Sinnliches Spiel in Atlanta (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-1542-9 (ISBN)
'Was zur Hölle willst du denn hier?' Mit allem hat die schöne Sängerin Porscha nach ihrem Auftritt im Footballstadion von Atlanta gerechnet - nur nicht mit ihrem Ex-Lover Xavier Lockett! Genauso arrogant wie damals steht der Sportmoderator vor ihr. Und genauso umwerfend sexy! Porscha hat sich geschworen, sich nie wieder auf ihn einzulassen. Viel zu schmerzhaft war das Ende ihrer Affäre in einer Zeit, als sie beide verzweifelt und schutzlos waren. Aber Xavier glaubt offenbar, dass das sinnliche Spiel zwischen ihnen noch längst nicht abgepfiffen ist ...
<p>Yahrah St. John hat bereits dreißig Bücher geschrieben. Wenn sie nicht gerade zu Hause an einer ihrer feurigen Liebesgeschichten mit unwiderstehlichen Helden und temperamentvollen Heldinnen arbeitet und sie mit einem Schuss Familientragödie würzt, kocht sie gern aufwändige kulinarische Leckereien oder reist auf der Suche nach neuen Abenteuern um die Welt. St. John ist Mitglied der Romance Writers of America. Weitere Informationen finden Sie auf www.yahrahstjohn.com.</p>
1. KAPITEL
Sechs Monate später
„Schön, dass du dich auch noch zu uns gesellst, Xavier“, sagte Vincent Chandler, der Produzent von Atlanta Sports Night, als Xavier montags in einem königsblauen T-Shirt und dunklen Jeans in das bereits laufende Meeting geschlendert kam.
Xavier warf einen Blick auf seine Rolex. „Tut mir leid, aber bin ich zu spät? Das Meeting fängt doch immer um zehn an.“
„Ich habe es auf halb zehn vorverlegt“, erwiderte Vincent. „Und das wüsstest du auch, wenn du deine Nachrichten lesen würdest.“
Xavier verdrehte die Augen. Er konnte gut darauf verzichten, dass Vincent ihn so langmachte. Schließlich war er längst nicht mehr der unerfahrene Neuling wie damals, als er vor ein paar Jahren hier anfing. Natürlich hatte er eine Weile gebraucht, um sich zurechtzufinden. Davor war es sein Job gewesen zu spielen, nicht das Spiel zu kommentieren.
„Tut mir leid“, sagte er beiläufig und setzte sich neben Marcus Elliot, seinen Partner bei der Sendung.
„Lange Nacht gehabt?“, wollte Marcus wissen.
„Das kannst du laut sagen“, erwiderte Xavier. Er hatte die Nacht mit einer gewissen anmutigen R&B Sängerin verbracht.
„Zusätzlich zu deinen Kommentaren“, verkündete Vincent gerade, „möchten wir, dass du ein Hintergrund-Interview mit De’Sean Jones machst.“
„Warum ich?“, wollte Xavier wissen. Er war nicht der erfahrenste Sportjournalist des Senders und fragte sich, warum sie ihm und nicht Marcus das Interview mit dem aufstrebenden Liga-Neuling gaben.
„Weil du weißt, wie er sich fühlt“, erwiderte Vincent. „Du hast die Heisman Trophy gewonnen.“
Erinnere mich nicht daran, dachte Xavier.
Er gab sich die größte Mühe, diese glorreichen Zeiten, die niemals wiederkehren würden, hinter sich zu lassen, doch Vincent machte ihm das nicht leicht. „Ich finde, Marcus wäre besser geeignet.“ Xavier wusste, dass solche Interviews seiner Karriere nutzten, doch er war sich immer noch nicht sicher, ob der Sportjournalismus das Richtige für ihn war oder ob er nur seinem Vater zuliebe damit angefangen hatte.
„Der Sender möchte ein bisschen Abwechslung“, erklärte Vincent. „Sie wollen eine frische Perspektive und halten dich für den perfekten Kandidaten.“
„Das bezweifle ich“, erwiderte Xavier trocken.
„Das war keine Bitte.“
Xavier starrte seinen Chef wütend an. Vincent hatte ihn von Anfang an auf dem Kieker gehabt. Gerüchten zufolge hatte er damals bereits einen eigenen Kandidaten für die Stelle gehabt, dann jedoch Xavier nehmen müssen, da dessen Vater mit dem Chef von ASN befreundet war.
„Na schön. Wo und wann?“
Später kam Marcus an Xaviers Schreibtisch vorbei. „Mach dir keine Gedanken, Xavier, ich helfe dir. Schließlich habe ich schon unzählige Interviews gemacht.“
„Ich weiß, aber eigentlich wäre das hier dein Ding gewesen.“
Marcus zuckte nur die Achseln. „So etwas kommt vor.“
„Aber es ist nicht fair. Du hast eine Menge zum Erfolg des Senders beigetragen.“
„Mag sein. Doch wenn du dich in diesem Business halten willst, solltest du niemanden verärgern und nach deren Regeln spielen. Du kommst gut an. Mach dir das zunutze.“
Nachdem Marcus weg war, dachte Xavier über den Ratschlag nach. Vielleicht ging er das Ganze einfach nur falsch an. Es hatte ihn immer gestört, dass sein Vater ihm dabei geholfen hatte, den Job zu bekommen. Xavier brauchte niemanden, der seine Kämpfe ausfocht. Doch nun, da er beim Sender Erfolg hatte, konnte er seine Popularität nutzen, um seine wohltätigen Projekte voranzubringen.
„Ja, Porscha, genau so“, rief der Fotograf, und sie hielt ihr Gesicht weiter in den Luftstrom der Windmaschine, damit ihr seidiges Haar sie wie eine Wolke umwehte. „Jetzt gib mir ein bisschen mehr sexy. Zieh einen kleinen Schmollmund.“
Porscha beugte sich vor und versuchte, ihr Unbehagen auszublenden. Sie bewegte sich so, wie man es ihr sagte, und war nichts weiter als eine Leinwand, auf die andere ein Wunschbild von ihr projizierten. Doch so lief das nun mal. Das Foto-Shooting war für das Cover des Soundtracks zu dem neuen Film mit Ryan Mills. Sobald der Film angelaufen war, würde Porschas Gesicht sicherlich auf sämtlichen Magazin-Titelseiten in den Staaten erscheinen. Schließlich war Ryan extrem beliebt.
Um in Stimmung zu kommen, tagträumte Porscha davon, wie Xavier sie in der Nacht zuvor an die Wand gedrängt und im Stehen geliebt hatte. Sie konnte seiner überwältigenden, animalischen Anziehungskraft einfach nicht widerstehen und hatte hemmungslos genossen, wie er ihr mit seinem muskulösen, nackten Körper unendliche Lust bereitete.
„Oh, ja, Porscha, das machst du super. Ja, genau so!“
Eine halbe Stunde später waren die Aufnahmen im Kasten, und ihre persönliche Assistentin Erin Connell legte ihr einen flauschigen Bademantel um die Schulter. Porscha bedankte sich.
Erin war eine liebenswerte junge Marketing-Absolventin, die sich um den Job bei ihr beworben hatte, um Fuß im Entertainment-Business zu fassen. Porscha hatte sie auf Anhieb gemocht und sie nach dem üblichen Background-Check direkt engagiert.
Die beiden Frauen gingen zu Porschas Garderobe.
Seit sie und Xavier ihre Affäre wiederbelebt hatten, flog sie ständig zwischen Los Angeles und Atlanta hin und her. Sie sagte ihrer Mutter, es sei wegen des Soundtracks, und das stimmte sogar teilweise. Auf ihre Bitte hin hatte das Plattenlabel einen großartigen Produzenten in Atlanta gefunden, der mit ihr an dem Soundtrack arbeitete, doch die Aufnahmen waren längst beendet. Das Foto-Shooting fand nur wegen Xavier in Atlanta statt – sie konnte einfach nicht genug von ihm bekommen.
„Was steht als Nächstes an?“, erkundigte sie sich bei Erin.
„Noch ein Auftritt bei einem Radiosender, und das war es dann.“
In ihrer Garderobe begann Porscha sofort damit, sich auszuziehen, obwohl außer ihrer Assistentin auch noch ihre Mutter, ihre Modestylistin Rachel Simone und ihre Haar- und Make-up-Spezialistin Kristen Love anwesend waren. Sie hatte längst aufgehört, so zu tun, als besäße sie auch nur einen Funken Privatsphäre. Diese Leute gehörten zu ihrem Glam-Team, das dafür sorgte, dass sie immer gut aussah. Am Anfang ihrer Karriere waren ein paar wenig schmeichelhafte Fotos von ihr im Umlauf gewesen. Porscha hatte daraus gelernt und ging inzwischen nicht mehr aus dem Haus, wenn sie nicht absolut fabelhaft aussah.
Sie schaute Rachel an. „Hast du schon ein Kleid für die BET Awards?“ Porscha würde zu der Preisverleihung gehen, der ersten von vielen bis zu den Grammys.
„Nein, aber ich arbeite an der Auswahl“, erwiderte Rachel. Die blauäugige Blondine besaß einen genialen Mode-Geschmack.
„Das Outfit ist wichtig“, bemerkte Diane, die auf ihrem Handy herumtippte. „Wir wollen, dass die Leute darüber reden.“
„Ja, natürlich, Ms Childs.“ Rachel kannte den hohen Anspruch von Porschas Mutter.
„So wichtig ist es nun auch wieder nicht“, wiegelte Porscha ab.
Sie machte sich viel mehr Gedanken über ihre Leistung in ihrem ersten Film. Sie wusste, dass einige berühmte Schauspielerinnen scharf auf die weibliche Hauptrolle gewesen waren, sich der Regisseur aber letztlich für Porscha entschieden hatte, die ein Neuling in der Branche war. Da sie unbedingt abliefern wollte, hatte sie Schauspielunterricht genommen.
„Machst du dir Sorgen wegen des Films?“, fragte Diane.
„Natürlich, Mama. Es ist meine erste Rolle. Was, wenn sie mich furchtbar finden?“
Zwischen Porscha und der Presse bestand eine Art Hass-Liebe, denn sie gab den negativen Schlagzeilen eine Mitschuld an ihrer Depression.
„Ich bin sicher, dass du das großartig machen wirst.“
Porscha lachte. „Das musst du auch sagen. Du bist schließlich meine Mutter.“
„Doch wir müssen dafür sorgen, dass du in aller Munde bleibst“, fuhr Diane fort. „Dieser Film könnte bei dir das Gleiche bewirken wie Bodyguard bei Whitney Houston.“
„Das sind ganz schön große Fußstapfen, und ich bezweifle, dass die irgendjemand füllen könnte“, widersprach Porscha.
„Sei nicht so negativ. Ich habe dich nicht zum Aufgeben erzogen. Du musst einfach immer besser werden und das nächste Level erreichen.“
„Wie viele Ebenen gibt es denn bei diesem Spiel?“ Porscha seufzte. „Ich bin erschöpft und komme mir vor wie in einem sehr langen Super-Mario-Spiel. Wann erreiche ich das Ende?“
„Wenn du nicht mehr gefragt bist, Schätzchen“, antwortete ihre Mutter. „Wenn die Leute deine Musik nichit mehr kaufen. Dein drittes Album hat deine Karriere wiederbelebt, und jetzt kommt noch der Soundtrack dazu. Du musst diese Welle mitnehmen. Maybelline und L’Oréal haben uns nicht ohne Grund die Tür eingerannt. Und nächstes Jahr kommt dein neuer Duft heraus. Wir müssen deine Marke breiter aufstellen. Dann kannst du auch dann noch mitmischen und bleibst obenauf, wenn ein Karrierezweig nicht mehr so gut läuft.“
Porscha fragte sich, ob es nicht in Wahrheit vor allem darum ging, dass Diane Childs obenauf blieb. Seit ihre Mutter entdeckt hatte, dass ihre Tochter singen konnte, hatte Porscha alle Rechnungen bezahlt. Sämtliche Preisgelder wurden für später zurückgelegt, zumindest behauptete Diane das. Doch bis zu ihrem achtzehnten Geburtstag sah Porscha kaum etwas von den Einnahmen. Schließlich suchte sie sich mithilfe ihres Plattenlabels einen Anwalt und...
| Erscheint lt. Verlag | 3.1.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Baccara | Baccara |
| Übersetzer | Johanna Lewes |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Atlanta • Autor • Belletristik • beste • Buch • bücher für frauen • Cora • cora baccara • cora bücher • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • Deutsch • eBook • Ebook Erotik • ebook liebesroman • Erfolgsautor • Erotik • Erotik Literatur • Erotik Roman • erotische • Erotischer Liebesroman • erwachsenenromanze • Footballstadion • Frauenroman • gefühlvolle • Geschichte • Geschichten • leidenschaftlich • Liebesgeschichte • Liebesroman • Locketts of Tuxedo Park • Moderne • Musik • Profisport • Roman • Romantische Bücher • Romanze • Sängerin • Sport • Sportjournalismus • Sportmoderator • Sportromanze • Top • Top-Titel • Unterhaltung • wiedersehensromanze • Zeitgenössische • zweite-chance-romanze |
| ISBN-10 | 3-7515-1542-9 / 3751515429 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-1542-9 / 9783751515429 |
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