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Der unheimliche Weihnachtszirkus (eBook)

Fantasyroman

(Autor)

eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
194 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7541-9208-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Der unheimliche Weihnachtszirkus -  Tina Singh
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Alle halten Maxis Opa für verrückt weil er wirres Zeug redet und überall im Garten Knoblauch vergräbt. Je näher Weihnachten rückt umso schlimmer scheint Opas Zustand zu werden und selbst Maxi beginnt allmählich an Opas Verstand zu zweifeln. Doch eines Nachts vertraut sein Opa ihm ein uraltes Familiengeheimnis an das bis ins finstere Mittelalter zurückgeht: Demnach soll es sich um einen generationsübergreifenden Fluch handeln der die Familie alle 100 Jahre einholt, nämlich immer an Weihnachten und es sollen bereits schon etliche Vorfahren im Laufe der Geschichte auf mysteriöse Weise spurlos verschwunden sein! Laut Maxis Opa sind nun wieder die 100 Jahre vorbei und bald schon ist es Weihnachten... Wird es Maxi gelingen den Jahrhundertfluch diesmal noch rechtzeitig aufzuhalten?

Die Autorin die unter ihrem Pseudonym Tina Singh schreibt ist geborene Augsburgerin und Jahrgang 1981. Sie liebt es Fantasyromane für Kinder und Jugendliche zu verfassen, sie kocht gerne und hat eine Schwäche fürs Reisen.

Die Autorin die unter ihrem Pseudonym Tina Singh schreibt ist geborene Augsburgerin und Jahrgang 1981. Sie liebt es Fantasyromane für Kinder und Jugendliche zu verfassen, sie kocht gerne und hat eine Schwäche fürs Reisen.

Opa spinnt


 

Gott sei Dank war bald Weihnachten und dann hätte ich endlich mal wieder Ferien!

Allmählich wurde es echt total Zeit dafür.

Mir rauchte nämlich schon der Kopf von den vielen Schulaufgaben der letzten Wochen. Dieses Jahr war ich dreizehn geworden und erst seit kurzem besuchte ich die siebte Klasse, die im Vergleich zu meinen früheren Klassen alles andere als easy war! Mich wunderte es daher auch nicht großartig, dass ausgerechnet in der siebten Klasse immer wieder die meisten Leute sitzenbleiben. Auch ich war heute mal wieder ganz woanders mit meinem Kopf und hatte mich seit der vierten Schulstunde schon hirnmäßig ausgeklinkt. Verträumt gaffte ich lieber aus dem Klassenzimmerfenster. Dabei bemerkte ich, dass es gerade wieder zu schneien angefangen hatte. Mir kamen die vielen kleinen Schneeflocken vor wie Millionen von weißen Federn die wild in der Luft herumwirbelten. Neben mir saß Alex. Aber das war ja nichts Neues. Seit der ersten Klasse waren wir Banknachbarn geblieben und er war ja auch mein bester Freund. Genauso wie Opa.

Manche Dinge ändern sich eben nie.

Auch dass ich mir jedes Schuljahr immer einen Fensterplatz aussuche der möglichst weit hinten im Klassenzimmer ist. Da wird man nämlich nicht so schnell von den Lehrern beim Abschreiben oder Schwätzen erwischt…

Ja, manche Dinge ändern sich eben nie.

Andere Dinge leider eben schon: wir sind nämlich dieses Jahr umgezogen. Wir, das sind außer mir noch meine Eltern und meine kleine Schwester Mia. Wir wohnten jetzt mit unserem Opa zusammen in seinem großen Haus. Darum musste ich jetzt neuerdings auch mit dem Bus zur Schule fahren, was mich ziemlich nervte. Es regte mich wirklich auf, dass ich jetzt täglich eine Stunde früher aufstehen durfte um den blöden Bus zur Schule zu erwischen! Der kam nämlich nur stündlich und weil er so selten fuhr war er in der Früh ständig so dermaßen grottenvoll, dass ich nur selten einen Sitzplatz bekam und meist die ganze Fahrt lang stehen und mich von anderen Leuten herumschubsen lassen musste. Das kann einem wirklich ganz schön auf die Nerven gehen! Und dass alles nur weil Opas Haus sehr viel weiter von der Schule entfernt war als unsere frühere Mietwohnung. Trotzdem fand ich es eigentlich ja auch nicht schlecht, dass wir jetzt bei Opa wohnten.

Es war wirklich super Opa nun täglich zu sehen und immerhin musste ich mit meiner kleinen Schwester Mia nicht mehr ein gemeinsames Zimmer teilen. Denn das Haus meines Opas war groß genug, so dass jetzt jeder von uns ein eigenes Zimmer hatte. Ich schaute wieder aus dem Fenster. Mittlerweile hatte es aufgehört zu schneien. „Dein Opa ist aber schon etwas verrückt, oder?“ riss mein Freund Alex mich plötzlich aus den Gedanken und sah mich dabei etwas komisch von der Seite an.

„Wie kommst du denn darauf?“ entgegnete ich etwas beleidigt. Klar, mein Opa war in den letzten Jahren schon ziemlich alt geworden und sicherlich war er auch nicht mehr ganz der Hellste unter uns. Das war ja auch einer der Gründe gewesen warum wir zu ihm gezogen sind. Opa konnte sich also schon länger nicht mehr selbst um das riesige Haus und seinen Garten kümmern und musste neuerdings ziemlich oft zum Arzt. Darum kümmerte sich jetzt meine Mutter um ihn und da meine Eltern nun bei Opa ja auch keine Miete mehr bezahlen mussten hatten wir nun viel mehr Geld übrig und mussten nicht mehr so sparsam leben wie vor kurzem noch. Mittlerweile gab es auch zum Frühstück wieder die echten Kellog`s und nicht mehr diese Fake-Marke, die meine Mama sonst gekauft hatte. Daher kam es meinen Eltern sehr gelegen, dass Opa vorgeschlagen hatte doch zu ihm zu ziehen. Alex guckte mich immer noch ernst an. „Naja, du weißt schon wie ich das meine, Maxi!“ Ich sagte nichts darauf und zuckte nur mit den Schultern. Ja, ich ahnte schon was Alex damit meinte. Dass mein Opa langsam verrückt zu werden schien hörte ich von meinen Eltern mittlerweile ja oft genug.

Mich wunderte nur, dass Alex jetzt auch schon damit anfing meinen Opa für verrückt zu halten. Alex hatte mich nämlich mal am Wochenende besucht und blöderweise ausgerechnet genau dann bei uns geklingelt als mein Opa gerade mal wieder etwas wirr im Kopf zu sein schien. „Wir sind in Gefahr! Wir brauchen Knoblauch, viel mehr Knoblauch!“ hatte Opa immer wieder aufgeregt aus dem Fenster gerufen. „Aber Vater, du hast doch schon genug Knoblauch.“ hatte meine Mutter genervt zurückgerufen nachdem sie Alex die Tür geöffnet hatte. Doch Opa hatte nur energisch den Kopf geschüttelt. „Nein! Ihr versteht mich nicht! Wir brauchen noch mehr Knoblauch, viel mehr! Bald ist Weihnachten und sie kommen! Sie werden kommen und uns entführen!“ schrie mein Opa aus Leibeskräften als sei er völlig irre geworden. Da hatte meine Mutter seufzend die Augen verdreht und uns zugeflüstert, dass wir unseren Opa um Gottes Willen ja nicht ernst nehmen sollten. Alex hatte nur verwundert dabei zugeschaut wie mein Opa daraufhin beleidigt sein Fenster zugeschlagen hatte, aber er hatte mich wenigstens nicht darauf angesprochen. Ich weiß wirklich nicht genau seit wann Opa damit angefangen hatte auf einmal massenweisen Knoblauch in seinem Zimmer zu horten und ständig daran zu glauben, dass wir alle in Gefahr sein könnten. Aber ich dachte mir einfach, dass es eben damit zu tun hatte, dass Opa mittlerweile schon ziemlich alt war…

„Kommst du noch mit zu mir? Wir könnten doch wieder gemeinsam die Hausaufgaben machen und dann noch etwas zocken.“ schlug ich Alex nach der Schule vor.

„Warum nicht? Gute Idee.“ meinte Alex dazu. Er schrieb seiner Mutter noch eine kurze SMS um bei sich zu Hause Bescheid zu geben.

„Geht klar!“ sagte er dann und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zur Bushaltestelle.

„Ich glaube meine Mutter hat heute sicherlich wieder was Geiles gekocht! Dann essen wir erst einmal sobald wir da sind.“ meinte ich im Bus zu Alex. „Au ja, super! Mir knurrt eh schon der Magen.“ freute er sich.

Es war ja immerhin nicht das erste Mal, dass ich Alex zum Essen mitbrachte und meine Mutter kochte gerne größere Portionen auf Vorrat. Denn mit unserem Opa gab es manchmal Tage an denen sie nicht mehr dazu kam groß zu kochen und so reichte das Essen dann für alle noch einen Tag länger aus.

Doch als wir Zuhause ankamen lief es dann doch nicht ganz so wie wir es eigentlich geplant hatten. Es gab weder ein fertiges Essen, noch war meine Mutter daheim. Stattdessen fand ich nur einen kleinen Zettel auf dem Küchentisch mit Mamas Nachricht drauf. „Oh Mann, Fehlanzeige! Meine Mutter ist mit meiner kleinen Schwester beim Einkaufen und ich soll mir ein Sandwich machen.“ murmelte ich nachdem ich die Nachricht gelesen hatte.

Für einen kurzen Moment verzog Alex enttäuscht das Gesicht. „Schade.“

Doch dann grinste er doch wieder.

„Na ja, ein Sandwich ist ja auch nicht so schlecht. Kommt darauf an was ihr so im Kühlschrank habt…“ Wir öffneten den Kühlschrank und schauten nach.

„Immerhin gibt es Salami!“ stellte ich fest. „Einverstanden. Habt ihr auch noch Essiggurken?“ wollte Alex wissen. „Klar.“ antwortete ich. „Na dann, ist doch okay. Hau drauf!“ rief Alex begeistert. Wir waren heilfroh als wir im Brotschrank auch noch ein paar Semmeln fanden und innerhalb von einigen Minuten hatte auch schon jeder von uns beiden zwei fertige Wurstsemmeln, die wir uns schmecken ließen. Dazu teilten wir uns noch eine Flasche Cola. „Wo ist eigentlich dein Opa?“ wunderte sich Alex nach einer Weile. „Der wird sicherlich noch seinen Mittagsschlaf halten, so wie immer.“ antwortete ich schmatzend. Keine Frage: so eine Wurstsemmel konnte wirklich eine absolute Delikatesse sein, gerade wenn man nach der Schule stets so einen Bärenhunger hatte wie ich und Alex! „Ich glaube du irrst dich, Maxi.“ stieß Alex jetzt aus und deutete Richtung Fenster. „Irren?“ fragte ich im ersten Moment und warf einen neugierigen Blick aus dem Fenster. Doch dann verstand ich auf einmal was Alex meinte: draußen im Garten humpelte mit einer Krücke doch tatsächlich mein Opa umher und schien etwas im Schnee zu suchen… Noch dazu war er nur mit einem leichten T-Shirt bekleidet, das er über seine Hose trug! „Das gibt es doch nicht! Er hat ja nicht mal seine Jacke angezogen und dabei ist es verdammt kalt draußen!“ sorgte ich mich um ihn. Ich schluckte gerade noch den letzten Bissen meiner Wurstsemmel herunter, an dem ich gerade noch genüsslich gekaut hatte, ehe ich mir meine Jacke schnappte und raus zum Garten stürmte. Alex folgte mir.

„Opa, was machst du denn da?“ rief ich ihm zu. Überrascht schaute mein Opa mich an.

„Ach, du bist schon zu Hause?“

Mehr sagte er nicht.

Er bückte sich jetzt wieder und grub mit seiner freien Hand ein Loch in den Schnee.

Wie ich feststellte war es nicht das erste Loch das er grub. Opa musste wohl schon eine Zeit lang überall im Garten herumgebuddelt haben denn es wimmelte nur so von kleinen Schneehäufchen. „Opa, jetzt komm schon rein. Es ist doch kalt hier draußen.“ bat ich ihn ungeduldig als sei er ein kleines Kind.

Das kränkte ihn. Er erhob jetzt mahnend seinen Zeigefinger. „So redest du nicht mit mir, Maxi! Immerhin bin ich hier der Ältere von uns beiden und ich werde ja wohl wissen was ich tue!“ „Ist ja gut, Opa.“ antwortete ich etwas hilflos. Während ich und Alex nun etwas unschlüssig neben ihm standen, machte Opa einfach weiter mit dem Buddeln und kümmerte sich nicht weiter um uns. Endlich merkte Alex, dass ich bei Opa nicht mehr weiterkam und versuchte auch mal sein Glück bei ihm.

„Suchen Sie etwas?“ mischte er sich nun ein. Jetzt guckte Opa Alex wie ein...

Erscheint lt. Verlag 16.5.2022
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Abenteuerroman • Engel • Fantasybuch • Kinderbuch • Märchenbuch • Mittelaltergeschichten • Vampirbuch • Vampirgeschichte
ISBN-10 3-7541-9208-6 / 3754192086
ISBN-13 978-3-7541-9208-5 / 9783754192085
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