20.000 Lichtjahre unter de Meer (eBook)
200 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7541-9316-7 (ISBN)
Martin Cordemann alias 'PeeWee' wurde 2005 für den Niederrheinischen Kabarettpreis 'Das schwarze Schaf' nominiert. Er spielte seine Kabarettprogramme im Severins-Burg-Theater. Dort fand außerdem die Uraufführung seiner Komödie 'Alles Liebe - oder nicht?' statt. Gemeinsam mit Angela Krüll schrieb er den Text des Liedes 'In Kölle verliebt' für die Kölner Gruppe 'Klüngelköpp'. Darüber hinaus ist er Autor des Köln-Comics 'Die DomSpitzen' und des München-Comics 'Bruder Thadeus: Das Münchner Kindl'.
Martin Cordemann alias "PeeWee" wurde 2005 für den Niederrheinischen Kabarettpreis "Das schwarze Schaf" nominiert. Er spielte seine Kabarettprogramme im Severins-Burg-Theater. Dort fand außerdem die Uraufführung seiner Komödie "Alles Liebe – oder nicht?" statt. Gemeinsam mit Angela Krüll schrieb er den Text des Liedes "In Kölle verliebt" für die Kölner Gruppe "Klüngelköpp". Darüber hinaus ist er Autor des Köln-Comics "Die DomSpitzen" und des München-Comics "Bruder Thadeus: Das Münchner Kindl".
LOG II/01
„Ich dachte eigentlich, dieser Antrieb wäre für die Ewigkeit gebaut“, meinte Captain Shaw. „Unverwüstlich, unerschütterlich...“
„Unerträglich“, korrigierte Commander Ebert, während sie nach dem Problem suchte. „Streng genommen ist es auch nicht der Antrieb“, kam sie dann zu einem Schluss, „sondern der Computer.“
„Der Leitende Ingenieur meldet, dass der Antrieb einwandfrei funktioniert“, meldete Lieutenant Voin die Meldung des mechanischen Mechanikers. „Es... läge am Computer.“
Shaw seufzte.
„Wie lange wird die Reparatur in Anspruch nehmen?“
Ebert sah ihn an.
„Tja, ich bin keine Expertin“, sie zuckte die Schultern, „aber ich denke...“
Alle Lichter gingen wieder an.
„...wir sind bereit.“
„Klingt mir nach einem komplizierten Problem.“
„Du weißt, wie das mit moderner Technik ist.“
„Weiß ich das?“
„Du weißt es jetzt.“ Sie klopfte auf ihre Konsole. „Zu viele neue Daten, die der alte Computer nicht verarbeiten konnte.“ Sie legte die Stirn in Falten. „Oder war es die Kompabilität des neuen Computers mit den alten Systemen?“ Sie zuckte die Schultern. „Egal, ich komm mit beidem klar und ich würde sagen, wir können uns auf den Weg machen.“
„Na dann machen wir das doch.“
„Ihr Wunsch ist mir Befehl.“
„Und mein Befehl?“
„Ist eher ein Wunsch von dir.“
„Dann machen wir uns doch mal auf den Weg.“ Shaw nickte Voin zu. „Entsenden Sie der Raumflotte unseren Abschiedsgruß.“
„Ja, Sir.“ Der Lieutenant sah auf. „Und wie lautet der?“
„Fahrt zur Hölle, ihr Säcke!“ schlug Ebert vor.
„Sie haben die Dame gehört“, meinte der Captain.
Voin wirkte verwirrt bis bestürzt bis unfähig zur Verarbeitung und Umsetzung.
„War nur Spaß“, erklärte Shaw, bevor sich letzteres änderte. „Unsere Botschaft lautet...“
Überraschenderweise stellte sich das als gar nicht so einfach heraus. Denn in gewisser Weise war dies unter Umständen so eine Art historischer Moment, wie „ein kleiner Schritt für einen Menschen“, nur, dass man sich weit weiter hinaus ins Weltall begeben würde, als auf den einen treu umkreisenden Mond. Auf der anderen Seite war die Schwarzer Tod, ein Name, den nicht nur er mehr als verabscheute, nun bei weitem nicht das erste Raumschiff, das sich aufmachte in die Tiefen und Weiten des Universums, also vielleicht war das alles doch nicht so eminent bedeutsam, wie man sich das wünschen würde.
„Was hat denn der Captain gesagt, als Die Pest das erste mal ausgelaufen ist?“ fragte Rashi.
Max seufzte.
„'Unsere Botschaft an die Verräter unseres Volkes wird nicht ignoriert werden!'“
Gemeinsam schluckten sie.
„Vielleicht doch lieber was anderes.“
„Ja“, stimmte der Kapitän ihr zu. Das war nicht der rechte Moment, die ruhmlose Vergangenheit dieses Schiffes, das man ihnen aufgedrängt hatte, in Erinnerung zu rufen. „Sagen Sie denen folgendes“, meinte er dann:
„Hier spricht Captain Maximilian Shaw von dem größten Raumschiff, das die Menschheit je gebaut hat. Zusammen mit meiner Besatzung werden wir damit hoffentlich bessere Aufgaben bestehen als die, für die es geschaffen wurde – ein bisschen in der Hoffnung, genau dieses Erbe wieder gut zu machen. Zu diesem Zweck verlassen wir nun die Erde und wünschen uns, ihm eine neue Geschichte zu geben und einen neuen Ruf aufzubauen, der den, den es bisher hat, in Vergessenheit geraten lässt.
PS: Wir werden dieses Schiff, das in den nächsten Jahren unser Zuhause sein wird, umbenennen. Sobald wir wissen, auf welchen Namen, lassen wir es Sie wissen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ende!“
Es sollte eine Ansprache sein, die vielleicht nicht in die Geschichtsbücher einging, so doch aber in die Personalakte von Captain Maximilian Shaw mit einem Rüffel und dem Vermerk, ihn so bald wie möglich als Kapitän abzusetzen.
„Meinst du, die Fatzken in der Verwaltung werden das zu würdigen wissen?“ schmunzelte seine Steuerfrau.
„Natürlich nicht. Aber wenn die uns frühzeitig und ohne Verabschiedung losschicken, dann können die mich mal.“
„Vielleicht hättest du denen das sagen sollen?!“
„Hätte ich – wenn ich es schön als Rede formuliert bekommen hätte.“
„Stimmt“, gab sie zu, „sowas muss dann auch richtig klingen und darf nicht so dahingerotzt wirken.“
„Nein. Was macht unser Notruf? Oder hat sich inzwischen jemand anders darum gekümmert?“
Er warf Voin einen fragenden Blick zu.
Der schüttelte nur den Kopf.
„Komisch, dass ausgerechnet rund um die Erde, wo eigentlich ein Großteil der Flotte herumlungern müsste, nie ein Schiff zur Verfügung steht, um sich um einen Notruf zu kümmern.“
„Zumal der sogar aus dem Sonnensystem kommt“, bestätigte Ebert.
„Aus unserem Sonnensystem?“
„Oh ja, mein Kapitän. In der Nähe des Saturn... liegt nichtmal auf unserem Weg, wenn ich ehrlich bin.“
„Kümmern wir uns trotzdem drum... wenn man uns schon so nett darum bittet.“
„Okidoki!“ Eberts Finger flogen zielsicher über die Tasten. „Bei der aktuellen Entfernung, unserer möglichen Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsmanöver erreichen wir den Ausgangspunkt des Signals... jetzt!“
Vor ihnen erschien der malerische Anblick des Saturn mit seinen Ringen.
„Und wir haben uns nichtmal von der Erde verabschiedet.“
„Soll ich nochmal zurückfliegen?“
„Ich denke, das ist nicht nötig“, meinte der Captain. „Wie sieht es mit der Quelle des Notrufs aus?“
Die Navigatorin machte ein paar Berechnungen, dann zauberte sie ein Hologramm in die Luft.
„Sieht aus wie ein kleines Schiff...“
„Private Yacht. Von den Qli Fe M“, stellte Shaw fest.
Seine alte Freundin sah ihn beeindruckt an.
„Da hat aber einer seine Hausaufgaben gemacht.“
„Man will doch wissen, mit wem man es zu tun hat, wenn plötzlich vor einem ein Schiff mit schussbereiten Kanonen auftaucht.“
„Ist es dann nicht meist schon zu spät?“
„Wollen wir nicht hoffen, oder?“
„Wollen wir nicht. Der Kahn hat jedenfalls keine Kanonen, und schussbereite schonmal gar nicht.“
Shaw musterte den Lieutenant an der Kommunikationsstation.
„Ist das die Quelle des Signals?“
„Ja, Captain.“
„Haben wir inzwischen mehr, als dass es sich um einen Notruf handelt?“
„Das äh... hören Sie selbst.“
Voin schaltete die Botschaft auf die Lautsprecher.
„Äh, Hilfe... Wir kentern. Unser Schiff ist... total schön. Ringe. Das sind Ringe. So schöne Ringe hab ich noch nie gesehen.“
Eine andere Stimme unterbrach: „Hallo? Hilfe? Können Sie uns... können Sie uns...“
Eine dritte Stimme schien den Faden aufzugreifen mit einem:...
| Erscheint lt. Verlag | 1.6.2022 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| Schlagworte | Alien • Außerirdische • düster • Krieg • Krimi • Star • Sterne • Sternenkrieg • Trek • Weltraum |
| ISBN-10 | 3-7541-9316-3 / 3754193163 |
| ISBN-13 | 978-3-7541-9316-7 / 9783754193167 |
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