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Träumen erlaubt - verlieben verboten? (eBook)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
130 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-2189-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Träumen erlaubt - verlieben verboten? - Marie Ferrarella
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Er ist Brandon Slade! Und ich bin ... einfach nur ich! Kein Tag vergeht, an dem Isabelle sich das nicht beschwörend sagt. Aber vergebens. Seit sie mit dem berühmten Autor unter einem Dach wohnt, drehen sich all ihre Träume um ihn. Was nicht nur daran liegt, dass Brandon ihr Lieblingsautor ist - Isabelle findet es bezaubernd, wie lieb er sich um seine kleine Tochter kümmert. Dieser Mann hat ein großes Herz! Und eines Nachts, als Brandons Tastatur ruht, zieht er Isabelle an sich und beweist ihr, wie zärtlich er als Mann sein kann. Selbst wenn es nur ein Glück auf Zeit ist ...



<p>Marie Ferrarella zählt zu produktivsten US-amerikanischen Schriftstellerinnen, ihren ersten Roman veröffentlichte sie im Jahr 1981. Bisher hat sie bereits 300 Liebesromane verfasst, viele davon wurden in sieben Sprachen übersetzt. Auch unter den Pseudonymen Marie Nicole, Marie Charles sowie Marie Michael erschienen Werke von Marie Ferrarella. Zu den zahlreichen Preisen, die sie bisher gewann, zählt beispielsweise der RITA-Award. Als Kind verbrachte Marie Ferrarella ihre Freizeit vor dem Fernseher, häufig schrieb sie die Drehbücher einiger Fernsehserien um und spielte dann selbst die Hauptrolle. Sie träumte von einer Karriere als Schauspielerin. Im Alter von elf Jahren verfasste sie ihren ersten Liebesroman, allerdings war ihr nicht bewusst, dass es sich um eine klassische Romance handelte. Während ihrer Collegezeit begann sie sich immer mehr für den Beruf einer Autorin zu interessieren und gab den Gedanken an eine Schauspielkarriere auf. Nach ihrem Abschluss, einem Master Degree in Shakespearean Comedy zogen sie zusammen mit ihren Eltern von New York nach Kalifornien. Charles, ihre Jugendliebe, hielt die Trennung nicht lange aus und folgte Marie nach sieben Wochen. Nicht lange darauf folgte die Hochzeit, und ihr Kleid dafür nähte Marie Ferrarella selbst. Mit ihren Büchern möchte die Autorin ihre Leserschaft zum Lachen bringen und unterhalten, das macht sie am glücklichsten. Genauso schön findet sie es, einen romantischen Abend mit ihrem Ehemann zu verbringen. Zu ihren Hobbys zählen alte Filme, Musicals sowie Rätsel. Geboren wurde Marie Ferrarella in Deutschland, und als sie vier Jahre alt war, wanderten ihre Eltern in die USA aus. Bereits im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren heutigen Mann kennen; mit ihm und ihren beiden Kindern lebt sie in Süd-Kalifornien.</p>

1. KAPITEL

Das Theater war Anastasia del Vecchios Leben. Schon als Dreijährige hatte sie im Scheinwerferlicht gestanden. Deshalb sah man es ihr gern nach, wenn sie bisweilen auch im Privatleben allzu theatralisch wurde. Seit sie im Geschäft war, hatte sie sich immer wieder neu erfunden. Mittlerweile galt sie als eine der letzten wirklichen Diven im Theaterbetrieb. Schüchtern und zurückhaltend waren jedenfalls Begriffe, die nicht in ihrem Wörterbuch standen.

Alles im Leben der legendären Schauspielerin galt inzwischen als überdimensional. Wenn irgendetwas nicht in großem Stil umgesetzt werden konnte, sah sie keinen Sinn darin, es überhaupt in Angriff zu nehmen. Ihre Energie war sprichwörtlich. Davon zeugten nicht zuletzt ihre fünf Ehen und zahllose Affären ebenso wie ihr unermüdlicher Arbeitseifer.

Daher kam es für sie selbstverständlich einer Katastrophe gleich, als sie nach einem Sturz von der Bühne ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo sie sich ausgiebig über ihre Schmerzen beklagte, gleichzeitig aber weigerte, Medikamente zu nehmen, um ihre Qualen zu lindern.

„Es wird mir nützlich sein“, behauptete sie dem Arzt gegenüber, der ihr eine Morphiumspritze geben wollte. Zwar trieben ihr die Schmerzen echte Tränen in die Augen, aber sie biss die Zähne zusammen. „Ich werde mich daran erinnern, wenn ich eine Frau spiele, die heftige Schmerzen ertragen muss.“

Zu oft hatte Anastasia nämlich miterlebt, dass viele ihrer Kollegen drogen- oder medikamentenabhängig geworden waren und die Kontrolle über sich verloren hatten. Und die Kontrolle über ihr Leben wollte sie auf keinen Fall aus der Hand geben.

Es waren die letzten Worte der Schauspielerin, bevor sie in der Notaufnahme wegen der höllischen Schmerzen in Ohnmacht fiel.

Während seine Mutter die Folgen ihres Unfalls erdulden musste, hatte Brandon Slade mit einem Gegner zu kämpfen, der ihm bis dahin vollkommen unbekannt gewesen war: mit einer Schreibblockade. Und wie alle Schriftsteller, die darunter leiden, war ihm jede Abwechslung willkommen. Deshalb nahm er sofort den Hörer ab, als das Telefon in seinem Arbeitszimmer klingelte.

Am anderen Ende war ein völlig aufgelöster Regisseur. Tyler Channing bat ihn, sofort ins Theater zu kommen.

Drei Minuten später saß Brandon bereits in seinem Wagen und schaffte es gerade noch rechtzeitig, zu seiner Mutter in den Krankenwagen zu klettern, ehe die Türen geschlossen wurden.

Der Sanitäter warf ihm einen verunsicherten Blick zu, als er der bewusstlosen Schauspielerin eine Spritze gab. „Ist sie immer so?“, wollte er wissen.

„Immer.“ Brandon lächelte versonnen und hielt die Hand seiner Mutter fest.

Brandon Slade, ein Liebling der Medien, war Anastasias einziger Sohn aus ihrer zweiten Ehe. Sie hatte sich damals Hals über Kopf in einen australischen Schauspieler verliebt und ihn geheiratet. Leider beschränkten sich seine Liebesschwüre nicht auf die ihm rechtmäßig angetraute Gattin.

Achtzehn Monate lang hatte Anastasia die Affären ihres Mannes schweren Herzens ertragen, bis sie es nicht länger aushielt und dem treulosen Mann den Laufpass gab – obwohl sie bereits im achten Monat schwanger war.

Kevin Slade, ein eher mittelmäßig begabter Mime, war noch einmal kurz aufgekreuzt, um durch die Scheiben der Säuglingsstation einen Blick auf seinen Sohn zu werfen, bevor er endgültig aus seinem und dem Leben seiner Mutter verschwand.

Brandon wurde von einer Reihe von Kinderfrauen aufgezogen. Einige waren gut, andere weniger. Aber die Liebe seiner Mutter hatte er nie vermisst, selbst wenn Anastasia nur gelegentlich zu Hause war. Allerdings bemühte sie sich häufig um Engagements in ihrer Heimatstadt oder zumindest in deren Nähe. Außerdem half ihre Mutter ihr, so gut sie konnte, sodass Brandon niemals allein war.

Trotz seiner chaotischen Kindheit hatte er sich nie vernachlässigt gefühlt und auch niemals um Beachtung kämpfen müssen. Als Kind einer Schauspielerin war er eine Rarität. Er wuchs in geordneten Verhältnissen auf und nahm seiner Mutter ihr exzentrisches Verhalten nicht übel. Sie war eben Anastasia del Vecchio – ein Hurrikan, der in unregelmäßigen Abständen über ihn hinweg zog.

Brandon genoss sein Leben und freute sich, wenn seine Mutter Zeit für ihn hatte. Als er seinen eigenen Weg im Leben zu finden versuchte, gab es niemanden, der ihn mehr dabei unterstützt hätte. Niemals hätte sie ihm seine Berufswahl auszureden versucht. Und dafür liebte er sie.

Wie sehr, wurde ihm bewusst, nachdem seine erste Frau ihn verlassen hatte – zufälligerweise, bevor er seinen ersten Erfolg mit einem Kriminalroman hatte, der es auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte. Er und sein Leben langweilten sie zu Tode, hatte sie ihm vorgeworfen.

Mit gebrochenem Herzen blieb er zurück und versuchte, seinen Alltag wieder in den Griff zu bekommen – auch und vor allem wegen seiner Tochter Victoria, die zu jenem Zeitpunkt gerade einmal vier Monate alt war. Zuerst hatte er gar nicht gewusst, wie er mit einem Baby fertig werden sollte.

Als Anastasia hörte, was passiert war, hatte sie sofort sämtliche Verpflichtungen abgesagt und eine kleine Rolle in einer Fernsehserie angenommen, die in Los Angeles gedreht wurde. Das ermöglichte ihr einen mehr oder weniger geregelten Alltag, sodass sie ihren Sohn unterstützen konnte.

Anders als andere Menschen, die Opfer brachten, hatte Anastasia sich nie darüber beklagt, dass sie zurückstecken musste. Es führte allerdings dazu, dass sie praktisch aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwand. Außerdem hatte sie Brandon verschwiegen, dass die Frau, die nach Anastasias Absage ihren Part in einem Film übernommen hatte, dafür mit einem Oscar ausgezeichnet worden war.

Brandon hatte es fünf Jahre später von ihrer besten Freundin gehört – einer Haarstylistin namens Olga Newton. Hätte sie den Mund gehalten, hätte er niemals davon erfahren.

Jetzt war er an der Reihe, ihr zu helfen. Brandon grübelte darüber nach, während er die Hand seiner bewusstlosen Mutter hielt.

Wie sich herausstellte, hatte Anastasia sich bei dem Sturz eine Hüfte gebrochen. Als sie elf Stunden später wieder aufwachte, erfuhr sie zu ihrem Entsetzen, dass man eine Notoperation hatte machen müssen und dass dort, wo vorher ein Knochen war, nun ein Stück Titan saß.

„Wie beim Sechs-Millionen-Dollar-Mann?“ Anastasias Missfallen war nicht zu überhören, als man ihr die Neuigkeit mitteilte.

„So ähnlich – abgesehen von dem Umstand, dass du nicht so schnell laufen kannst“, antwortete Brandon amüsiert. „Die gute Nachricht ist: Der Arzt hat dich nach der neuesten Methode operiert …“

„Hat er mich etwa als Versuchskaninchen benutzt?“, rief Anastasia entsetzt.

„Nicht als Versuchskaninchen. Die Methode ist anerkannt. Es handelt sich um eine Hüft-Totalendoprothese, die äußerst schonend implantiert wurde. Du wirst schneller wieder auf den Beinen sein, weil bei dieser OP keine Muskeln beschädigt wurden. Sie wurden nur etwas gedehnt. Wenn ich zu Hause bin, wirst du schon wieder herumlaufen“, versprach er ihr.

Inzwischen hatte sein Agent auch seine zwölfjährige Tochter Victoria zum Krankenhaus gebracht. Mit sorgenvollem Gesichtsausdruck saß sie nun am Bett ihrer Großmutter.

Brandon hatte die Hände auf die schmalen Schultern seiner Tochter gelegt, während er seine Mutter über die Operation informierte. „Ach ja, deine Sachen habe ich übrigens ins Gästezimmer bringen lassen.“

Anastasia runzelte die Stirn und stieß einen Seufzer aus. Erschöpft fiel sie in ihre Kissen zurück. Theatralik und Heldenmut. „Du weißt doch gar nicht, was ich brauche.“

Brandon ließ sich nicht beirren. Schließlich kannte er seine Mutter. „Nein“, gab er zu. „Aber du wirst mir bestimmt sagen, wenn ich etwas vergessen habe.“

Mit düsterer Miene griff Anastasia nach Victorias Hand. „Es wäre einfacher gewesen, mich zu Hause zu lassen und mir eine Krankenschwester zu besorgen.“

Brandon verkniff sich ein Grinsen. „Du weißt, dass es niemand rund um die Uhr mit dir aushält“, gab er zu bedenken. „Wer soll außerdem die Leute besänftigen, mit denen du Streit anfängst?“

Seine Mutter war alles andere als einfach im Umgang, wenn sie sich nicht wohlfühlte, und unter den jetzigen Umständen würde sie sich mindestens einen Monat lang schlecht fühlen. Vielleicht sogar noch länger. „Es hat keinen Zweck, darüber zu diskutieren, Mom. Es ist alles schon in die Wege geleitet.“

„Ich störe dich doch nur bei deiner Arbeit“, protestierte Anastasia der Form halber. Es bestand kein Zweifel daran, dass Brandon die Auseinandersetzung längst für sich entschieden hatte. Aber seine Mutter wollte es zumindest gesagt haben, damit ihr später niemand einen Vorwurf machen konnte, falls er sich über ihre Anwesenheit in seinem Haus beklagen sollte. „Viele Leute werden mich besuchen. Sehr laute Leute.“

„Ich werde mich damit arrangieren“, versprach er. „Der Arzt hat gesagt, dass du so bald wie möglich mit einer Physiotherapie anfangen sollst.“

„Das ist doch nur etwas für alte Leute“, wehrte sie ab. Dieses Mal war es ihr ernst.

„Nein“, widersprach Victoria altklug. „Es ist etwas für Leute, die auf der Bühne zu viele Schritte rückwärts machen.“

Zeugin dieses verbalen Schlagabtauschs war Cecilia Parnell, die bei Anastasia nicht nur für ein sauberes Haus sorgte, sondern im Lauf der Zeit auch deren Vertraute und Freundin geworden war.

„Ich kenne...

Erscheint lt. Verlag 17.4.2023
Reihe/Serie Digital Edition
Digital Edition
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
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ISBN-10 3-7515-2189-5 / 3751521895
ISBN-13 978-3-7515-2189-5 / 9783751521895
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