstellte. Auf der Insel war es noch fünf Stunden früher am Tag, also war es kein Problem, sie direkt anzurufen. Poulain bat um einige Fotos der jungen Frau, einen Lebenslauf sowie...
| Erscheint lt. Verlag | 5.2.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Kim Kaviar | Kim Kaviar |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | BDSM • Benutzung • Domina • Entführung • Erotik • Hotel • Kaviar • Natursekt • Sklavin • Strafen |
| ISBN-10 | 3-7549-8987-1 / 3754989871 |
| ISBN-13 | 978-3-7549-8987-6 / 9783754989876 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
E-Book Endkundennutzungsbedinungen des Verlages
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich