Doktor Mosbach - Das Skalpell der Gerechtigkeit (eBook)
121 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-8793-3 (ISBN)
Marcel Kircher, geboren 30. November 1986 in Gelnhausen. Schon seit frühster Kindheit ist er vom Lesen fasziniert und so fing er an vor etwa zehn Jahren eigene Geschichten zu entwickeln und diese zu veröffentlichen. Zu seinen bekanntesten Werken im Self Publishing gehören: Die Chroniken von Eskandria, Doktor Mosbach - Das Skalpell der Gerechtigkeit und Faith - Chroniken einer Jägerin.
Marcel Kircher, geboren 30. November 1986 in Gelnhausen. Schon seit frühster Kindheit ist er vom Lesen fasziniert und so fing er an vor etwa zehn Jahren eigene Geschichten zu entwickeln und diese zu veröffentlichen. Zu seinen bekanntesten Werken im Self Publishing gehören: Die Chroniken von Eskandria, Doktor Mosbach - Das Skalpell der Gerechtigkeit und Faith - Chroniken einer Jägerin.
Kapitel 1 – Nur ein Traum?
Sie kam sich vor, wie in einem Alptraum. Schockiert blickte die Psychologin Doktor Tiara von Sturm auf die beiden reglosen Männer. Der eine war Patient in der Anstalt Büdingen-Wolferborn, hieß Jochen Kain und war Teil eines Forschungsexperiments, das sie mit ihrem Freund Graf Philipp von Wettenberg und dessen Komplizen dem angesehenen Chirurgen und Wissenschaftler Doktor Roland Mosbach entwickeln wollten. Besorgt schaute sie auf den Überwachungsmonitor, der die Werte von Jochen Kain übermittelte. Alles war normal. Sie atmete tief durch und wandte sich an die zweite reglose Person. Hierbei handelte es sich um Bernhard Mosbach, den Bruder von Roland. Jochen Kain hatte ihn gezwungen einen DNA-Cocktail in seine eigene Halsschlagader zu spritzen. Mosbach leistete dieser Forderung widerwillig Folge, um das Leben von Doktor von Sturm nicht zu gefährden. Kurze Zeit danach verfiel der Verbrecher Kain wieder in seine tranceähnliche Bewusstlosigkeit. Besorgt wandte sich die Psychologin dem sich langsam regenden Bernhard zu, der vorhin laut den Namen seines Bruders schrie, versuchte ihn zu beruhigen, in dem sie mehrmals sanft seinen Namen sagte und bemerkte, dass sich seine Augen öffneten, während Schweißperlen von seiner Stirn tropften.
„Wie geht es dir?“, fragte sie.
„Tierische Kopfschmerzen“, bemerkte Bernhard und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Kopf. „Gib mir bitte sofort mein Handy. Ich muss etwas herausfinden.“
Tiara fragte nicht weiter nach. Sie nahm das Handy aus der Jackentasche ihres Komplizen und reichte es ihm. Sofort wählte er die Nummer seines Bruders. Während es klingelte und er wartete, dass Roland abnahm, wischte er sich den Schweiß von der Stirn. Noch immer ging ihm das im Dämmerschlaf erlebte durch den Kopf. Kommissar Ziel war Amok gelaufen und hatte Roland und dessen Lebensgefährtin Tanja getötet. Später nahmen sie Ziel gefangen und Jochen Kain stand auf ihrer Seite und nahm Rache für die Mordserie des Kommissars.
„Roland Mosbach?“, ertönte die Stimme von Bernhards Bruder am anderen Ende der Leitung. „Was gibt es denn Bernhard?“
„Du glaubst gar nicht, wie gut es tut deine Stimme zu hören“, antwortete Bernhard erleichterte. „Tanja und dir geht es gut?“
Roland war erstaunt über diese Frage. Es dauerte ein wenig ehe er wahrheitsgemäß antwortete, dass bei Tanja und ihm alles in Ordnung sei. „Was ist der Grund für deine Frage?“
Bernhard schilderte seinem Bruder kurz, was geschehen war und umschrieb grob die Vision, die er in seiner Ohnmacht erlebt hatte.
„Du bist ein Fall für die Couch, Bernhard. Mit Tiara hast du auf jeden Fall einen echten Profi vor Ort. Spaß beiseite. Es ist wird Zeit unsere Strategie neu zu besprechen und deshalb denke ich, dass es am besten wäre, wenn wir uns so schnell wie möglich bei mir zusammensetzen“, meinte Roland nachdenklich.
„Da hast du Recht. Jochen Kain ist in eine Art Koma gefallen, das können wir verantworten ihn für eine gewisse Zeit alleine zu lassen“, stimmte Bernhard seinem Bruder zu. „Passt gut auf euch auf. Wir fahren zeitnah los.“
Die beiden Brüder verabschiedeten sich. Doktor von Sturm bereitete Jochen Kain vor, dass er die Abwesenheit von medizinischem Personal problemlos überstehen sollte, während Bernhard schnell sein Gepäck organsierte. Da er immer noch sehr blass wirkte und leichte Schwindelgefühle hatte, erklärte sich Tiara bereit die Strecke nach Hain-Gründau zu fahren. Als Psychologin konnte sie solche Visionen, die viele für innere Antennen für Gefahr hielten, gut einschätzen, doch sah sie bei Bernhard mehr Wahrscheinlichkeit darin, als bei einem ihrer üblichen Patienten. Schließlich waren Roland, Bernhard, Tanja, Philipp, Butler James und sie selbst einen Pakt mit dem Teufel eingegangen und aus diesem konnte es kein einfaches Entrinnen geben.
Dunkle und gewitterbeladene Wolken waren aufgezogen, als Doktor von Sturm und Bernhard das Anwesen von Roland Mosbach erreichten, als wollten sie die bedrohliche Situation aus Bernhards Vision noch einmal untermalen. Die Psychologin stellte das Fahrzeug ab und zog den Zündschlüssel. Tiara von Sturm bemerkte, dass ihr Beifahrer leicht apathisch wirkte und noch unter den Nachwirkungen seines Traums litt.
„Es fängt an zu regnen, Bernhard“, meinte sie. „Ich möchte gerne im Haus ankommen ohne mir eine Erkältung einzufangen.“
„Wie? Was?“ Bernhard war aus seiner Schockstarre aufgewacht. „Na klar. Moment.“
Bernhard stieg aus, holte einen Schirm aus dem Kofferraum und Tiara folgte ihm darunter. Im Eingangsbereich standen Roland und Tanja und blickten besorgt auf die Neuankömmlinge.
„Gott sei Dank, dass ihr da seid“, meinte Tanja, während Roland Tiara Mantel und Regenschirm abnahm. „Kommt erst einmal rein und wärmt euch auf. Besonders du Bernhard. Ich habe dich noch nie so blass gesehen.“
„Ich glaube, wir könnten alle einen Single Malt gebrauchen“, schlug Roland vor. „Damit lässt es sich doch am besten unterhalten.“
„Wo ist denn James?“, wollte Bernhard wissen.
„Er ist unterwegs und holt Philipp ab“, erwiderte Roland.
„Dann sollten wir mit dem Whisky lieber warten bis wir komplett sind“, bot Tiara an.
„Nichts da“, widersprach Tanja. „Bei dem Wetter mit den Geschehnissen und den Vorahnungen, schadet so ein guter Tropfen nicht.“
„Überredet. Lasst uns reingehen, ehe wir noch total nass werden“, meinte die Psychologin schließlich, als der Regen stärker wurde.
Die vier Verschworenen begaben sich in das prächtige Haus von Doktor Roland Mosbach, der sofort Gläser aus der Bar holte und jedem seiner Gäste einschenkte. Tiara von Sturm schilderte in allen Einzelheiten das Erlebte, nachdem sich Bernhard die Injektion gesetzt hatte. Roland versuchte zu beruhigen, dass man solchen Visionen nicht über Gebühr Glauben schenken sollte, doch Tanja wandte ein, dass auch sie ähnliche Träume hatte, jedoch nicht so detailliert, wie bei Rolands Bruder. Das Unwetter draußen nahm richtig Fahrt auf. Besorgt schaute Bernhard aus dem Fenster.
„Ich wäre beruhigter, wenn James und Philipp endlich da wären. Bei diesem Wetter draußen kann alles passieren. Umgestürzte Bäume, Erdrutsche oder Aquaplaning.“
„James ist ein erfahrener Fahrer“, beruhigte Roland die Lage. „Er wird nichts tun, was beide gefährden würde.“
Mit einer gewissen Anspannung setzte die Runde ihre Unterhaltung fort. Das klingelnde Telefon ließ Roland aufstehen. Er hoffte, dass das es sich bei dem Anrufer um James oder Graf Philipp handelte, die mitteilen wollten, dass sie aufgrund der Wetterlage erst später vom Anwesen des Grafen aufbrechen würden. Im Flur auf dem Sekretär nahm er das Gespräch schließlich an.
„Mein Beileid, Roland“, meldete sich die Stimme am anderen Ende der Leitung und in Doktor Mosbachs Kopf begann das Nachdenken – die Stimme kam ihm bekannt vor. „Die Zeit deiner Selbstgerechtigkeit ist vorbei. Und nicht nur die.“
„Beileid? Wer ist da dran?“ Schließlich fiel bei Roland der Groschen. „Kommissar Ziel? Sind Sie es?“
„Du verschwendest die kostbare Zeit deiner treuen Gefährten“, antwortete der Polizeikommissar.
„Ich verschwende was?“ Roland fuhr der Schreck in die Glieder. Was war passiert?
„Es gab einen Unfall auf der Landstraße zwischen Leisenwald und Breitenborn“, beschrieb Ziel die Lage. „Wenn du mich fragst, sieht es nicht gut aus für deinen Butler.“
„Kommen Sie endlich zur Sache“, entgegnete der Chirurg, der wusste, dass die Zeit knapp wurde.
„Ich bin zwar kein Mediziner, wie du, aber, wenn du mich mit laienhaften Kenntnissen fragst, dann lassen ein aufgerissener Brustkorb und der enorm hohe Blutverlust nur eine Diagnose zu“, schilderte Kommissar Ziel.
„Und was ist mit Philipp?“
„Der Blaublüter? Finde es selbst heraus“, entgegnete der Kriminalist selbstgefällig und legte auf.
In Roland Mosbachs Kopf arbeitete es. Er musste die Nachricht möglich geschickt verpacken, gerade um Tiaras Willen. Zum Glück kam gerade seine Lebensgefährtin Tanja in den Flur.
„Gott sei Dank“, flüsterte er seiner Lebensgefährtin zu. „Gehst du bitte in mein Arbeitszimmer und holst meinen Notfallkoffer und sagst Bernhard Bescheid, dass ich hier auf ihn warte.“
„Was ist passiert?“, fragte Tanja besorgt.
„Ein Unfall mit James und Philipp“, antwortete Roland. „Sag aber bitte nichts zu Tiara, nicht, dass sie etwas Unüberlegtes tut.“
„Einverstanden.“
Tanja eilte los, um den Notfallkoffer und Bernhard zu holen. Unter einem harmlosen Vorwand gelang es ihr Rolands Bruder aus der Unterhaltung mit der Psychologin zu lösen und diese zu beruhigen. Die Mosbach-Brüder stiegen in Rolands Wagen und fuhren los. Der Himmel schien alle Schleusen geöffnet zu haben und Roland musste genau abwägen zwischen Schnellfahren und den Witterungsverhältnissen. Zum Glück schienen sie die Einzigen zu sein, die bei diesem Wetter unterwegs waren. Bernhard hielt Ausschau, als sie sich der dem benannten Landstraßenbereich zwischen Gründau Breitenborn und Leisenwald näherten.
„Roland, halt an!“, rief Bernhard plötzlich.
Sofort trat der Chirurg auf die Bremse und lenkte den Wagen in Richtung rechten Fahrbahnrand. Er schaltete das Warnblinklicht ein und blickte sich um. Tatsächlich – im Straßengraben kurz vor einer Baumgruppe lag der gestrandete schwarze Opel Zafira in leichter Schräglage, mit dem James den Grafen abholen sollte.
„Verflucht!“, zischte Doktor Mosbach. „Bei dem...
| Erscheint lt. Verlag | 11.1.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Doktor Mosbach - Das Skalpell der Gerechtigkeit | Doktor Mosbach - Das Skalpell der Gerechtigkeit |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Krimi / Thriller |
| Schlagworte | Arzt • Buße • Geiselnahme • Habgier • Mord • Rache • Selbstjustiz • Skalpell |
| ISBN-10 | 3-7549-8793-3 / 3754987933 |
| ISBN-13 | 978-3-7549-8793-3 / 9783754987933 |
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