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Leila Pierce (eBook)

Teufelspakt
eBook Download: EPUB
2023 | 2. Auflage
280 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7568-9899-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Leila Pierce -  Eva Schierlinger
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Arcano ist weg! Endlich sind Leila Pierce und ihre Schwester außer Gefahr. Doch während sie versuchen ihr neu gewonnenes Leben als Hexen an der Magieschule Elathi zu meistern, braut sich im Hintergrund etwas Düsteres zusammen. Kann sich Leila erneut gegen die bösen Mächte wehren? Dies ist der zweite Band der Leila-Pierce-Dilogie.

Eva Schierlinger ist 1993 in Bayern geboren und lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter und sechs Katzen in Bayern. »Leila Pierce - Teufelspakt« ist der zweite Teil der Dilogie. Obwohl das Interesse am Schreiben bereits im Alter von fünfzehn Jahren - in Form einer Fanfiktion - aufkam, entschied sie sich für den konservativen Weg einer Ausbildung. Da der Wunsch nach einem eigenen Buch immer größer wurde, entschied sie sich letztlich doch dafür zu schreiben. Mit Leila Pierce hat sich die Autorin ihren Lebenstraum erfüllt.

DIE WAHRHEIT


»Du musst das wirklich noch üben«, sagte ihre Mutter und zog Leila mit einem Schwung hoch.

»Du könntest es mir auch einfach mal zeigen.«

»In den Ferien haben wir jetzt ja genug Zeit.«

Ferien. Fast jeder Schüler sehnte wohl ständig Ferien herbei. Nur Leila nicht. Nicht, seit sie auf die magische Schule Elathi in der magischen Welt Fortmedow ging. Und erst recht nicht, seit sie dort Freunde gefunden hatte.

Leila schaute sich um und fand auch schon, wonach sie gesucht hatte: Lenis. Ihr Voltanus. Ein löwenähnliches Tier, dem statt einer Mähne Flammen um den Kopf züngelten. Leila streichelte über seinen Kopf und die Flammen färbten sich blau. Das passierte immer, wenn er seinen Schutz ausschaltete. Nur bei Menschen, die Leila oder ihm böse gesinnt waren, behielt er den Schutz aufrecht. Aber bei ihren Freunden oder ihrer Familie färbten sich die Flammen blau – und waren damit unschädlich. Lenis schmiegte seinen Kopf gegen Leila und schnurrte. Vielleicht ähnelte er auch eher einer Katze als einem Löwen. Manchmal aber auch einem Hund.

»Leila«, ertönte die Stimme ihrer Schwester. Elina hatte die Küche betreten und kam freudestrahlend auf sie zu. Sie fielen sich in die Arme, Leila drückte ihre kleine Schwester fest an sich.

»Hast du mich vermisst?«, fragte Leila.

»Und wie«, gab sie zurück. »Du musst mir alles über Elathi erzählen!«

Schon ließen sich die beiden auf die Couch fallen und Leila erzählte Elina alles, was sie wissen wollte. Mit großen Augen verfolgte Elina die Geschichten.

»Und da lernt man wirklich hexen? Also … so richtig?« Leila nickte und wollte ihrer Schwester gerade eine Kostprobe ihrer bisherigen Fähigkeiten geben, da ließ ihre Mutter ein Zischen von sich und schüttelte den Kopf.

»Kein Hexen zu Hause!«

Leila und Elina seufzten lautstark, doch ihre Mutter ließ sich auf keine Diskussion ein.

»Ich zeig’s dir später, wenn wir allein sind.« Leila flüsterte zu Elina; sie achtete darauf, dass ihre Mutter sie nicht hörte.

Danach schauten sie fern. Leila hatte nicht mehr ferngesehen, seit sie in Elathi war und fand es ziemlich befremdlich. Trotzdem freute sie sich, Zeit mit Elina zu verbringen. Da war es ihr egal, was sie unternahmen.

Immer wieder bemerkte sie aus dem Augenwinkel, dass Elina ihr Blicke zuwarf, doch sie sagte nichts.

Also wandte Leila sich wieder ihr zu.

»Hast du was?«

Elinas Wangen färbten sich rosa.

»Was ist mit Arcano?«

Leilas Herz setzte aus. Natürlich würde sie irgendwann nachfragen, darauf hätte Leila auch von selbst kommen können. Sie hatte ihr nie davon erzählt, hatte es ganz bewusst vor ihr geheim gehalten. Auch wenn Arcano Elina gefangen gehalten hatte, hatte sie nichts über ihn gewusst. Als Leila nichts sagte, wurde das Gesicht ihrer Schwester noch röter.

»Mom hat es Tom erzählt und ich hab gelauscht.« Sie schien sich dafür zu schämen, denn sie senkte den hochroten Kopf. Leila kicherte.

»Du bist wie ich«, sagte sie und griff nach Elinas Hand. Sie lächelte zurück.

»Arcano ist weg. Er wird uns nichts mehr tun«, begann Leila, obwohl sie selbst noch nicht ganz glauben konnte, dass das stimmte. Aber wie sollte er den Angriff mit ihren Engelskräften überlebt haben? Sie wollte Elina nicht unnötig beunruhigen. »Aber er wollte uns wehtun.« Sie betonte das Wort ›wollte‹.

»Dich hat er nur entführt, weil er mich ... nun ja ...«

Leila brach mitten im Satz ab. Sie wusste nicht, wie sie es ihrer kleinen Schwester beibringen sollte.

»Weil er dich töten wollte.« Es war keine Frage. Elina wusste sehr genau, was vorgefallen war.

»Warum fragst du mich überhaupt?« Wieder musste Leila kichern. Gleichzeitig war sie beeindruckt von ihrer Stärke und der Abwesenheit von Angst in ihrem Verhalten. Schließlich war sie erst elf.

»Ich will wissen, warum«, sagte Elina und senkte wieder den Blick.

Kurz überlegte Leila, ob es eine gute Idee war, ihr alles zu erzählen. Sie erinnerte sich zu gut, wie es gewesen war, als ihre Mutter und Mrs Winterbuttom all das vor ihr verheimlicht hatten. Sie wollte nicht, dass sich ihre Schwester genauso fühlte.

»Arcano wollte mich schon töten, als ich noch ein kleines Kind war. Vermutlich, weil ich die Einzige bin, die seinen Auftraggeber vernichten kann. Ein Engel hat mir sein Blut gegeben, damit ich das Böse besiegen kann. Mom und Dad haben das nicht gewusst.

Sie dachten, das Engelsblut würde mir mehr Schutz verleihen. Das tut es auch, doch gleichzeitig macht es mich zur Zielscheibe. Deshalb hat Arcano den Auftrag bekommen, mich umzubringen. Doch statt mich zu töten, ist er auf Dads Vorschlag eingegangen, dass er mit ihm geht, wenn er mich verschont. Also ist Dad mit ihm gegangen, als sein Diener. Um mein Leben zu retten.«

Ihre Stimme brach und sie musste kurz schlucken, um den Tränen den Weg zu versperren. Sie räusperte sich und sprach dann weiter.

»Warum sein Auftraggeber meinen Tod will, wissen wir nicht genau. Ich kann mir kaum vorstellen, dass meine Macht so groß ist, dass ich tatsächlich eine Gefahr darstelle.« Leila runzelte die Stirn. »Und wir wissen auch nicht, warum er sich auf den Deal mit Dad eingelassen hat.«

Das stellte sie immer noch vor ein Rätsel. Warum war ihm das genug gewesen?

Elina schwieg kurz.

»Ist Dad böse?«

Leila seufzte, während sie darüber nachdachte.

Glaubte sie, dass er böse war? Obwohl er in der Höhle nicht so geklungen hatte? Konnte sie glauben, dass er wirklich und wahrhaftig böse geworden war?

»Ich weiß es nicht«, sagte sie schließlich wahrheitsgemäß.

Elina blickte traurig auf ihre Hände.

»Hey«, sagte Leila und zog ihre Schwester in eine Umarmung. »Ich weiß es nicht, aber ich werde es herausfinden.«

Leilas Gedanken schweiften zu Mr Cain. Ihr Lehrer für Kampfkunst hatte sich vor wenigen Tagen aufgemacht, um ihren Vater zu suchen. Wie dankbar sie ihm für diese Tat war, würde sie niemals zum Ausdruck bringen können. Und das, obwohl sie zuerst gedacht hatte, Mr Cain sei ein Anhänger von Arcano.

Dabei war er einfach nur streng gewesen und hatte dabei geholfen, Leila zu beschützen. Er hatte sich immer nur an die Anweisungen von Mrs Winterbuttom gehalten.

»Wir werden ihn finden, Elina. Und wenn er nicht böse ist – und das hoffe ich sehr –, werden wir ihn zu uns zurückholen.«

Leila drückte ihrer Schwester einen sanften Kuss auf den Kopf.

»Ich bin froh, dass ich dich habe«, sagte Elina.

»Ich auch.«

Leila lag in ihrem Zimmer auf dem Bett und starrte durch das Fenster in den Himmel. Das war inzwischen repariert worden, nachdem Lenis es letztes Jahr zerstört hatte. Er war einfach hindurchgeflogen, um Leila abzuholen und zurück nach Fortmedow zu bringen. Leila erinnerte sich daran und lächelte.

Lenis lag neben ihrem Bett am Boden – zu zweit hatten sie darauf einfach keinen Platz. Sie hatte sich so sehr darauf gefreut, über die Ferien nach Hause zu kommen, hauptsächlich, um ihre Mutter und ihre Schwester wiederzusehen. Doch jetzt lag sie hier, starrte in den Himmel und – langweilte sich. Ihr war sterbenslangweilig! Hexen durfte sie nicht, das verbot ihre Mutter, fernsehen wollte sie nicht und mit Freunden etwas unternehmen ... Leilas Herz wurde schwer bei dem Gedanken an Cecilia: ihre beste Freundin vor ihrer Zeit als Hexe. Bevor sie gewusst hatte, dass es eine magische Schule in einer magischen Welt gab.

Und noch bevor sie Reese kennengelernt hatte. Die Freundschaft, mit Cecilia und die mit Reese waren einfach nicht zu vergleichen. Cecilia musste immer alle um sich herum übertrumpfen – auch Leila. Das hatte ihr nichts ausgemacht, da sie selbst nicht gern im Mittelpunkt stand.

Reese war anders. Sie unterstützte Leila, war für sie da. Sie scherte sich nicht um die Meinung anderer und wägte nicht erst ab, wie und ob ein Mensch für sie nützlich sein konnte, bevor sie sich mit ihm anfreundete. Cecilia tat selten Dinge ohne Hintergedanken. Cecilia hatte am liebsten Jungs um sich, die sie anhimmelten, und Mädchen, die so sein wollten wie sie. Leila mochte sie trotzdem, vielleicht weil sie sich seit Kindergarten-Zeiten kannten.

Jungs ... da drängte sich ein weiterer Name in Leilas Gedanken. Cadan.

Sie hatten nicht mehr über den Fast-Kuss beim Training gesprochen. Leilas Magen kribbelte, wenn sie an ihn dachte und sofort sah sie ihn vor sich. Seine kurzen dunkelblonden Haare, das schelmische Grinsen, das er immer auf den Lippen hatte, genauso wie seine neckischen Sprüche. Er hatte ihr so viel geholfen, ihr so viel beigebracht. Sie hätte niemals überlebt, wäre Cadan nicht gewesen. Schon beim Angriff im Königsschloss hatte er ihr das Leben gerettet. Und dann noch mal, weil er sie gelehrt...

Erscheint lt. Verlag 9.1.2023
Reihe/Serie Leila Pierce
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte engelskind • Fantasy • Hexe • Magie
ISBN-10 3-7568-9899-7 / 3756898997
ISBN-13 978-3-7568-9899-2 / 9783756898992
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