Mit dem Auto durch die Zeit Band 1 (eBook)
392 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-7469-9492-5 (ISBN)
Dr. Max. S. Justice ist mit Leistungssport groß geworden. Leistung, Eigenmotivation, Spielregeln und Fair Play sind bis heute zentrale Begriffe. Nach Maschinenbaustudium und Promotion hat er viele Jahre als Technischer Leiter und Werkleiter des Stammwerkes eines internationalen Konzerns gearbeitet und eine sehr klare Sicht. Heute arbeitet er als selbständiger Unternehmensberater und Trainer und erlebt Erstaunliches. Das Zusammenspiel der Menschen ist in der Berufswelt der Erfolgsfaktor Nummer 1. Deshalb sind ein positives Menschenbild, Menschenkenntnis, eine vernünftige Zusammenarbeit und eine faire Unternehmenskultur wichtig. Erfolgsfaktor Mensch. In der Freizeit umgibt sich jeder mit seinen Lieben. Spaßfaktor Mensch. Erlebnisse mit Menschen, in Beruf und Freizeit, machen unser Leben aus. Erlebnisfaktor Mensch. Im Urlaub, auf Reisen, beim Autofahren, überall gibt es schöne Erlebnisse und Erinnerungen, aber auch Ärger-Geschichten und jeder kann viel über seine Mit-Menschen lernen, ihr Verhalten, ihre Tricks und ihre Vorlieben. Wer sich für seine Mit-Menschen interessiert, wird Freude an diesen Büchern haben. Deshalb schreibt der Autor diese Insider-Geschichten.
Dr. Max. S. Justice ist mit Leistungssport groß geworden. Leistung, Eigenmotivation, Spielregeln und Fair Play sind bis heute zentrale Begriffe. Nach Maschinenbaustudium und Promotion hat er viele Jahre als Technischer Leiter und Werkleiter des Stammwerkes eines internationalen Konzerns gearbeitet und eine sehr klare Sicht. Heute arbeitet er als selbständiger Unternehmensberater und Trainer und erlebt Erstaunliches. Das Zusammenspiel der Menschen ist in der Berufswelt der Erfolgsfaktor Nummer 1. Deshalb sind ein positives Menschenbild, Menschenkenntnis, eine vernünftige Zusammenarbeit und eine faire Unternehmenskultur wichtig. Erfolgsfaktor Mensch. In der Freizeit umgibt sich jeder mit seinen Lieben. Spaßfaktor Mensch. Erlebnisse mit Menschen, in Beruf und Freizeit, machen unser Leben aus. Erlebnisfaktor Mensch. Im Urlaub, auf Reisen, beim Autofahren, überall gibt es schöne Erlebnisse und Erinnerungen, aber auch Ärger-Geschichten und jeder kann viel über seine Mit-Menschen lernen, ihr Verhalten, ihre Tricks und ihre Vorlieben. Wer sich für seine Mit-Menschen interessiert, wird Freude an diesen Büchern haben. Deshalb schreibt der Autor diese Insider-Geschichten.
Teil 2: Mein 1. neuer BMW, Audi für Madame und der 1. Mercedes
2002
Der Euro ist da
Der Euro war mit dem neuen Jahr nun auch physisch da, nicht nur als Buchgeld, wie seit bereits drei Jahren. Ab Mitternacht, seit Anbeginn des Jahres kostete in Deutschland alles etwas mehr als die Hälfte. Die alten Preise geteilt durch rund 1,956. Statt der Deutschen Mark galt nun der Euro. Mehr als 300 Millionen Menschen in Europa hatten den Euro jetzt in der Tasche. Das hatte es seit Karl dem Großen vor 1150 Jahren mit seiner Münzreform und dem Silberdenar nicht mehr gegeben.
Bis Ende Februar durfte man in Deutschland in jedem Geschäft parallel mit DM und Euro bezahlen. Danach warf man eine noch übrig gebliebene Mark in einen See und wünschte sich was, oder brachte, ganz unromantisch, die Reste einer ab dem 1. März nicht mehr als Zahlungsmittel gültigen Währung zu einem Geldinstitut zum Umtauschen. Das blieb jedem selbst überlassen.
Das Wort Teuro wurde Wort des Jahres 2002 und schlug sogar noch den Pisa-Schock und die Jahrtausendflut, die auf den Plätzen 2 und 3 dieses speziellen Rankings folgten.
Der Teuro drückte aus, was viele dachten, auch wenn sich auf Deutschland allein fokussiert kein überproportionaler Anstieg der Inflationsrate feststellen ließ. Statistische Daten sind eine Sache. Werden sie seriös erhoben, sind sie nicht anzuzweifeln. Die persönliche, ganz individuelle Erlebnis-Kette aus zahlreichen eigenen Momentaufnahmen ist ein anderes Ding. Die verführerische Psychologie der Einführung des Euro, war das Teilen der Preise durch 2. Die kleineren Beträge suggerierten unausgesprochen ein günstiges Angebot.
Der Wechsel hin zu kleineren Zahlen, denn andersherum hätte es nicht funktioniert, war definitiv das Beste, was zumindest der Gastronomie je passiert ist. Binnen 5 bis 7 Jahren, je nach Offensivität, das heißt der Gier des Wirtes, hatten sich die Preise real verdoppelt. So einen forschen Anstieg hat niemand je auf seiner eigenen Gehaltsabrechnung. Etwas hübscher gesagt waren die Speisekarten mit den Zahlen, den Beträgen, der scheidenden DM-Ära nach kurzen Jahren wieder voll einsetzbar.
Bereits am 3. Januar war ich DM-frei.
Liegen geblieben
Samstagmorgen, 2.2., starteten wir um 9.30 Uhr mit dem Wagen nach Süden. Wir wollten nach Bad Homburg, um Urlaubsfreunde zu besuchen. Die Fahrt lief 1a und nach 2,5 Stunden und 360 km lösten wir in finaler Parkposition bei abgeschaltetem Motor die Sicherheitsgurte. Nach einem langem Spaziergang und anschließendem spätem gemeinsamen Frühstück ging es Sonntag, 13.40 Uhr, auf den Rückweg. Es war typischer Sonntagnachmittag-Verkehr mit vielen Pkws, aber ohne Laster, wie schön. Alles war im Fluss. Wir waren auf der A7.
Die Temperaturanzeige des Motorkühlwassers ging hoch und höher. Glücklicherweise kam rechts neben der Autobahn ein Forstweg, in den wir reinfahren konnten, um dann anzuhalten. Das war sicherer als der Standstreifen, auch wenn noch keine Lkw wieder unterwegs waren, die einen im Sekundenschlaf und in Sekunden von der Standspur wegputzen konnten.
Wer je an einer gut frequentierten Autobahn liegen geblieben ist weiß, wie hilflos man sich dann fühlt, und welchen Lärm die vorbeifahrenden Autos verursachen. Die Wahrnehmung ist gänzlich verändert gegenüber dem eigenen Mitfahren im Verkehr. Fokussiert man sein Gehör auf ein einzelnes Fahrzeug, kann man den sogenannten Doppler-Effekt hören, die physikalische Variante mit ortsfestem Beobachter. Der Schall eines heranbrausenden Autos klingt höherfrequent, als der des von einem wegfahrenden Autos. Aber akustische Überlegungen standen nicht im Vordergrund. Ein dicker Kühlschlauch war defekt und die Wasserpumpe fest, wie sich später herausstellte.
Der ADAC Abschleppdienst kam nach einer guten halben Stunde. Gut, dass wir Huckepack hinten drauf konnten, denn längere Abschleppfahrten mochte das Automatikgetriebe gar nicht. Der ADAC Mann fuhr uns nach Bad Hersfeld. Dort in der Nähe war es passiert. Wir versuchten vor Ort ein Upgrade auf die Beitrags-Variante der Mitgliedschaft, die einen kompletten Heimtransport mit einschließt. Dies wurde uns leider verwehrt. Die Zeiten, in denen der ADAC Liegenbleiber gratis behandelte, wenn sie spontan dem Club beitraten, waren wohl vorbei. Dennoch sind wir seitdem ADAC Plus Mitglieder. Das gibt einem eine gewisse Sicherheit.
Der dann folgende Rest war ziemliches Theater. Sonntagnachmittag ist verständlicherweise an allen arbeitenden Stellen personelle Sparflamme. Wir liehen uns von Europe-Car einen Kleinwagen und versuchten ihn nahe Hannover, an der uns genannten Adresse, wieder zurückzugeben. Wir suchten eine Zeit lang. Es gab hier keine Europe-Car Station oder wir sahen sie im Dunkeln nicht. Schließlich brachen wir ab, denn wir wollten endlich nach Hause. Um 20.30 Uhr waren wir nach bald 7 Stunden Abenteuertour da.
Am nächsten Tag erfuhren wir, dass nicht wir zu dumm gewesen waren, in der Dunkelheit des Sonntagabends die richtige Lokation zu finden, sondern der Mitarbeiter von Europe-Car in Bad Hersfeld. Er hatte uns zu einer nicht mehr existenten Zweigstelle geschickt. Diese war vor Jahren geschlossen worden. Wir brachten das Leih-Auto am Montag zum Flughafen und weigerten uns, die für diese Strecke gefahrenen Kilometer auch noch zu bezahlen. Nach einem Schriftwechsel mit Entscheidern von Europe-Car, teilte die Leih-Auto-Firma unsere Meinung.
Dienstagnachmittag fand die Geschichte ihre Fortsetzung. Ich hatte mit der BMW Werkstatt in Bad Hersfeld telefoniert, wo mein Auto seit Sonntag stand. Die Wasserpumpe und die Schläuche des Kühlsystems waren vollständig erneuert worden. Ich konnte den Wagen abholen.
Also hieß es zuerst mit Öffis zu starten, mit der Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof Hannover, mit einem Interregio bis Göttingen und mit einem Regionalexpress nach Bad Hersfeld. Über den Namen Regionalexpress schmunzele ich immer. In den 1980ern hieß der Silberling Nahverkehrszug, was doch viel treffender ist. Eben der Zug für den Nahverkehr, für kurze Streckenintervalle mit häufigen Stopps. Aber wir sind schon in den Zeiten der schickeren Namen für oftmals unveränderte Dinge oder Abläufe angekommen. Dieser Inter-Tree war an diesem Dienstag mein letztes öffentliches Verkehrsmittel.
Ich nutzte die Gelegenheit bei BMW mir das sexy Z3 Coupé noch einmal anzusehen. 323.- € hatte ich zum Auslösen meines fast 11jährigen 535i mit 125.000 km auf dem Zähler zu bezahlen. Ich fuhr in aller Ruhe die 220 km mit meinem geliebten BMW wieder nach Hannover. Der angezeigte Verbrauchswert von 9,6 l/100 km war für den Wagen gut. Es entsprach exakt der offiziellen BMW-Verbrauchsangabe für Tempo 120 km/h.
In Hannover angekommen, fuhr ich gleich wieder in eine Werkstatt, in eine kleine unabhängige, nicht zu BMW. Der bereits vorher geplante Tausch der Flüssigkeiten und Filter mit anschließender Dekra Hauptuntersuchung und Abgassonderuntersuchung stand an. Es kamen für alles nochmal 318,15 € hinzu, eine teure Autowoche.
Auf dem Dekra Dokument vom 7.2.2002 stand zu lesen:
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
Ihr Fahrzeug ist ohne erkennbare Mängel.
Die Plakette wurde zugeteilt und angebracht.
Die nächste Hauptuntersuchung ist fällig im Februar 2004.
Ihr Prüfingenieur
Dipl.-Ing. xy
Ich ergänzte gedanklich, dass es wohl hoffentlich auch keine nicht erkennbaren Mängel gäbe, denn schließlich hatte ich gerade massiv in den 5er investiert. Die Hauptuntersuchung kostete damals 43,06 €, was 84,22 DM entsprach. So war es darunter ausgedruckt.
Autourlaub, Toskana
Es war Donnerstag, 11.4.2002, 9.35 Uhr. Sieben Monate waren seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York vergangen. Der Tunesier Nisar Nawar raste mit einem Lastwagen, der mit 5.000 Litern Flüssiggas gefüllt war, in die Ghriba-Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba. 21 Menschen starben, 14 Deutsche, 2 Franzosen und 5 Tunesier.
Wir waren froh über unseren im letzten September gefassten Beschluss, dieses Jahr nicht in den Urlaub zu fliegen, sondern mit dem Auto zu fahren. Wir wollten in die Toskana. Die Aussagen vieler Leute in der Firma und auch in unserem privaten Umfeld über die norditalienische Landschaft waren so positiv, dass wir neugierig geworden waren und uns selbst einen Eindruck verschaffen wollten.
Montagmorgen, 15.4., fuhren wir um 8.00 Uhr los. Nach 10,5 Stunden ruhiger Fahrt und fast 1.100 km waren wir am Gardasee, am Nordufer, in Riva del Garda. Es waren keine 10°C und es regnete leicht. Am Brenner war die Temperatur bis auf 0°C runtergegangen und es gab Schneeregen. Selbstverständlich hatte ich vorher die Sommerräder wieder montiert. Es ging doch in den Frühling, in die Toskana, wer will da mit Winterreifen rumfahren. Also galt es auf den 255igern moderat über den Brennero zu fahren.
Der Ort Riva schien noch zu schlafen. Der Eindruck wurde durch das graue Wetter verstärkt. Mehr als die Hälfte der zahlreichen...
| Erscheint lt. Verlag | 14.11.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Mit dem Auto durch die Zeit | Mit dem Auto durch die Zeit |
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur |
| Sonstiges ► Geschenkbücher | |
| Schlagworte | Ärger mit Autos • armer kunde • Autobahn Staus • Auto fahren • Auto Geschichten • Auto kaufen • auto liebhaber • Auto Reisen • Auto und Werkstatt • Auto Urlaub • Autoverkäufer • BMW kaufen • Mercedes kaufen • Reiseabenteuer |
| ISBN-10 | 3-7469-9492-6 / 3746994926 |
| ISBN-13 | 978-3-7469-9492-5 / 9783746994925 |
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