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Neue Chance, neues Glück (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
160 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-2215-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Neue Chance, neues Glück - Kim Lawrence
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'Ja, ich will!' Gianlucas Worte zerreißen Poppy das Herz. Denn ihre große Liebe heiratet eine andere Frau. Was für eine Demütigung, auf seiner Hochzeit zu sein und ihn für immer zu verlieren! Doch die Zukunft hält eine Überraschung für Poppy bereit ...



<p>Kim Lawrence, deren Vorfahren aus England und Irland stammen, ist in Nordwales groß geworden. Nach der Hochzeit kehrten sie und ihr Mann in ihre Heimat zurück, wo sie auch ihre beiden Söhne zur Welt brachte. Auf der kleinen Insel Anlesey, lebt Kim nun mit ihren Lieben auf einer kleinen Farm, die schon seit drei Generationen in Familienbesitz ist. Auf dem Eiland spricht man größtenteils walisisch - eine Herausforderung für Kim doch mit der Zeit lernte sie, diese schwierige Sprache fließend zu sprechen. Und auch mit der Einsamkeit auf dem idyllischen Fleckchen weiß Kim mittlerweile umzugehen: Packt sie die Sehnsucht nach der Großstadt, fährt sie mit der Fähre einfach ins nahe gelegene Dublin. Wenn sie nicht schreibt, verbringt Kim viel Zeit in ihrem Garten oder kocht. Auch joggen geht sie gern - am liebsten am Strand mit ihrem Terrier Sprout.</p>

PROLOG

Juni 2004, Rom, Villa Palladio

„Du hast großes Glück, mein Junge.“

„Das stimmt, Onkel Dino.“

Er hatte tatsächlich großes Glück. Und wenn Luca sich das nur oft genug einredete, würde er vielleicht sogar irgendwann selbst davon überzeugt sein.

Vernunftehen konnten durchaus funktionieren. Das hatten die Ranieris schließlich seit Generationen bewiesen.

Lucas eigene Großeltern stammten aus zwei einflussreichen italienischen Familien, die bewusst durch Heirat miteinander verbunden wurden. Allerdings war das kein so gutes Beispiel … Doch Lucas Eltern hatten wiederum eine erfolgreiche arrangierte Ehe geführt, ganz im Sinne der Tradition.

Nur leider empfand Luca sich seit jeher als Modernist, der seine Familie ins einundzwanzigste Jahrhundert führen wollte. Aber das hatte sich in den vergangenen sechs Wochen grundlegend geändert.

Vor eineinhalb Monaten hatte er im Arbeitszimmer seines Vaters gesessen und die scheinbar harmlose Einladung angenommen, mit ihm einen Brandy zu trinken.

Und nachdem Damiano Ranieri ihnen beiden einen großzügigen Schluck eingeschenkt hatte, hatte er eine kleine Schachtel aus einem Safe geholt, der sich hinter dem größten Gemälde im Raum verbarg.

„Der gehörte deiner Urgroßmutter, Luca“, verkündete er feierlich.

Lucas erste Gedanken, während er das auf Samt gebettete Erbstück betrachtete, waren: Er weiß es! Er weiß von uns. Er weiß von Poppy. Und trotzdem schreit er nicht herum oder droht, mich zu enterben!

Gerührt von der Reaktion seines Vaters, war Luca drauf und dran gewesen, sich in aller Form für diese Geste zu bedanken, die Gabe aber dennoch als etwas übereilt abzulehnen.

Er und Poppy hatten zwar schon über eine gemeinsame Zukunft gesprochen, aber beide fanden, dass sie für eine ernsthafte Verbindung noch viel zu jung waren.

„Warte mal ab, was du in einem Jahr noch für mich empfindest, Luca!“, hatte Poppy ihn geneckt, als sie gemeinsam an einem See gesessen und ihre große Expedition geplant hatten. „Bis dahin hast du vielleicht die Nase von mir voll!“

Nachdem er ihr bewiesen hatte, wie unwahrscheinlich es war, dass er jemals genug von ihr bekam, richtete er sich keuchend auf und knöpfte sein Hemd über der breiten Brust zu. „Dann müsstest du dich wieder diesen ganzen aufdringlichen, sexbesessenen Studenten stellen.“

Allein die Vorstellung, wie sie mit ihren kleinen geschmeidigen Händen über den Körper eines Fremden fuhr und ihn mit ihren sündhaft sinnlichen Lippen liebkoste, machte Luca rasend. Ihm wurde regelrecht schlecht, und er räusperte sich schnell.

„Sexbesessen, das klingt allerdings interessant“, überlegte Poppy laut und lachte heiser. Dann bemerkte sie seinen Gesichtsausdruck und stockte. „Du bist ja eifersüchtig!“ Diese Feststellung schien sie zu freuen.

„Herzlose kleine Hexe“, schimpfte er und grinste breit.

„Ich bin einzig und allein deine herzlose kleine Hexe, Luca“, versprach sie und legte ihm die Arme um den Nacken.

Die offensichtliche Liebe und das Vertrauen in ihren leuchtenden Augen trafen Luca direkt ins Herz. Poppy versuchte niemals, sich zu verstellen. Sie war durch und durch aufrichtig in allem, was sie sagte oder tat.

Gianluca, der aus einem ausgesprochen ruhigen und kultivierten Elternhaus stammte – in dem niemals laut gesprochen wurde, ganz egal aus welchem Grund –, hatte dagegen kaum Erfahrung mit spontanen Emotionen. Für ihn zählten in erster Linie Kontrolle und Selbstbeherrschung.

Poppy nannte ihn manchmal einen Eisklotz im Schmelzvorgang.

„Das ist natürlich etwas anderes“, murmelte er.

„Keine Sorge, Luca! Ich werde all diesen hormongesteuerten Studenten unmissverständlich klarmachen, wie sehr ich meinem Computerfreak verfallen bin.“ Es gelang ihr immer, ihn zum Lächeln zu bringen. „Aber du weißt schon, dass Computerfreaks normalerweise nicht so scharf aussehen und so viele Muskeln haben? Allerdings würde dir eine Brille gut stehen, das hat so etwas sexy Intellektuelles.“ Mit der Fingerspitze malte sie unsichtbare Kreise um seine Augen. „Genau wie Clark Kent, der Superman.“

„Du hältst mich echt für einen Computerfreak?“

„Einen äußerst heißen Computerfreak! Das muss man gar nicht herunterspielen, und es braucht dir auch nicht peinlich zu sein. Ich liebe dein Superhirn. Und wenn ich endlich meinen Abschluss habe, hast du bestimmt schon die erfolgreichste Webdesign-Firma der Welt aus dem Boden gestampft“, prophezeite sie mit einem schweren Seufzer. „Das perfekte Timing.“

„Wie schaffst du es bloß, ständig gut drauf zu sein?“, fragte er, förmlich erschlagen von ihrem Optimismus.

„Ist alles Teil meines umwerfenden Charmes“, gab sie fröhlich zurück. „Und wie könnte ich nicht gut drauf sein? Alles ist perfekt, außer …“ Sie biss sich auf die Zungenspitze und sah Luca herausfordernd an. „Du weißt schon, dass wir uns genau hier zum ersten Mal geküsst haben?“

„Das habe ich nicht vergessen. Lass das, Poppy!“, warnte er sie, als sie mit einem Finger an ihren vollen, sinnlichen Lippen spielte.

„Was denn?“ Schnell setzte sie eine Unschuldsmiene auf und klopfte neben sich ins Gras. „Findest du es nicht angemessen, wenn wir auch genau an diesem Ort …?“

Seine Herkunft verbot Luca, dieses unwiderstehliche Angebot anzunehmen, trotzdem bereitete es ihm fast körperliche Schmerzen, sich zurückzuhalten. Ganz gleich, was er seiner Patentante versprochen hatte. Wäre da nicht der eiskalte See gewesen, in den Luca sich vollständig angezogen werfen konnte, hätte es ein Unglück gegeben.

„Ich weiß das zu schätzen, Dad, wirklich. Aber es ist noch ein bisschen zu früh.“ Außerdem hatte Luca sich immer vorgestellt, Poppy würde irgendwann einen Smaragd tragen, der zu ihren Augen passte. „Und sie ist sehr jung.“

Obendrein schien sie entschlossen, die Beziehung um jeden Preis auf eine nächste Ebene zu befördern. Der Altersunterschied von fünf Jahren störte Poppy nicht im Geringsten, ihr widerstrebte aber Lucas Entschlossenheit, sich zurückzuhalten. Dabei wollte er schlicht ihre Unerfahrenheit nicht ausnutzen und sie nicht unnötig verschrecken.

„Das erste Mal sollte etwas ganz Besonderes sein“, hatte er ihr zugerufen, während er bis zur Hüfte in den eisigen See gewatet war.

„Das wird es nicht, wenn ich inzwischen an Altersschwäche sterbe“, hatte sie lachend erwidert.

„Ich musste deiner Großmutter versprechen …“

„Mit nicht das Herz zu brechen“, vollendete Poppy den Satz. „Ich weiß. Aber so weit wird es gar nicht kommen. Ich bin achtzehn Jahre alt, Luca, und werde meine Meinung bestimmt nicht ändern. Das ist keine vorübergehende Schwärmerei. Wenn dem so wäre, würde ich dich ja für perfekt halten, und das tue ich nicht. Ich liebe dich einfach trotz deiner Ecken und Kanten.“

Grinsend kam er aus dem Wasser und schüttelte den Kopf. „Zähle sie bitte nicht alle auf, nicht schon wieder. Das tut meinem Ego gar nicht gut.“

„Dein Ego, Luca Ranieri, ist stabil und kugelsicher!“

Dann wurde er ernst. „Da gibt es einen ganz tollen Strand im Süden von Thailand.“

„Mit wem bist du dort gewesen?“

„Ich war allein dort.“

„Gut“, seufzte sie erleichtert.

„Man erreicht die Bucht nur mit dem Boot. Der Sand ist fast schneeweiß, die Luft angenehm warm, und wenn erst der Mond über den seichten Wellen aufgeht …“

„Schluss damit! Ich bin längst überzeugt. Mit dieser tiefen sexy Stimme könntest du mir alles andrehen. Sieh mal!“ Eilig schob sie sich den Ärmel hoch. „Ich habe überall Gänsehaut.“ Ihre Augen glitzerten plötzlich verdächtig. „Wirklich überall. Willst du mal sehen?“

Luca unterdrückte ein Stöhnen. „Ich glaube dir auch so.“

„Weil dein altmodischer Stolz, dein Ehrgefühl und die Angst vor Gran dich zurückhalten“, beschwerte Poppy sich, war ihm jedoch überhaupt nicht böse. „Schön, du hast gewonnen. Du darfst ganz offiziell um mich werben, aber lass mich nicht zu lange zappeln! Und du kannst mir nicht verbieten, dir weiterhin schöne Augen zu machen.“

„Aurelia liebt Rubine.“

„Aurelia.“ Mit einem Klicken ließ Luca das Etui zuschnappen. „Ich werde Aurelia nicht heiraten.“

Beide Familien hatten nie ein Geheimnis daraus gemacht, wie gern sie ihre Dynastien durch eine Hochzeit vereint wüssten. Schon als Kinder hatten sich Luca und Aurelia manchmal über die traditionsschwangeren, unrealistischen Pläne ihrer Eltern lustig gemacht.

„Ich liebe eine andere.“ Die nackte Wahrheit schien ihm der einfachste Weg, um das Thema schnell zu beenden.

„Natürlich liebst du eine andere, Luca. Schließlich bist du dreiundzwanzig, aber ich bin sicher, diese Dame ist im höchsten Maße ungeeignet.“

Der schneidende Tonfall seines Vaters machte Luca wütend.

„Hast du eine Vorstellung davon, wie wenig Frauen der Verantwortung gewachsen sind, die eine Heirat in unsere Familie mit sich bringt?“, ereiferte sich Damiano. „Es geht ausschließlich darum, vielversprechende Nachfahren zu bekommen. Aber die Mädchen von heute setzen auf eigene Karrieren und Selbstverwirklichung. Deine Ehefrau wird jedoch nie arbeiten.“

Obwohl er sich in eine unangenehme Situation manövriert hatte, musste Luca beim Gedanken daran, was Poppy zu dieser Option sagen würde, fast lachen.

...

Erscheint lt. Verlag 20.4.2023
Reihe/Serie Julia
Julia
Übersetzer Anike Pahl
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Autor • Belletristik • bescheiden • beste • Buch • bücher für frauen • Christlich • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • eBook • ebook liebesroman • Erfolgsautor • erhebend • Frauenliteratur • Frauenroman • gefühlvoll • Gegenwartsliteratur • Geschichte • Geschichten • Glücklich • Gott • Herzschmerz • Hochzeit • Liebe • liebesbücher • Liebesdreieck • Liebesgeschichte • Liebesroman • Neuanfänge • Religiös • Roman • Romantik • Romantische Bücher • Romanze • Top • Top-Titel • traditionelle • Unerwiderte • Werte • Wohlfühl • Zeitgenössische • zweite-chance-romanze
ISBN-10 3-7515-2215-8 / 3751522158
ISBN-13 978-3-7515-2215-1 / 9783751522151
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