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Kim Kaviar (eBook)

Start in ein neues Leben
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
128 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-8987-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Kim Kaviar -  Cassandra Hayworth
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Die junge Floristin Kimberly bekommt von einer Stammkundin der Gärtnerei, in der sie arbeitet, die Chance geboten, das kalte Hamburg zu verlassen. Sie soll die Kosten dafür über einige Jahre in der Kundenbetreuung eines Hotels abarbeiten. Ihr erster Tag im Hotel endet nach einer beinahe unendlichen Tortur in einer kleinen dreckigen Zelle. Ein erster Fluchtversuch bringt sie in noch größere Schwierigkeiten, bevor sie endlich an ihre Besitzerin übergeben wird. Schon bald ist sie völlig fasziniert davon, Natursekt ab der Quelle zu trinken und sich aus den Enddärmen ihrer Liebhaberinnen und Liebhaber zu ernähren.

Cassandra Hayworth ist 1977 in Phillipsburg (Sint Maarten) geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie arbeitete in verschiedenen Berufen, bis sie schließlich 2013 für einen Autoverleiher tätig wurde. Privat ist sie mit einer Auswanderin aus Deutschland verheiratet und lebt mit ihr und in ihrer Geburtsstadt. Sie liebt Spaziergänge durch die Natur und pflegt ihren eigenen Gemüsegarten. Das Schreiben entdeckte sie durch ihre Leidenschaft Neues mit ihrer Partnerin auszuprobieren.

Cassandra Hayworth ist 1977 in Phillipsburg (Sint Maarten) geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie arbeitete in verschiedenen Berufen, bis sie schließlich 2013 für einen Autoverleiher tätig wurde. Privat ist sie mit einer Auswanderin aus Deutschland verheiratet und lebt mit ihr und in ihrer Geburtsstadt. Sie liebt Spaziergänge durch die Natur und pflegt ihren eigenen Gemüsegarten. Das Schreiben entdeckte sie durch ihre Leidenschaft Neues mit ihrer Partnerin auszuprobieren.

1. Kapitel


Es war ein un­ge­müt­li­cher No­vem­ber­mor­gen im Wes­ten von Ham­burg, als die jun­ge Flo­ris­tin an ih­rem Ar­beits­platz in der Gärt­ne­rei an­kam. Schon den gan­zen Mor­gen über muss­te sie sich ab­het­zen. Wie­der ein­mal war die 19-Jäh­ri­ge viel zu spät erst aus dem Bett ge­kom­men und der Bus, der sie zu ih­rem Ar­beits­platz brach­te, kam nicht schnell ge­nug durch die Stra­ßen der Stadt. In der Nacht gab es das er­ste Mal Frost und durch den star­ken Re­gen der Ta­ge vor­her waren die Stra­ßen ziem­lich glatt und rut­schig. Die Auto­fah­rer muss­ten sich erst wie­der an die ver­än­der­ten Ver­hält­nis­se ge­wöh­nen. Sie hoff­te nicht schon wie­der ih­rem Chef über den Weg zu lau­fen. Kim­ber­ly war be­kannt da­für meist immer erst ver­spä­tet zur Ar­beit zu kom­men und hat­te des­we­gen schon oft ge­nug Pro­ble­me mit dem Be­sit­zer der Gärt­ne­rei.

Ein Blick auf die Uhr ver­riet ihr, das sie nur vier Mi­nu­ten zu spät dran war. Ihr Chef stand ge­ra­de vor­ne im Laden und ar­beit­ete die Auf­trä­ge ab. Das gab ihr noch ein paar Mi­nu­ten Zeit durch die Hin­ter­tür zu schlüp­fen und sich die Schür­ze über­zu­wer­fen. Sie hat­te ge­ra­de erst ih­re Sche­re in die Hand ge­nom­men, als ihr Chef die Auf­trags­zet­tel für den Ar­beits­tag ver­teil­te, aber vor ihr ste­hen blieb, »Gu­ten Mor­gen Kim­ber­ly, ich brau­che dich heu­te vor­ne. Re­na­te hat sich krank ge­mel­det und du über­nimmst den Auf­trags­ein­gang und küm­merst dich um die klei­nen Sträu­ße.«

Sie nick­te ihm zu, steck­te ih­re Sche­re in die Sei­ten­ta­sche ih­rer Schür­ze und ver­schwand im Ver­kaufs­raum. Eigent­lich war sie die­se Wo­che im hin­te­ren Be­reich für ver­schie­de­ne Auf­ga­ben zu­stän­dig. Im wö­chent­li­chen Wech­sel mit Re­na­te pen­del­te sie immer zwi­schen den bei­den Ar­beits­plät­zen. Vor­ne ge­fiel es ihr nicht wirk­lich bes­ser. Kim­ber­ly fühl­te sich nicht wohl, wenn sie so viel Kun­den­kon­takt über­ste­hen muss­te. Sie war sehr schüch­tern und ver­steck­te die Kur­ven ih­rer ta­del­lo­sen Fi­gur un­ter weit ge­schnitt­ener Klei­dung. Außer­dem mach­te ih­re Haut­far­be schon ihr gan­zes Le­ben immer wie­der Pro­ble­me. Kim­ber­ly war die Tochter ei­nes dun­kel­häu­ti­gen Ame­ri­ka­ners, der in Ham­burg sta­tio­niert war, und ei­ner wei­ßen Mutter, was ihr ei­ne kaffee­brau­ne Haut­far­be ein­brach­te. Aller­dings leb­ten die bei­den schon seit ei­ni­gen Jah­ren nicht mehr. Als Kim­ber­ly ge­ra­de mal fünf Jah­re al­te war und mit der Tochter der Nach­barn als Ba­by­sit­te­rin zu Hau­se im Bett lag, ka­men die bei­den bei ei­nem Auto­un­fall ums Le­ben. Ihr Wagen war in ei­nem Stau ste­cken ge­blie­ben und der nach­fol­gen­de Last­wagen­fah­rer war so ab­ge­lenkt, dass er das Fa­mi­lien­auto un­ter den Auf­lie­ger ei­nes an­de­ren schob. Schon wäh­rend der Schul­zeit hat­te sie we­gen ih­rer Haut­far­be immer wie­der Pro­ble­me mit ih­ren Mit­schülern und durch ih­re schüch­ter­ne Art fand sie nicht viele Freun­de.

Schon in Al­ter von zwölf Jah­ren woll­te sie aus Deutsch­land weg, aber durch die schlech­ten Ver­dienst­mög­lich­kei­ten als Flo­ris­tin fehl­te ihr jetzt als er­wachs­ene jun­ge Frau ein­fach das Geld für ei­nen Um­zug in ei­nen an­de­ren Teil der Welt. Der ein­zi­ge Licht­blick an die­sem Mon­tag war die Kun­din Ewert, die zwei­mal die Wo­che in der Gärt­ne­rei vor­bei­kam und fri­sche Blu­men für ih­re Büro­räu­me mit­nahm. Meist blieb da­bei Zeit für ei­nen län­ge­ren Plausch. Ewert un­ter­hielt sich ger­ne mit der jun­gen Frau und das The­ma Um­zug hat­te Kim­ber­ly schon oft ge­nug er­wähnt. Kurz nach zehn Uhr stand ge­nau die­se Kun­din vor der The­ke und be­grüß­te sie mit ei­nem, »Hal­lo Kim­ber­ly, wie geht es dir mei­ne lie­be? Alles okay?«

»Hi An­is­sa«, lä­chel­te sie die Kun­din mit ih­ren strah­lend Wei­ßen Zäh­nen an. »So weit ganz gut. Was hät­test du ger­ne für den Wo­chen­an­fang?«

»Kannst du mir vier No­vem­ber und zwei Win­ter­sträu­ße ma­chen?«, frag­te die Kun­din.

Na­tür­lich konn­te ihr Kim­ber­ly die Blu­men fer­tig­ma­chen. Wäh­rend sie die be­stell­ten Sträu­ße zu­sam­men­stell­te, un­ter­hiel­ten sich die bei­den Frau­en. Im Laden war so gut wie nichts los an die­sem Mon­tag, was ih­nen ge­nug Zeit für ei­ne fröh­li­che Un­ter­hal­tung gab. Kim­ber­ly moch­te die kal­te Jah­res­zeit nicht. Ihr war es lie­ber, wenn es warm war und die Son­ne die Natur zum Blü­hen brach­te. Durch das schlech­te Wet­ter ka­men sie wie­der ein­mal auf das The­ma Um­zug. Plötz­lich flüs­ter­te Ewert, »Für den Um­zug wür­dest du wohl auch ei­nen Ver­trag mit dem Teu­fel un­ter­schrei­ben.«

Kim­ber­ly lä­chel­te, »Wenn der mal als Kun­de hier steht und mir die Chan­ce bie­tet, denk ich da nicht mal da­rüber nach. Dem wür­de ich alles un­ter­schrei­ben, wenn ich ei­ni­ge Stun­den spä­ter in der Son­ne lie­gen könn­te. Auch mein Erst­ge­bo­re­nes oder ewi­ges Koh­le schau­feln für sei­ne Sau­na.«

»Ich glau­be, ich könn­te dir ein biss­chen da­bei hel­fen«, gab An­is­sa Ewert lei­se zu ver­ste­hen. »Kannst du nach der Ar­beit in mei­nem Büro vor­bei­kom­men?«

Die Fra­ge stell­te sich für Kim­ber­ly erst gar nicht. Sie war so­fort be­reit, direkt nach Feie­ra­bend bei An­is­sa Ewert in ih­rem Büro zu er­schei­nen. Kim­ber­lys gro­ßer Traum könn­te in Er­fül­lung ge­hen, und da gab es nichts mehr nach­zu­den­ken. Wenn man Chan­cen be­kam, muss­te man sie er­grei­fen, oh­ne groß da­rüber nach­zu­grü­beln. Seit sieben Jah­ren dach­te sie pro Wo­che min­des­tens drei­mal da­ran, was sie tun könn­te nur um end­lich aus Deutsch­land zu ver­schwin­den. Für sich hat­te Kim­ber­ly schon ent­schie­den, dass sie ih­ren ge­sam­ten Be­sitz ver­kau­fen wür­de, wenn es für ei­nen neu­en Start in ei­nem an­de­ren Land reich­te. Für sie spiel­te es auch kei­ne Rol­le, wel­cher Ar­beit sie nach­ge­hen muss­te, um das zu fi­nan­zie­ren. Be­reits mehr­fach hat­te sie sich auch über­legt, viel­leicht ih­ren Körper zu ver­kau­fen, um schnell an Geld zu kom­men. Ein er­ster Ver­such war fehl­ge­schla­gen, weil die Damen des ho­ri­zon­ta­len Ge­wer­bes kei­ne Kon­kur­renz dul­de­ten und sie schnel­ler ver­trie­ben als sie ge­kom­men war.

Kim­ber­ly kam die Zeit bis zum Nach­mit­tag ewig lan­ge vor. Sie hat­te das Ge­fühl, ir­gend­je­mand hät­te den Se­kun­den­zei­ger der Uhr fest­ge­klebt, weil sie sich fast über­haupt nicht mehr be­we­gen woll­te. Die letz­ten paar Mi­nu­ten bis zum Feie­ra­bend um 17 Uhr fühl­ten sich für die jun­ge Frau an wie Stun­den. Als es end­lich so weit war, zog sich Kim­ber­ly die Schür­ze aus, warf sie im Vor­bei­lau­fen auf ih­ren Ha­ken und ver­ließ die Gärt­ne­rei über die Hin­ter­tür. Bis zum Fir­men­ge­bäu­de der An­ewe GmbH waren es nur ei­ni­ge Mi­nu­ten zu Fuß. Das mo­der­ne Glas­ge­bäu­de war der Haupt­sitz der Fir­ma, die ihr Geld, mit dem Im- und Ex­port von Waren ver­dien­te. An­is­sa Ewert war weit mehr als ei­ne ho­he An­ge­stell­te, was Kim­ber­ly ver­mu­te­te. Sie war die Che­fin, nach­dem sie die Fir­ma von ih­rem Vater über­nom­men hat­te.

Die jun­ge Flo­ris­tin stürm­te durch die Ein­gangs­tür und frag­te am Emp­fang nach An­is­sa Ewert. Es brauch­te nur ei­nen kur­zen An­ruf und sie wur­de von ei­nem An­ge­stell­ten in das Büro ih­rer Lie­blings­kun­din ge­bracht. An­is­sa sah kurz auf und sag­te, »Setz dich Kim­ber­ly. Ich brau­che noch ei­ne Mi­nu­te.«

Die Flo­ris­tin setz­te sich auf dem weichen Ses­sel vor dem Schreib­tisch der Fir­men­che­fin und war­te­te, bis sie die Un­ter­lagen vor sich zur Sei­te schob und Kim­ber­ly ein freund­li­ches Lä­cheln schenk­te. Sie be­rich­te­te von ei­ner Kun­din auf ei­ner Ka­ri­bi­kin­sel, zu der sie Kon­takt hat­te, die drin­gend noch ei­ni­ge An­ge­stell­te such­te. Als Kim­ber­ly frag­te, in wel­chem Be­reich an­ge­stellt wich die Fir­men­che­fin erst et­was aus, be­vor sie dann zu­gab, das es sich da­bei um die An­stel­lung in ei­nem Hotel zur Kun­den­be­treu­ung han­del­te. Aller­dings war sie dann für die Rei­se­kos­ten für min­des­tens fünf Jah­re an den Job ge­bun­den. Kim­ber­ly be­gann zu la­chen. Da gab es nichts mehr zu über­le­gen. Kun­den­be­treu­ung wür­de ihr nicht schwer­fal­len. Das war ein ein­fa­cher Job an ei­nem Schreib­tisch mit ei­ni­gen Tele­fo­na­ten und ein biss­chen Or­ga­ni­sa­tion. Vor­aus­set­zung war nur die eng­li­sche Spra­che die sie schon als Kind, ne­ben Deutsch lern­te.

An­is­sa griff zum Tele­fon und rief die Kun­din an, die sich am Tele­fon mit ih­rem Na­men Ni­net­te Pou­lain vor­stell­te. Auf der In­sel war es noch fünf Stun­den frü­her am Tag, al­so war es kein Pro­blem, sie direkt an­zu­ru­fen. Pou­lain bat um ei­ni­ge Fotos der jun­gen Frau, ei­nen Lebens­lauf so­wie...

Erscheint lt. Verlag 5.2.2023
Reihe/Serie Kim Kaviar
Kim Kaviar
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte BDSM • Benutzung • Domina • Entführung • Erotik • Hotel • Kaviar • Natursekt • Sklavin • Strafen
ISBN-10 3-7549-8987-1 / 3754989871
ISBN-13 978-3-7549-8987-6 / 9783754989876
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