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Perry Rhodan Neo 291: Verrat am Imperium (eBook)

eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
160 Seiten
PERRY RHODAN digital (Verlag)
978-3-8453-5491-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Perry Rhodan Neo 291: Verrat am Imperium -  Ruben Wickenhäuser
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Vor sieben Jahrzehnten ist Perry Rhodan auf Außerirdische getroffen. Danach ist die Menschheit zu den Sternen aufgebrochen und hat fremde Welten besiedelt, ist aber auch in kosmische Konflikte verwickelt worden. Seit sechs Jahren umkreisen Erde und Mond eine fremde Sonne. Die Gewaltherrschaft des Kriegsherrn Leticron auf den von Menschen besiedelten Planeten ist immerhin beendet. Aber der Überschwere hat sich nur vorübergehend ins arkonidische Imperium zurückgezogen und hegt neue Eroberungspläne. Während Rhodan auf Rumal, einer terranischen Kolonie, einen Biowaffenangriff abgewehrt hat, gibt es im Solsystem Alarm. Ein fremdes Raumschiff nimmt Kurs auf den Mars. Zugleich erkunden Atlan und Mirona Thetin die Lage im Sternenreich der Arkoniden. Dort erhalten sie eine Information über den gestürzten Imperator Gonozal VII. Auf der Suche nach ihm entdecken sie: Mächtige Kräfte planen den VERRAT AM IMPERIUM ...

2.

Retten oder vernichten?

 

Nachdem sie nah genug herangekommen waren, ließen sich Details des Schiffs erkennen. Reginald Bull markierte im Ortungsholo verschiedene Areale auf dem Rumpf, die teilweise verfärbt, teilweise wie zerrissen aussahen. »Sind das Kampfspuren?«

»Das ist korrekt«, bestätigte die Ortungschefin. »Einschläge schwerer Energiewaffen, Schäden von zu spät abgefangenen Raumtorpedos, die Positronik analysiert noch.«

»Und noch immer keine Antwort auf unsere Rufe?«

»Nein. Wir versuchen es auf allen gängigen Frequenzen. Theoretisch müssten wir mittlerweile auch von den Anzugfunkgeräten der Besatzung empfangen werden können.«

»Die Entfernung des Objekts zum Mars verringert sich weiter«, sagte Kommandant Kasom. »Die Triebwerke sind weiterhin tot, dabei müsste die Walze bei ihrem Tempo längst mit dem Bremsmanöver begonnen haben.«

»Ich habe die Entscheidung des Rats«, ließ sich Michelsen vernehmen. »Das Schiff muss vernichtet werden, ehe es eine kritische Distanz erreicht. Du hast die Freigabe für den Abschuss.«

»Das ist ein verdammtes Wrack«, wandte Bull ein. »Wer weiß, vielleicht sind da noch Leute drin, die sich nur nicht bemerkbar machen können!«

»Reginald!«

»Schon gut. Ich sehe ja ein, dass die Sicherheit des Mars vorgeht. Aber noch ist es nicht so weit.«

»Damit machst du einen Haufen Leute ziemlich nervös.«

»Die können mir den Buckel runterrutschen. Solange es eine Chance gibt, dass wir die Situation ohne Geballer lösen können, werden wir das tun. Wenn nicht ... dann muss es natürlich sein.«

»Das gebe ich so weiter«, sagte Michelsen ernst. Bull meinte einen anerkennenden Blick von ihr aufzufangen, ehe er sich wieder den Kontrollen zuwandte.

»Können wir ein Enterkommando übersetzen?«, fragte er.

Melbar Kasom prüfte einige Anzeigen. »Das Zeitfenster ist sehr klein. Falls es zu Komplikationen kommt, laufen wir Gefahr, uns zwischen der Rückholung unserer Leute und dem Abschuss entscheiden zu müssen. Korvetten sind aber bereit zum Ausschleusen.«

»Raus mit ihnen! Können wir die Walze vom Kurs abbringen?«

»Nicht mit Traktorstrahlen. Das hätte ungefähr die gleiche Wirkung, wie mit einem Strohhalm einen schwimmenden Baumstamm drehen zu wollen.«

»Und mit Schockwellen von Explosionen, um es wegzustoßen, zerreißt es vermutlich das Wrack«, ergänzte Bull. »Verstehe.«

»Bei unveränderter Geschwindigkeit erreicht die Feere die kritische Distanz in fünfzehn Minuten«, warnte Kasom. »Wir müssen rasch handeln.«

»Korvetten schleusen aus«, meldete eine Stimme von der Hangarkontrolle.

»Sir, wir messen eine Energiespitze in den Meilern der Walze!«, sagte die Ortungsoffizierin.

Bull reagierte. »Schutzschirm aktivieren! Werden drüben Waffensysteme hochgefahren?«

Die Antwort wurde der Ortungsoffizierin abgenommen. Die Reaktoren der Walze explodierten in einem grellen Blitz, die Feere brach auseinander, kleinere Energiespeicher platzten und überzogen den Rumpf mit Feuerblumen. Bull erschauderte. Unzählige Male hatte er schon Raumschiffe explodieren sehen, und jedes Mal war ein Mal zu viel gewesen. Wunder der Technik, Ergebnisse der Schaffenskraft denkender und fühlender Wesen, Höhepunkte jahrtausendelanger technischer Evolution und allzu oft auch eben jene denkenden und fühlenden Wesen selbst verschwanden binnen Augenblicken aus der Welt und hinterließen nur ausgeglühte Trümmer. All das vollzog sich in der gespenstischen Stille des Weltraums, mit nichts außer unwirklich erscheinenden Lichteffekten.

»Statusbericht!«, forderte Kasom.

»Keine Schäden«, meldete die Hauptpositronik der TERRANIA. »Schutzschirm bei hundert Prozent. Alle Korvetten voll einsatzbereit. Ausfall der Externsensoren für drei Komma fünf Sekunden aufgrund ungewöhnlicher elektromagnetischer Emission bei der Explosion, Ursache unbekannt.«

»Untersuchen Sie die Wrackteile!«, ordnete Bull an. »Vielleicht finden wir einen Flugschreiber oder Hinweise auf den Grund der Explosion.«

»Da wird die Überlastung der Energiemeiler infolge der Schäden am Schiff die Schuld tragen«, vermutete der Kommandant.

»Sehe ich auch so. Aber wir müssen sichergehen. Schon wegen des ganzen Papierkrams.« Allein der Gedanke an die Formalitäten, die ein solcher Zwischenfall nach sich zog, bereitete Bull Kopfschmerzen. Er ahnte, dass er in dieser Nacht keinen Deut besser würde schlafen können als in der vorigen.

»Da ist etwas!« Die Ortungsoffizierin schob Bull eine Holoanzeige zu.

Aus der rasend schnell expandierenden Trümmerwolke hatte sich ein kleines Objekt gelöst. Es beschleunigte mit aktivem Antrieb in Richtung Mars.

»Eine Rakete?«, fragte Bull.

Die Positronik übernahm die Antwort. »Das Objekt entspricht in seiner Bauweise einer Rettungskapsel der Gon-Mekara. Die Störungen durch die Havarie erschweren unseren Sensoren zwar die Arbeit, aber Lebenszeichen sind anmessbar. Sehr schwach und mit fünfundneunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit von nur einer Lebensform.«

»Ein Überschwerer?«

»Unklar. Bei ihren gegenwärtigen Beschleunigungswerten wird die Kapsel in zehn Minuten in die Marsatmosphäre eintreten und dort verglühen. Um das zu vermeiden, muss sie eigentlich spätestens in einer Minute Bremsschub geben.«

»Sechs Korvetten bleiben beim Trümmerfeld und suchen weiter. Alle anderen setzen der Rettungskapsel nach!« Bull verzog die Lippen. Sein Komarmband meldete sich.

Michelsens Gesicht erschien im Holo. »Der Marsrat wünscht eine Konferenzschaltung, Reginald. Sofort.«

Seufzend aktivierte er die entsprechende Funktion. Prompt tauchten die holografischen Köpfe der Exekutivkomiteemitglieder im Halbrund vor ihm auf.

»Sie haben die Walze zerstört, ausgezeichnet.« Gregoria Mamani wartete gar nicht erst darauf, ob Bull ihnen etwas zu sagen hatte. Die übrigen Versammelten musterten ihn ausdruckslos. »Es muss aber noch dieses Objekt beseitigt werden, das auf den Mars zufliegt!«

»Dieses Objekt ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine Rettungskapsel«, erwiderte Bull eisig. »Sie hat mindestens eine Person an Bord.«

»Worauf warten Sie dann noch? Haben Sie die Seuche auf Rumal vergessen? Die Überschweren wollen uns doch nur ein Abschiedsgeschenk unterschieben!«

»Sie verlangen ernsthaft, dass ich einen Schiffbrüchigen abschieße?«

»Es sind Überschwere. Haben Sie Hemmungen, Gon-Shial?«, stichelte Mamani.

»Das genügt, Frau Kollegin«, mischte sich Michelsen ein. »Es besteht keinerlei Anlass dazu, dem Protektor seine Vergangenheit vorzuwerfen. Er handelt im Einklang mit allgemein anerkanntem Raumfahrtrecht. Außerdem ist es nicht erwiesen, dass die Schiffsinsassen Überschwere sind.«

Mamani schnaubte. »Das Raumfahrtrecht sagt aber auch klar und deutlich aus, dass extraplanetare Gefahren, insbesondere wenn es sich um potenzielle biologische Waffen handelt, um jeden Preis von bewohnten Himmelskörpern fernzuhalten sind!«

»Es ist eine Rettungskapsel«, betonte Bull. »Selbst Ihre Annahme, dass das Schiff von Rumal stammt, ist reine Spekulation. Wir wissen nicht mehr als den wahrscheinlichen Herkunftskurs!«

»Es ist eine Gon-Mekara-Kapsel.« Der Blick der Marsrätin wurde lauernd. »Das allein sollte uns wohl genügen! Oder ist es genau umgekehrt, und Sie zögern, eben weil es ein Überschwerenobjekt ist?«

Bull sah, wie Michelsen ein unglückliches Gesicht machte. Er konnte sie nur zu gut verstehen: Seit bekannt geworden war, dass er und sie eine Beziehung hatten, war es für Stella schwierig geworden, für ihn einzutreten. Ihre Gegner schoben es sogleich ihren Sympathien zu. Gregoria Mamani war nur eine unter vielen, mit denen sich Michelsen in den Regierungsgremien und in der Öffentlichkeit herumschlagen musste. Mamanis Art war undiplomatisch, und sie war vermutlich sogar stolz darauf, hielt sich für rechtschaffen unbequem und hatte vermutlich eben deswegen ihren Sitz im Mars Council bekommen.

Bull wollte Stellas Hilfe aber gar nicht. Mamani würde ihn nicht umstimmen, ganz gleich, was sie ihm an den Kopf warf.

»Ich werde eine bemannte Rettungskapsel nicht allein aufgrund von Befürchtungen abschießen lassen!«, beschied er.

»Besteht die Möglichkeit, die Rettungskapsel mit einer Korvette zu bergen, ehe sie den Mars erreicht?«, fragte Michelsen.

»Leider nicht. Uns bleibt zu wenig Zeit, um die Geschwindigkeiten anzugleichen. Wir müssten die Kapsel so radikal abbremsen, dass der oder die Insassen das nicht überleben würden.«

»Es gibt Andruckabsorber!«, ließ sich Mamani vernehmen.

Bull seufzte. »Die gibt es, da haben Sie recht. Das Problem ist nur, solche Aggregate können kaputtgehen. Wir haben keine Ahnung, wie es um die Stabilität der Kapsel bestellt ist. Die Trägheitskräfte könnten die Kapsel zerquetschen, wenn wir sie gewaltsam abfangen.«

»Und bei einem Absturz auf dem Mars wäre die Überlebenschance höher?«, erkundigte sich Michelsen.

»Das nehme ich an. Wir müssen ihre Geschwindigkeit zwar trotzdem verringern, aber nur so weit, dass sie in der Atmosphäre nicht verglüht. Vorausgesetzt, die Notlandesysteme sind noch intakt, kann es klappen. Riegeln Sie die Absturzstelle ab, schicken Sie ein Rettungsteam in Schutzanzügen hin, und selbst wenn sich die Seuche an Bord befinden sollte, wird sie keine Gefahr für den Mars darstellen. Aber ich glaube nicht, dass dies der Fall ist.«

»Bist du dir absolut sicher?«, vergewisserte sich Michelsen.

»Sicher genug, dass mein Entschluss feststeht.«

»Sie dürfen das...

Erscheint lt. Verlag 10.11.2022
Reihe/Serie Perry Rhodan Neo
Perry Rhodan Neo
Verlagsort Rastatt
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Neo • Perry Rhodan • Perryversum • Science Fiction
ISBN-10 3-8453-5491-7 / 3845354917
ISBN-13 978-3-8453-5491-0 / 9783845354910
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