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Happy End auf Capri (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
130 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-2177-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Happy End auf Capri - Elizabeth Power
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Hat Libby ihr Kind an die Schwiegereltern 'verkauft'? Ihr Schwager Romano kann es nicht glauben. Kurzerhand entführt er sie nach Capri und merkt schnell: Er hat die bezaubernde junge Witwe, die er so leidenschaftlich begehrt, zu Unrecht verdächtigt. Ob Libby ihm verzeiht?



Schon als Kind wusste Elizabeth Power, dass sie Bücher schreiben wollte, genau wie ihr Vater, ein erfolgreicher Kinderbuchautor. Und als sie einmal herausgefunden hatte, dass es nicht ausreicht, ihre Bilderbücher Wort für Wort abzuschreiben, stand ihrer Karriere nichts mehr im Weg. Mit vierzehn hatte sie ihren ersten Roman vollendet - der leider niemals veröffentlicht wurde. In den darauffolgenden Jahren verlor Elizabeth ihr Ziel ein wenig aus den Augen, aber sie hat ihren Traum nie aufgegeben! Kurz vor ihrem 30. Geburtstag fasste sie sich ein Herz und fing wieder mit dem Schreiben an. Seitdem ist das Schreiben Elizabeths Leben. Emotionen spielen in ihren Romanen die Hauptrolle: 'Zeiten und Trends ändern sich, aber Gefühle sind zeitlos.' Sternzeichen: Widder Lieblingsbücher: "Rebecca" von Daphne du Maurier , "Der Pferdeflüsterer" von Nicholas Evans, "Heidi" von Johanna Spyri

1. KAPITEL

„Okay, Blaze! Das ist es! Wirf deine fantastische Mähne zurück und strahle! Lächle das Kind an. Vergiss nicht, es ist deine Tochter! Höher … noch höher! Perfekt! Einfach wundervoll, Darling! Wun-der-voll!“

Mechanisch folgte sie den Anweisungen, ohne Gefahr zu laufen, auch nur ein Wort ernst zu nehmen. Das überschwängliche Lob des Kameramannes war ebenso künstlich wie ihre Beziehung zu dem brabbelnden Baby auf ihrem Arm. Oder wie der Spitzname, den ihr irgendjemand zu Beginn ihrer Karriere verpasst und der sie die Erfolgsleiter bis zum Supermodel hinaufgepusht hatte. Entdeckt worden war sie als junges, unbedarftes Ding auf einer kleinen Modenschau, wo sie für einen karitativen Zweck auf dem Laufsteg herumstolzierte.

Doch was interessierte es die Presse oder Öffentlichkeit, dass sie diese Art Zurschaustellung längst satthatte? Oder dass sie unter der Flut der tizianroten Haarfülle, den Designerkleidern und dem raffinierten Make-up immer noch Libby Vincent war? Auch wenn sie gerade auf einer blühenden Sommerwiese stand und für eine Lotion warb, die ihre Haut angeblich so zart und weich wie die eines Babys machte.

Korrekt müsste es sogar Vincenzo heißen, dachte Libby und schnitt innerlich eine Grimasse. Und wer oder was bin ich tatsächlich? Nichts weiter als eine durchschnittliche junge Frau mit einem durchschnittlichen Hintergrund, die weder vor ihren Wurzeln noch vor dem erdrückenden Schuldgefühl davonlaufen kann, sosehr sie es auch versucht …

„Okay! Das war’s! Wunderbar, Darling! Einfach perfekt!“

Mit einem unhörbaren Seufzer ließ sie die Arme sinken und damit auch das Kind. Plötzlich verspürte sie nur noch Erleichterung, weil das Foto-Shooting endlich vorüber war. Keine Sekunde länger hätte sie es aushalten können.

Während Libby durch das hohe Gras schritt, schwang das schneeweiße Batistkleid im Country-Style um ihre schlanken Fesseln. Das kleine Mädchen, das Libby mehr widerwillig in ihren Armen wiegte, strahlte sie zahnlos an und klammerte sich mit seinen winzigen Fingern am Ausschnitt ihres Mieders fest.

Libby sog scharf den Atem ein, als sie sich von einem wilden Verlangen überschwemmt fühlte, dieses kleine Wesen fest an ihre Brust zu drücken und nie wieder loszulassen. Ihre zarten Gesichtszüge gefroren zur Maske, und mit letzter Kraft legte sie den Weg bis zur mobilen Schminkstation zurück, wo das gesamte Team auf sie wartete.

„Hier …“ Die unterdrückten Emotionen ließen ihre Stimme rau und brüchig klingen, als sie das Kind seiner Mutter fast in die Arme warf, woraufhin die Kleine in lautes Protestgeschrei ausbrach und die Ärmchen verlangend nach Libby ausstreckte. Doch die hatte sich bereits abgewandt.

„Ist sie nicht süß?“, fragte Fran, ihre rundliche Maskenbildnerin und selbst Mutter von zwei halbwüchsigen Jungen.

„Wenn du es sagst“, presste Libby hervor und strebte an ihr vorbei, um sich endlich in den großen grünen Wohnwagen flüchten zu können, der im Hintergrund stand.

„Eines darfst du nicht vergessen, Fran …“, hörte sie Steve Cullum spöttisch sagen. Er war einer der Techniker, der, so wie alle Männer am Set, von Libby eine höfliche Abfuhr kassiert hatte, als er sie zum Tanzen ausführen wollte. „In unserer Blaze steckt nicht ein mütterlicher Knochen. Vielleicht nicht einmal ein Herz … zumindest nicht für Männer“, fügte er gehässig hinzu.

Das war es, worüber die Presse ständig spekulierte … ihre Vergangenheit, das Fehlen von Männern in ihrem Leben, manchmal wurde sogar vermutet, sie wäre lesbisch.

„Gibt es vielleicht nur Eis unter dem Feuer?“, hatte einmal ein Klatschblatt getitelt, nachdem sie sich geweigert hatte, dem aufdringlichen Reporter Einsicht in ihr Privatleben zu gewähren oder wenigstens ihre Einstellung zu Ehe, Familie und Kindern preiszugeben.

Warum sollte ich auch?, dachte Libby bitter. Das ist privat und geht die Öffentlichkeit nichts an. Außerdem ist es der Garant dafür, dass niemand meinen wahren Namen erfährt und dadurch womöglich eine Verbindung zu Luca herstellen kann.

Sie spürte einen heftigen Stich im Herzen beim Gedanken an den charmanten Draufgänger, den sie vor Ewigkeiten geheiratet hatte und dessen junges kraftvolles Leben kaum ein Jahr später durch einen tragischen Autounfall beendet wurde. Sie hatte Luca geliebt, aber das war lange her, bevor ihre romantischen und zärtlichen Gefühle durch gewisse Umstände abgetötet wurden, die zu schrecklich waren, um auch nur daran zurückzudenken.

Damals hatte sie tatsächlich geglaubt, dass Glück so eine Art Geburtsrecht sei … sogar für sie.

Damit war es allerdings schlagartig vorbei gewesen, sobald sie sich der Verachtung vonseiten der Vincenzo-Familie ausgesetzt sah. Besonders als sie die Tyrannei von Lucas despotischem Vater und die vernichtende Kritik seines älteren Bruders am eigenen Leib zu spüren bekam …

Wie durch Zauberhand tauchten die dunklen, beunruhigenden Züge von Romano Vincenzo vor ihrem inneren Auge auf, und Libby spürte, wie sich ihre Nackenhaare sträubten. Zwischen ihr und dem verheerend attraktiven und ebenso charismatischen wie unbarmherzigen Mann war es Abneigung auf den ersten Blick gewesen.

Nein, das war viel zu schwach ausgedrückt – es ging um viel mehr. Etwas Unfassbares, Bedrohliches hatte ihr das Atmen zur Qual gemacht und seinen brütenden Blick noch dunkler und gefährlicher wirken lassen. Was es war, vermochte sie nie zu ergründen. Und heute, sechs Jahre später, spielte es keine Rolle mehr.

All das lag in ferner Vergangenheit begraben. Mit den Jahren hatte Libby gelernt, die Maske des Gleichmutes bis zur Perfektion zu beherrschen. Deshalb wirkte ihr Lächeln auch ganz natürlich, als sie erneut von Fran angesprochen wurde.

„Kommst du heute Abend zur Party, Blaze?“

„Versuche, mich daran zu hindern!“, forderte sie mit perlendem Lachen und wusste, dass sie damit eine schauspielerische Glanzleistung ablieferte. Und das würde sie auch weiterhin tun, zumindest bis sie endlich in ihrem Porsche saß und von hier verschwinden konnte. Weg von den quälenden Gedanken, die durch ein simples Shooting für eine alberne Hautcreme unverhofft wachgerufen worden waren.

„Eine ganze Woche war ich eingesperrt und musste jeden Morgen um vier aufstehen, nur um mich hier von Moskitos zerstechen zu lassen! Da habe ich es mir redlich verdient, bis morgen früh Party zu machen!“, rief sie über die Schulter zurück.

Na, bravo! Aber was hätte er auch anderes von ihr erwarten können? Etwa, dass sie sich inzwischen geändert hatte?

Romano, der mit verschränkten Armen in der Tür zum Wohnwagen lehnte, zog die Mundwinkel noch ein Stück tiefer.

Da Libby sich erst umdrehte, als sie bereits auf der ersten Stufe stand, wäre sie fast mit dem großen, dunkelhaarigen Mann zusammengestoßen. Er hörte ihr erschrockenes Aufkeuchen, und ihr unverwechselbarer femininer Duft umwehte ihn wie eine warme Sommerbrise.

Buon giorno, Libby.

Romano selbst erkannte seine Stimme kaum wieder und spürte, wie ihn die gewohnte Selbstsicherheit und Beherrschung plötzlich im Stich ließen. Sein Herz schlug bis zum Hals, und das Blut rauschte heiß und drängend durch seine Adern, während er wie hypnotisiert ins totenbleiche Gesicht seiner Schwägerin starrte.

Auf den hohen Wangenknochen blühten plötzlich rote Flecken, und die weichen kirschfarbenen Lippen zitterten.

„Tut mir leid, Blaze …“ Frans Stimme brachte Libby in die Gegenwart zurück. „Ich wollte es dir die ganze Zeit über sagen. Entschuldigen Sie bitte, Mr. Vincenzo …“

Romano Vincenzos lackschwarzes Haar glänzte wie das Gefieder eines Raben, als er mit einem knappen Nicken um Libby herumreichte und die Tür des Wohnwagens von innen zuzog. Damit waren Fran und der Rest der Welt ausgeschlossen.

Er hat sich kein bisschen verändert, registrierte ein winziger, noch funktionierender Teil von Libbys Gehirn. Der typische steinreiche Finanztycoon mit der Aura nahezu unverschämter Selbstsicherheit, körperlicher Fitness und makellosem Stil in Kleidung und Auftreten. Immer noch dominierte er den Raum, sobald er ihn betrat, und immer noch erschienen ihr seine fast greifbare Arroganz und Autorität unerträglich.

„W… was willst du hier?“

Libby hätte sich ohrfeigen können, als ihr bewusst wurde, dass Romanos Gegenwart heute wie damals denselben Effekt auf sie hatte. Zum einen schien sich ihre Zunge unerklärlicherweise zu verknoten, zum anderen reizte dieser Mann sie zum Widerspruch und zur Rebellion. Doch er antwortete ihr nicht, und seine undurchdringliche Miene gab nichts preis.

„Ist etwas nicht in Ordnung?“, hakte sie alarmiert nach. „Sag schon, was ist passiert!“

„Nichts, was sollte sein?“, fragte er kühl zurück.

„Gott sei Dank …“, hauchte Libby kaum hörbar.

Fasziniert beobachtete Romano, wie sich die Lider über den seegrünen Augen schlossen, bis die dichten dunklen Wimpern zarten Vogelschwingen gleich die alabasterfarbene Haut berührten. Dann hoben sich ihre Lider, und Libby bedachte ihren Schwager mit einem offenen, kritischen Blick, der ihn überraschte.

„Wie lange bist du schon hier?“, fragte sie direkt.

„Lange genug.“

Seine Stimme war noch genauso dunkel und samtig, wie Libby sie in Erinnerung hatte. Und der eindringliche Blick aus seinen nachtschwarzen Augen hatte ihr von der ersten Sekunde an den Eindruck vermittelt, dass Lucas Bruder bis in die Tiefe...

Erscheint lt. Verlag 18.3.2023
Reihe/Serie Digital Edition
Digital Edition
Übersetzer Gudrun Bothe
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Autor • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • Capri • Cora • cora bücher • cora digital edition • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • eBook • ebook angebote • ebook günstig • ebook liebesroman • Ehe • Ehefrau • Entführung • Erfolgsautor • Erlösung • Europäische • Familie • Familiendrama • Feinde • Frauen • Frauenliteratur • Frauenroman • Freundin • für • Geheimnisse • Gemütlich • Geschichte • Geschichten • herzerwärmend • Inselromanze • Italien • leidenschaftliche • Liebe • liebenden • Liebesgeschichte • Liebesroman • Mädchen • Mama • mediterrane • Mutter • Muttertag • Roman • romantisch • Romantische • Romantische Bücher • Romanze • SIE • Sommer • Spannung • Strandlektüre • Top • Top-Titel • Witwe • Zeitgenössische • zu • zweite-chance-romanze
ISBN-10 3-7515-2177-1 / 3751521771
ISBN-13 978-3-7515-2177-2 / 9783751521772
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