Julia Herzensbrecher Band 30 (eBook)
448 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-1970-0 (ISBN)
HABE ALLES - SUCHE FRAU! von PAMELA HARTSHORNE
Ungläubig hört Mary, was Tyler Watts verlangt: Sie soll dem nüchternen New Yorker Geschäftsmann die Kunst des Flirtens beibringen. Lektionen in Küssen inklusive! Und alles nur, weil er endlich heiraten und eine Familie möchte. Begreift er nicht, wie nah das Glück schon ist?
VERLIEBT IN EINEN VERFÜHRER? von JANICE LYNN
Er ist ein Traummann - na und? Niemals wird sich Blair in einen Verführer wie Dr. Oz Manning verlieben! Doch warum tut sie dann so, als wäre es ihr egal, wenn eine andere Frau bei der Junggesellen-Auktion ihrer Klinik ein Date mit ihm ersteigert? Und bietet dann selbst mit?
DAS GESTÄNDNIS DES SCHEICHS von BARBARA MCMAHON
Scheich Khalid ist der begehrteste Junggeselle des Wüstenreichs Quishari - und Ellas bester Freund. Doch nach einem schweren Unfall hat er sich geschworen, niemals zu heiraten. Als Khalid zu einem gefährlichen Einsatz auf seine Ölfelder gerufen wird, fürchtet Ella, ihn zu verlieren ...
<p>Bisher hat die britische Autorin Jessica Hart insgesamt 60 Romances veröffentlicht. Mit ihren romantischen Romanen gewann sie bereits den US-amerikanischen RITA Award sowie in Großbritannien den RoNa Award. Ihren Abschluss in Französisch machte sie an der University of Edinburgh in Schottland. Seitdem reiste sie durch zahlreiche Länder, da sie sich beruflich nicht festlegen wollte. Mit vielen Jobs hielt sie sich in diesen Ländern unter anderem in Südafrika, Tanganyika, Australien, Oman, Pakistan, Algerien, Belize sowie den USA über Wasser. Jessica Hart war als Auslandskorrespondentin tätig, sie begleitete eine Expedition in Westafrika oder unterrichtete Englisch. Nebenbei hat sie als Kellnerin, Zimmermädchen, Tellerwäscherin, Sekretärin oder als Assistentin in einem Restaurantführer-Verlag gearbeitet. In ihren Büchern finden die Leser manche dieser Berufe wieder. Sie selbst sagt, dass in ihrer Brust zwei Seelen schlummern, einerseits träumt sie von einem gefährlichen Leben in fremden Ländern, sie reist gern. Andererseits fühlt sie sich mit ihrer Heimat England sowie mit ihrer Familie verbunden, sie liebt viele Dinge, die es nur in ihrem Heimatland gibt.</p>
2. KAPITEL
Mary lachte herzlich. „Das Angebot kommt ein bisschen plötzlich. Ich wusste nicht, dass Sie so für mich empfinden, Mr. Watts. Da ich aber fünfunddreißig bin, darf ich nicht wählerisch sein. Also, abgemacht!“
„Ich meine es ernst!“, sagte er finster. Wie konnte sie es wagen, ihn auszulachen?
„Oh! Ich dachte wirklich, Sie erlauben sich einen Scherz mit mir, Mr. Watts.“
„Sehe ich aus wie jemand, der Witze macht?“
„Na ja, wenn Sie es schon selbst erwähnen … Ehrlich gesagt, nein.“ Unsicher lachte sie nochmals. „Aber jetzt machen Sie einen, stimmt’s? Sie können mich doch nicht wirklich heiraten wollen.“
„Du liebe Güte, nein!“ Das Missverständnis entsetzte ihn. „Natürlich will ich nicht Sie heiraten!“
Charmant formuliert, dachte Mary ironisch. Zugegeben, sie war keine Schönheit und momentan ein bisschen mollig, aber Tyler sah auch nicht gerade wie George Clooney aus!
„In Romanzen wird das auch immer behauptet, und Sie wissen ja, was am Ende mit Held und Heldin passiert!“, konterte sie aufmüpfig.
Seine Miene blieb finster. „Wollen Sie nun einen Job oder nicht?“
„Ich habe keine Ahnung, was für ein Job Ihnen vorschwebt“, gestand Mary.
Ein Ober näherte sich mit einem Tablett voller Champagnergläser. Tyler machte eine abweisende Handbewegung, aber Mary nahm sich rasch ein Glas. Ihr war mittlerweile egal, welchen Eindruck er von ihr bekam. Sie war müde und wollte nach Hause. Was immer Tyler Watts von ihr wollte, es schien nichts mit ihrer Arbeit als Personalvermittlerin zu tun zu haben, also verschwendete er nur ihre Zeit.
„Erklären Sie es doch noch mal ganz von vorn“, forderte sie ihn auf und trank einen Schluck.
Tyler atmete tief durch und zählte im Stillen bis zehn. Wenn er ein Mann gewesen wäre, der Fehler eingestand, hätte er jetzt zugegeben, dass es absolut falsch gewesen war, sich mit Mary Thomas einzulassen.
Obwohl sie auf den ersten Blick ideal geschienen hatte! Sie kannte sich mit Persönlichkeitstraining aus, sie stand direkt vor ihm, war verfügbar und begierig auf einen Job.
Und es gefiel ihm, dass sie so normal und alltäglich wirkte. Mit einer mondänen und cleveren Frau hätte er nicht so gern über seine ganz privaten Affären geredet. Er behielt gern die Kontrolle, und Mary hatte auf den ersten Blick anspruchslos sowie nachgiebig gewirkt. Sie brauchte ihm ja nur einige Tipps zu geben und dann aus seinem Leben zu verschwinden.
Je näher er sie in Augenschein nahm, desto weniger alltäglich wirkte Mary allerdings. Wenn man sich das zu enge Kostüm und die albernen Pumps wegdachte, blieben eine wohl gerundete Figur und ein Eindruck von Warmherzigkeit, der in reizvollem Kontrast zu dem kühlen Blick der grauen Augen und ihrer leicht sarkastischen Art zu reden stand. Anspruchs- und vor allem widerspruchslos würde Mary Thomas keineswegs sein.
Das war ärgerlich, denn er hatte sich eigentlich schon für sie entschieden. Und wenn er ein Ziel anvisiert hatte, ging er gern geradewegs darauf los. In seiner Unbeirrbarkeit lag das Geheimnis seines Erfolgs. Er würde seine Strategie jetzt nicht ändern, vor allem, da er keine Zeit für Zaudern und Überlegen hatte: Er wollte – mit Marys Hilfe – das Beziehungsproblem so schnell wie möglich erledigen.
„Also noch mal von vorn“, sagte Tyler schließlich. „Ich brauche eine Ehefrau.“
Mary fragte sich, was das sollte. War es ein ausgeklügelter Scherz auf ihre Kosten? Ein normaler Mann sagte doch nicht einfach so, dass er eine Frau brauche. Allerdings war Tyler Watts kein gewöhnlicher Mann.
„Sie haben vielleicht missverstanden, was ich genau tue“, erwiderte sie schließlich. „Ich habe keine Partnerschaftsagentur. Eine Sekretärin oder einen Computerfachmann kann ich Ihnen beschaffen, eine Ehefrau nicht.“
Für den Fall, dass es sich doch noch als Scherz herausstellen sollte, lächelte sie.
Frustriert stellte Tyler sein Glas ab. Sie schien ihn und sein Anliegen noch immer nicht ernst zu nehmen!
„Ich will nicht, dass Sie mir eine Frau beschaffen“, erklärte er angespannt. „Lassen Sie es mich so erklären: Mein Ziel ist es, zu heiraten. Um es zu erreichen, brauche ich ein bisschen Training. Von Ihnen. Sie haben doch gesagt, dass Sie Kurse in Beziehungstraining geben.“
Das Wort kam ihm, wie Mary feststellte, nur widerwillig über die Lippen. Ob es am Begriff „Training“ oder „Beziehung“ lag, war ihr nicht klar. Nun war ihr Interesse geweckt. Männer wie Tyler Watts diskutierten nur über Börsenkurse, nicht über Gefühle. Zuzugeben, dass er im emotionalen Bereich Nachhilfe brauchte, musste ihn einige Überwindung gekostet haben. Anscheinend steckte er tatsächlich in der Klemme.
Dabei ist er gar nicht mal unattraktiv, gestand sie sich ein. Zuerst lenkte seine kraftvolle Persönlichkeit natürlich alles Augenmerk auf sich, aber wenn man von dem eindringlichen Blick der eisblauen Augen nicht so gelähmt war wie das sprichwörtliche Kaninchen angesichts einer Schlange, konnte man dazu kommen, sein markantes Gesicht als durchaus ansehnlich einzustufen.
Es war ihr von früher her durchaus vertraut, aber bisher war ihr Tylers Mund nie aufgefallen, der eigentlich ganz nett wirkte. Mit festen, kühlen Lippen, die leider zusammengepresst waren. Wie er wohl wirkte, wenn er lächelte? Und wie würde es sein, ihn zu küssen?
Mary atmete scharf ein, als ein seltsames Prickeln sie überlief, und rief sich zur Ordnung. Was fantasierte sie da? Es ging hier um Tyler Watts, einen gefühlsarmen, harten Mann. Genauso gut konnte man sich zärtlich an einen Felsen schmiegen! Seine Zukünftige musste einem leidtun.
„Beziehungsberatung ist nicht ganz mein Feld“, erklärte Mary nun behutsam. „Wenn Sie … Probleme mit Ihrer Verlobten haben, sollten Sie sich an die entsprechenden Fachleute wenden. Ich kann Ihnen welche empfehlen, wenn Sie möchten.“
„Ich brauche keine psychologische Beratung!“ Allein der Gedanke versetzte Tyler in Wut. Und dass alles viel schwerer zu erklären war, als er erwartet hatte, machte die Sache auch nicht besser. „Ich habe keine Probleme mit meiner Verlobten. Wirklich!“, bekräftigte er, als sie ihn skeptisch ansah. „Ich habe keine.“
„Sieht Ihre Verlobte das ebenso?“, erkundigte Mary sich.
„Ich habe keine Verlobte! Das ist doch mein Problem“, antwortete er brüsk.
„Und wen wollen Sie dann heiraten?“.
„Egal, wen!“ Hastig fügte er hinzu: „Sie natürlich nicht.“
„Ihnen ist egal, wen Sie heiraten?“, hakte sie nach.
„Nicht ganz. Sie muss schon einige Bedingungen erfüllen. Ich möchte selbstverständlich eine schöne, intelligente und kultivierte Partnerin. Allerdings habe ich momentan keine konkrete Person im Auge.“
Das meint er ernst, dachte Mary ungläubig. Er war ein Geschäftsmann des einundzwanzigsten Jahrhunderts, aber er plante – so kühl und steifnackig wie ein Graf in einem historischen Liebesroman – eine Vernunftehe.
„Tut mir leid, aber ich verstehe noch immer nicht, wie ich in Ihre Pläne passe“, bekannte sie und suchte nach einem Platz, um ihr leeres Glas abzustellen.
Frustriert fuhr sich Tyler durchs Haar. „Eine Frau zu finden ist nicht das Problem.“
Er klang so eingebildet, dass sie ihm am liebsten widersprochen hätte, musste ihm jedoch insgeheim recht geben. Tyler Watts war Anfang vierzig und besaß eine der hundert erfolgreichsten Firmen des Landes, die er sozusagen aus dem Nichts aufgebaut hatte. Er war unglaublich reich, ausgesprochen intelligent und irgendwie attraktiv – wenn man den Typ rücksichtsloser Macho mochte. Und das taten viele Frauen, sogar, wenn der Betreffende kein Millionär war.
„Was ist denn dann Ihr Problem?“, hakte Mary nach.
„Eine Frau zu behalten“, gestand er. „Ich möchte heiraten, aber meine Beziehungen dauern nicht einmal so lang, dass es für eine Verlobung reicht.“
„Vielleicht haben Sie einfach noch nicht die Richtige getroffen“, versuchte sie ihn zu trösten.
„Nein, daran liegt es nicht. Ich habe durchaus einige passende Frauen kennengelernt, aber immer mache ich etwas falsch. Und da kommen Sie ins Spiel.“
„Ich wüsste nicht wie“, sagte sie ganz offen.
„Sie geben doch Kurse, in denen sie Menschen helfen, sich Ziele zu stecken und zu erreichen.“
„Ja, aber im Job! Ich helfe Leuten im Beruf, nicht in der Liebe.“
„Das ist doch ziemlich derselbe Prozess, oder? Ich habe mein Ziel schon gesteckt. Ich möchte heiraten. Nun müssen Sie mir helfen, die richtige Strategie auszuarbeiten, um es zu erreichen.“
„Aber das Gefühlsleben kann man nicht planen!“
„Wieso nicht?“ Er schob die Hände in die Hosentaschen. „Alles ist Taktik. Irgendetwas mache ich falsch. Sie finden heraus, was es ist, und sagen mir, was ich stattdessen tun soll. Ich wende das Gelernte auf meine nächste Beziehung an, die daraufhin funktioniert. Ich heirate und habe damit die Ziellinie überquert. So sieht meine Strategie im Einzelnen aus.“
Mary seufzte. „Ich kann Ihnen jetzt schon sagen, was nicht stimmt, Mr. Watts: Ihre Einstellung zu Beziehungen.“
„Was passt Ihnen nicht daran?“
„Beziehungen funktionieren nun mal nicht so einfach. Ich verstehe ja Ihren Wunsch zu heiraten, aber zuerst müssen Sie sich verlieben. Das kann man aber nicht planen, weil man nicht vorhersehen kann, wann man dem richtigen Menschen...
| Erscheint lt. Verlag | 21.4.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia Herzensbrecher | Julia Herzensbrecher |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | arbeitsplatz-romane • Arzt • Ärzte • Ärztin • Arzt-Romane • Autor • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • business-romane • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • Dating • dating-unterricht • Deutsch • eBook • ebook liebesroman • Ehefrau • Erfolgsautor • Familie • Flirten • Frauen • Frauenliteratur • Frauenroman • Freunde • Freundin • Freundschaft • für • Gemütlich • Geschäftsmann • Geschichte • Geschichten • Heirat • herzerwärmend • Julia Herzensbrecher • junggesellen-auktion • königshaus-romane • Krankenhaus • Krankenschwester • Liebe • Liebende • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Mädchen • Mama • medizinisch • milliardär-romane • Mutter • Muttertag • nahost-romane • New • quishari • Roman • romantisch • Romantische Bücher • Sammelband • scheich-romane • SIE • Top • Top-Titel • Werden • Wüstenprinz • wüsten-romane • York • Zeitgenössische |
| ISBN-10 | 3-7515-1970-X / 375151970X |
| ISBN-13 | 978-3-7515-1970-0 / 9783751519700 |
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