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Lily of the Valley (eBook)

Kindheitsprobleme

(Autor)

eBook Download: EPUB
2022
496 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7568-9586-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Lily of the Valley - Myska Antari
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Tauchen Sie ein in die düstere Welt von Marius - Vampire, dunkle Geheimnisse und sein Kampf um die eigene Identität! In einer schicksalhaften Winternacht ändert sich Marius' Leben für immer. Als er gerade fünf Jahre alt ist, wird seine Geburtsfamilie von einem grausamen Vampir ausgelöscht. Und als wäre dies nicht schon schlimm genug, erfährt der junge Marius immer wieder Ablehnung von seinen Pflegefamilien, die ihn nie für lange Zeit behalten wollen. Als er schließlich doch eine Familie findet, die ihn adoptieren will, muss er feststellen, dass diese Vampire sind! Marius muss sich nicht nur mit der Tatsache abfinden, dass er Teil dieser Welt ist, sondern er erkennt auch, dass er selbst zum Vampir wird, sobald er die Volljährigkeit erreicht - es sei denn, er findet einen Weg, diesem Schicksal zu entkommen. Buch I der Lebensgeschichte des Marius Lionstone

Myska Antari denkt sich bereits seit ihrer Jugend Fantasygeschichten, vorwiegend über Vampire, aus, welche sie auch gelegentlich niedergeschrieben hat. Im Jahre 2010 entstand so ihre kleine Fantasywelt mit Namen 'Trigon', in welcher sie ein paar ihrer Geschichten spielen ließ. Ende 2020 entschied sie sich, dass sie dieser erdachten Welt ein Remake geben möchte, weshalb sie seitdem fleißig an den Geschichten ihrer Vampire arbeitet. Mit 'Lily of the Valley' erfüllt sie sich nun ihren großen Wunsch, ihr allererstes Buch zu veröffentlichen.

~Trigon 12.02.2319~

Ich war fünf Jahre alt, als dies geschah, und noch heute erinnere ich mich an ein paar Details dieser Nacht. Auch wenn ich mich manchmal schon zu fragen begann, wie viel davon mein Gehirn am Ende nur dazu gedichtet hatte, um die Lücken zu füllen, die in meinen Erinnerungen geblieben waren.

Es war eigentlich eine Nacht gewesen, wie jede andere auch. Wir hatten gemeinsam zu Abend gegessen und danach hatte meine Mutter meine Schwester zu Bett gebracht, während mein Vater in sein Arbeitszimmer verschwunden war, um weiter an etwas zu schreiben, dass ihn schon den ganzen Tag beschäftigt hatte. Ich war in mein Zimmer gegangen und hatte dort noch ein wenig mit den Holzfiguren gespielt, die ich zu meinem letzten Geburtstag geschenkt bekommen hatte, bevor meine Mutter hereinkam und mich bat, meine Sachen wegzuräumen und ins Bett zu krabbeln.

Brav war ich ihrer Aufforderung nachgekommen und sie hatte mir zur Belohnung noch eine Geschichte aus meinem Lieblingsbuch vorgelesen. Heute weiß ich jedoch nicht mehr, welches es gewesen ist.

Danach hatte sie mich zugedeckt und mir einen Kuss auf die Stirn gegeben, ehe sie mein Zimmer leise verlassen hatte und ich weiß noch, dass ich noch einmal zu ihr gesehen hatte, bevor sie die Tür schloss. Niemals hätte ich da gedacht, dass dies das letzte Mal sein sollte, dass ich sie lebend sah. Aber wer hätte auch ahnen können, was kurz darauf passieren würde? Ich jedenfalls nicht.

Ich wartete einen Moment, bis ich mir sicher war, dass sie in ihr Schlafzimmer verschwunden war, bevor ich heimlich aufstand und zu den gerade weggeräumten Spielsachen schlich, um mir zwei hölzerne Reiterfiguren zu holen und mit diesen zurück ins Bett zu krabbeln.

Leise spielte ich mit diesen im Dunkel meines Zimmers, dabei immer darauf vorbereitet, sie zu verstecken, sobald ich jemanden im Flur vor meinem Zimmer hörte. Zumindest war ich als kleiner Junge ziemlich überzeugt davon, dass mich keiner dabei erwischen würde.

Die Müdigkeit übermannte mich schließlich doch und immer noch mit den Figuren in der Hand schlief ich ein. Ich träumte etwas, aber es war nichts, an das ich mich nach meinem Aufwachen erinnerte.

Geweckt hatte mich, wie schon so oft, das Geschreie meiner Schwester. Ihre Stimme klang etwas heiser, wenn ich mich recht entsinne, aber damals war es mir nicht aufgefallen. Mit einem der Holzreiter in der Hand, der andere war zu Boden gefallen, drehte ich mich auf die Seite und schloss wieder die Augen. Dann wartete ich, dass meine Mutter oder mein Vater zu der Kleinen gingen und sie beruhigten, wie sonst auch, damit ich endlich weiter schlafen konnte. Doch nichts geschah.

Ich fragte mich, ob sie sie nicht hörten oder was los war, also stand ich auf, die Figur immer noch in der Hand, und schlich zu meiner Zimmertür, um den Geräuschen auf dem Flur genauer zu lauschen.

Es war still, bis auf das Geschreie meiner Schwester. Keine Schritte von Mutter oder Vater. Keine Stimmen. Nur das laute Weinen von Mina. Vorsichtig öffnete ich meine Zimmertür und trat auf den Flur.

Es war dunkel, was mir alleine schon Angst machte, und ich wunderte mich, wo unsere Eltern blieben. Warum hatten sie nicht reagiert bisher, begann ich mich zu fragen. Immerhin konnte ich trotz der Dunkelheit erkennen, dass sowohl ihre Schlafzimmertür zu meiner Rechten, als auch die Kinderzimmertür meiner Schwester direkt gegenüber von mir nur angelehnt waren. Sie hätten sie also hören müssen. Irgendetwas stimmt also nicht.

Ich nahm meinen Mut zusammen und ging in das Zimmer meiner Schwester, wo ich zunächst das Licht anknipste, bevor ich zu ihr sah. Sie stand in ihrem Kinderbettchen und rüttelte am Gitter. Mit verheulten Augen blickte sie zu mir und ich erkannte ein paar Tränen, die ihr über die schon geröteten Wangen liefen. Trotzdem verstummte ihr Schreien als sie mich erkannte und sie zeigte auf den Schnuller, der ihr aus dem Bett gefallen war und an den sie jetzt nicht mehr herankam. Ich trat ein paar Schritte näher heran und hob ihn auf.

„Nein“, sagte sie plötzlich, „Nein. Nein. Nein.“

Es irritierte mich, dass sie so oft Nein sagte. Trotzdem hielt ich ihr den Schnuller hin, den sie mir sofort abnahm und wieder in den Mund steckte.

„Siehst du. Nicht nein. Ja“, erklärte ich ihr und lächelte. Dann drehte ich mich um und ging ein paar Schritte zurück zu Tür. Etwas traf meinen Kopf von hinten und ich merkte, dass es der Schnuller war, den sie mir hinterhergeworfen hatte.

„Aua“, schimpfte ich und wandte meinen Kopf zu ihr um, „Was soll das?“

Sie aber starrte an mir vorbei zu der dunklen Gestalt, die gerade ebenfalls den Raum betreten hatte und die eindeutig keines unserer Elternteile war.

„Da“, sagte sie verängstigt, „Nein Nein.“

Ich musterte den Fremden aufmerksam und stellte mich schützend vor meine Schwester. Er war blass und wirkte bedrohlich, außerdem klebte etwas Rotes in seinem Gesicht und auf seiner Kleidung. Dass es Blut war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht und vermutlich war das auch gut so. Er war so schon unheimlich genug.

„Ach, hier ist dieser Schreihals“, meinte er und ich erkannte ein Funkeln in seinen Augen, dass mir noch mehr Angst machte, als die bloße Tatsache, dass ein Fremder im Haus war. Sehr viele Fragen schossen mir durch meinen kleinen Kopf.

„Wer sind Sie?“, fragte ich, „Was wollen Sie?“

„Stell nicht so viel Fragen, Junge“, erwiderte er und ehe ich irgendetwas sagen konnte, stieß er mich zur Seite und hob meine Schwester aus dem Bett, die sofort wieder zu schreien begann, „Weißt du, wie sehr ich schreiende Menschen verachte? Und allen voran Kinder? Aber immerhin dürfte dein Blut gut schmecken.“

Ich schmiss ihm die Holzfigur an den Kopf, die ich immer noch in der Hand hielt, doch er reagierte nicht. Stattdessen starrte er nur in die weit geöffneten Augen meiner Schwester und ich bemerkte, dass sie aufhörte zu schreien und ihren Kopf zur Seite fallen ließ. Er senkte den Seinen an ihren Hals und ich sah, wie er zubiss. Ich stieß einen Angstschrei aus, rappelte mich auf und rannte aus dem Zimmer. Ich musste zu meiner Mutter. Oder zu meinem Vater. Zu irgendwem. Hauptsache weg von diesem Fremden.

Ich kam nicht weit, denn bevor ich das Schlafzimmer meiner Eltern erreichte, hatte er mich eingeholt, gepackt und mit seinen viel stärkeren Armen an die Wand gedrückt. Panisch trat ich nach ihm und schrie um Hilfe, doch er lachte nur.

„Erspare dir das, Zwerg. Es wird dir keiner mehr zur Hilfe kommen“, seine Augen funkelten wieder bedrohlich rot und ich konnte meinen Blick nicht von ihnen abwenden. Hypnotisiert hörte ich auf ihn zu treten und ließ meinen Kopf zur Seite sinken, wie es zuvor meine Schwester auch getan hatte und ich spürte einen stechenden Schmerz, als er mir in den Hals biss. Eine Stimme in mir schrie mich an und riss mich damit aus meiner Starre. Damals wusste ich nicht, wieso das funktioniert hatte und auch nicht, was das für eine Stimme war, und selbst heute habe ich nur eine Vermutung, wer mit mir da gesprochen hatte, doch dazu ebenfalls später mehr.

Erneut trat ich nach dem Fremden und traf ihn dieses Mal im Schritt, woraufhin er abrupt von mir abließ und ich zu Boden fiel.

Ich zögerte nicht, sondern rappelte mich auf, während er sich fluchend krümmte, und rannte ins Schlafzimmer meiner Eltern, weil ich dort Schutz erhoffte.

Der Raum war dunkel, doch ich konnte dank des wenigen Lichts, welches noch durch die Fenster schien, die beiden Körper sehen, die da auf dem Boden regungslos lagen und um die sich dunkle Pfützen gebildet hatten. Deshalb waren sie nicht gekommen. Meine Eltern waren tot oder zumindest regten sie sich nicht.

Schockiert kniete ich neben dem reglosen Körper meiner Mutter und weinte. In diesem Moment wusste ich nicht mehr, was ich tun sollte. Selbst weglaufen schien mir einfach nur noch unsinnig. Er würde mich doch nur einholen.

Ich hörte den Fremden hinter mir den Raum betreten, aber ich drehte mich nicht um zu ihm. Ich wusste ganz genau, dass es jetzt vorbei war für mich, und das förderte meine Angst nur noch mehr, die ich hatte. Ich wünschte mir, dass dies nur ein Alptraum war.

„Das war gerade durchaus interessant. Du bist wohl kein normaler Menschenjunge, wie ich dachte. Dein Blut schmeckt zumindest nicht danach“, sagte er, doch immer noch wandte ich mich nicht um, „Schade, dass ich dich jetzt trotzdem töten werde. Ich kann nämlich keine Zeugen gebrauchen.“

Er lachte und ich stand auf.

„Aber ich verstehe das nicht. Warum hast du uns das angetan?“, fragte ich und drehte mich nun doch um. Ich wusste, dass ich sicher sterben würde, aber zumindest wollte ich wissen, warum.

„Was interessiert es dich?“, erwiderte er und trat höhnisch grinsend näher, „Du wirst jetzt ohnehin sterben und damit auch die Antwort auf diese Frage mit in dein Grab nehmen.“

Ich wich zurück von ihm und überlegte, was ich noch tun konnte.

Seine Augen funkelten wieder rot, doch dieses Mal vermied ich es, sie anzusehen. Noch einmal würde ich mich nicht hypnotisieren lassen, schwor ich...

Erscheint lt. Verlag 5.12.2022
Reihe/Serie Lily of the Valley
Lily of the Valley
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Adoption • All Age Fantasy-Roman Vampir • Bücher für Fans von Vampirgeschichten • Coming of Age • Coming-of-Age-Romane • dark fantasy book • eintauchen • Fantasyabenteuer für Erwachsene • Fantasy-Romabe starker Held • Fantasy Roman Mysteriös • found family • Freundschaft • Freundschaftsroman Paranormal • gedankenlesen • Geheimnisse • Gruselroman Untote • Horrorroman • Intrigen • Intrigen und Verrat • Leben • Lebensgeschichte Vampir • Macht und Blut • magische Kreaturen • Magische Wesen • Mord • Mystery, Thriller & Spannung • Pageturner • Phantastik Unheimliches • Phantastische Literatur • Science Fiction & Fantasy - Vampirromane • Überlebenskampf Survival • Unsterblichkeit • Unsterblichkeit Fantasy Abenteuer • Vampirbuch packend • Vampire • Vampire King • Vampirkönig • Vampirroman • Verwandlung
ISBN-10 3-7568-9586-6 / 3756895866
ISBN-13 978-3-7568-9586-1 / 9783756895861
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